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Kontrollvorrichtung zur laufenden, gleichzeitigen Überwachung von
Lagerbeständen verschiedener Wären und zu ähnlichen statistischen Zwecken Für statistische
oder Dispositionszwecke, namentlich in Großbetrieben, Filialbetrieben, Kettenläden
usw., aber auch für andere ähn-, liche Zwecke ist es notwendig, täglich eine große
Anzahl verschiedener Sorten, Arten oder Gattungen für Lieferzwecke oder für die
Kontrolle der Lagerhaltung zu addieren und zu subtrahieren. Bisher ist es erforderlich,
auf Tabellen die betreffenden Abgänge und Zugänge aus Lieferscheinen und Rechnungen
von Hand einzutragen und aufzuaddieren. Die Durchführung dieser Arbeit ist zeitraubend
und u nständlich und infolge vieler Fehlerquellen das Ergebnis oft unzuverlässig.
Besonders nachteilig ist aber dabei, daß der jeweilige Stand der betreffenden Gattungsgruppen
nicht zu übersehen ist.
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Die Erfindung bezweckt, hier Abhilfe zu schaffen. Die neue Vorrichtung
besteht aus einer Einrichtung, in der für jede Art der statistisch zu erfassenden
Größen, z. B: Warengattung, eine Additions- und Subtraktionsmaschine an sich bekannter
Konstruktion angeordnet ist und die Gattungskennzeichnungen ausgewechselt werden
können, wenn dieselbe Vorrichtung für eine andere Zusammenstellung anderer Arten
oder anderer Gruppen von Waren benutzt werden soll.
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Die Rechenapparate können erfindungsgemäß so zusammengestellt und
in Gehäuse eingebaut werden, daß jede Gruppe übersichtlich zu handhaben ist. Die
Zusammenstellung kann in Plattenform, in Buchform, durch schubladenartige Vereinigung
mehrerer Platten in einem. Kasten und vor allem durch schräge Staffelung der in
Scharnieren drehbar angeordneten Rechenapparate erfolgen.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt
und zeigt Fig. r die Vorrichtung in Draufsicht, eingerichtet für =5o verschiedene
Arten oder Gattungen; Fig. 2 ist ein Schnitt durch die Darstellung nach Fig. = in
Seitenansicht; Fig.3 veranschaulicht einen Abschnitt der Tafel nach Fig. r in vergrößertem
Maßstab; Fig. q. und 5 veranschaulichen die auswechselbare Einrichtung der Sortenbezeichnung;
Fig. 6 ist eine Draufsicht auf einen Einzelrechenapparat mit Aufsteckschieber für
die Beschriftung, der zugleich auf der Rückseite Notiztafeln festhalten kann; Fig.7
zeigt den Schieber schaubildlich von der Rückseite; Fig. 8 veranschaulicht die Zusammenfassung
einer Anzahl Rechenvorrichtungen oder Rechenmäschinen in Buchform; -Fig. g zeigt
schaubildlich ein Gestell mit umklappbaren, in Staffeln eingebauten Rechenapparaten,
die auf. beiden Seiten freizulegensind;
Fig. io ist eine schaubildliche
Ansicht eines Kastens, in dem die Rechenmaschinen in Schiebladen oder Fächern eingeordnet
sind.
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Im Ausführungsbeispiel nach Fig. i bis 5 soll die Vorrichtung für
die Zentrale oder die Zentral lagerhaltung eines kaufmännischen Großbetriebes mit
zahlreichen Filialen verwendet werden. Wenn ein solcher Betrieb, der z. B. eine
größere Anzahl von Detailgeschäften unterhält, oder ein Betrieb, der eine größere
Anzahl von Ausgabestellen besitzt, diese Stellen oder Filialen mit etwa i5o verschiedenen
Warengattungen zu versorgen hat, so ist es notwendig; daß die Zentrale über die
Zu- und Abgänge eine genaue Kontrolle hat, um disponieren zu können. Angenommen,
der Großbetrieb sei eine Wein- und Spirituosenhandlung. Dann ist in der Zentrale
stündlich darüber zu disponieren, wieviel Flaschen von jeder Sorte in den verschiedenen
io oder 2o Filialstellen abgesetzt wurden und wieviel von der Zentrale- bzw. vom
Hauptlager aus zu ergänzen sind. Es muß dafür gesorgt werden, daß Ergänzungen stattfinden,
und es muß der Absatz von der Zentrale aus auch rechnerisch kontrolliert werden.
