DE609461C - Elektrodenfassung fuer Elektrooefen - Google Patents

Elektrodenfassung fuer Elektrooefen

Info

Publication number
DE609461C
DE609461C DE1930609461D DE609461DD DE609461C DE 609461 C DE609461 C DE 609461C DE 1930609461 D DE1930609461 D DE 1930609461D DE 609461D D DE609461D D DE 609461DD DE 609461 C DE609461 C DE 609461C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
electrode holder
clamping ring
lever
holder according
electrode
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1930609461D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC BROWN BOVERI and CIE, Brown Boveri und Cie AG Germany filed Critical BBC BROWN BOVERI and CIE
Application granted granted Critical
Publication of DE609461C publication Critical patent/DE609461C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/10Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes
    • H05B7/103Mountings, supports or terminals with jaws
    • H05B7/105Mountings, supports or terminals with jaws comprising more than two jaws equally spaced along circumference, e.g. ring holders

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

Zur Befestigung der Elektroden von Elektroofen an ihren beweglichen Tragvorrichtungen bedient man sich meist schellen- oder bridenartiger Klemmen, die die Elektrode mehr oder weniger genau umfassen und mittels Schrauben angezogen werden. Häufig wird durch diese Fassungen auch der Betriebsstrom geleitet. Derartige Fassungen sind leicht lösbar und genügen als Stromzuleitungsklemmen für Elektroden kleineren und mittleren Durchmessers. Handelt es sich aber um große Elektroden, deren Durchmesser in der Größenordnung von 1Z2 bis 1 m liegt, so reichen diese Ausführungsformen nicht aus. Einerseits ist der Durchmesser solcher Elektroden nicht gleichmäßig, und andererseits ist ihre Außenfläche nicht so genau bearbeitet, daß die Berührungsfläche mit einer gewöhnlichen, rund ausgedrehten Fassungsschelle groß genug wäre, um einen guten Stromübergang zu ermöglichen. Deshalb hat man bei großen Elektroden die Fassung aus einer inneren Reihe von einzelnen gekühlten segmentförmigen Klemmbacken und einem sie außen umgebenden zwei- oder mehrteiligen Spannring zusammengesetzt. Um alle Klemmbacken einigermaßen gleichmäßig anzupressen, hat man auch den außenliegenden Spannring als Gliederkette ausgebildet und die Enden dieser Kette mittels Schrauben zusammengeklemmt. Wichtig ist natürlich auch die leichte Lösbarkeit der Fassung, die ja beim allmählichen Abbrand der Elektrode ab und zu höhergerückt werden muß.
Bei den genannten Fassungen ist es nun nötig, daß zum Zweck des Versetzens der Fassung mindestens ein Bedienungsmann während des Betriebes die Klemmschrauben löst und nach Verschiebung der Elektrode wieder anzieht. Da nun bei senkrecht stehenden Elektroden an der Fassungsstelle eine ungeheure Hitze herrscht, mußte man zum Höhersetzen der Fassung die betreffende Elektrode meist aus dem Ofendeckel herausziehen, nach der Seite abschwenken und abkühlen lassen, was auch bei öfen mit mehreren Elektroden eine empfindliche Betriebsstörung bedeutet.
Daher ist auch bereits vorgeschlagen worden, die Fassung mechanisch durch Fernsteuerung zu lösen und anzuziehen. Dabei hat man z.B. jede Klemmbacke für sich mit einem besonderen pneumatischen oder hydraulischen Kraftzylinder ausgerüstet. Eine solche Lösung der vorliegenden Aufgabe ist aber verwickelt, teuer und wenig betriebssicher. Die Erfindung bezieht sich auf eine durch Fernsteuerung eines Hebelwerkes anziehbare und wieder lösbare Elektrodenfassung, bei welcher die mechanische Anzugsvorrichtung des Spannringes aus einem- Hebelwerk und aus einem oder mehreren Kraftzylindern besteht und nach Art einer Backen- oder Bandbremse wirkt. Um dabei die nötige Betriebssicherheit zu erhalten und gegen selbsttätiges Lösen der Fassung gesichert zu sein, werden gemäß der Erfindung an diesem Hebelwerk Kniehebel mit Federn derart angeordnet, daß
