-
Die vorliegende Erfindung betrifft
neuartige Isoindoloindolon-Derivate, ihr Herstellungsverfahren,
pharmazeutische Zusammensetzungen die diese enthalten, sowie deren
Verwendung in der Behandlung von Störungen des melatoninergen Systems.
-
Einige Isoindoloindolon-Derivate
wurden in der Literatur beschrieben, insbesondere in Tetrahedron 1993,
49 (1), 151–164,
ohne dass irgendeine pharmakologische Wirkung für diese Zusammensetzungen beschrieben
worden wäre.
-
Die Zusammensetzungen der vorliegenden
Erfindung sind neuartig und weisen pharmakologische Eigenschaften
auf, die sehr interessant in Bezug auf melatoninerge Rezeptoren
sind.
-
Innerhalb der letzten Jahre haben
zahlreiche Studien die wichtige Rolle des Melatonins (N-Acetyl-5-methoxytryptamin)
bei zahlreichen physio-pathologischen Phänomenen sowie bei der Steuerung
der Zirkadianrhythmik gezeigt. Jedoch besitzen sie eine ausreichend
kurze Halbwertszeit aufgrund einer schnellen Metabolisierung. Es
ist somit sehr interessant für
die Mediziner, Analoga von Melatonin zur Verfügung zu haben, die metabolisch
stabiler sind und Agonist- oder Antagonist-Eigenschaften aufweisen,
da man eine verbesserte therapeutische Wirksamkeit gegenüber dem
Hormon selbst erreichen kann.
-
Neben deren günstigen Wirkungen auf Störungen der
Zirkadianrhythmik (J. Neurosurg. 1985, 63, S. 321–341) und
den Schlaf (Psychopharmacology, 1990, 100, S. 222–226), besitzen
die Liganden des melatoninergen Systems interessante pharmakologische
Eigenschaften auf das Zentralnervensystem, insbesondere antiphobische
und antipsychotische (Neuropharmacology of Pineal Secretions, 1990,
8 (3–4),
S. 264–272),
analgetische Eigenschaften (Pharmacopsychiat., 1987, 20, S. 222–223), als
auch zur Behandlung der Parkinson-Erkrankung (J. Neurosurg., 1985,
63, S. 321–341)
und Alzheimer-Erkrankung (Brain Research, 1990, 528, S. 170–174). Gleichzeitig
zeigen diese Verbindungen Wirkung auf bestimmte Krebsarten (Melatonin – Clinical Perspectives,
Oxford University Press, 1988, S. 164–165), auf den Eisprung (Science
1987, 227, S. 714–720), auf
Diabetes (Clinical Endocrinology, 1986, 24, S. 359–364), und
bei der Behandlung der Fettleibigkeit (International Journal of
Eating Disorders, 1996, 20 (4), S. 443–446).
-
Diese unterschiedlichen Wirkungen
werden über
spezifische Rezeptoren des Melatonins vermittelt. Molekularbiologische
Studien haben die Existenz zahlreicher Rezeptor-Subtypen gezeigt,
die dieses Hormon erkennen können
(Trends Pharmacol. Sci., 1995, 16, S. 50; WO 97/04094). Einige dieser
Rezeptoren konnten für
unterschiedliche Säugetierarten
charakterisiert und lokalisiert werden. Damit man die physiologischen Funktionen
dieser Rezeptoren besser verstehen kann, ist es von großem Interesse,
spezifische Liganden zur Verfügung
zu haben. Darüber
hinaus können
unter den Verbindungen, welche selektiv mit dem einen oder anderen
dieser Rezeptoren in Wechselwirkung treten, einige für den Mediziner
exzellente Medikamente zur Behandlung von Erkrankungen sein, die
im Zusammenhang mit dem melatoninergen System stehen, von denen einige
schon kürzlich
erwähnt
wurden.
-
Die Verbindungen der vorliegenden
Erfindung zeigen neben ihrer Neuheit eine starke Affinität für die Rezeptoren
des Melatonins, und eine wichtige Selektivität für die Bindungsstellen des MT3-Typs.
