DE604104C - Vorrichtung zur Herstellung von Mikanit - Google Patents

Vorrichtung zur Herstellung von Mikanit

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DE604104C
DE604104C DEM109643D DEM0109643D DE604104C DE 604104 C DE604104 C DE 604104C DE M109643 D DEM109643 D DE M109643D DE M0109643 D DEM0109643 D DE M0109643D DE 604104 C DE604104 C DE 604104C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01BCABLES; CONDUCTORS; INSULATORS; SELECTION OF MATERIALS FOR THEIR CONDUCTIVE, INSULATING OR DIELECTRIC PROPERTIES
    • H01B3/00Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
    • H01B3/02Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances
    • H01B3/04Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of inorganic substances mica

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  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Herstellung1 von Mikanit, bei der die Glimmerblättchen durch Saugluft an eine hin und her bewegliche Ablegevorrichtung angesogen und nach Beseitigung der Saugwirkung auf einer Fördervorrichtung abgelegt, dort übereinandergeschichtet und zusammengeklebt werden·.
Bei bekannten Vorrichtungen dieser Art saugt die Saugplatte aus einem mit Glimmerblättchen angefüllten Behälter Glimmerblättchen an. Danach entfernt sich der Behälter unter der Saugplatte und die Saugplatte läßt sodann die Glimmerblättchen auf eine Unterlage niederfallen. Will man mit diesen Maschinen Mikanitplatten größerer Stärke erzeugen, so muß die klebefähige Unterlage entfernt werden, bevor der Behälter mit Glimmerblättchen wieder unter die Ansaugplatte gebracht werden kann. Dieses Spiel vollzieht sich so oft, als einzelne Schichten von Glimmerblättclien übereinandergeschichtet und zusammengeklebt werden sollen. Die Arbeitsweise einer solchen Maschine ist umständlich und auch zeitraubend.
Die Erfindung bezweckt, eine Vorrichtung zu schaffen, welche diese Nachteile vermeidet. Dies geschieht dadurch, daß die hin und her bewegliche Ablegevorrichtung wiederholt Glimmerblättchen in einer Stellung aufnimmt und in einer anderen Stellung auf eine sich ununterbrochen bewegende, von der gleichen Antriebsvorrichtung wie die Glimmerablegevorrichtung bewegte endlose Fördervorrichtung, und zwar unter Zwischenschaltung eines Geschwindigkeitswechselgetriebes, ablegt, so daß eine beliebige Anzahl Glimmerschichten sich überdeckend auf die Fördervorrichtung abgelegt und Mikanit beliebiger Dicke erzeugt werden kann.
Bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist mit der Glimmerablegevorrichtung eine Einrichtung zum Auftragen von Klebstoff verbunden, die bei der Rückwärtsbewegung der Ablegevorrichtung nach Ablage einer Glimmerschicht selbsttätig in Wirkung tritt, um Klebstoff auf diese niedergelegte Schicht aufzutragen.
Die Glimmerablegevorrichtung entnimmt den Glimmer einem Vorratsbehälter, der von überschüssigem Glimmer nach jedem Abhebevorgang durch eine Vorrichtung entleert wird, die durch die Glimmerablegevorrichtung bewegt wird.
Zur Herstellung von Mikanitplatten weist die Vorrichtung ein lotrecht bewegliches Messer, das durch Hubscheiben in zeitlicher Abhängigkeit von der Fördereinrichtung bewegt wird, und eine selbsttätig regelbare Vorrichtung, durch die die Mikanitplatten
auf einen Aufnahmetisch gelegt und aufgeschichtet werden, auf.
Gegentiber den bekannten Maschinen hat die vorgeschlagene Vorrichtung den Vorteil größerer Wirtschaftlichkeit.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise dargestellt. Abb. ι ist ein Querschnitt durch die vollständige Maschine.
ίο Abb. 2 ist eine Draufsicht auf die Maschine.
Abb. 3 ist eine Teildarstellung des Schachtantriebes mit der Kupplung.
Abb. 4 ist eine Draufsicht auf die in der Längsrichtung hin und her bewegliche Zahnstange des Schachtantriebes.
