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Die Erfindung betrifft gelfreie hochmolekulare
Polymerzusammensetzungen. Die vorliegende Erfindung betrifft auch
Polymerblendzusammensetzungen, welche nicht-gelierende, hochmolekulargewichtige
Polymerzusammensetzungen und thermoplastische Primärharze enthalten.
Die vorliegende Erfindung betrifft ferner Verfahren zur Erhöhung der
Schmelzfestigkeit von thermoplastischen Polymerharzen unter Verwendung nicht-gelierender
hochmolekulargewichtiger Zusammensetzungen. Die vorliegende Erfindung
betrifft ferner Verfahren zur Herstellung von gelfreien hochmolekulargewichtigen
Zusammensetzungen und Polymerblendzusammensetzungen, welche diese
enthalten.
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Thermoplastische Polymerharze werden
verwendet, um zahlreiche Handelsgegenstände herzustellen. Dementsprechend
gibt es viele Polymerschmelze-Verarbeitungsverfahren, die zur Formgebung
von Gegenständen
aus thermoplastischen Polymerharzen verwendet werden.
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Während
bestimmte Polymerschmelze-Verarbeitungsverfahren geschmolzene Polymerharze
erfordern, die flüssig
sind und leicht fließen,
erfordern andere Polymerschmelze-Verarbeitungsverfahren geschmolzene
Polymerharze, die gegen Fließen
beständig
sind. Derartige geschmolzene Polymerharze, die gegen Fließen beständig sind,
weisen eine hohe Schmelzfestigkeit auf.
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Obwohl viele thermoplastische Kunststoffe
eine ausreichende Schmelzfestigkeit haben, haben andere, wie etwa
Polyolefine (z. B. Polypropylen und Polyethylen) diese typischerweise
nicht. Diese thermoplastischen Kunststoffe mit relativ geringen
Schmelzfestigkeiten neigen zum Durchsacken, sobald die erforderliche Hitze
und Beanspruchung, die zum Schmelzen und Formen notwendig ist, während bestimmten
Verarbeitungsschritten aufgebracht wird. Das Durch-sacken von geschmolzenen
thermoplastischen Kunststoffen ist insbesondere ein Problem während Formgebungsverfahren,
welche dicke und schwere Gegenstände
einschließen.
Diese Probleme können
dazu führen,
dass die geformten Gegenstände
Brüche,
Sprünge
und/oder wechselnde Dicken aufweisen. Dementsprechend hat die kunststoffverarbeitende
Industrie kontinuierlich versucht, die Schmelzfestigkeit bestimmter
thermoplastischer Kunststoffe zu erhöhen.
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Es gab verschiedene Versuche das
Schmelzfestigkeitsproblem zu lösen.
Ein derartiger Versuch ist im US-Patent Nr. 5,506,307 ("Memon") beschrieben. Memon
offenbart das Erhöhen
der Schmelzfestigkeit eines Polyolefins durch Zusatz von Additiven
basierend auf hochmolekulargewichtigen Polymeren. Insbesondere offenbart
Memon das hochmolekulargewichtige Polymere und bestimmte Copolymere
von C10 bis C30-Alkyl(meth)acrylaten
verwendet werden können,
um die Schmelzfestigkeit von Polyolefinen zur erhöhen. Memon beschreibt
auch das derartige Additive ein Homopolymer von einem oder mehreren
C10 bis C30-Alkyl(meth)acrylaten,
oder ein Copolymer enthaltend mindestens 70 Gew.-% eines oder mehrerer
C10 bis C30-Ester
eines Alkyl(meth)acrylats mit bis zu 30 Gew.-% eines oder mehrerer
C1 bis C9-Alkyl(meth)acrylate
sein können,
wobei das Homopolymer und das Copolymer ein Gewichtsmittelmolekulargewicht
von mindestens 670 000, bevorzugt mindestens 1 500 000 aufweisen.
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Memon hat erkannt, dass es schwierig
ist, Monomere wie etwa die höheren
Alkyl(meth)acrylate, die nahezu vollständig wasserunlöslich sind,
mit üblichen
Mengen von Emulgatoren und den üblichen
Startern zu polymerisieren, die bei kurzkettigen Alkyl(meth)acrylatmonomeren
wirksam sind, wie etwa Ethylacrylat oder Methylmethacrylat. Memon
hat ferner erkannt, dass die Probleme, während derartiger Emulsionspolymerisationen üblicherweise
die folgenden umfassen: Schlechte Umwandlung in das Polymer, Matschbildung
des Monomers mit resultierendem Gummi, Phasenseparation der Teilchen,
und nichtgleichförmige
Copolymerisation in Gegenwart von Monomeren mit höherer Wasser löslichkeit.
Obwohl Memon viele der vorgenannten Probleme gelöst hat, sucht die Kunststoffindustrie
nach wie vor nach weiteren Verbesserungen auf diesem Gebiet.
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In der Kunststoffindustrie ist bekannt,
dass (Meth)Acrylatpolymere mit langen Alkylketten (C8 bis
C30) oft gelierte Polymerketten enthalten.
Unter bestimmten Umständen
ist dies unerwünscht.
Beispielsweise verringert die Gegenwart von gelierten Polymerketten
nicht nur die Fähigkeit
des Additivs die Schmelzfestigkeit der resultierenden Mischung wirksam
zu erhöhen,
wenn diese als Schmelzfestigkeitsadditive für thermoplastische Polymere
verwendet werden, sondern sie verringern auch die Fähigkeit
des Additivs, sich innerhalb der Mischung wirksam zu dispergieren.
Darüber
hinaus führt
die schlechte Dispersion dieser Additive in den resultierenden thermoplastischen
Kunststoffmischungen auch zu unattraktiven optischen Fehlern und
Oberflächeneigenschaften
bei den gebildeten Gegenständen
und dies zusätzlich
zur verringerten Wirksamkeit als schmelzfestigkeitserhöhendes Mittel.
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Angesichts des oben Genannten würde die
Kunststoffindustrie ein Mittel zur Verbesserung der Schmelzfestigkeit
bestimmter thermoplastischer Kunststoffe, ohne die mit in der Bildung
von gelierten Polymerketten verknüpften Probleme aufzuweisen,
deutlich begrüßen.
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Dementsprechend ist es eine Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ein Mittel zur Verbesserung der Schmelzfestigkeit
bestimmter thermoplastischer Kunststoffe zur Verfügung zu
stellen, ohne die Probleme aufzuweisen, die mit der Bildung von
gelierten Polymerketten verknüpft
sind.
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Eine weitere Aufgabe der vorliegenden
Erfindung ist es, eine hochmolekulargewichtige (Meth)Acrylat-Polymerzusammensetzung
der höheren
Alkyle zur Verfügung
zu stellen, die zur Verbesserung der Schmelzfestigkeit von bestimmten
thermoplastischen Kunststoffen verwendet werden kann, ohne die Probleme
aufzuweisen, die mit der Bildung von gelierten Polymerketten verknüpft sind.
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Darstellung
der Erfindung
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Diese und andere Aufgaben werden
den Fachleuten nach dem Lesen dieser Beschreibung sofort offensichtlich
erscheinen, und wurden durch die Erfindung einer Polymerzusammensetzung
gelöst,
welche polymerisierbare Einheiten umfasst, die von mindestens einem
C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomer
abgeleitet sind, sowie mindestens eine Kettenverzweigungseinheit,
wobei die Kettenverzweigungseinheit in einer Menge vorliegt, die
nicht größer als
0,10 Gew.-% ist, basierend auf dem Gesamtgewicht der Polymerzusammensetzung.
Die Gegenwart einer Kettenverzweigungseinheit führt in überraschender Weise dazu, dass
die Polymerzusammensetzung nicht-gelierte Polymerketten aufweist,
wobei die nicht-gelierten Polymerketten ein Gewichtsmittelmolekulargewicht
von mindestens 100 000 g/mol aufweisen.
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Gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Polymerzusammensetzung zur Verfügung gestellt,
welche umfasst:
- a) Polymerisierbare Einheiten
abgeleitet von mindestens einem C8 bis C30-Acryl(meth)acrylatmonomer
sowie
- b) mindestens einer Kettenverzweigungseinheit, wobei die Kettenverzweigungseinheit
in einer Menge vorliegt, die nicht größer als 0,10 Gew.-%, basierend
auf dem Gesamtgewicht des C8 bis C30-Acryl(meth)acrylatmonomers ist,
wobei
die Kettenverzweigungseinheit in der Polymerzusammensetzung dazu
führt,
dass diese nicht-gelierte Polymerketten aufweist, und wobei die
nicht-gelierten Polymerketten ein Gewichtsmittelmolekulargewicht
von mindestens 100 000 g/mol aufweisen.
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In einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird eine Polymerblendzusammensetzung
zu Verfügung
gestellt, welche mindestens die folgenden Bestandteile umfasst:
- a) mindestens ein thermoplastisches Polymerharz
sowie
- b) mindestens eine Polymerzusammensetzung, wobei die Polymerzusammensetzung
umfasst:
- i) Polymerisierbare Einheiten, abgeleitet von mindestens einem
C8 bis C30-Acryl(meth)acrylatmonomer,
sowie
- ii) mindestens eine Kettenverzweigungseinheit, wobei die Kettenverzweigungseinheit
in einer Menge vorliegt, die nicht größer ist als 0,10 Gew.-%, basierend
auf dem Gesamtgewicht des C8 bis C30-Acryl(meth)acrylatmonomers,
wobei
die Kettenverzweigungseinheit in der Polymerzusammensetzung dazu
führt,
dass diese nicht-gelierte Polymerketten enthält, und wobei die nicht-gelierten
Polymerketten ein Gewichtsmittelmolekulargewicht von mindestens
100 000 g/mol aufweisen.
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In wiederum einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung einer
wässrigen
Dispersion aus Polymerteilchen zur Verfügung gestellt, wobei das Verfahren
die folgenden Schritte umfasst:
- a) Herstellen
einer wässrigen
Emulsion aus hydrophoben Monomertröpfchen, wobei die Tröpfchen umfassen:
- i) mindestens ein C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomer,
- ii) mindestens ein Kettenverzweigungsmonomer, wobei das Kettenverzweigungsmonomer
in einer Menge vorliegt, die nicht größer ist als 0,10 Gew.-%, basierend
auf dem Gesamtgewicht des C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomers,
sowie
- iii) mindestens einen Emulgator; sowie
- b) Polymerisieren des C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomers mit dem Kettenverzweigungsmonomer
unter Verwendung eines freien radikalischen Starters, wobei das
Kettenverzweigungsmonomer dazu führt,
dass die Polymerteilchen nichtgelierte Polymerketten umfassen, und
wobei die nicht-gelierten Polymerketten ein Gewichtsmittelmolekulargewicht
von mindestens 100000 g/mol aufweisen.
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Detaillierte
Beschreibung
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Der Begriff "(Meth)Acrylat" wie hierin verwendet, bezieht sich
auf sowohl Acrylate als auch Methacrylate und deren Kombinationen.
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Der Begriff "Teilchen" wie hierin verwendet, soll "Gewichtsteilchen" bedeuten.
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Sofern nicht anders angegeben, addieren
sich "Gesamtgewichtsteilchen" nicht notwendigerweise
auf 100.
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Der Begriff "phr" wie
hierin verwendet, bedeutet "Teile
pro 100 Teile Harz" und
ist auf Gewichtsbasis angegeben.
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Der Begriff "Gewichts-%" wie hierin verwendet, bezieht sich
auf "Teile pro 100
Teile".