bei Anziehen oder Lockern der Fassung eine Totpunktlage überschritten werden muß. Eine erhebliche Überschreitung der Totpunktlage, die ja wieder zu einer Lockerung der Fassung S führen würde, wird erforderlichenfalls in üblicher Weise durch Anschläge verhindert.
In der Zeichnung sind vier Ausführungsbeispiele für die Erfindung dargestellt, die sich vor allem durch die Art des Hebelwerkes ίο unterscheiden. Bei allen ist die Elektroden von acht Klemmbacken α gefaßt, die von einem einteiligen (Fig. ι und 2) oder zweiteiligen (Fig. 3 und 4), aus Gelenkgliedern bestehenden Spannring b mittels eines hydraulischen Zylinders c angepreßt werden. Bei allen sind an irgendeiner Stelle Federn / eingefügt, um ein selbsttätiges Lösen der Fassung jenseits einer Totpunktlage zu verhindern. Je größer der Elektrodendurchmesser ist, um so mehr Aufteilungen des Spannringes b sind erforderlich.
Gemäß Fig. 1 sind am oberhalb der Fassung angeordneten, in der Zeichnung nicht dargestellten Fassungshalter zwei Widerlager d, die die Drehzapfen der Winkelhebel h tragen, befestigt. Die kürzeren Hebelarme liegen an Zapfen g der beiden Endglieder der den Spannring b bildenden Gelenkkette an, während die längeren Hebelarme der Winkelhebel h durch die Feder / verbunden sind. Die Enden dieser längeren Hebelarme sind mit Zapfen versehen und in Langlöchern eines Stoßbalkens / geführt, der am Kolben des hydraulischen Zylinders c befestigt ist. Die Winkelhebel h besitzen eine Totpunktlage, da die Feder / ihre größte Spannung dann erhält, wenn die längeren Hebelarme in einer Geraden liegen. Die Feder / wirkt daher auf der Elektrödenseite der Totpunktlage spannend, auf der Zylinderseite entspannend auf den Spannring b. Diese Figur zeigt ebenso wie Fig. 2 die Fassung in gespanntem Zustand. In Fig. 2 ist ebenfalls eine Fassung mit einteiligem Spannring b gezeigt. Dieser wird hier wie eine Bandbremse durch Drehung des Doppelwinkelhebels h angezogen und gelöst. Die beiden kürzeren Hebelarme greifen an den Zapfen g der Endglieder der Kettenfassung b an, während der längere Hebelarm an seinem Ende mit einem Langloch für den Angriffspunkt der Kolbenstange des Zylinders c versehen ist und von diesem hin und her bewegt wird. Um wieder eine Totpunktlage kurz vor der Schließstellung der Fassung zu erzielen, ist an dem längeren Arm des Winkelhebels h der Kniehebel u angelenkt, der dem Druck der Feder/ unterworfen ist, die er bei Überwindung der Totpunktlage zusammenpressen muß.
Gemäß Fig. 3 besteht der Spannring aus zwei Kettenstücken, an deren Ende ein gemeinsames symmetrisches Hebelsystem angreift. Wie bed Fig. 1 wird das Spannen der Kette, deren Glieder hier beispielsweise geradlinig ausgeführt sind, durch Druck des Kraftkolbens auf einen Stoßbalken i bewirkt, der an zwei Schubstangen ζ angelenkt ist. Deren Endpunkte sind in einem 'Schlitz eines mit dem Kraftzylinder c starr verbundenen Widerlagers k geführt und an den Zugfedern / befestigt. Die äußeren Enden der Federn/ sitzen an Hebelnm, die die Elektrodenfassung beiderseits umgreifen und jenseits der Elektrode e an einer Stange η angelenkt sind; sie sind mit je zwei Kniehebeln 0 versehen, die ihrerseits an den Endgliedern der beiden Kettenteile b angreifen. Die Fassung ist hier in entspanntem Zustand dargestellt. Drückt der Kraftkolben c auf den Stoßbalken i, so werden die Schubstangen ζ nach, dem Widerlager k hin und gegebenenfalls darüber hinaus gedreht (wobei die Totpunktlage überschritten wird), die Federn/ werden gespannt und ziehen die in Langlöchern des Widerlagers k geführten freien Enden der Hebel m nach der Elektrode zu. Dadurch strecken sich die Kniehebel 0, m und suchen die Enden der Kettenteile b ein^ ander zu nähern, wodurch die Kette gespannt und die Fassung festgezogen wird. Die Mitten der Kettenteile b sind hier, noch in Schlitzen ν der beiden einander gegenüberliegenden Balken k und η geführt.