Abb. 5 ist ein Querschnitt in größerem Maßstabe durch einen Teil der Zahnstange und ihre Antriebsmittel.
Abb. 6 ist ein Querschnitt durch die Maschine nach Linie 6-6 der Abb. 1 und veranschaulicht die Ofenbauweise.
Abb. 7 ist eine Teildarstellung der Regelung für die Saugwirkung und zeigt die Drosselklappe in teilweise geöffneter Lage.
Abb. S ist ein Querschnitt in größerem Maßstabe durch einen Teil der Abb. 7 und zeigt die Klinkeneinrichtung.
Abb. 9 ist eine der.Abb. 8 ähnliche Ansieht, aber rechtwinklig zu dieser.
Die Abb. 10 und 11 veranschaulichen die Steuerung für die Klebvorrichtung.
Die Abb. 12 und 13 veranschaulichen die
Bedienungsmittel für die Drosselklappe, welche der Rückführung überschüssiger Glimmerblättchen nach der Zuführung dient, und
die Abb. 14 und 15 sind Querschnitte und Draufsichten auf eine abweichende Anordnung. eines Teiles der Maschine nach Abb. 1 und 2.
Die Vorrichtung nach Abb. 1 und 2 enthält eine Einrichtung 74 zur Zuführung und einen Kasten 22 zur Aufnahme von Glimmerblättchen, eine hin und her gehende Saugvorrichtung mit Schächten 17 zum Ausheben der Blättchen aus dem Kasten 22, eine endlose Fördervorrichtung 32 zur Aufnahme der Blättchen aus der Saugvorrichtung, eine Einrichtung 54 zur Ablagerung von Klebstoff zwischen den Glimmerschichten, einen Ofen 2 zum Trocknen des Klebmittels sowie eine Walze 69, auf welche das fertige Mikanit aufgewickelt wird.
Der Antrieb der Vorrichtung geschieht wie folgt. Die Antriebskraft wird von einem Motor ι geliefert, der auf der Oberseite des Ofengehäuses 2 gelagert ist. Der Motor 1 treibt durch einen Riemen 3, ein Schnecken-Co getriebe 4 und eine Kette 5 eine Nebenwelle 6, die ihrerseits durch eine Kette 7 ein Kettenrad 8 antreibt (Abb. 3). Das Kettenrad 8 treibt unter Vermittlung einer Kupplung 9, an der es befestigt ist, eine waagerechte Welle 10, und diese wiederum treibt unter Vermittlung von Kegelrädern 11 eine senkrechte Welle 12 an, die ein Rad 13 trägt (Abb. 3, 4 und 5). Das Rad 13 greift in Triebstöcke 14 auf einer Zahnstange 15 ein, der es eine hin und her gehende Bewegung erteilt, die ihrerseits unter Vermittlung der an der Zahnstange und dem Schlitten für die Schächte 17 befestigten Stange 16 eine Vor- und Rückwärtsbewegung des Schachtschlittens um die volle Länge des Zahnstangenhubes 15 erzeugt. Die hin und her gehende Bewegung der Zahnstange 15 mittels der in einer Richtung verlaufenden Drehung des in die Triebstöcke 14 eingreifenden Rades 13 ist aus Abb. 4 ersichtlich, in welcher z.wei Lagen der Zahnstange dargestellt sind. Die Zahnstange 15 weist den mittleren, länglichen Teil 18 auf, der die Triehstöcfce 14 trägt, und einen äußeren Teil 19, zwischen denen eine Vertiefung 20 liegt. Am unteren Ende der senkrechten Welle 12 sitzt eine Rolle 21, welche ihrerseits in der Vertiefung 20 läuft und somit die Zahnstange führt (Abb. 5). Wenn sich das Rad 13 dreht, greift es in die Triebstöcke 14 ein, bis die Zahnstange das eine oder andere äußerste Ende ihrer Bewegung erreicht. Das Rad 13 liegt dann in waagerechter Linie mit den Triebstöcken 14. Die weitere Drehung des Rades 13 erteilt der Zahnstange eine leichte Querbewegung, der eine Umkehr ihrer Längsbewegung folgt.