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Der Begriff "Alkyl" wie hierin verwendet, bezieht sich
auf lineare, verzweigte und zyklische gesättigte Kohlenwasserstoffgruppen.
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Der Begriff "CN-Alkyl", worin N eine Zahl
ist, bezieht sich auf gesättigte
Alkylgruppen, die aus N-Kohlenstoffatomen zusammengesetzt sind.
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Der Begriff "Höher-Alkyl" wie hierin verwendet,
bezieht sich auf CN-Alkyl, worin N eine
Zahl größer als oder
gleich 8 ist.
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Der Begriff "Molekulargewicht" wie hierin verwendet, bezieht sich
auf das Spitzenmittelmolekulargewicht wie mittels Gelpermeationschromatographie
gegen Polystyrolstandards mit enger Molekulargewichtsverteilung
in Tetrahydrofuranlösungsmittel
bei 25°C
unter Verwendung von Polymer Laboratories-Datenverarbeitungssoftware
bestimmt.
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Alle hier offenbarten Bereiche sind
inklusiv und miteinander kombinierbar.
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Die hier offenbarte Erfindung bezieht
sich teilweise auf die Entwicklung von neuen hochmolekulargewichtigen
Polymerzusammensetzung, die nicht nur eine erhöhte Schmelzfestigkeit bei thermoplastischen Kunststoffen
gewährleisten,
sondern dies auch mit einer minimalen Menge an gelierten Polymerketten
tun. Die neuen Polymerzusammensetzungen umfassen Einheiten, die
von polymerisierbaren Einheiten abgeleitet sind, die wiederum von
mindestens einem C8-C30-Alkyl(meth)arcylatmonomer
abgeleitet sind, sowie mindestens eine Kettenverzweigungseinheit.
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Die vorliegende Erfindung stellt
Polymerszusammensetzungen zur Verfügung, die als Schmelzfestigkeitsadditive
für thermoplastische
Kunststoffe wie Polyolefine verwendbar sind. Die vorliegende Erfindung stellt
auch verlässliche,
robuste und ökonomische
Verfahren zur Herstellung dieser Polymerzusammensetzungen zur Verfügung.
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Die Höher-Alkyl(meth)acrylatmonomere
umfassen die CN-Alkyl(meth)acrylatmonomere,
worin N im Bereich von 8 bis 30 liegt. Typischerweise liegt N im
Bereich von 10 bis 24 und weiter bevorzugt liegt N im Bereich von
12 bis 18. Beispiele von Monomeren mit N im Bereich von 12 bis 18
umfassen, ohne drauf beschränkt
zu sein, Laurylacrylat, Laurylmethacrylat, Dodecylmethacrylat und
Dodecylacrylat, Stearylacrylat, Stearylmethacrylat, Cetylacrylat,
Cetylmethacrylat. Die N-Alkylmethacrylatmonomere werden typischerweise gegenüber den
N-Alkylacrylatmonomeren bevorzugt.
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Obwohl die Polymerzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung typischerweise lineare Homopolymerketten
enthalten, die verzweigt sind, können
die Polymerketten auch Copolymere enthalten, die Anordnungen von
Monomereinheiten in der Form mindestens einer der folgenden Arten
von Copolymeren aufweist: Zufalls-, alternierende, periodische,
Block-, Sternblock- sowie verzweigte Copolymere.
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Obwohl Homopolymere und Copolymere
nur mindestens die C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylate
wie oben genannt, sowie die Kettenverzweigungsmonomere erfordern,
können
auch weitere Comonomere mit diesen copolymerisiert werden. Diese
zusätzlichen
Comonomere können
als "hydrophob" oder "hydrophil" charakterisiert
werden. Geeignete hydrophobe Comonomere umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein,
die C1 bis C7-Alkyl(meth)acrylatmonomere,
aromatische Monomere wie etwa Styrol, Acrylnitril und Methacrylnitril.
Hydrophile Monomere umfassen, ohne darauf beschränkt zu sein, 3-Sulfopropylmethacrylat-Kaliumsalz,
Säure-enthaltende
ethylenisch ungesättigte
Monomere wie etwa Acrylsäure,
Methacrylsäure
sowie Itaconsäure,
Epoxid-enthaltende ethylenisch ungesättigte Monomere wie etwa Glycidylmethacrylat
und Hydroxyalkyl(meth)acrylatmonomere.
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In bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung liegen funktionale Gruppe in der Polymerzusammensetzung
vor. Die Anwesenheit von funktionalen Gruppen ist nützlich in
bestimmten Ausführungsformen,
wo es erwünscht
ist, Systeme von reaktiven Polymeren bereitzustellen. In diesen
Ausführungsformen
umfassen die Arten der funktionalen Gruppen Expoxide (z. B. Glycidylmethacrylat),
Säure (Carbonsäuren wie
Methacrylsäure
oder Acrylsäure)
sowie Alkoholgruppen (z. B. Hydroxyalkyl(meth)acrylat).
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Die relativen Mengen jedes Monomers
basierend auf dem Gesamtgewicht der C8 bis
C30-Alkyl(meth)acrylatmonomere
sind wie folgt: Hydrophobe Comonomere bis zu 60 Gew.-%, typischerweise
von 1 bis 50 Gew.-% und mehr bevorzugt von 5 bis 30 Gew.-%; hydrophile
Comonomere bis zu 10 Gew.-%, typischerweise von 0,1 bis 5 Gew.-%
und stärker
bevorzugt von 0,5 bis 2 Gew.-%.
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Die Polymerzusammensetzungs-Molekulargewichte
und ihr Aufbau (Arboreszenz) werden gesteuert, um mit den thermoplastischen
Polymerketten zur Erhöhung
der Schmelzfestigkeit des Kunststoffs wechselwirken.
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Das Molekulargewicht der Polymerzusammensetzung
gemäß der vorliegenden
Erfindung liegt typischerweise bei mindestens 100.000 g/mol, bevorzugt
mindestens 200.000 g/mol und besonders bevorzugt bei mindestens
500.000 g/mol. Obwohl es keine obere Grenze des Molekulargewichts
gibt, liegt eine praktische Obergrenze da, wo alle Polymerketten
vernetzt oder geliert sind. Um sicherzustellen, dass nicht-gelierte,
gelfreie Polymerketten vorliegen, wird das Molekulargewicht typischerweise
bei weniger als 3.000.000 g/mol, besonders bei weniger als 2.000.000
g/mol und insbesondere bei weniger als 1.500.000 g/mol liegen.
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Der Einbau von Kettenverzweigungsmonomeren
mit zwei oder mehreren reaktiven Stellen (z. B. polyfunktionale
Monomere) in die Polymerzusammensetzung stellt sicher, dass die
erwünschten
Molekulargewichtsbereiche erreicht werden, während gleichzeitig nicht-gelierte
Polymerketten gewährleistet
werden. Obwohl es erwünscht
ist, dass jede der reaktiven Stellen mit einer Polymerkette umgesetzt
wird, liegt es innerhalb des Zwecks der vorliegenden Erfindung,
dass einige reaktive Stellen nicht umgesetzt zurückbleiben.
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Der Nutzen von polyfunktionalen Monomeren
als Kettenverzweigungsmonomere ist es, eine wirksame Methode des "Aufbau" des Molekulargewichts
der C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatpolymere
zu gewährleisten,
indem diese miteinander verknüpft
werden und/oder Verzweigungen zwischen zwei oder mehreren Polymermolekülen ausbilden,
ohne unlösliche vernetzte
gelierte Polymere zu bilden. Zuviel der polyfunktionalen Verbindung
verursacht Vernetzung, wohingegen zuwenig nicht das ausreichende
Molekulargewicht gewährleistet.
In bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung enthaltend Säure enthaltende Monomere in
der Polymerzusammensetzung kann die Gegenwart von Ionen auch Ionen-Säwe-induzierte Vernetzung erzeugen. In
diesen Ausführungsformen
kann die Kettenverzweigung auch durch derartige Säure-Ionenverknüpfungen kontrolliert
werden. Dementsprechend wird ein Überschuß von Säure-Ionenverknüpfungen
zu einer überschüssigen Vernetzung
und zur Bildung von gelierten Polymerketten führen.
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Obwohl die Polymerzusammensetzung
der vorliegenden Erfindung gelfreie Polymerketten enthält, ist es
erwünscht,
sicherzustellen, dass die Menge von nicht-gelierten Polymerketten
so hoch wie möglich
ist. Die Menge an nicht-gelierten Polymerketten in der Polymerzusammensetzung
liegt typischerweise bei mindestens 50 Gew.-%, mehr bevorzugt mindestens
75 Gew.-% und besonders bevorzugt bei mindestens 90 Gew.-%, wobei
diese Gewichtsprozentsätze
auf das Gesamtgewicht der Polymerzusammensetzung bezogen. Entsprechend
beträgt
die Menge an gelierten Polymerketten typischerweise nicht mehr als
50 Gew.-%, mehr bevorzugt nicht mehr 25 Gew.-% und insbesondere
bevorzugt nicht mehr als 10 Gew.-%, wobei diese Gewichtsprozentsätze auf
das Gesamtgewicht der Polymerzusammensetzung bezogen sind.
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In bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung werden verschiedene Bestandteile zu den
Polymerteilchendispersionen zugesetzt. Typischerweise werden Tenside
zugesetzt, um der Polymerteilchendispersion Scherungsstabilität zu verleihen.
Obwohl jede Art von wasserkompatiblem Tensid geeignet ist, umfassen
typische Tenside ein Natriumsalz eines Fettalkoholethersulfats.
Obwohl jede Art von geeigneten thermischen Stabilisatoren für wasserbasierte
Polymermaterialien auch bekannt sind, umfassen typische Stabilisatoren
gehinderte Phenole, Polyphenole, Phosphite, EDTA und Epoxide (epoxidized).
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In bestimmten Ausführungsformen
wird eine äußere Hartphase
zum Sprühtrocknen
der Polymerzusammsetzung in eine Pulverform bereitgestellt. In dieser
Ausführungsform
kann die Hartphase eine harte Polymerschale, ein hartes Polymerteilchen,
oder eine oder mehrere Kombinationen mindestens eines aus harter Polymerschale
und hartem Polymerteilchen. Basierend auf der Gesamtpolymerzusammensetzung
von harten und weichen Phasen liegt die Menge von C8 bis
C30-Alkyl(meth)acrylatmonomeren typischerweise
im Bereich von 50 bis 70 Gew.-%, die Menge von hydrophoben Comonomeren
liegt typischerweise im Bereich von 25 bis 49,5 Gew.-%, die Menge
von hydrophilen Monomeren liegt typischerweise im Bereich von 0,5
bis 2 Gew.-%. Die Menge an Kettenverzweigungseinheiten wird bei
bis zu 0,10 Gew.-%, basierend auf der Menge der C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomere liegen.
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Obwohl viele Arten von harten, partikulären Fließhilfsmitteln
zur Herstellung von Pulvern mit verbesserten Pulverfließeigenschaften
bekannt sind, werden typischweise Polymerteilchendispersionen mit
hoher Tg verwendet. Geeignete Beispiele von Polymerteilchendispersionen
mit hoher Tg enthalten hochmolekulargewichtige Methacryl/Styrolbasierte
Polymere mit einem mittleren Teilchendurchmesser von weniger als
100 nm. Polymere Fließhilfsmittel
können
auch aus polymeren Teilchen bestehen, die eine Kristall-Schmelze-Übergangstemperatur
oberhalb von 100°C
aufweisen, einschließlich
solcher Arten von Polymeren wie Polyolefinen (beispielsweise Polyethylen
und Polypropylen) sowie Polyfluorcarbonpolymere (z. B. Polytetrafluorethylen, Polychlortrifluorethylen).