Eine etwas abweichende Ausführungsform mit ebenfalls zweiteiliger Spannkette b ist in Fig. 4 veranschaulicht. Die Teilfuge der Kette liegt jedoch hier in der Richtung der Zylinderachse, während sie gemäß Fig. 3 senkrecht bzw. quer zu derselben lag. Hier wirkt der Kolben des Kraftzylinders c auf einen Knie- 100 · hebele, der bei seiner Streckung seinerseits wiederum zwei Kniehebel q zu strecken sucht, die ohne jeden Fixpunkt ausgeführt sind. Ihre nach der Elektrode zu gelegenen Enden wirken bei Streckung des Knies pressend auf die Druckfedern/. Diese drücken auf das bewegliche Widerlager?-, an welchem auch der Kraftzylinder c befestigt ist.· Die nach außen gerichteten Enden der Kniehebel q ziehen bei Streckung des Knies an den Stangen ί und bringen dadurch den Balken t näher an die Elektrode e. Die beiden Balken r und t sind wiederum mit Kniehebeln 0 versehen, die an den Enden der Kettenteile b angreifen. Werden die Balken r und t einander genähert, so spannt sich die Kette, und die Fassung sitzt fest. Der Widerlagerbalken r ist in Langlöchern der Zugstangen s geführt, die ihrerseits mit Führungsschlitzen ν für die Mittelzapfen der Kettenteile b versehen sind.
Es gibt selbstverständlich noch viele Möglichkeiten, die vorliegende Aufgabe mit den
Mitteln der Erfindung zu lösen. Man kann den Kettenring in mehr als zwei Teile unterteilen; man kann statt des Stangenvierecks (k, m, n, m in Fig. 3 bzw. r, s, t, s in Fig. 4) ein Dreieck oder ein Polygon ausführen; man kann statt eines Druckzylinders mehrere benutzen; man kann statt der geradlinigen Kolbenbewegung eine vom Kraftmittel erzeugte Drehbewegung zur Spannung der Fassung verwenden. Man kann statt hydraulischer Kraft pneumatische oder elektrische oder elektromagnetische oder Dampfkraft benutzen. Auch läßt sich eine besondere Feststellvorrichtung anbringen, damit man die Kraftmittelzufuhr unterbrechen kann, ohne daß dadurch die Elektrode aus der Fassung wieder gelöst wird.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    i. Durch Fernsteuerung eines Hebelwerkes anziehbare und wieder lösbare Elektrodenfassung für Elektroofen mit einem Spannring, der aus kettenartig aneinandergereihten Gliedern besteht, die die Elektrode nach Art einer Backen- oder Bandbremse umfassen, dadurch gekennzeichnet, daß am Hebelwerk Kniehebel mit Federn derart angeordnet sind, daß bei Anziehen oder Lockern der Fassung eine Totpunktlage überschritten werden muß.
  2. 2. Elektrodenfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannring in mindestens zwei Teilstücke aufgelöst ist und daß an seinen Unterbrechungsstellen das Hebelwerk angreift.
  3. 3. Elektrodenfassung nach Anspruchs, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniehebel an den Unterbrechungsstellen des Spannringes angreifen.
  4. 4. Elektrodenfassung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Hebelwerk symmetrisch zum Spannring angeordnet ist.
  5. 5. Elektrodenfassung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß Teile des Hebelwerkes den Spannring in einer geschlossenen Figur, einem Zwei-, Drei-'oder Mehreck, umgeben.
  6. 6. Elektrodenfassung nach Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kniehebelschenkel, die an den Unterbrechungsstellen des Spannringes angreifen, paarweise an je einer Seite des Zwei-, Drei- oder Mehrecks angelenkt sind.
  7. 7. Elektrodenfassung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kettenglieder, die den Spannring bilden, mindestens teilweise geradlinig sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930609461D 1930-06-28 1930-06-28 Elektrodenfassung fuer Elektrooefen Expired DE609461C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE609461T 1930-06-28