Die Kontrolle kann sich auf einzelne Betriebe, auf. Gruppen und auf den Gesamtbetrieb
erstrecken. Die Zusammenstellung kann stündlich, halbtäglich oder täglich usw. erfolgen.
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Der Erfindung gemäß wird eine tafelförmige Unterlage a, die zum Aufhängen
an die Wand oder zurrt Aufstellen an den Schreibtisch eingerichtet ist, zweckmäßig
so abgestuft, daß die einzelnen Rechenmaschinen r, in diese Abstufungen b eingelegt,
sich gegenseitig, etwas abdecken und dadurch auswechselbar festhalten, während sie
mit ihrer ganzen Rückwand aufliegen. Diese Auflage auf der ganzen Rückfläche ist
vorteilhaft, um das Durchbiegen. der z. B. aus Aluminium oder beliebigem anderem
Blech hergestellten Maschinen und das Verbiegen der Zahlenschieber in der Rechenmaschine
zu verhindern. Die Tafel a kann außerdem, noch in. der senkrechten Richtung, gewünschtenfalls
auch in Querrichtung, durch Leisten c unterteilt werden, um _ einzelne Gruppenabteile
herauszuheben. Der _untere und seitliche Rand der Tafel wird zweckmäßig reit einer
Rahmeneinfassung d versehen, derart, daß die untere Rahmenleiste d die untere Reihe
der Rechenmaschinen etwas überdeckt und dadurch die stufenweise übereinanderliegenden
Reihen sich festhalten. Man erkennt aus der Darstellung nach Fig. 2, daß einzelne
beschädigte Rechenmaschinen auf diese Weise leicht auswechselbar sind.
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Wie Fig, i veranschaulicht, sind auf der dargestellten Tafel i5o Rechenmaschinen
angebracht. Jede einzelne Rechenmaschine ist nun mit einem Namensschild f ausgestattet,
auf dem die Art oder Warengattung, welche eingetragen werden soll, deutlich angegeben
ist. Gewünschtenfalls können diese Namensschilder zur Bezeichnung der Arten und
Gattungen auswechselbar angebracht werden, oder sie werden zweckmäßig für die ganze
waagerechte Reihe der Rechenmaschinen auf einer auswechselbaren Leiste g aus Holz,
Metall, Celluloid o, dgl. angebracht, derart, daß man alle Namensschilder einer
Reihe auswechseln kann und so dieselbe Vorrichtung zum. Addieren und Subtrahieren
anderer Sorten verwenden kann. Es können auch die Namensschilder einer Reihe auf
einem Schieber h angebracht sein, der seitlich herausziehbar ist, oder sie können
einzeln von oben eingesetzt bzw. auswechselbar sein. In Fig. i sind die Rechenmaschinen
in einem, bestimmten Feld für eine bestimmte Warengruppe, z. B. für Rotweine oder
für Spirituosen, hervorgehoben. Das kann durch Farbgebung der Maschinen oder durch
die Umrahmung der Leisten c erfolgen.
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In Fig. 3 ist ein Ausschnitt veranschaulicht, der zeigt, wie die einzelnen
Rechenmaschinen, für Kolonialwaren verschiedener Art oder für andere Waren des Betriebes
bestimmt, leicht übersichtlich angeordnet sind. Im Großbetrieb kann die Tafel, z.
B. für die verschiedenen Weine und Spirituosensorten eingerichtet, zunächst für
diese Zwecke verwendet werden, um, den Bedarf der gesamten Ausgabestellen aufzuaddieren
und - den Verbrauch bzw. den Lagerbestand festzustellen. Es können dann die Querleisten
g oder die Namensschilder ausgewechselt werden, um sie z. B. für Textilwaren, für
Lebensmittel oder andere Waren zu benutzen.
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In gleicher Weise kann dieselbe Tafel durch entsprechende Einrichtung.
der Namensschilder für statische Zwecke, für die Erwerbslosenversorgung oder für
Schulen, für Krankenhäuser, für städtische Behörden usw: Verwendung finden. Gehen
die Lieferscheine, Rechnungen o. dgl. im Betrieb ein und bezeichnen die einzelnen
Scheine z. B. 15 Flaschen der einen Sorte, 18 Säcke einer anderen, 45 Pakete
einer dritten, so werden die Lieferscheinangaben von Zeit zu Zeit, wie schon erwähnt,
z. B. stündlich, in die Rechenmaschinen einaddiert bzw, vom Bestand subtrahiert,
so daß die Zentralverwaltung durch einen Blick auf ihre Tafel sofort den Stand erkennen
und die erforderlichen Dispositionen treffen kann.