Wenn sich die Zahnstange in ihrer in Abb. 4 mit vollen Linien gezeichneten äußersten Lage befindet, nehmen die Schächte 17 ihre Stellung über einen Kasten 22 ein, dem Glimmerblättchen, wie noch zu beschreiben, selbsttätig zugeführt werden. In dieser Lage werden die Schächte eine Zeitlang festgehalten, so daß durch die in den Schächten ent- wickelte Saugwirkung an einen nicht dargestellten Siebschirm, der am Boden der Schächte befestigt ist, eine Schicht Glimmerblättchen angesaugt wird. Um diese Ruheperiode der Schächte zu erzeugen, ist ein Kettenrad 24 (Abb. 2) auf der Nebenwelle 6 gelagert und treibt eine Hubscheibe 25 (Abb. 3) mittels einer Kette 26, einer Welle und Zahnrädern 28. Die Hubscheibe 25 bringt die Kupplung 9 außer Eingriff und gestattet so, daß die Zahnstange 15 für die erforderliche Zeitdauer lose bleibt. Das Recluktionsgetriebe 4 ist zwangsläufig dur-ch die Nebenwelle 6 mit der Hubscheibe 25' und dem Kettenrade 8 verbunden; durch die Hubscheibenbewegung und die Kupplung werden Schaltungen am Hauptantrieb vermieden. Die zur Aufnahme der Glimmerblättchen
notwendige Saugwirkung erzeugt ein Gebläse 23, das aus dem von1 den Schächten kommenden Rohr 2.9 absaugt. Dieses Rohr ist mit einer abgedichteten teleskopartigen Verbindungsstelle bei 30 versehen; in bekannter Weise regelt eine Drosselklappe 31 im Rohr 29 die Saugwirkung am Eintritt der Schächte. Wenn sich diese in der Ruhelage befinden, muß die Drosselklappe 31 offen sein, damit die Glimmerblättchen gegen den Siebschirm gehoben werden können. Wenn sich die Schächte nach rechts bewegen, ist nur ein Saugdruck erwünscht, der genügt, um die Blättchen am Siebschirm festzuhalten. Die Drosselklappe 31 ist daher während dieser Bewegung der Schächte nur teilweise offen. Am Ende der Bewegung des Schachtes wird die Drosselklappe geschlossen, damit die Glimmerblättchen von dem Siebschirm auf das Förderglied 32 fallen können. Die Verringerung der Saugwirkung während der Bewegung der Schächte nach rechts ist sowohl vorteilhaft, um eine schnelle Lösung der Blättchen vom Siebschirm bei Schließen der Drosselklappe zu gewährleisten, als auch um zu verhindern, daß die vorhergehende Glimmerschicht von dem Förderglied wieder abgehoben wird, falls der Siebschirm durch die von ihm getragene Schicht nicht völlig abgedeckt sein sollte. Zur selbsttätigen Steuerung der Drosselklappe 31 im Einklang mit der Bewegung der Schächte kann eine beliebige Einrichtung vorgesehen sein. Die als Beispiel dargestellte Steuerung ist am besten aus Abb. 7, 8 und 9 ersichtlich. Die Drosselklappe 31 ist in einer waagerechten Ebene um einen Zapfen 33 schwenkbar gelagert.· Ein Arm 34 der Drosselklappe trägt eine Rolle 35 am Ende sowie nahe dem Gelenkpunkt der Drosselklappe eine Klinkeneinrichtung 36. Ein Gewicht 37 (Abb. 1) ist mittels eines Seiles 38 an dem Klappenarm an einer Stelle zwischen der Klinkeneinrichtung und der Rolle befestigt und ist bestrebt, die Drosselklappe in der geschlossenen Lage zu erhalten. Wenn sich die Schächte dem äußeren linken Ende ihrer Bahn nähern, kommt die Rolle 35 in Berührung mit einem Anschlage 39 (Abb. 1 und 2), welcher die Drosselklappe gegen den Zug des Gewichtes 37 öffnet. Wenn sich die Schächte nach rechts bewegen und die Rolle außer Berührung mit dem Anschlag 39 bringen, zieht das Gewicht den Arm 34 so lange, bis ein vorspringender Teil 40 an der Klinke 36 in Berührung mit einem Anschlage 41 tritt, der an dem Gelenkzapfen 33 starr befestigt ist. In dieser Lage wird die Drosselklappe teilweise offen gehalten, so daß nur eine Saugwirkung erzeugt wird, die genügt, um die Glimmerblättchen gegen den Siebschirm während des Weges der Schächte nach rechts zu halten. Der vorspringende Teil 40 der Klinke 36 kann um eine waagerechte Welle 42, an der er starr befestigt ist, gedreht werden. Ein nach aufwärts ragendes Glied 43 ist gleichfalls starr an der Welle 42 befestigt. Wenn sich die Schächte ihrem Bahnende nähern, kommt das nach aufwärts ragende Glied 43 der Klinkeneinrichtung in Berührung mit einem festen Anschlage 44 (Abb. ι und 9), der das Glied 43 gegen die Wirkung einer Feder 43« dreht und dadurch den Ansatz 40 anhebt und ihn von dem Anschlage 41 frei macht. Die Drosselklappe schließt dann durch den Zug des Gewichtes 37 vollständig und bleibt während der Rückbewegung der Schächte geschlossen.