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE609461C true DE609461C (de) 1935-02-15

Family

ID=6575961

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1930609461D Expired DE609461C (de) 1930-06-28 1930-06-28 Elektrodenfassung fuer Elektrooefen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE609461C (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2477077A (en) * 1946-03-09 1949-07-26 Delaware Engineering Corp Electrode clamp
US2587045A (en) * 1949-01-25 1952-02-26 Asea Ab Clamping device for electrodes of arc furnaces
US2899477A (en) * 1959-08-11 Safety device for remotely controlled manipulators
DE1068401B (de) * 1959-11-05
DE1263200B (de) * 1954-10-13 1968-03-14 Knapsack Ag Tieffassung fuer Elektroden elektrischer OEfen

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2899477A (en) * 1959-08-11 Safety device for remotely controlled manipulators
DE1068401B (de) * 1959-11-05
US2477077A (en) * 1946-03-09 1949-07-26 Delaware Engineering Corp Electrode clamp
US2587045A (en) * 1949-01-25 1952-02-26 Asea Ab Clamping device for electrodes of arc furnaces
DE1263200B (de) * 1954-10-13 1968-03-14 Knapsack Ag Tieffassung fuer Elektroden elektrischer OEfen

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2918388C2 (de) Einrichtung zum stirnseitigen Aneinanderschweissen zweier Profilstangen
DE3524342C2 (de)
DE609461C (de) Elektrodenfassung fuer Elektrooefen
CH626294A5 (de)
DE2246732C3 (de) Vorrichtung zur Entnahme eines mit einer Trägerplatte durch Verlöten von Anschlußelementen verbundenen Bauteils kleiner Abmessungen
DE2322578B2 (de) Vorrichtung zum Festlegen von unter einem Flugzeug mitzuführenden Lasten
DE2841588C3 (de) Kerbzange zum Aufpressen von Kabelschuhen und Verbindern auf elektrische Leiter
DE699694C (de) Vorrichtung zum Ausgleich von im Betriebe auftretenden Biegungsmomenten, wie Stutzen von Rohrleitungen, Maschinen usw., mittels Gegenmomente
DE2627163C3 (de) Klemmzange mit zwei Zangenschenkeln, die über Dreh- und Schraubgelenkgetriebe verbunden und zueinander parallel verschiebbar sind
DE946901C (de) Schnellklemmvorrichtung fuer biegsame Druckplatten
AT352503B (de) Vorrichtung zum entgraten beim widerstands- stumpfschweissen von schienen
DE2951836C2 (de) Vorrichtung zum Spannen der beweglichen Teile eines Gießpfannen-Schieberverschlusses
AT203299B (de) Abnehmbarer Verschluß
DE3152762C2 (de) Elektrische Widerstandsstumpfschweißmaschine
CH371818A (de) Vorrichtung zum Spannen von biegsamen Druckplatten, insbesondere Stahlstichplatten, auf Zylindern von Druckmaschinen
DE560265C (de) Stuetzvorrichtungen fuer Baumleitern
DE379748C (de) Greifbackenanordnung an Ziehwagen
DE329905C (de) Haltevorrichtung fuer Elektroden elektrischer Schmelzoefen
DE833186C (de) Setzvorrichtung fuer eiserne Grubenstempel
DE2535629B2 (de) Absperrschieber für Gasleitungen großer Nennweiten
DE904331C (de) Vorrichtung zum Schweissen von Kettengliedern nach dem Widerstandsverfahren
AT122451B (de) Elektrodenfassung für elektrische Öfen.
DE510067C (de) Vorrichtung zum Befestigen von Stereotypplatten auf Formzylindern
DE342879C (de) Drahtspanner
AT293147B (de) Zubringereinrichtung für Rohre bei der Schweißung auf der Stumpfschweißmaschine