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Es kann also die Tafel für reine Subtraktion ohne Addition benutzt
werden, sie kann aber auch für Subtraktion und Addition benutzt werden, indem der
Lagerbestand eingetragen und die Lagereingänge jeweils in die Rechenmaschine eingezogen
werden.
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Im, Ausführungsbeispiel ist die Tafel a aus Holz dargestellt; selbstverständlich
kann diese auch aus Metall oderbeliebigem anderem Material
angefertigt
werden. Es kann auch der Rahmen und die Einrichtung unmittelbar an der `Fand befestigt
werden und die Rechenmaschinen unmittelbar in die feste Wand auswechselbar eingesetzt
werden.
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Im Ausführungsbeispiel sind kleine, handliche Rechenmaschinen verwendet,
die, aus Aluminiumblech o. dgl. hergestellt, leicht sind und trotzdem, außerordentlich
betriebssicher und zuverlässig arbeiten. Selbstverständlich kann aber jede andere
Gattung von Rechenmaschinen ebenso Verwendung finden, insbesondere können auch Rechenmaschinen
mit Additions- und Subtraktionseinrichtung in die Vorrichtung eingesetzt werden.
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Wenn als besonderer Vorteil angeführt wird, daß die Namensschilder
für die Sortenbezeichnungen auswechselbar angebracht sein sollen, so besteht natürlich
auch die Möglichkeit, die Sortenbezeichnungen unmittelbar auf die Rechenmaschinen
aufzukleben oder das Sortenfeld in die Rechenmaschine selbst einzuprägen oder auswechselbar
einzuschieben.
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Es können auch einzelne Sorten- oder Namens-Schilder, wie in Fig.
q. veranschaulicht, zum Anhängen oder Überhängen eingerichtet und auf einzelne Rechenmaschinen
der Tafel gehängt werden.
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Die einzelnen Rechenmaschinen können mit einem auswechselbaren Schieber
versehen werden, der auch gleichzeitig das Namensschild trägt und dazu dienen kann,
-auf der Rückseite der Rechenmaschine Notizzettel, abwaschbare Celluloidtafeln,
Notizblöcke o. dgl. zu befestigen. Eine solche Ausführungsform ist in Fig. 6 und
7 veranschaulicht, wobei der Schieber l selbstfedernd auf den Rechenapparat r aufgeschoben
ist. Er trägt auf der Vorderseite die Inschrift für die Warengattung, für welche
der Rechenapparat benutzt werden soll. Mit der rückwärtigen Klappe h kann er den
Notizblock oder die Notizblätter festhalten.
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Diese Rechenapparate können auch nebeneinander in einer oder mehreren
Reihen in ein Futteral bzw. eine buchdeckelartig aufklappbare Tasche eingesetzt
werden, wie das in Fig. 8 veranschaulicht ist. Man kann dann durch Zusammenschlagen
der beiden Deckel m und ml sämtliche Rechenapparate staubsicher in dem verschließbaren
Etui abschließen, während diese beim Aufschlagen übersichtlich vor dem Beschauer
liegen. Diese Taschen, die natürlich auch drei- oder mehrteilig herzustellen sind,
sind so einzurichten, daß die Apparate und die eingestellten Resultate für Unberufene
nicht zugänglich sind. Die Rechenmaschinen y können fest oder umklappbar in. das
Futteral eingebaut sein. Jeder Rechenapparat trägt sein Warenschild, das gewünschtenfalls
auch auswechselbar sein kann, wie bereits vorher wiederholt ausgeführt. Man kann
eine solche Vorrichtung in Taschenformat oder als Handkoffer mit sich führen und
beim Besuch der Filialen oder Läger, bei Bestandsaufnahmen oder wenn ein Ersatz
oder eine Kontrolle stattfinden soll, die Eintragungen in den der Ware zugehörigen
Rechenapparat vornehmen. Natürlich können auch einzelne Tafeln hergestellt und in
allen Ausführungsformen an der Rückseite Stützen angebracht werden, um die Tafeln
vor dem Arbeitenden wieeinenPhotorahmen aufzustellen.
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Wenn zweiseitige Rechenmaschinen mit einer Additions- und einer Subtraktionsseite
benutzt werden, können diese an ihrem Fußende umklappbar in das Futteral eingebaut
sein, um je nach Wunsch die Vorder- oder die Rückseite benutzen zu können. Letzteres
ist dann zweckmäßig, wenn Ab- und Zugänge mit derselben Einrichtung aufgenommen
und errechnet werden müssen.