Beim Schließen der Drosselklappe fallen die Glimmerblättchen von dem Siebschirm auf das dauernd bewegte Förderband 32, das vorzugsweise die Form eines perforierten Riemens hat. Der Antrieb des Förderbandes geschieht wie folgt: Das Schneckengetriebe 4 treibt unter Vermittlung eines Kettenrades 45 (Abb. 2), einer Kette 46, eines Geschwindigkeitswechselgetriebes 47 und einer Kette 48 das Getriebe 49. Dieses treibt unter Vermittlung der Kette 50 ein an einer Trommel 52 befestigtes Kettenrad 51 an. Die Trommel 52 ist mit zwei Kettenrädern an jeder Seite versehen, die mit am Riemen 32 befestigten Ketten 53 in Eingriff stehen (Abb. 2). Der Riemen wird somit in gleichförmiger Weise mit einer Geschwindigkeit bewegt, die durch das Geschwindigkeitswechselgetriebe 47 geregelt wird.
Unter Vermittlung des Geschwindigkeitswechselgetriebes 47 kann die Geschwindigkeit des Riemens im Verhältnis zu derjenigen der Schachtbewegung und damit die Zahl der übereinandergelegten Glimmerschichten geregelt werden. Wenn beispielsweise die Länge des Siebschirmes und der Schächte 1,8 m beträgt, und wenn während des vollen Bewegungskreislaufes der Schächte der Riemen 32 um 1,8 m fortschreitet, wird eine einzige Glimmerschicht auf dem Riemen erzeugt. Wenn die Geschwindigkeit des Riemens auf die Hälfte herabgesetzt wird, werden auf dem Riemen 32 zwei übereinanderliegende Glimmerschichten erzeugt. Durch Verringerung der Geschwindigkeit des Riemens 32 kann somit jede gewünschte Dicke des Mikanits durch Übereinanderlagerung der entsprechenden Anzahl Glimmerschichten, erzeugt werden.
