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Federaufzugswerk, insbesondere für Schreib- und ähnliche Maschinen
Bei Federaufzugswerken für Schreibmaschinen kommt es im wesentlichen darauf an,
daß die Feder mit einem möglichst großen und gleicbförmigen Zug am Umfang des Gehäuses
wirkt. Da das Federgehäuse zum Bewegen des Wagens von, einem Ende zum anderen selten
mehr als zwei volle Umdrehungen macht, so mußte bisher zum Erzielen der gewünschten
Gleichförmigkeit die Feder sehr lang gewählt werden. Im Ruhezustand der Feder, also
ungespannt, liegt daher der größte Teil. der Windungen am Gehäuseumfang dicht aufeinander.
Um die notwendige Spannung der Feder zu erzeugen, muß sie sehr stark: aufgewunden
werden; wobei die Windungen sich ziemlich dicht um-den Spiralfederkern legen, jedoch
so, daß die Spirale immer stark exzentrisch im Gehäuse liegt. Hierbei liegen die
dem Befestigungspunkt der Spiralfeder am Gehäuse zugekehrten Spiralteile immer dicht
aufeinander, und die einzelnen Windungen gleiten aufeinander, so daß die Feder gut
geölt sein muß, um nicht zu stark zu klemmen. Es tritt dann aber der übelstand ein,
daß das Öl verharzt, so daß die Feder nur ruckweise zieht oder überhaupt unwirksam
wird. Hinzu kommt noch, daß das äußere Federende aus seiner tangentialen Zugrichtung
durch die dem Ende zugekehrten Teile der Spirale stärker nach der Mitte des Gehliuses
gezogen wird, wodurch die Zuglichtung des äußeren Federendes stärker aus der Tangente
abgelenkt wird, als dem Durchmesser der gespanntere Feder entspricht. Dabei erleidet
die gelenkige Befestigung des Federendes Beanspruchungen, denen sie auf die Dauer
nicht gewachsen ist.
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Die Erfindung vermeidet diese Lbelstände und gestattet die Anwendung
eines Federbandes, das bei gleicher Leistung auf etwa zwei Drittel bis zur Hälfte
seiner bisher notwendigen Länge gekürzt sein kann. Außerdem erübrigt sich jedes
Schmieren der Feder, weil Vorsorge getroffen ist, daß die Windungen sich beim Spannen
nicht berühren.
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Diesen letzteren Gedanken hat man bei Uhrwerksfedergehäusen schon
zu verwirklichen gesucht, indem man das äußere Federende an einem radial verschiebbaren
Punkt so befestigt hat, daß das Federende immer senkrecht auf dem Federgehäuseradius
steht. Wie bereits ausgeführt, hat die Feder aber immer das Bestreben, mit den dem
äußeren Ende zugekehrten Teil der Windungen sich dem Mittelpunkt des Gehäuses mehr
zu nähern als die übrigen Teile. Dies hat zur Folge, daß das am verschiebbaren Befestigungspunkt
festgelegte Ende auf einer kurzen Strecke sehr stark auf Biegung beansprucht wird
und deshalb zum Bruch neigt.
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Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, das am Federgehäuse angehängte
äußere
Ende der Feder besonders abzustützen, indem die letzte äußere
Windung der Feder über einen festen Ansatz des Federgehäuses gelegt wurde. Dieser
Ansatz liegt aber so dicht an der Gehäusewand, @daß durch ihn das Federende fest
eingespannt gehalten wird. Die Feder wird also an der Austrittsstelle ebenfalls
stark auf Biegung beansprucht.
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Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß der die äußerste Federwindung
nach innen abstützende Zapfen oder Lappen derart angeordnet ist, daß die äußerste
Federwindung sich frei um ihn biegen kann und das zum Befestigungshaken führende
Ende der Feder sich annähernd tangential an den über dem Zapfen oder Lappen liegenden
Bogen anschließt. Hierdurch wird auch erreicht, daß die einzelnen Spiralwindungen
nicht mehr aufeinander gleiten. Ebenso wird die Biegungsbeauspruchung des Federendes
auf einen erheblich längeren Teil des Federendes als bisher verteilt, so daß die
Bruchgefahr wesentlich herabgesetzt wird.
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Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigt Fig. r einen Schnitt durch das Federaufzugswerk und Fig. z das Federaufzugswerk
in Ansicht mit abgenommenem Deckel.
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Das Federgehäuse i ist mit einem KugellageX z o. dgl. auf einer Welle
3 drehbar gelagert. An dem Gehäuse i ist in bekannter Weise das Wagenzug band q.
o. dgl. an einem Zapfen 5 festgelegt. Dieser Zapfen 5 und ein Zapfen 6 dienen zum
Festlegen des Gehäusedeckels 7. Im Gehäuse i ist ein Haken 8 vorgesehen, über welchen
das umgebogene Ende 9 der Feder i o gehängt ist. Das innere Ende i i der Feder io
ist in üblicher Weise an einem Haken 12 des Federherzens 13 festgelegt, das mittels
einer Nase 14 auf der Welle 3 gegen Drehung gesichert ist.
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An der Stirnwand des Gehäuses i ist ein Lappen 15 o. dgl. angeordnet,
der zweckmäßig ausgestanzt und derart nach innen gebogen ist, daß er zwischen die
äußerste und zweite Windung der Spiralfeder i o ragt.
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Beim Spannen der Feder io durch Drehen des Gehäuses um die Welle 3
legt sich der Teil 16 der Feder gegen den Lappen 15, wodurch erreicht wird, daß
die Feder i o nur auf dem ziemlich langen Teil 16 auf Biegung beansprucht wird.
Gleichzeitig erzeugt der Lappen 15 einen Zwischenraum zwischen den Windungen, der
sich bis zur Mitte der Feder fortsetzt, so daß die Federwindungen nicht mehr aufeinander
gleiten.