Es ist auch typisch, mineralische Fließhilfsmittel für die Verbesserung
der Pulverfließeigenschaften
zu verwenden. Geeignete Beispiele von mineralischen Fließhilfsmitteln
umfassen die auf Kalziumcarbonat und Silica basierten. Die Zusammensetzung
kann ferner Salze enthalten, wie etwa Kalziumchlorid, was zur Isolierung
der Polymerteilchen durch Koagulation führt.
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Obwohl die Verwendung einer äußeren harten
Phase für
die Gewinnung der Polymerzusammensetzung in einer getrockneten Pulverform
nützlich
ist, wird die äußere harte
Phase nicht benötigt
für die
direkte Extrusion der Polymerzusammensetzung zu einem Film oder
Extrudat, das nachfolgend zu Pellets gestückelt werden kann. Die harte
Phase wird auch dort nicht benötigt,
wo es erwünscht
ist, konzentrierte Mischungen der Polymerzusammensetzung mit mindestens
einem anderen thermoplastischen Kunststoff herzustellen.
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Es ist klar, dass eine Erhöhung der
Menge der Fließhilfsmittel
typischerweise die Fähigkeit
erhöht,
die Polymerteilchen als freifließendes Pulver zu erhalten,
aber höhere
Mengen von Fließhilfsmitteln
auch die Wirksamkeit der Polymerzusammensetzung als Schmelzfestigkeitsadditiv
für thermoplastische
Kunststoffe verringern.
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In verschiedenen Aussführungsformen,
in welchen es erwünscht
ist, die Polymerzusammensetzungen der vorliegenden Erfindung durch
direkte Extrusion zu isolieren, sind die folgenden Mengen an Monomeren typisch:
Die Menge an C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomeren
liegt typischerweise im Bereich von 70 bis 99 Gew.-%, die Menge
an hydrophoben Comonomeren liegt typischerweise im Bereich von 1
bis 30 Gew.-%, die Menge an hydrophilen Monomeren liegt typischerweise
im Bereich von 0,5 bis 2 Gew.-%. Die Menge an Kettenverzweigungseinheiten
kann bis zu 0,10 Gew.-%, basierend auf der Menge an C8 bis
C30-Alkyl(meth)acrylatmonomeren betragen.
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Dispersionen von harten Polymerteilchen
und/oder harten Mineralteilchen werden auch in bestimmten Ausführungsformen
zugesetzt, um die Gewinnung der Polymerteilchendispersionen in Pulverform,
wie etwa mittels Sprühtrocknung
zu verbessern. In diesen Ausführungsformen
werden die Gewichtsprozentanteile dieser harten Teilchen typischerweise
bei weniger als 50 Gew.-% gehalten, stärker bevorzugt bei weniger
als 35 Gew.-% und insbesondere bevorzugt im Bereich von 10 bis 25
Gew.-%.
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Obwohl jede morphologische Struktur,
welche die Polymerzusammensetzung der vorliegenden Erfindung umfasst,
nützlich
zur Erhöhung
der Schmelzfestigkeit von thermoplastischen Materialien sein wird,
umfassen typische Polymerteilchen Morphologien, welche als "sphärisch", "multilubal" (z. B. zwei oder
mehr Polymerteilchen, die zusammenkleben, um ein nicht-sphärisches
Teilchen zu bilden), "Kern-Schale" (z. B. eine sphärische Polymerphase
umgeben von Schalen weiterer Polymerphasen), "multiple domain" (z. B. größere sphärische Polymerdomänen enthaltend
diskontinuierliche Domänen
aus einer oder mehreren separaten Polymerphasen), "co-kontinuierlich" (z. B. größere sphärische Polymerdomänen enthaltend
kontinuierliche Domänen
aus einer oder mehreren separaten Polymerphasen) etc. bezeichnet
werden.
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Obwohl eine bestimmte Morphologie
für die
Erfindung nicht erforderlich ist, werden die Polymerteilchen in
bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung als sphärische oder Kern-Schalenpolymerteilchen
zur Verfügung
gestellt. Kern-Schalenpolymerteilchen-Morphologien sind insbesondere
nützlich bei
der Bereitstellung von trockenen Pulvern in der Polymerzusammensetzung.
In diesen Ausführungsformen werden
eine oder mehrere Schalen eines harten Polymers mit einer Glasübergangstemperatur
von mehr als 25°C
in Gegenwart eines sphärischen
Polymerteilchens der Polymerzusammensetzung gebildet, unter Verwendung
einer oder mehrerer der obengenannten Polymerisationsverfahren.
Obwohl derartige Weichkern/Hartschalenmorphologien in bestimmten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung nützlich
sind, sind derartige Hartschalenpolymere nicht notwendig, um die
Polymerzusammensetzung mittels direkter Extrusion zu isolieren.
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Der Durchmesser der Polymerteilchen
kann im wesentlichen jede Größe annehmen,
die mittels einstufiger und vielstufiger Emulsionspolymerisationsverfahren
zur Verfügung
gestellt werden. Der mittlere Polymerteilchendurchmesser liegt typischerweise
im Bereich von 10 bis 30.000 nm, und insbesondere im Bereich von
30 bis 5.000 nm. In einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei welcher die Polymerteilchen unter
Verwendung von Laurylmethacrylat hergestellt werden, liegt der mittlere
Polymerteilchendurchmesser im Bereich von 180 bis 350 nm. In einer
anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung, bei welcher die Polymerteilchen unter
Verwendung von Stearylmethacrylat hergestellt werden, liegt der
mittlere Polymerteilchendurchmesser im Bereich von 100 bis 900 nm.
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In den bestimmten Ausführungsformen,
in welchen die Polymerzusammensetzung ein polymeres Fließhilfsmittel
enthält,
liegt dieses Fließhilfsmittel
typischerweise in einer Menge von bis zu 50 Gew.-%, üblicherweise
im Bereich von 10 bis 40 Gew.-% und insbesondere im Bereich von
15 bis 35 Gew.-% vor, wobei diese Gewichtsprozentsätze auf
dem Gesamtgewicht der Polymerzusammensetzung beruhen. Dementsprechend
liegt in diesen Ausführungsformen
das mindestens eine Polymer, das von polymerisierbaren Einheiten abgeleitet
ist, die wiederum von mindestens einem C8 bis
C30-Alkyl(meth)acrylatmonomeren abgeleitet
sind, sowie die mindestens eine Kettenverzweigungseinheit in einer
Menge von weniger als 100% vor, typischerweise im Bereich von 60
bis 99,95 Gew.-% und insbesondere im Bereich von 75 bis 99,5 Gew.-%,
wobei diese Prozentanteile auf dem Gesamtgewicht der Polymerzusammensetzung
basiert sind. Zusätzlich
können
gegebenenfalls Additive in diesen Zusammensetzung wie folgt vorliegen:
Thermische Stabilisatoren im Bereich von 0 bis 10 Gew.-%, mineralische
Fließhilfsmittel
im Bereich von 0 bis 5 Gew.-%, nachträglich zugesetzte Tenside im
Bereich von 0 bis 5 Gew.-% und Koagulantia im Bereich von 0 bis
5 Gew.-%, wobei diese Gewichtsprozentanteile sich auf das Gesamtgewicht
der Polymerzusammensetzung beziehen.
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Im Verfahren der Herstellung der
Polymeradditivzusammensetzungen umfassen die Arten von verwendbaren
Polymerisationen, um die Polymeradditivzusammensetzungen zu bilden,
Emulsionspolymerisation (schrittweise Zugabe/Einschuß), Lösungspolymerisation,
Bulkpolymerisation, radikalische Ketten-(Additions-) oder Stufenreaktion
(Kondensation). Typischerweise wird freie radikale Emulsionspolymerisation
verwendet, da hierdurch auf einfache Weise Polymerteilchen gebildet
werden, die eine Reihe von Morphologien aufweisen können.
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Im Verfahren zur Herstellung der
Polymeradditivzusammensetzung ist es typisch Emulsionspolymerisation
zu verwenden, die geeignet ist für
die Polymerisierung von hydrophoben Monomeren. Mit Emulsionspolymerisation
ist gemeint, dass der Polymerisationsprozess in einem wässrigen
Medium mit wasserunlöslichen
oder nur geringfügig
wasserlöslichen
Monomeren, die eine Emulsion von ethylenisch ungesättigten
Monomertröpfchen
ausbilden, und die mit einem oder mehreren Emulgatoren stabilisiert
wird, durchgeführt
wird. Die Monomere werden unter Verwendung eines freien radikalischen
Starters polymerisiert, um eine Dispersion von Polymerteilchen zu
bilden. Die resultierende Polymerteilchendispersion hat typischerweise
eine mittlere Teilchengröße von weniger
als 1.000 nm. Mehrstufige Polymerisations- und/oder Agglomerierungsverfahren sind
auch bekannt, welche verschiedene Kombinationen von kern- und schalenartigen
Polymerteilchen mit bis zu etwa 30 microns (30.000 nm) im Durchmesser
erzeugen können.
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Das Vermeiden der gelierten Polymerketten
bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung eines Molekulargewichts von
mehr als 100.000 g/mol wird dadurch gewährleistet, dass die Monomermischung
mindestens ein kettenverzweigendes Monomer aufweist. Obwohl das
kettenverzweigende Monomer in einer Menge von nicht mehr als 0,10
Gew.-% vorliegt, liegt diese Menge typischerweise zwischen 0,005
Gew.-% und 0,08 Gew.-%, noch typischer zwischen 0,01 und 0,07 Gew.-%,
und insbesondere zwischen 0,02 und 0,05 Gew.-%, wobei diese Gewichtsprozentanteile
auf dem Gesamtgewicht der C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatmonomere basieren.
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Jedes Kettenverzweigungsmonomer,
welches zwei oder mehr kettenreaktive chemische Gruppen enthält, ist
geeignet, um das hohe Molekulargewicht zu gewährleisten und gleichzeitig
nicht-gelierte Polymerketten zur Verfügung zu stellen. Geeignete
Beispiele von Kettenverzweigungsmonomeren zur Bereitstellung der Kettenverzweigungseinheiten
umfassen Monomere, die mindestens zwei Stellen für die Fortsetzung des freien radikalischen
Prozesses bereitstellen. Allylmethacrylat (ALMA), Butylglycoldimethacrylat
(BGDMA), Trimethylolpropanethoxylatmethyletherdiacrylat, Trimethylolpropanethoxylattriacrylat,
Trimethlolpropantriacrylat (TMPTA), Trimethylolpropantrimethacrylat
(TMPTMA) sind geeignete Beispiele. ALMA ist ein besonders nützliches Kettenverzweigungsmonomer,
da es auch dabei hilft Polymerschalen außenseitig angrenzend an innere
Polymerschalen und Polymerteilchen herzustellen.
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Ein Kettenüberträger kann in bestimmten Ausführungsformen
des Polymerisationsverfahrens der vorliegenden Erfindung auch eingebaut
werden, um die Endgruppenchemie und/oder das Polymerkettenmolekulargewicht
zu steuern.
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Emulsionspolymerisationsverfahren
sind insbesondere wirksam bei der Bereitstellung von kettenverzweigten
C8 bis C30-Alkyl(meth)acrylatpoolymeren
in Form einer Teilchendispersion mit einer oder mehreren Phasen.