-
Insbesondere betrifft die vorliegende
Erfindung Verbindungen der Formel (I):
in welcher:
- – R1, R2, R3,
R4, R5, R6 und R8, welche
identisch oder unterschiedlich sind, jeweils ein Wasserstoffatom
oder eine lineare oder verzweigte Alkylgruppe (C1-C6), lineare oder verzweigte Arylalkylgruppe
(C1-C6), Hydroxygruppe,
lineare oder verzweigte Alkoxygruppe (C1-C6), lineare oder verzweigte Aryl- alkoxygruppe (C1-C6), lineare oder
verzweigte Acyloxygruppe (C1-C6),
Arylcarbonyloxygruppe, lineare oder verzweigte Carboxyalkylgruppe
(C1-C6) oder Carboxygruppe
bedeuten,
- – R7 ein Wasserstoffatom oder eine Hydroxygruppe,
lineare oder verzweigte Alkoxygruppe (C1-C6), lineare oder verzweigte Arylalkoxygruppe
(C1-C6), lineare
oder verzweigte Acyloxygruppe (C1-C6) oder Arylcarbonyloxygruppe bedeutet,
- – oder
eine der Gruppen R1 bis R8 mit
einer anderen benachbarten Gruppen R1 bis
R8 eine Alkylendioxygruppe (C1-C6) bildet,
deren optische Isomere,
falls diese existieren, sowie deren Additionssalze mit einer pharmazeutisch
annehmbaren Säure
oder Base, unter der Bedingung: - – dass mindestens
eine der Gruppen R1 bis R8 eine
Hydroxy-, lineare oder verzweigte Alkoxy-(C1-C6), lineare oder verzweigte Acyloxy-(C1-C6) oder Arylcarbonyloxygruppe
ist,
- – und
dass die Verbindungen der Formel (I) verschieden von 1,3-Dimethoxy-6H-isoindolo[2,1-a]indol-6-on sind.
-
Unter Arylgruppe versteht man Phenyl,
Biphenyl, Naphthyl oder Tetrahydronaphthyl, wobei jede dieser Gruppen
wahlweise durch ein oder mehrere identische oder unterschiedliche
Atome oder Gruppen substituiert sein kann, ausgewählt aus
Halogenatomen und den linearen oder verzweigten Alkylgruppen (C1-C6), linearen oder
verzweigten Alkoxygruppen (C1-C6),
linearen oder verzweigten Polyhalogen-alkylgruppen (C1-C6), Aminogruppen (gegebenenfalls substituiert
durch eine oder mehrere lineare oder verzweigte Alkylgruppen (C1-C6)), Nitrogruppen,
linearen oder verzweigten Acylgruppen (C1-C6) oder Alkylendioxygruppen (C1-C2).
-
Unter den pharmazeutisch annehmbaren
Säuren
kann man nicht limitierend die Chlorwasserstoffsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Essigsäure, Trifluoressigsäure, Milchsäure, Brenztraubensäure, Malonsäure, Succinsäure, Glutarsäure, Fumarsäure, Weinsäure, Maleinsäure, Citronensäure, Ascorbinsäure, Methansulfonsäure, Camphersäure, Oxalsäure aufführen.
-
Unter den pharmazeutisch annehmbaren
Basen kann man nicht limitativ Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid,
Triethylamin und tert.-Butylamin nennen.
-
Die Erfindung betrifft auch Verfahren
zur Herstellung der Verbindungen der Formel (I), gekennzeichnet dadurch,
dass man eine Verbindung der Formel (II):
worin R
1,
R
2, R
3 und R
4 dieselbe Bedeutung besitzen, wie in Formel
(I), mit N-Bromsuccinimid umsetzt, um eine Verbindung der Formel
(III) zu erhalten:
worin R
1,
R
2, R
3 und R
4 dieselbe Bedeutung wie vorangehend besitzen,
dass man diese mit Triphenylphosphin umsetzt, um eine Verbindung
der Formel (IV) zu erhalten:
worin R
1,
R
2, R
3 und R
4 dieselbe Bedeutung wie vorangehend besitzen,
dass man diese mit einer Verbindung der Formel (V):
worin R
5,
R
6, R
7 und R
8 dieselbe Bedeutung besitzen, wie in Formel
(I), umsetzt, um eine Verbindung der Formel (VI) zu erhalten:
worin R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5, R
6,
R
7 und R
8 dieselbe
Bedeutung wie vorangehend besitzen,
dass man diese einem Reduktionsmittel
unterwirft, um eine Verbindung der Formel (VII) zu erhalten:
worin R
1,
R
2, R
3, R
4, R
5, R
6,
R
7 und R
8 dieselbe
Bedeutung wie vorangehend besitzen,
dass man diese anschließend cyclisiert,
um eine Verbindung der Formel (I) zu er halten, diese, falls notwendig, gemäß einer
klassischen Technik der Aufreinigung reinigt, die optischen Isomeren,
falls gewünscht,
gemäß einer
klassischen Trennungstechnik trennt, und diese, falls gewünscht, in
ihre Additionssalze mit einer pharmazeutisch annehmbaren Säure oder
Base umwandelt.