Die Vorrichtung weist ferner eine Einrichtung zur selbsttätigen Ablagerung des Bindemittels auf. An dem Schachtschlitten ist ein Behälter 54 für das Bindemittel (Abb. 1, 10 und 11) fest gelagert, der in einer Ebene parallel zu derjenigen des Riemens 32 liegt und dessen Achse senkrecht zur Riemenbahn
gerichtet ist. Er ist mit einer Reihe von durch Ventile gesteuerten Öffnungen an seiner Unterseite versehen. Die Ventile 55 für diese Öffnungen werden durch ein Anhebeglied 55° gesteuert, das durch eine Hubscheibe 56 und eine Feder 57 bedient wird. Die Hubscheibe 56 ist am Behälter 54 drehbar gelagert und weist einen gekrümmten Teil 58 und einen Arm 59 auf. Die Feder 57 ist mit ihrem einen Ende am Teil 58 und mit ihrem anderen Ende an einer Endwand des Behälters 54 befestigt. Der Teil 58 ist so gestaltet, daß er das Glied 55« durch Drehung gegen die Spannung der Feder 57 anhebt. Ein Hebel 60 ist mit seinem einen Ende am Arm 59 drehbar befestigt und trägt an seinem anderen Ende eine Rolle 61. Längs des Rahmens der Vorrichtung ist eine Führung 62 für die Rolle 61 vorgesehen. Die Anordnung to ist derart, daß, wenn die Schächte 17 sich unter Mitnahme der abzulagernden Glimmerblättchen nach rechts bewegen, die oben beschriebenen Teile der Klebvorrichtung sich in der Lage der Abb. 11 befinden, so daß die . Öffnungen im Behälter geschlossen sind. Bevor die Schächte das äußere rechte Ende ihrer Bahn erreichen, läuft die Rolle 61 von der Führung 62 ab, aber die öffnungen bleiben unter der Wirkung der Feder 57 geschlossen. Die Schächte geben dann ihre Glimmer last beim selbsttätigen Schließen der Drosselklappe 31, wie oben beschrieben, ab·. Während der Rückbewegung des Schachtschlittens gelangt die Rolle 61 in die Führung 62, und die Teile nehmen die Lage der Abb. 10 ein, wobei der Hubteil 58 gegen die Wirkung der Feder 57 so gedreht wird, daß er das Glied 55" anhebt, so daß der Klebstoff auf den Glimmer auf dem Förderband fallen kann. Nahe dem äußeren linken Ende der Bahn der Schächte läuft die Rolle von der Führung ab, und die Ventile 55 schließen erneut die Öffnungen. Die Länge der Führung ist einstellbar gemacht, damit jede gewünschte Öffnungsdauer der Ventile möglich wird. Vorzugsweise wird die Länge der Führung 62 so eingestellt, daß die Ablagerung von Bindemittel auf nur so viel Glimmer erfolgt, als durch die nächstfolgende Glimmerschicht bedeckt werden soll. Es ist zu beachten, daß die Glimmerblättchen jederzeit auf Bindemittel fallen, das während der vorhergehenden Rückbewegung des Schachtschlittens abgelagert wurde.
Um den Klebstoff, der durch die oben beschriebene Klebvorrichtung abgelagert wurde, zu verteilen, wird das Förderband 32, welches Glimmerblättchen und Bindemittel trägt, unter eine Druckwalze 63 Mndurchgieschickt, die z. B. aus Papier oder Filz bestehen kann, und tritt dann in den Gasofen 2 ein. Wie aus Abb. 6 ersichtlich, durchläuft das Förderband im Ofen eine Kammer 64, die durch die in der Kammer 65 untergebrachten Gasbrenner 66 geheizt wird. Von der Kammer 64 führt ein Mehrwegestück 67 nach einem nicht dargestellten Dampfkondensator, um gegebenenfalls von dem Bindemittel verdampfte Stoffe wiederzugewinnen. Ein von der Kammer 65 ausgehendes Mehrwegestück 68 dient zur Ableitung der Verbrennungsgase. Beim Verlassen des Ofens wird das Mikanit auf eine Trommel 69 aufgewickelt, die synchron mit der Trommel 52 mittels einer Kette 70 angetrieben wird. Das> Förderband durchläuft weiter eine reinigende Lösung in einer Pfanne 71.
Wenn das Mikanit eine Unterlage aus Papier oder Gewebe erhalten soll, wird eine Rolle dieses Stoffes bei 72 angebracht. Soll auch auf der Oberfläche der Pappe ein Gewebe oder eine Papierschicht aufgebracht ' werden, so wird bei 72° eine zweite Rolle angeordnet, die sich dann unter Überdeckung der abgelagerten Glimmerblättchen und des Bindemittels abwickelt. Gegebenenfalls wird der Stoff, der sich von der Rolle 72" abwikkelt, zuerst durch einen in den Abbildungen nicht dargestellten Behälter mit Bindemittel hindürchgeschickt.