In einer Ausführungsform
enthalten die Teilchen sowohl harte Phasen als auch weiche Phasen.
Obwohl jede Kombination von harten und weichen Phasen möglich ist,
haben in einer bevorzugten Ausführungsform
die Polymerteilchen eine harte Phase außenseitig an einer inneren
weichen Phase. Typischerweise stellen die Höher-Alkyl(meth)acrylatpolymere
eine weiche Phase zur Verfügung,
die dazu neigt, klebrig und schwer handhabbar zu sein. Dementsprechend
kann in bestimmten Ausführungsformen
eine harte Phase außerhalb
der weichen Phase zugesetzt werden, um die Handhabbarkeit der Höher-Alkyl(meth)acrylatpolymere in
einfacher handhabbarer Form, wie etwa als Nasskuchen (wet cake),
Pulver, Tablette, Pellet, Kügelchen, Film,
oder Extrudat, zu verbessern.
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Obwohl die wässrigen Emulsionspolymerisationen
der vorliegenden Erfindung im wesentlichen Wasser, Monomeremulsionen
und Starter erfordern, sind auch andere Materialien als nützlich bekannt
bei der Herstellung von emulsionspolymerisierten Polymerteilchendispersionen.
In diversen Ausführungsformen
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung umfassen weitere Materialien,
die in dem Polymerisationsverfahren vorliegen können, eines oder mehrere der
folgenden: Monomertransporthilfsmittel wie etwa Methylbetacyclodextrin oder ähnliche
Derivate, Tenside, Stabilisatoren, polymere Fließhilfsmittel, mineralische Fließhilfsmittel,
Puffer, thermische Stabilisatoren sowie Starter und Aktivatoren.
Die zusätzlichen
Materialien sind für
die folgenden Zwecke verwendbar: Monomertransporthilfsmittel helfen,
die hydrophoben Monomere durch die wässrige Phase zu transportieren,
wodurch die Menge an benötigtem
Tensid für
die Emulgierung abgesenkt wird; Tensid-emulgierte Monomere, auch
als "Emulgatoren" bezeichnet; Starter
und Aktivatoren initiieren die freie radikalische Polymerisation
von ethylenisch ungesättigten
Monomeren und verringern die Konzentration von ("chase down") Restmonomeren am Ende der Polymerisation.
Thermische Stabilisatoren ermöglichen
die Verarbeitung bei hohen Temperaturen, um thermischen Abbau der
polymeren Zusammensetzung zu minimieren; Puffer stellen den pH ein;
Tenside werden oft zugesetzt, um die Emulsions/Scherstabilität zu verbessern.
Typischerweise liegen die Anteile dieser Materialien bei weniger
als 10 Gew.-%, besonders bei weniger als 5 Gew.-% und insbesondere
bei weniger als 2 Gew.-%, wobei diese Gewichtsprozentanteile auf
das Gesamtgewicht der Polymerteilchen bezogen sind.
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Es ist bekannt, dass es schwierig
ist, Monomere, wie etwa Höher-Alkyl(meth)acrylate,
die nahezu vollständig
wasserunlöslich
sind, mit üblichen
Mengen von Emulgatoren und den üblichen
Startern zu polymerisieren, die bei der Polymerisierung von Nieder-Alkyl(meth)acrylatmonomeren,
wie etwa Ethylacrylate oder Methylmethacrylat, wirksam sind. Es
stehen verschiedene Methoden zur Polymerisierung von Höher-Alkyl(meth)acrylatmonomeren
mit hoher Umsetzung bei akzeptablen Geschwindigkeiten zur Verfügung, wie etwa
die Verwendung eines Trägers
für das
Monomer, wie etwa Cyclodextrin, oder durch Zusetzen eines geringen
Gehalts, wie etwa 5 bis 10 Gew.-% Monomer von Methacrylat, das anschließend polymerisiert
wird, nach der Vervollständigung
der Polymerisation der Höher-Alkyl(meth)acrylate.
Einige dieser Verfahren haben einen nachteiligen Einfluß auf das
Molekulargewicht der Höher-Alkyl(meth)acrylatpolymere
und bewirken einen Überschuss
an gelierten Polymerketten.
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Obwohl eine Polymerisationsstufe
ausreicht, um die Polymerteilchen der vorliegenden Erfindung herzustellen,
verwenden verschiedene Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung zwei oder mehr Polymerisationsstufen
("mehrstufig"). In bestimmten
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung wird ein dreistufiges plus anfängliches
Polymerimpfverfahren verwendet, um die Polymerteilchendispersionen
enthaltend die Polymerzusammensetzung herzustellen, die insbesondere
für die
Isolierung der Poly merteilchen in Pulverform nützlich ist. Die anfänglichen
Polymerimpfteilchen werden zur Verfügung gestellt, um die gesamte
Teilchengrößenverteilung
zu steuern. Typische Impfteilchen, die gut verwendbar sind, werden
aus Butylmethacrylat hergestellt.
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Obwohl die Emulsionspolymerisationsverfahren über einen
breiten pH-Bereich funktionieren, ist es typisch, dass der pH-Bereich
von 3 bis 8 liegt.
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Der prozentuale Feststoffgewichtsanteil
der Polymerteilchen in der wässrigen
Dispersion liegt typischerweise im Bereich von 10 bis 70 Gew.-%,
besonders im Bereich von 25 bis 60 Gew.% und insbesondere im Bereich
von 38 bis 51 Gew.-%.
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In den Verfahren zu Herstellung einer
wässrigen
Dispersion von Polymerteilchen wird der Polymerisationsschritt typischerweise
bei Temperaturen im Bereich von 40 bis 120°C durchgeführt, besonders bevorzugt von
50 bis 100°C
und insbesondere im Bereich von 80 bis 90°C. Polymerisationsdrücke liegen
typischerweise bei Drücken
von unterhalb von 1.000 PSIA, besonders unterhalb von 100 PSIA und
insbesondere bevorzugt bei Umgebungsdruck.
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Obwohl jede An von Polymerisationsreaktionsvorrichtung
für die
Durchführung
des Verfahrens geeignet, solange wie das Material vermischt und
dem Reaktor zugeführt
wird, wird typischerweise ein Rührkesselreaktor
verwendet. In diversen Ausführungsformen
des Verfahrens der vorliegenden Erfindung wird die wässrige Emulsion
von hydrophoben Monomertröpfchen
unter Verwendung von hochscherenden Mitteln hergestellt, um einen
mittleren Tröpfchendurchmesser
von weniger als 30 microns zu gewährleisten. Verschiedene Wege
der Gewährleistung
von hochscherenden Mitteln umfassen Homogenisierung unter Verwendung
eines oder mehrerer der vielen kommerziell erhältlichen Homogenisierungseinheiten,
wie etwa Greerco- oder Virtis-Homogenisatoren, um die hydrophoben
Monomere gut in Tröpfchen
gleichförmiger
Größe dispergiert
zu bekommen.
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Die Monomeremulsionströpfchen von
langkettigen CN-Alkyl(meth)acrylatmonomeren
und Verzweigungsmonomeren werden hergestellt unter Verwendung einer
hohen Scherung, um sehr kleine Tröpfchen zu erzeugen. Je kleiner
die Tröpfchen,
desto besser verläuft
der Polymerisationsprozess, da der Monomertransport beschleunigt
wird. Verschiedene Verfahren können
verwendet werden, um dieses Ziel zu erreichen. Satzweise Homogenisatoren, vielstufige
Homogenisatoren, Hochdruckhomogenisatoren, Ultraschallzerkleinerer und
Megaschallzerkleinerer können
verwendet werden. Obwohl die Ultraschallmethode zur Erzielung sehr kleiner
Tröpfchen
erwünscht
ist, ist es im allgemeinen praktischer, einen kommerziell erhältlichen "Ross"-Mischer, gefolgt
von einem Homogenisator und einem Inline-Emulgator zu verwenden.
Verschiedene Vorrichtung zum Durchführen dieser Schritte sind in
der Industrie bekannt. Typischerweise ist eine kleine Tröpfchengröße erwünscht, und
diese kann erreicht werden durch eine Kombination der günstigen
Vorrichtung mit geeigneten Kombinationen von Monomer : Wasser :
Seife-Verhältnissen.
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Der Bereich der Monomeremulsionströpfchengrößen wird
typischerweise unterhalb von 30 microns gehalten. Größere Teilchengrößen führen meist
zu langsameren Verfahren, was zu einem Überschuss an Restmonomer führt. Bevorzugt
werden die Emulsionsteilchengrößen unterhalb
von 5 microns, stärker
bevorzugt unterhalb von 2 microns und insbesondere unterhalb von
1 micron gehalten.
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Der Bereich der Monomeremulsionskonzentrationen
liegt typischerweise im Bereich von 50 bis 90 Gew.-%, bevorzugt
im Bereich von 60 bis 70 Gew.-%. Da es eine Abhängigkeit von den Monomer/Wasser/Emulgatorkonzentrationsverhältnissen
gibt, wird die minimale Konzentration von der Konzentration abhängen, die
für die
Emulgierung erforderlich ist. Wenn die Monomerkonzentration zu niedrig
ist, wird die Emulgierung sich als schwierig erweisen. Wenn die
Monomerkonzentration zu hoch ist, dann wird sich eine Emulgierung
entweder nicht einstellen und/oder es wird schwierig sein, diese
in den Polymerisationskessel zu pumpen.
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Die für die Reproduzierbarkeit wichtigen
Bedingungen umfassen akkurate Steuerung des Emulgators, des Wassers
und der Schergeschwindigkeit während
des Emulgationsverfahrens.
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In einer Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung können
Monomertröpfchen
durch Ultraschallzerkleinerung hergestellt werden, die kleiner als
1 micron sind. Tröpfchen
von etwa 1,35 micron im Durchmesser können unter Verwendung eines
Ross-Mischers hergestellt werden.
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Um das Molekulargewicht zu kontrollieren
und die Menge an gelierten Polymerketten zu minimieren, werden die
Zufuhrgeschwindigkeiten und Mengen streng kontrolliert. Wenn die
Zufuhrgeschwindigkeit zu hoch ist, wird überschüssiges Monomer dazu neigen,
schnell abzureagieren und gelierte Teilchen zu bilden. Das Molekulargewicht
wird auch gesteuert, indem ein oder mehrere Kettenüberträger eingebaut
werden.
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In bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung umfassen die Polymerisationsbedingungen
die Polymerisierung von C8 bis C30-Monomeren mit dem Kettenverzweigungsmonomer.
Weitere Ausführungsformen
bauen darüber
hinaus eines oder mehrere innere Schalenpolymere ein, von denen
man annimmt, dass sie als Verbindungsschicht (tielayer) zu einem äußeren Hartschalenpolymer
fungieren. Weitere Ausführungsformen
umfassen das Polymerisieren von zusätzlichen Monomeren mit hoher
Tg, um eine harte Polymerschale um die innere Polymerverbindungsschicht
auszubilden.
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In einer weiteren Ausführungsform
werden dem Reaktionsmedium Polymerimpfteilchen basierend auf Butylmethacrylatmonomereinheiten
zugesetzt, gefolgt vom Zusatz emulgierter Monomere, enthaltend Laurylmethacrylat-
und Allylmethacrylatkettenverzweigungsmonomere, die nachfolgend
mit mehr als 90 Gew.%iger Monomerumwandlung polymerisiert werden,
worauf eine Polymerisation eines inneren Schalenpolymers enthaltend
ein Copolymer von Styrol/Methylmethacrylat/Methacrylsäure folgt.