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Sollen die Rechenapparate r zweiseitig benutzt werden, so empfiehlt
sich besonders die Anordnung in. einem Gestell o, wie es Fig. 9 veranschaulicht.
Hier sind die Rechenapparate staffelförmig in Reihen hintereinander umklappbar eingesetzt,
und zwar zweckmäßig um eine an der unteren Kante vorgesehene Drehachse p, ein Scharnier
o. dgl. Wie Fig. 9 zeigt, können die einzelnen Apparate durch Umklappen nach vorn
gelegt werden und sind dann auf der Rückseite zugänglich. Das ist von Wichtigkeit,
wenn auf der Vorderseite addiert und auf der Rückseite subtrahiert wird. Durch die
Formgebung des Gestelles und die Anordnung der Drehachsen p ist die Einrichtung
so getroffen, daß die Rechenapparate einer Reihe geneigt liegen und mehrere gleichzeitig
nach vorn umklappbar sind, wenn z. B, die dritte oder vierte Maschine freigelegt
werden soll. Bei nur einseitigen Rechenmaschinen kann die Rückseite wieder mittels
der Schieber l o. dgl. zur Aufnahme von Notiztafeln oder Notizblöcken n eingerichtet
werden. Soll das Gestell nach Fig. 9 als Tafel aufgestellt oder zum Anhängen an
eine Wand eingerichtet werden, so kann man eine senkrecht aufhängbare oder geneigt
aufstellbare Platte benutzen, auf der an der Vorderseite eine schiefe Ebene erkerartig
vorspringend angeordnet ist, auf der dann die einzelnen Rechenapparate mit ihrem.
Scharnier senkrecht stehend oder etwas nach hinten geneigt staffelförmig aufgestellt
sind. Die Befestigung der einzelnen Rechenapparate erfolgt abgestuft mittels der
Scharniere auf der nach vorn vorspringenden schiefen Ebene. Sie legen sich dann
mit ihren Flächen etwas steiler aufeinander, als es in Fig. 9 veranschaulicht ist.
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Es können auch eine Anzahl Rechenmaschinen wie Buchblätter oder die
Tafeln für Eisenbahnfahrpläne mit einer Seitenkante um eine gemeinsame Achse, z.
B. einen Ständer oder eine Tischsäule, drehbar angeordnet und befestigt sein.
Ein
solcher Drehständer kann passende Rahmen tragen, in welche die Rechenapparate eingesetzt
werden.
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Für größere Betriebe empfiehlt sich eine Vorrichtung, in der eine
Anzahl Rechenmaschinen gruppenweise in Schiebladen, oder Fächern. q fest oder umklappbar
zusammengefaßt sind. Die einzelnen Schiebladen q werden in einen Sammelkasten eingesetzt
oder zusammensetzbar eingerichtet, -wie das im Ausführungsbeispiel nach Fig.
so gezeigt ist. Gewünschtenfalls kann jeder V4'arengruppe oder jedem Zweigbetrieb
ein Fach q oder mehrere zugeordnet werden. Letztere sind so eingerichtet, daß sie
herausgezogen sich mit Zapfen festhalten und in geneigter Lage auf die Tischplatte
stützen lassen, um die einzelnen Apparate bequem zugänglich zu machen. Auch hier
können die Maschinen fest oder umklappbar eingebaut sein, wie es vorher schon wiederholt
beschrieben wurde. Die Außenseiten jeder Lade werden mit Aufschriften versehen,
die auch auswechselbar sein, können.
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Bei der staffelförmigen Anordnung der Rechenvorrichtungen oder Rechenmaschinen
können, ähnlich wie bei einer Sichtkartei, Reiter angeordnet werden, um einzelne
Gruppen oder, einzelne Tafeln. schneller herauszufinden.
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In allen Fällen ist vorgesehen, daß die einzelnen Rechenmaschinen
ein Schild tragen, welches die Warengattung oder die in. Betracht kommende Bezeichnung
trägt.
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Die Vorrichtungen können aus Metall, Holz oder jedem beliebigen geeigneten
Material hergestellt sein.
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Wenn hier allgemein von Rechenvorrichtungen und Rechenapparaten gesprochen
wird, so handelt es sich immer um an sich bekannte flache Taschenrechenmaschinen.
Es ist deshalb das Rechenverfahren und die Einstellung der einzelnen Rechenschieber
zum, Addieren und Subtrahieren nicht beschrieben.