Die Einrichtung zum Zuführen der GHmmerblättchen zum Kasten 22, aus dem sie durch Saugwirkung angehoben werden, und die Einrichtung zur Rückführung des überschüssigen Glimmers aus dem Kasten nach der Zuführung bestehen nach Abb. 1, 2, 12 und 13 aus einem Füllrumpf 73, in den die " Glimmerblättchen eingelegt werden, einer absatzweisebedienten Zuführeinrichtung/1, dem durch selbsttätig bediente Drosselorgane 75 geleerten Kasten 22 und dem Rückführrohr 76, durch welches der überschüssige Glimmer nach dem Füllrumpf 73 unter Druckwirkung des Gebläses yy zurückgeleitet wird. Die Zuführeinrichtung 74 wird durch einen Motor 78 unter Vermittlung des Getriebes 79 und der Kette 80 angetrieben. Bei 81 ist schematisch eine Kupplung angedeutet, die durch die Bewegung des Schachtschlittens derart betätigt wird, daß die Zuführeinrichtung 74 lediglich in der Zeit angetrieben wird, in der die Schächte 17 sich in ihrer Ruhelage über dem Kasten 22 befinden; während jedes Arbeitsvorganges führt sie dem Kasten 22 mehr Glimmerblättchen, als zur Bildung einer Schicht auf dem Siebschirm des Schachtes nötig sind, durch die Rinne 82 und die Öffnung 83 (Abb. 12) zu.
Um eine dichte Verbindung zwischen dem Boden der Schächte und dem Kasten 22 zu schaffen, kann sich der Schachtschlitten auf den Kasten_ senken, bis die Schächte dadurch abgedichtet sind, daß sie auf Streifen bieg-
samen Stoffes, wie Filz, die die Kanten des Kastens bedecken, aufliegen. Dies erleichtert das Anheben der Glimmerblättchen durch Saugwirkung. Das Senken des Schachtschlittens wird erreicht durch eine Führung 84° mit Nuten für jedes der Räder 84 des Schachtschlittens. Der Kasten 22 mit seiner Einlaßöffnung 83 ist auch mit einer Öffnung 85 (Abb. 13) versehen. Die durch diese beiden öffnungen 83 und 85 eintretende Luft erzeugt einen Zug, der von großem Vorteil für die richtige Verteilung der Glimmerblättchen auf dem Siebschirm ist.
Der Kasten 22 wird während jedes Kreislaufes der Schachtbewegung von überschüssigem Glimmer befreit. Um dies zu erreichen, ist der Boden des Kastens 22 durch Drosselklappen 75 abgeschlossen, die selbsttätig durch die Bewegung des Schachtschlittens bedient werden1. An den Drosselklappen 75 befestigte Arme 86 können von einem Finger 87, der am Schachtschlitten befestigt ist, erfaßt werden. In der Stellung der Abb. 12 ist der Finger 87 im Begriff, eine Drosselklappe 75 durch Drehung des Armes 86 gegen die Wirkung der Feder 88 zu drehen, die mit ihrem einen Ende am Kasten 22 und mit ihrem anderen Ende am Arm 86 befestigt ist. Die gestrichelten Linien deuten die Lage des Armes 86 und der Drosselklappe 75 an·, nachdem der Schachtschlitten sich weiter nach rechts bewegt hat. Umgekehrt zeigt Abb. 13 den Finger 87 im Begriff, eine Drosselklappe 75 zu schließen, wobei die vollen Linien die Lage der Drosselklappe 75 und des Armes 86 angeben, während die gestrichelten Linien ihre Lage nach Bewegung des Schachtschlittens nach links andeuten. Es ist zu beachten, daß die Türen 75 nur geschlossen sind, wenn sich der Schachtschlitten über dem Glimmerkasten 22 in solcher Lage befindet, daß er eine Schicht von Glimmerblättchen abheben kann.
Der aus dem Kasten 22 durch die Drosselklappen 75 entleerte überschüssige Glimmer fällt in Tröge 88 und gelangt aus diesen in das Rohr y6, um nach der Zuführvorrichtung zurückgeleitet zu werden.