Dies wiederum wird gefolgt von einer Polymerisation von einer äußeren Hartschalenpolymerschicht
enthaltend mehr als 90 Gew.-% Methylmethacrylat und weniger als
5 Gew.-% von sowohl Butylmethacrylat als auch Methacrylsäure. In
dieser Ausführungsform
sind die relativen Mengen jeder Stufe wie folgt: Impfteilchen umfassen
3,5 Teile (45 BMA/40 BA/14 MMA/1 MAA); emulgierte Monomere betragen
66,5 Teile (98,94% Laurylmethacrylat mit 1% Methacrylsäure und
0,06% Allylmethacrylatkettenverzweigungseinheiten); die innere Polymerschale
umfasst 10 Teile (Styrolmethylmethacrylat-hoch 2,5% Methacrylsäure); die äußere Polymerschale
umfasst 20 Teile (98% Methylmethacrylat – 1% Butylacrylat – 1% Methacrylsäure).
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In einer weiteren Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung umfasst ein Verfahren die folgenden Schritte
in einem Polymerisationskessel: Beginn mit Wasser. Inertisierung
mit Stickstoffgas. Zusatz von Kettenüberträger und Tensid. Zusatz von
Puffer und Starter. Zusatz von Acrylimpfteilchen, um die Teilchengröße zu setzen.
Zusatz von Starter. Zusatz der Monomeremulsion, die homogenisiert
wurde, um kleine Emulsionströpfchen
mit weniger als 1 micron im Durchmesser zu ergeben. Polymerisation
bei 85°C
unter Verwendung thermischer Polymerisation. Halten bei der Temperatur.
Zusetzen der Verbindungsschichtinneren Polymerschalenmonomere. Polymerisation
bei 85°C.
Halten der Temperatur. Zusetzen der äußeren Hartpolymerschalenmonomere.
Polymerisation bei 85°C.
Nachfolgender Zusatz von Tensid, thermischer Stabilisatoren (geschmolzen
und homogenisiert) und der polymeren Fließhilfsmitteldispersion.
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Im Verfahren der vorliegenden Erfindung
wird der Polymerisationsschritt gestartet unter Verwendung eines
freien radikalischen Startersystems. Diese Startersystem sind dadurch
gekennzeichnet, dass sie entweder Redox- oder thermische Starter
sind. Persulfate werden sowohl in Redox- als auch in thermischen
Startersystemen verwendet.
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Übliche
frei radikalische Starter (Oxidationsmittel), die in Zusätzen von
0,01 bis 1,0 Gew.-% basierend auf dem Gesamtgewicht des Polymers
verwendet werden, können
umfassen t-Alkylhydroperoxid,
t-Alkylperoxid oder t-Alkylperester, worin die t-Alkylgruppe mindestens
5 Kohlenstoffatome umfasst, mit typischerweise 0,01 bis 1,0 Gew.-%
basierend auf dem Gesamtgewicht des Polymers, t-Alkylhydroperoxide,
wobei die t-Alkylgruppe mindestens 5 Kohlenstoffatome umfasst; sowie
besonders bevorzugt 0,01 bis 1,0 Gew.-% basierend auf dem Gesamtgewicht
des Polymers von t-Amylhydroperoxid einschließlich von beispielsweise Wasserstoffperoxid,
Natriumperoxid, Kaliumperoxid, t-Butylhydroperoxid, Cumolhydroperoxid,
Ammonium- und/oder Alkalimetallpersulfate, Natriumperborate, Perphosphorsäure und
deren Salze, Kaliumpermanganat sowie Ammonium- oder Alkalimetallsalze
von Peroxydischwefelsäure,
typischerweise mit einem Gehalt von 0,01 bis 3,0 Gew.-%, basierend
auf dem Gesamtgewicht des Monomers. Redoxsysteme unter Verwendung
eines oder mehrerer dergleichen Starter und ein geeignetes Reduktionsmittel,
wie beispielsweise Natriumsulfoxylatformaldehyd, Ascorbinsäure, Isoascorbinsäure, Alkalimetall-
und Ammoniumsalze von Schwefel enthaltenden Säuren, wie etwa Natriumsulfit,
Bisulfit, Thiosulfat, Hydrosulfit, Sulfid, Hydrosulfid oder Dithionit,
Formadinsulfinsäure,
Hydroxymethansulfonsäure,
Natrium 2-hydroxy-2-sulfinatessigsäure, Acetonbisulfit, Amine
wie etwa Ethanolamin, Glykolsäure,
Glyoxalsäurehydrat,
Milchsäure,
Glycerinsäure,
Maleinsäure,
Weinsäure
und Salze der vorgenannten Säuren
können
verwendet werden. Redox-Reaktionen-katalysierende Metallsalze von
Eisen, Kupfer, Mangan, Silber, Platin, Vanadium, Nickel, Chrom,
Palladium oder Kobalt können
auch verwendet werden.
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Mit "in Gegenwart von 0,01 bis 1,0 Gew.-%,
basierend auf dem Gesamtgewicht des Polymers, t-Alkylhydroperoxid,
t-Alkylperoxid oder t-Alkylperester (zusammengenommen als "t-Alkylreaktanden" bezeichnet), wobei
die t-Alkylgruppe mindestens 5 Kohlenstoffatome umfasst, ist gemeint,
dass die kumulative Menge von t-Alkylreaktanden, in welchen die
t-Alkylgruppe mindestens
5 Kohlenstoffatome umfasst, die der Reaktionszone zugesetzt wurde,
wobei mindestens einige der Monomere in das Emulsionspolymer umgewandelt
werden, 0,01 bis 1,0 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht des
Polymers, beträgt;
gegebenenfalls wobei mindestens 95%, bevorzugt mindestens 95%, nach
dem Gewicht der Monomere in das Emulsionspolymer umgewandelt werden;
gegebenenfalls wobei mindestens 75%, bevorzugt mindestens 75%, nach
Gewicht des Monomers in das Emulsionspolymer umgewandelt werden,
gegebenenfalls worin mindestens 50 Gew.-% der Monomere in das Emulsionspolymer
umgewandelt werden und gegebenenfalls worin mindestens 20 Gew.-%
der Monomere in das Emulsionspolymer umgewandelt werden. Das optionale
zusätzliche
Oxidationsmittel umfasst die oben als übliche freie radikalische Starter
aufgelisteten, typischerweise betragen die optionalen zusätzlichen
Oxidationsmittel weniger als 50 Gew.-% der Gesamtmenge von Starter/Oxidationsmittel.
In dieser Ausführungsform
können
die t-Alkylreaktanden,
bei welchen die t-Alkylgruppen mindestens 5 Kohlenstoffatome umfasst,
direkt als Starter verwendet werden oder als Oxidationsbestandteile
von Redox-Systemen unter Verwendung der gleichen Starter gekoppelt
mit einem geeigneten Reduktionsmittel wie die oben aufgelisteten.
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In einer besonderen Ausführungsform
des Verfahrens zur Herstellung der Polymerteilchendispersion werden "Jäger"-Additive („chaser") zur Dispersion zugesetzt, um die Konzentration
der nicht umgesetzten Restmonomere zu verringern. Typische Jäger-Additive
umfassen FeSO4- oder Fe-EDTA-Promotoren,
Isoascorbinsäure
oder SFS-Aktivator, sowie tBHP-Katalysator, um Restmonomere zu entfernen.
In einer anderen Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung wird ein t-Alkylreaktand anstelle des
in der vorgenannten Ausführungsform
genannten tBHP verwendet, um Polymerzusammensetzungen zu erhalten,
welche ihre Aktivität als
Schmelzfestigkeitsadditive über
die Zeit erhalten.
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Ohne auf eine bestimmte Theorie festgelegt
werden zu wollen, scheinen t-Alkylreaktanden die Menge an Restmonomer
zu minimieren und den Polymerisationsprozess zu vervollständigen t-Alkylreaktanden
scheinen daher freie Radikale zur Verfügung zu stellen. Ein wichtiger
Unterschied ist jedoch, dass t-Alkylreaktanden beim Zerfall CH3CH2•-Radikale
erzeugen, die nicht so reaktiv sind wie CH3•-Radikale,
die von tBHP erzeugt werden. Daher induzieren die t-Alkylreaktanden
eine Nachreaktion, die sich auf lange Sicht auf die Produkteigenschaften
schädlich
auszuwirken scheint ("Alterung"). Obwohl gelierte
Polymerketten typischerweise an einem bestimmten Punkt während des
Verfahrens mit tBHP beobachtet werden, ist das Verfahren mit t-Alkylreaktanden
typischerweise frei von gelierten Polymerketten.
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Andere präparative Verfahren sind auch
nützlich
zur Ausbildung der Höher-Alkyl(meth)acrylatpolymere.
Lösungspolymerisation
kann verwendet werden, unter Verwendung von Anteilen von Startern,
Kettenverzweigungseinheiten sowie Höher-Alkyl(meth)acrylatmonomeren, um das
erwünschte
Molekulargewicht zu erreichen, welches keine gelierten Polymerketten
enthält.
Suspensions- und nicht-wässrige
Dispersionsverfahren können
auch verwendet werden, solange wie die Menge von Kettenverzweigungseinheiten
nicht größer als
0,10 Gew.-%, basierend auf dem Gesamtgewicht der C8 bis
C30-Alkyl(meth)acrylatmonomere beträgt.
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Das Polymermaterial wird typischerweise
aus dem Reaktionsmedium isoliert. Wenn das Polymer nicht als Feststoffmaterial
hergestellt wurde, kann es aus dem Polymerisationsmedium als Pulver
durch Sprühtrocknung
oder durch Koagulation und Trocknung gewonnen werden. Die Polymerzusammensetzung
kann auch in Form eines Pelletkonzentrats (z. B. 20 bis 80 Gew.-%
Polymermaterial, vermischt mit 80 bis 20 Gew.-% eines thermoplastischen
Harzes) mittels direkter Extrusion der Emulsion in einem Extruder
zusammen mit einem thermoplastischen Harz gestellt werden. Während des
Pulvergewinnungsverfahrens erhöht
sich typischerweise die Teilchengrößenmorphologie bis auf einen
Bereich von etwa 50 bis 150 micron im Durchmesser, wenn die Polymerteilchendispersion
trocknet.
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Die Polymerzusammensetzungen der
vorliegenden Erfindung finden vielerlei Anwendungen. In erster Linie
werden sie verwendet als Additive für thermoplastische Kunststoffe,
um einen oder mehrere der folgenden Polymerverarbeitungsvorgänge zu unterstützen: Thermoformen, Kalendrieren,
Schaumerzeugung, Blasformen und Extrusionen. Obwohl die Polymerzusammensetzung
ihren Nutzen bei nahezu allen thermoplastischen Polymeren hat, ist
sie insbesondere nützlich
zur Erhöhung
der Schmelzfestigkeit in Polyolefinpolymeren.
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Die polymeren Materialien der vorliegenden
Erfindung bieten Vorteile gegenüber
den gegenwärtig
verfügbaren
Produkten. Die neuen Polymerzusammensetzungen werden auf ökonomische
Weise erzeugt, gewährleisten
verbesserte Schmelzfestigkeiten gegenüber gepfropften Polyolefinen
und scheinen bei vielen Polyolefingraden, die in Spritzguss- und
Extrusionsverfahren verwendet werden, gut zu funktionieren.
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Die Polymerteilchen der vorliegenden
Erfindung können
nach der Isolierung weiterverarbeitet werden. Die Polymerteilchen
können
sofort pelletisiert werden, oder zu einem anderen Kunststoff zugesetzt
werden, um ein Pelletkonzentrat herzustellen. Eine derartige Verarbeitung
kann unter Verwendung einer Zweiwalzenmühle, sowie nachfolgendes Verpressen
des Polymers zu einer geformten Platte für Testzwecke durchgeführt werden.
Alternativ können
die Polymerteilchen mit einem thermoplastischen Kunststoff extrudiert
und zu einem Gegenstand thermogeformt werden.
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Die Polymerblendzusammensetzungen
der vorliegenden Erfindung enthalten einen Blend/eine Mischung aus
mindestens einem thermoplastischen Polymer sowie mindestens einer
der Polymerzusammensetzungen, die in den früheren Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung beschrieben sind. Als Schmelzfestigkeitsadditiv für thermoplastische
Kunststoffe wird die Menge der Additivpolymerzusammensetzung in
der Polymermischung bei mindestens 0,1 Gew.-%, typischerweise mindestens
1 Gew.-%, und besonders bevorzugt bei mindestens 3 Gew.-% liegen.
Dementsprechend wird die Menge der Additivpolymerzusammensetzung
in der Polymermischung nicht größer als
20 Gew.-% sein, typischerweise nicht größer als 50 Gew.-% und bevorzugt
nicht größer als
10 Gew.-%. Diese Gewichtsprozentanteile sind auf das Gesamtgewicht
der Polymerblendzusammensetzung bezogen.
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Die Polymermischungen der vorliegenden
Erfindung können
nach jeder der im Stand der Technik bekannten Polymerverarbeitungsverfahren
hergestellt werden. Typische Beispiele umfassen Compoundieren, Extrudieren,
Pulvermischen, Schmelzmischen und Lösungsvermischung.
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Die Polymerblends der vorliegenden
Erfindung haben viele Verwendungen, wie thermoverarbeitbare Kunststoffe
zur Herstellung von Kunststoffgegenständen sowie Additivkonzentrate.
Wenn sie in thermoverarbeitbaren Kunststoffen in solchen Vorgängen wie
Thermoformen verwendet werden, die eine hohe Schmelzfestigkeit erfordern,
ist es erwünscht,
den Anstieg der Schmelzfestigkeit als Funktion der Polymeradditivkonzentration
in derartigen Polymerblends feststellen zu können.
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Der Anstieg der Schmelzfestigkeit
wird bestimmt durch Testen von Mischungen der Polymerzusammensetzungen
mit den thermoplastischen Polymeren bezüglich der wiederholbaren Nachgiebigkeit
J0, unter Verwendung eines geeigneten Belastungsrheometerinstruments,
wie etwa die von Bohlin Instruments erhältlichen. Ein anderer Weg zur
Messung der Verbesserungen bei der Schmelzfestigkeit des thermoplastischen Kunststoffs
ist ein Durchsacktest nach dem Mahlen oder nach dem Extrudieren.
Das Thermoformen von thermoplastischen Kunststoffen vermischt mit
verschiedenen Mengen von Polymerzusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung zeigt auch eine verbesserte dimensionale Stabilität der Mischung
gegenüber
dem des thermoplastischen Kunststoffs allein.
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Beim Thermoformen wird das halbfertige
Produkt, entweder als Blatt oder Platte innerhalb eines Rahmens
oder einer Form fixiert, und anschließend durch Bestrahlung, Heißpressen
oder Heißluftkonvektion
erhitzt. Die unteren und oberen Formgebungstemperaturen können ermittelt
werden durch Messen der Oberflächentemperatur
des Blatts mit einem geeigneten Gerät, wie etwa einem Infrarotpyrometer.
Beispielsweise können
diese Temperaturen von 198 bis 224°C reichen, was vom Material
abhängig
ist. Der Unterschied zwischen den unteren und oberen Temperaturen
ergibt ein Thermoformfenster. Abhängig vom Polyolefin kann dieser Temperaturbereich
bei niedrigerer Temperatur, beispielsweise 160 bis 170°C auftreten,
und er umfasst im allgemeinen den Schmelzpunkt des Polyolefins selbst.
Dieses "Fenster" korreliert mit dem
Ergebnis des Bohlin-Rheometer-Tests der charakteristischen Zeit,
was der Produkt der Schmelzviskosität und der wiederholbaren Nachgiebigkeit
ist.
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In anderen Ausführungsformen der vorliegenden
Erfindung werden Gegenstände
bereitgestellt, die aus thermoplastischen Kunststoffmischungen hergestellt
wurden, welche mindestens einen thermoplastischen Kunststoff und
die Polymerzusammensetzung enthalten.
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Eine Reihe von Gegenständen, die
mit den Zusammensetzungsmischungen hergestellt wurden, umfassen
Instrumententafeln in Kraftfahrzeugen, Spritzgussteile, Kanister,
große
Autoteile, Eisbehälter,
Kühlschrankteile
und Bodenauslegeware.
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BEISPIELE
Tabelle:
In den Beispielen verwendete Materialien
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Eine Vielzahl verschiedener hier
bereitgestellter Beispiele zeigen die Herstellung von derartigen
Additivmaterialien, die am effektivsten nach dem neuen Emulsionspolymerisationsverfahren
der vorliegenden Erfindung erzeugt wurden. Einstufige Emulsionspolymerisationen
waren ziemlich effektiv. So hergestellte Additive können gefriergetrocknet
werden und anschließend
mit Polypropylen compoundiert werden, oder alternativ hierzu direkt
mit dem Polyolefin in einer Vorrichtung wie etwa einem entdampfenden
Extruder zur Wasserentfernung compoundiert werden.
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Bestimmte Additive können in
Kombination miteinander als Mischungen verwendet werden. Insbesondere
können
reaktive Mischungen zweier Emulsionen, eine mit einer Säurefunktionalität und eine
andere mit einer Epoxidfunktionalität verwendet werden, um sehr
effektive Durchsackbeständigkeit
zu erhalten, wenn sie zusammen einem Polyolefin zugesetzt werden.
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Viele der hier gegebenen Beispiele
empfehlen andererseits die Verwendung vielstufiger Emulsionspolymerisationsverfahren,
da diese Verfahren die Bildung von Weichkern-Hartschalenadditivmaterialien ermöglichen.
Die Polymerisierung einer harten Schale mit hoher Tg als zweite
(oder sogar dritte) Stufe im Polymerisationsverfahren erleichtert
die Isolierung der Emulsion mittels Sprühtrocknung oder Koagulation
um das Additiv in freifließender
Pulverform zu erhalten. Das so gebildete Additiv kann dann in Pulver-
oder Pelletform mit den Polyolefinen compoundiert werden, um ein
Material mit hoher Schmelzfestigkeit zu bilden. Die Konzentration
des so erzeugten Additivs kann ausgewählt werden, um eine optimale
Balance von Kosten, Durchsackverhalten und anderen Schlüsseleigenschaften
wie Schmelzrheologie zu erzielen.
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Ein Testprotokoll wird zur Verfügung gestellt,
zur Verwendung eines Rheometers, um die wiederholbare Nachgiebigkeit
und Viskosität
der Kunststoffmaterialien gleichzeitig zu bestimmen. Durch Vermischen
der additiven Materialien mit Polyolefinen, durch Mischung dieser
auf einer Walzenmühle
oder einem geeigneten Vermischungsgerät und anschließendes Anwenden
dieses rheologischen Testes wird die Durchsackbeständigkeit
direkt bestimmt, indem diese zwei rheologischen Eigenschaften gemessen
werden. In den Beispielen ist das J-Verhältnis
angegeben, definiert als die wiederholbare Nachgiebigkeit des mit
dem Additiv compoundierten Polyolefins zu der eines Vergleichspolyolefins
ohne Additiv. Außerdem
gibt die charakteristische Zeit, definiert als das Produkt der wiederholbaren
Nachgiebigkeit und der Viskosität
auch nützliche
Informationen in Bezug auf die Durchsackbeständigkeit und die Schmelzfestigkeit,
das diese Zeit einen Hinweis darauf gibt, wie lange man derartige Materialien
verarbeiten kann, ohne dass es zu beträchtlichen Deformierungen des
compoundierten Teils kommt.
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Beispiel 1
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Dieses Beispiel stellt eine hochmolekulargewichtige
Höher-Alkylmethacrylatpolymer-Zusammensetzung,
basierend auf Laurylmethacrylat und 0,058 Gew.-% (basierend auf
dem Laurylmethacrylat) von ALMA Kettenverzweigungseinheiten zur
Verfügung.
Dieses Beispiel stellt auch ein Verfahren zur Herstellung einer wässerigen
Dispersion von Polymerteilchen derartiger Zusammensetzungen zur
Verfügung.
Das Verfahren ermöglicht
einstufige sphärische
Teilchen, zweistufige Kernschalenpolymerteilchen und dreistufige
Kern-innere Schale-äußere Schale-Polymerteilchen.
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Ein Ansatz besteht aus 39,2 Teilen
entionisiertem Wasser, 0,36 Teilen Disponil (Trademark) FES 32 (wässrig, 30%
Feststoffe, Henkel) und 1,45 Teilen CD wurden in einen geeigneten
Reaktor gegeben, der mit einem Rückflusskühler, einem
Bewegungsmittel und einem Mittel zur Temperaturmessung ausgestattet
war. Stickstoffgas wurde zugesetzt, um die Oberfläche dieser
wässrigen
Mischung zu überstreichen
während
der Reaktorinhalt auf 85°C
erhitzt wurde.
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Während
die Mischung erhitzt wurde, wurden 4 emulgierte Monomermischungen
(EMM) hergestellt. Die Impf-EMM bestand aus 3,27 Teilen entionisiertem
Wasser, 0,036 Teilen Disponil FES 32, 1,640 Teilen Butylmethacrylat,
1,60 Teilen Methylmethacrylat, 0,36 Teilen Butylacrylat sowie 0,036
Teilen Methacrylsäure.
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Die Erststufen-EMM bestand aus 22,2
Teilen entionisiertem Wasser, 0,67 Teilen Disponil FES 32, 66,0 Teilen
Laurylmethacrylat, 0,67 Teilen Methacrylsäure und 0,038 Teilen Alkylmethacrylat.
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Die Zweitstufen-EMM bestand aus 3,17
Teilen entionisiertem Wasser, 0,095 Teilen Disponil FES 32, 4,71
Teilen Methylmethacrylat, 4,1 Teilen Styrol, 0,24 Teilen Methacrylsäure und
0,005 Teilen Alkylmethacrylat.
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Die Drittstufen-EMM bestand aus 6,6
Teilen entionisiertem Wasser, 0,20 Teilen Disponil FES 32, 19,6 Teilen
Methylmethacrylat, 0,20 Teilen Butylacrylat, und 0,20 Teilen Methacrylsäure.
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Eine sanfte Bewegung wurde verwendet,
um drei der vier oben aufgelisteten EMM zu emulgieren. Die Erststufen
EMM wurde unter Verwendung eines CyclonTM I.Q.2 Homogenisators, besonders ausgestattet
mit einem SentryTM Mikroprozessor, homogenisiert.
Dieses Gerät
wurde bei 20 000 Umdrehungen pro Minute zwei Minuten lang betrieben,
um eine stabile EMM zu erhalten.