Im vorstehenden ist eine Vorrichtung zur selbsttätigen Erzeugung von Mikanit von beliebiger Länge und Dicke beschrieben. Wenn kurze Mikanitplatten hergestellt werden sollen, wird die Einrichtung nach Abb. 14 und 15 an die Stelle der Trommel 69 der Abb. 1 und 2 gesetzt. Diese Vorrichtung besteht aus einem Abschneidemesser 89, das in Führungen 90 läuft und durch Hubscheiben 91 gesteuert wird, sowie aus einer Überführungseinrichtung mit Finger 92 zum Anheben der abgeschnittenen Längen von Glimmerpappe und Abgabe derselben an einen Aufnehmer 93. Die Hubscheiben 91 sind so gestaltet, daß sie das Messer 89 langam anheben und dann auslösen. Endlose, über Riemenscheiben 96 laufende Riemen 95, von denen ein Satz in zeitlicher Übereinstimmung mit der Hauptmaschine durch Ketten 97 angetrieben wird, nehmen die abgeschnittenen Mikanitplatten auf. Die Finger 92 der Überführungseinrichtung liegen zwischen den Riemen 95 und sind starr an einer Welle 98 befestigt, die durch ein gewichtsbelastetes Segmentzahnrad 99 angetrieben wird, das mit einem zweiten Segmentzahnrad 100 kämmt. Letzteres ist mit dem Hauptantrieb der Maschine unter Vermittlung von Ketten 101 und Zahnrädern 101 a verbunden. Eine von dem Messer 89 abgeschnittene Mikanitplatte läuft auf die Riemen 95 auf und über die Finger 92, bis sie einen Anschlag 102 an der Überführungseinrichtung erreicht. Die Zahnräder 99 und 100 sind dann in solcher Lage, daß sie in Eingriff stehen und die Welle 98 und die Finger 92 drehen, damit die Mikanitplatte erfaßt und auf dem Aufnehmer 93 abgelegt wird. Eine weitere Drehung des Zahnrades 100 löst seine Zähne von dem Zahnrade 99· und gestattet dem Gewicht des Zahnrades 99, die Finger 92 in ihre Ausgangslage zurückzuschwingen.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur Herstellung von Mikanit mit einer Fördervorrichtung und einer hin und her beweglichen, durch mittels eines Drosselorgans regelbare Saugluft betriebene Glimmerablegevorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Ablegevorrichtung wiederholt Glimmerblättchen in einer Stellung aufnimmt und in einer anderen Stellung auf eine sich ununterbrochen bewegende, von der gleichen Antriebsvorrichtung wie die Ablegevorrichtung bewegte endlose Fördervorrichtung unter Zwischenschaltung eines Geschwindigkeitswechselgetriebes ablegt, so daß eine beliebige Anzahl Glimmerschichten sich überdeckend auf die Fördervorrichtung abgelegt und Mikanit beliebiger Dicke erzeugt werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, deren Glimmerablegevorrichtung mit einer Einrichtung zum Auftragen von Klebstoff verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Klebstoffauftragevorrichtung bei der Rückwärtsbewegung der Glimmerablegevorrichtung nach Ablage einer Glimmerschicht selbsttätig in Wirkung tritt, um Klebstoff auf diese niedergelegte Schicht aufzutragen.
3. Vorrichtung nach Anspruch r, deren Glimmerablegevorrichtüng einen Schacht mit Siebschirm aufweist und den Glimmer einem Vorratsbehälter entnimmt, dadurch
gekennzeichnet, daß der den Glimmer enthaltende Behälter von überschüssigem Glimmer nach jedem Abhebevorgang durch eine Vorrichtung entleert wird, die durch die Glimmerablegevorrichtung bewegt wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 zur Herstellung von Mikanitplatten, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikanit durch ein lotrecht bewegliches, durch Hubscheiben in zeitlicher Abhängigkeit von der Fördervorrichtung bewegtes Messer in Platten geschnitten und durch eine selbsttätige/ regelbare Vorrichtung auf einen Aufnahmetisch gelegt und aufgeschichtet wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DEM109643D 1928-06-30 1929-04-12 Vorrichtung zur Herstellung von Mikanit Expired DE604104C (de)

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DEM109643D Expired DE604104C (de) 1928-06-30 1929-04-12 Vorrichtung zur Herstellung von Mikanit

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DE (1) DE604104C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1227133B (de) * 1955-03-25 1966-10-20 Siemens Ag Verfahren zur Herstellung einer hochspannungs-festen Isolierhuelse fuer Wicklungsstaebe elektrischer Maschinen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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