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Bei stabiler Temperatur von 85°C und mindestens
30-minütiger
N2-Spülung
wurden 0,385 Teile Natriumkarbonat, gelöst in 2,18 Teilen entionisiertem
Wasser dem Reaktor zugesetzt, gefolgt von 0,385 Teilen Natriumpersulfat,
gelöst
in 2,18 Teilen entionisiertem Wasser, wodurch die Temperatur auf
82°C absank.
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Anschließend wurde die oben beschriebene
Impf-EMM zugesetzt. Innerhalb von einigen Minuten wurden 3 Grad
Exothermie festgestellt. 10 Minuten nach dem Zusetzen der Impf-EMM wurde eine Mischung
bestehend aus 0,065 Teilen Natriumpersulfat und 15,2 Teilen entionisiertem
Wasser innerhalb eines 130-minütigen
Zeitraums zugesetzt. Gleichzeitig mit dem Beginn der parallel zugeführten Katalysatormischung
wurde die Erstufen-EMM schrittweise über 85 Minuten zugesetzt. Die
Temperatur wurde während
dieser Zuleitung auf 85°C
gehalten. Die erstufige EMM wurde mit 3,37 Teilen entionisiertem
Wasser gespült,
anschließend
wurde eine 2,80 Teileprobe entnommen. Die Zweitstufen-EMM wurde
dann über
21 Minuten zugesetzt. An dieser Stelle wurde die Zweitstufen-EMM
mit 0,842 Teilen entionisiertem Wasser gespült, und eine zweite 2,80 Teileprobe
wurde aus der Mischung entfernt. Die Temperatur wurde weiter auf
85°C gehalten.
Anschließend
wurde über
25 Minuten die Drittstufenebene zugesetzt, währenddessen eine leicht exotherme
Reaktion stattfand. Die Reaktionsmischung wurde auf 85°C zurückgekühlt und
die Drittstufen-EMM-Zufuhr
wurde fortgesetzt bis sie abgeschlossen war, wonach sie mit 1,78
Teilen entionisiertem Wasser gespült wurde. Die parallel zugeleitete Katalysatorzufuhr
endet zur gleichen Zeit wie die Zufuhr mit Drittstufen-EMM vollständig war.
Sie wurde mit 0,726 Teilen entionisiertem Wasser in dem Reaktor
gespült.
Die Reaktionsmischung wurde auf 60°C abgekühlt.
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Restliches Monomer wurde durch Zusatz
von 0,021 Teilen Eisen(III)mononatriumethylendiamintetraacetat-dihydrat,
0,105 Teilen 70% wässrigen
tert-Butylhydroperoxids, 0,53 Teilen Isoascorbinsäure und
insgesamt 4,856 Teilen entionisiertem Wasser reduziert. Die Mischung
ließ man
20 Minuten reagieren, wonach die Stickstoffspülung abgeschaltet wurde, die
Mischung auf 40°C
abgekühlt
wurde und die Bewegung abgeschaltet wurde, und der Ansatz entfernt
und der Probennahme zugeführt
wurde.
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Der Erststufenfeststoffgehalt (gemessen
durch Erhitzen von 1 Gramm 30 minuten lang in einem beheizten, ventilierten
150°C-Ofen)
betrug 41,2%, basierend auf einem theoretisch berechneten Wert von
44,4%. Das Spitzenmolekulargewicht der Erststufenpolymerteilchen
betrug mehr als 100 000 g/Mol. Der Zweitstufenfeststoffgehalt betrug
44,2%, basierend auf einem berechneten theoretischen Wert von 46%;
der Endfeststoffgehalt betrug 48,4%, basierend auf einem berechneten
theoretischen Wert von 48,9%. Die fertige Emulsionsteilchengröße (bestimmt
mittels eines Brookhaven BI-90 Analysators) betrug 305 nm. Der End-pH
war bei 6,03. Dieser wurde auf 7,06 mit einer sehr geringen Menge
wässrigen
Ammoniumhydroxids (28%) eingestellt. Das Spitzenmittelmolekulargewicht
gemessen mittels GPC betrug 540000 g/Mol für das fertige dreistufige Polymer
und sein Gewichtsmittelmolekulargewicht betrug 1,08 Millionen.
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Beispiel 2
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Dieses Beispiel stellt eine hochmolekulargewichtige
Höher-Alkylmethacrylatpolymerzusammensetzung
basierend auf Laurylmethacrylat und 0,080 Gew.-% (basierend auf
Laurylmethacrylat) ALMA Kettenverzweigungseinheiten zur Verfügung. Dieses
Beispiel stellt auch ein Verfahren zur Herstellung einer wässrigen Dispersion
von Polymerteilchen derartiger Polymerzusammensetzungen zur Verfügung. Das
Verfahren stellt einstufige sphärische
Teilchen und zweistufige Kern-Schalenpolymerteilchen zur Verfügung.
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Dieses Beispiel ist ähnlich dem
Beispiel 1, mit den folgenden Veränderungen. Der anfängliche
Ansatz bestand aus 51,0 Teilen entionisiertem Wasser. Der Reaktor
wurde mit Stickstoff 30 Minuten lang gespült, während er auf 55°C aufgeheizt
wurde, wonach auf Überströmen umgeschaltet
wurde. Nach dem Umschalten auf Überströmen wurden
0,00082 Teile Eisen(III)Mononatriumethylendiamintetraacetat-dihydrat,
0,355 Teile Disponil FES 32 sowie 1,42 Teile Methylbetacyclodextrin,
0,025 Teile Essigsäure,
0,213 Teile Natriumsulfoxylatformaldehyd sowie 7,90 Teile einer
acrylischen Impfemulsion (wässrig,
45 % Feststoffe, 100 nm) dem Reaktor zugesetzt.
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Die Erststufen-EMM bestand aus 25,6
Teilen entionisiertem Wasser, 0,782 Teilen Disponil FES 32, 73,8
Teilen Laurylmethacrylat, 0,059 Teilen Allylmethacrylat sowie 0,746
Teilen Methacrylsäure.
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Die Zweitstufen-EMM bestand aus 11,3
Teilen entionisiertem Wasser, 0,508 Teilen Disponil FES 32, 24,9
Teilen Methylmethacrylat, 0,254 Teilen Butylacrylat sowie 0,254
Teilen Methacrylsäure.
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Die Erstufen-EMM wurde dem Reaktor
in drei Teilen zugesetzt. Der erste Teil, umfassend 15% der gesamten
Erststufen-EMM, wurde dem Reaktor bei 55°C zugesetzt. Danach wurden 0,029
Teile Cumolhydroperoxid zugesetzt und mit 0,138 Teilen entionisiertem
Wasser eingespült.
Die Reaktionsmischung reagierte mit 4°C exotherm. Anschließend wurde
die zweite Portion umfassend 40% der gesamten Erststufen-EMM bei 55°C dem Reaktor
zugesetzt. Anschließend
wurden 0,077 Teile Cumolhydroperoxid zugesetzt und mit 0,277 Teilen
entionisiertem Wasser eingespült.
Die Reaktionsmischung reagierte exotherm mit 13°C. Anschließend wurde die dritte und letzte
Portion, umfassend 45% der gesamten Erststufen-EMM dem Reaktor bei
58°C zugesetzt.
0,086 Teile Cumolhydroperoxid wurden zugesetzt und mit 0,277 Teilen
entionisiertem Wasser eingespült.
Die Reaktionsmischung reagierte exotherm mit 14°C. Die Erststufen-EMM wurde
mit 1,39 Teilen entionisierem Wasser in den Reaktor eingespült. 0,762
Teile einer 5%-igen wässrigen
Lösung
von von tert-Butylhydroperoxid
und 2,15 Teilen einer 2%-igen wässrigen
Lösung
von Natriumformaldehydsulfoxylat wurden auch zugesetzt.
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Die Zweitstufen-EMM wurde dem Reaktor
stufenweise über
einen Zeitraum von 60 Minuten zugesetzt. Gleichzeitig wurde eine
Lösung
enthaltend 0,063 Teile Natriumpersulfat in 2,398 Teilen entionisiertem
Wasser im gleichen Zeitraum eingepumpt. Eine zweite Lösung bestehend
aus 2,17 Teilen einer 2%-igen wässrigen
Lösung
von Natriumformaldehydsulfoxylat wurde auch zur gleichen Zeit zugepumpt.
Während
der Zufuhr wurde eine Exothermie auf 55°C festgestellt. Die Temperatur
wurde an dieser Stelle für
den Rest des Verfahrens gehalten. Nach Fertigstellung der Zuleitung
wurde die Zweitstufen-EMM mit 1,39 Teilen entionisiertem Wasser
in den Reaktor eingespült
und die restlichen Monomere mit 1,52 Teilen einer 5%-igen wässrigen
Lösung
von tert-Butylhydroperoxid und 4,15 Teilen einer 2%-igen wässrigen
Lösung
von Natriumformaldehydsulfoxylat inaktiviert. Der pH wurde mit 1,39
Teilen einer 5%-igen Natriumcarbonatlösung in Wasser eingestellt.
Der Ansatz wurde auf unter 40°C
abgekühlt
und der Probennahme zugeführt.
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Der Feststoffgehalt, gemessen für die nach
Stufe 1 entnommene Probe betrug 47,8%, basierend auf einem theoretisch
berechneten Feststoffgehalt von 48,9%. Die Teilchengröße betrug
245 nm. Das Spitzenmittelmolekulargewicht basierend auf GPC betrug
216000 und das Gewichtsmittel betrug 927000. Der gemessene Feststoffgehalt
für die
Endprobe betrug 45,3%, basierend auf einem theoretischen Wert von
49,6%. Die Endteilchengröße betrug
274 nm. Das Spitzenmittelmolekulargewicht basierend auf GPC der
Endprobe betrug 236000 und das Gewichtsmittel betrug 756000 g/mol.
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Beispiel 3
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Dieses Beispiel stellt Polymer-Blend-Zusammensetzungen
zur Verfügung,
in denen verschiedene in Beispiel 1 erzeugte Polymerteilchen bei
verschiedenen Stufen des Prozesses entnommen und isoliert und mit Polypropylen
compoundiert werden. Dieses Beispiel stellt auch hochmolekulargewichte
Höher-Alkylmethacrylatpolymer-Zusammensetzungen
zur Verfügung,
die in verschiedenen wässrigen
und in Trockenpulverformen bereitgestellt werden können. Jede
dieser Formen kann verwendet werden, um die Schmelzfestigkeit der
thermoplastischen Kunststoffe zu verbessern. Dieses Beispiel stellt
auch verschiedene Verfahren zur Herstellung einer wässrigen
Dispersion von Polymerteilchen der vorliegenden Erfindung zur Verfügung.
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Teile der in Beispiel 1 beschriebenen
Emulsion wurden entnommen und mit Polypropylen compoundiert. Insbesondere
wurden die Stufe 2 und die fertige Emulsion gefriergetrocknet, indem
sie in eine von Trockeneis umgebene Aluminiumschale platziert wurden.
Nach dem Gefrieren der Emulsion wurde diese in einem auf 25 Inch
Wasser und 50°C
gehaltenen Vakuum-Ofen 16 Stunden lang platziert. Die gefrorenen
getrockneten Proben wurden anschließend mit Polypropylen auf einer
Walzenmühle
bei 165°C
drei Minuten vermischt. Im allgemeinen wurde eine 5%-ige Additivbeladung
verwendet. Die Ergebnisse des Bohlin-Rheometer-Tests sind wie folgt:
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Das Referenzbeispiel R1 ist hier
beigefügt,
um zu zeigen, wie das einzelne Polypropylen für sich ohne jedes Additiv verhält.
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Diese Ergebnisse zeigen, dass die
regenerierbare Nachgiebigkeit – ein
Maß der
Durchsackbeständigkeit – bemerkenswert
und reproduzierbar verbessert wird, sogar wenn nur 5% Additiv zugesetzt
werden. Eine noch dramatischere Verbesserung wird erzielt, wenn
die Konzentration ansteigt.
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Die in Beispiel 1 erhaltene fertige
Emulsion wurde anschließend
mit entionisiertem Wasser auf 30% verdünnt, basierend auf den Feststoffgehalten
wie oben berechnet. Diese Emulsion wurde mit einer zweiten Emulsion
vermischt, die wir die Fließhilfsmittelemulsion
nannten. Diese zweite Fließhilfsmittelemulsion
wurde auf ähnliche
Weise wie im US Patent 3,833,686 beschrieben, polymerisiert. Die
Fließhilfsmittelemulsion
bestand aus 90 Teilen Methylmethacrylat und 10 Teilen Butylacrylat.
Es ist eine wasserbasierte Emulsion, initiiert in zwei Monomereinschüssen in
Gegenwart von 1,31 Teilen Natriumlaurylsulfat-Tensid (28%), 0,04
Teilen Natriumchlorid, 0,0318 Teilen Essigsäure, 0,0002 Teilen Eisen(II)sulfat,
0,08 Teilen tert-Butylhydroperoxid und 0,082 Teilen Natriumformaldehydsulfoxylat.
Deren Molekular gewicht liegt bei 130000, nach GPC. Die Fließhilfsmittelemulsion
wurde mit 42% Feststoffgehalt polymertsiert.
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Diese zweite Emulsion wurde auf 30%
Feststoffgehalt verdünnt.
Die beiden Emulsionen wie oben beschrieben wurden miteinander vermischt.
100 Teile der verdünnten
Emulsion wie oben beschrieben und entweder 25 oder 50 Teile der
verdünnten „Fließhilfsmittel" zu Emulsion. Diese
zwei verdünnten
Emulsionsmischungen wurden anschließend in einem Laborsprühtrockner
(Niro) unter Verwendung einer Einlasstemperatur von 140°C und einer
Auslasstemperatur von 60°C
sprühgetrocknet.
Ein freifließendes
Feinpulver wurde erhalten. Diese Pulvermischung wurde auch bezüglich der
regenerierbaren Nachgiebigkeit getestet. Die Ergebnisse werden wie
folgt zusammengefasst:
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Beispiel 4
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Proben der Stufe-I-Polymerteilchendispersion
und der Endpolymerteilchendispersion wie in Beispiel 2 beschrieben
wurden gefriergetrocknet, anschließend compoundiert und, wie
in Beispiel 3 beschrieben, getestet. Die Ergebnisse sind wie folgt:
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Diese Ergebnisse zeigen dass die
regenerierbare Nachgiebigkeit – ein
Maß der
Durchsackbeständigkeit – durch
Zusatz des in Beispiel 4 beschriebenen Additivs verbessert wird.
Das Spitzenmittelmolekulargewicht basierend auf GPC betrug 236 000
g/mol.
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Beispiel 5
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Dieses Beispiel zeigt wie das J-Verhältnis von
Polypropylen-Blends, der Grad an Gelierung und das Molekulargewicht
mit der relativen Menge des Kettenverzweigungsmonomers in den Emulsionsmonomermischungen
variiert. Dieses Beispiel zeigt, dass der Gewichtsprozentanteil
des Kettenverzweigungsmonomers nicht mehr als 0,10 Gew.-% basierend
auf dem Gehalt an Höher-Alkylmethacrylat
betragen sollte.
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Drittstufen-Polymerteilchen wurden
im allgemeinen gemäß den in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahren mit unterschiedlichen Mengen
ALMA Kettenverzweigungsmonomeren bereitgestellt. Die Polymerteilchen
wurden aus Stufe I LMA-basierten Polymerteilchen, thermischem Stabilisator,
und einem Fließhilfsmittel,
wie in Beispiel 3 angegeben, hergestellt. Diese Polymerteilchen
wurden mit 5% in Polypropylen eingemischt und bezüglich ihres
J-Verhält nisses
im allgemeinen gemäß den in
Beispiel 3 beschriebenen Verfahren getestet. Die in der Tabelle
unten angegebenen Ergebnisse zeigen, dass exzessiv gelierte Polymere
in der Polymerzusammensetzung resultieren, die offensichtlich eine
Verringerung des J-Verhältnisses
bewirken.
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Beispiel 6
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Dieses Beispiel zeigt wie die Verwendung
von t-Amylhydroperoxid zur Verringerung der Menge nicht polymerisierter
Monomere zu hochmolekulargewichtigen Laurylmethacrylatbasierten
Zusammensetzungen führt,
die ihre Aktivität
als Schmelzfestigkeitsadditive besser als vergleichbare Verfahren
unter Verwendung von t-Butylhydroperoxid behalten.
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Ein Ansatz bestehend aus 30.3 Teilen
entionisiertem Wasser, 0,113 Teilen Disponil (TM) FES 32 (wässrig, 30%
Feststoffe, Henkel) und 0,741 Teilen einer wässrigen Lösung von Methylbetacyclodextrin (50,9%
Feststoffe, 1,8 Grad Methylsubstitution, Wacker) wurde in einen
geeigneten Reaktor eingefüllt,
der mit einem Rückflusskühler, einem
Mittel zur Bewegung und einem Mittel für die Messung für die Temperatur
ausgestattet war. Stickstoff wurde zugesetzt, um über die
Oberfläche
dieser wässrigen
Mischung zu streichen, während
der Reaktorinhalt auf 85°C
aufgeheizt wurde.
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Während
die Mischung erhitzt wurde, wurden vier emulgierte Monomermischungen
(EMMs) hergestellt). Die Impf-EMM bestand aus 149 Teilen entionisiertem
Wasser, 0,301 Teilen Disponil FES 32, 1,64 Teilen Butylmethacrylat,
1,60 Teilen Methylmethacrylat, 0,363 Teilen Butylacrylat sowie 0,036
Teilen Methacrylsäure.
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Die Erststufen-EMM bestand aus 49,6
Teilen entionisiertem Wasser, 0,594 Teilen Disponil FES 32, 66,0
Teilen Laurylmethacrylat, 0,667 Teilen Methacrylsäure und
0,038 Teilen Allylmethacrylat.
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Die Zweitstufen-EMM bestand aus 35,4
Teilen entionisiertem Wasser, 1,02 Teilen Disponil FES 32, 4,71
Teilen Methylmethacrylat, 4,71 Teilen Styren, 0,238 Teilen Methacrylsäure sowie
0,005 Teilen Allylmethacrylat.
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Die Drittstufen-EMM bestand aus 24,2
Teilen entionisiertem Wasser, 1,04 Teilen Disponil FES 32, 19,6 Teilen
Methacrylmethacrylat, 0,20 Teilen Butylacrylat und 0,20 Teilen Methacrylsäure.
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Sanfte Bewegung wurde verwendet,
um drei der vier EMMs wie oben aufgelistet zu emulgieren. Die Erststufen-EMM
wurde unter Verwendung eines Ross-Mischers homogenisiert. Dieses
Gerät wurde
bei 4000 Umdrehungen betrieben bis die gesamte EMM durch den Mischer
geleitet war.
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Bei 85°C stabiler Temperatur und mindestens
45 Minuten N2 Spülung
wurden 0,385 Teile Natriumcarbonat in 1,43 Teilen entionisiertem
Wasser gelöst
dem Reaktor zugesetzt, was die Temperatur auf 82°C absenkte.
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Anschließend wurde die oben beschriebene
Impf-EMM zugesetzt, gefolgt von 0,385 Teilen Natriumpersulfat, gelöst in 1,42
Teilen entionisiertem Wasser. Innerhalb von ein paar Minuten wurden
3° Exothermie festgestellt.
10 Minuten nach dem Zusetzen des Starters wurde eine Mischung bestehend
aus 0,126 Teilen Natriumpersulfat, 8,45 Teilen entionisiertem Wasser über einen
Zeitraum von 145 Minuten zugesetzt. Gleichzeitig mit dem Beginn
der parallel zugeführten
Katalysatormischung wurde die Erststufen-EMM über 90 Minuten lang schrittweise
zugesetzt. Die Temperatur wurde während dieser Zuleitung auf
85°C gehalten.
Die Erststufen-EMM wurde mit 3,42 Teilen entionisiertem Wasser eingespült. Die
Zweitstufen-EMM wurde anschließend über 25 Minuten
zugesetzt. An diesem Punkt wurde die Zweitstufen-EMM mit 23,6 Teilen
entionisiertem Wasser eingespült.
Die Temperatur wurde immer noch auf 85°C gehalten. Anschließend wurde
die Drittstufen-EMM über
30 Minuten zugesetzt, wo eine leicht exotherme Reaktion stattfand.
Die Reaktionsmischung wurde auf 85°C zurückgekühlt und die Drittstufen-EMM-Zufuhr
wurde fortgesetzt bis sie vollständig
war, wonach sie mit 11,4 Teilen entionisiertem Wasser eingespült wurde.
Die parallel zugeführte
Katalysatorzuleitung endete zur gleichen Zeit, bei der die Drittstufen-EMM-Zufuhr abgeschlossen
war. Sie wurde mit 0,571 Teilen entionisiertem Wasser in den Reaktor
gespült.
Die Reaktionsmischung wurde auf 60°C abgekühlt.
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Restmonomer wurde durch Zusetzen
von 0,021 Teilen Eisen(III) mononatriumethylendiamintetraacetat-dihydrat,
0,057 Teilen 85° wässriger
tert-Amylhydroperoxid-Lösung,
0,071 Teilen Natriumformaldehydsulfoxylat und insgesamt 2,0 Teilen
entionisiertem Wasser reduziert. Die Mischung lies man 20 Minuten
reagieren, wonach die Stickstoffzufuhr abgeschaltet wurde, die Mischung
auf 40°C
geküht
wurde und die Bewegung abgeschaltet wurde und der Ansatz entfernt
und der Probennahme zugeführt.
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Die Ergebnisse, angegeben in der
Tabelle unten, vergleichend den Restmonomergehalt, der in der Polymerteilchendispersion
des Beispiels 6 zurückbleibt
mit auf ähnliche
Weise hergestellten Dispersionen mit verschiedenen Prozessschritten
zum Reduzieren der Restmonomere:
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Die Testproben wurden in der wässrigen
Polymerteilchendispersionsform gealtert und eine geeignete Menge
wurde gefrierkoaguliert und vor dem Testen getrocknet. Die Ergebnisse,
die in der Tabelle unten angegeben sind, vergleichen das J-Verhältnis von
Polypropylen-Blends hergestellt mit den Polymermaterialien, die über einen
bestimmten Zeitraum gealtert wurden.
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Obwohl jedes der Verfahren wirksam
ist bei der Verringerung des Restmonomergehalts, haben die Verfahren,
welche t-AHP verwendeten, den zusätzlichen Vorteil, dass sie
die Eigenschaften (hohes J-Verhältnis) über die
Zeit aufrechterhalten, wohingegen das t-BHP-Verfahren in Beispiel 6d zu dramatisch
schlechteren Eigenschaften bei 44 Tagen und danach führten. Die
Verwendung eines Antioxidants mit t-BHP in Beispiel 6c hilft dabei
die J-Verhältniseigenschaften
hochzuhalten, aber nicht so gut wie die t-AHP-Verfahren in den Beispielen
6a und 6b.