-
Die erfindungsgemäßen Verbindungen und pharmazeutischen
Zusammensetzungen, die dieselben enthalten, haben sich als geeignet
für die
Behandlung von Störungen
des melatoninergen Systems herausgestellt.
-
Eine pharmakologische Untersuchung
der erfindungsgemäßen Derivate
hat letzten Endes gezeigt, dass diese atoxisch sind, mit einer hohen
selektiven Affinität
für die
Rezeptoren des Melatonins ausgestattet sind und wichtige Wirkungen
auf das zentrale Nervensystem besitzen, und man hat insbesondere
therapeutische Wirkungen auf Schlafstörungen, Angst- und Spannungszustände, antipsychotische,
analgetische Eigenschaften als auch auf die Mikrozirkulation entdeckt,
die es erlauben, dass die erfindungsgemäßen Produkte zur Behandlung
von Stress, Schlafstörungen,
Angstzuständen,
saisonbedingten Depressionen, cardiovaskulären Erkrankungen, Erkrankungen
des Verdauungssystems, Schlaflosigkeit oder Müdigkeit bedingt durch die Zeitverschiebung,
Schizophrenie, Panikattacken, Melancholie, Appetitstörungen,
Fettleibigkeit, Schlaflosigkeit, psychotischen Störungen,
Epilepsie, Diabetes, Parkinson-Erkrankung, senile Demenz, unterschiedlichen Störungen in
Bezug auf das normale oder krankheitsbedingte Älterwerden, Migräne, Gedächtnisverlust,
Alzheimer-Erkrankung, als auch bei Störungen der cerebralen Zirkulation
eingesetzt werden. Auf einem anderen Wirkungsgebiet scheint es,
dass die erfindungsgemäßen Produkte
zur Behandlung von sexueller Dysfunktion verwendet werden können, dass
sie Eisprung-Inhibitionseigenschaften besitzen, Immunomodulatoren
sind, und es wird von ihnen angenommen, dass sie zur Behandlung
von Krebs verwendet werden können.
-
Die Verbindungen werden vorzugsweise
für die
Behandlungen saisonbedingter Depressionen, Einschlafstörungen,
cardiovaskulärer
Erkrankungen, Schlaflosigkeit oder Müdigkeit bedingt durch die Zeitverschiebung,
Appetitlosigkeit oder Fettleibigkeit verwendet.
-
Zum Beispiel werden die Zusammensetzungen
für die
Behandlung von saisonbedingten Depressionen und Einschlafstörungen verwendet.
-
Die vorliegende Erfindung hat weiterhin
pharmazeutische Zusammensetzungen zum Ziel, welche eine Verbindung
der Formel (I) in Verbindung mit einem oder mehreren pharmakologisch
annehmbaren Arzneimittelträgern
umfassen.
-
Unter den erfindungsgemäßen pharmazeutischen
Zusammensetzungen kann man insbesondere diejenigen anführen, die
geeignet für
die orale, parenterale, nasale Verabreichung, transcutane, rektale,
perlinguale, Okulare oder respiratorische Verabreichung und insbesondere
als einfache Tabletten oder Dragees, Sublingualtabletten, Beutel,
Pakete, Gele, Pastillen, Lutschtabletten, Zäpfchen, Cremes, Pomaden, Hautgele, trinkbare
oder injizierbare Ampullen.
-
Die Dosierung hängt nur vom Geschlecht, dem
Alter und dem Gewicht des Patienten ab, der Verabreichungsform,
der Art der therapeutischen Indikation oder möglichen begleitenden Behandlungen,
und bewegt sich im Bereich von 0,01 mg und 1 g pro 24 Stunden in
einer oder mehreren Abgaben.
-
Die folgenden Beispiele illustrieren
die Erfindung und sind in keiner Art und Weise limitierend.
-
Die verwendeten Ausgangsmaterialien
sind bekannte Produkte oder gemäß bekannter
Herstellungsverfahren hergestellt.
-
Die Strukturen der beschriebenen
Verbindungen in den Beispielen wurden mittels üblicher spektrometrischer Techniken
(Infrarotspektrum, RMN, Massenspektrum) ermittelt. BEISPIEL
1
2-Hydroxy-8,9-dimethoxy-isoindolo[2,1-m]indol-6-on
-
Stufe A
-
3-Brom-5,6-dimethoxyphthalid
-
Zu 10 mMol 5,6-Dimethoxyphthalid
gelöst
in Dichlormethan werden 12 mMol N-Bromsuccinimid zugegeben, anschließend wird
die Reaktionsmischung, beleuchtet durch eine Halogenlampe, über 5 Stunden
bis zum Rückfluss
erwärmt.
Die Mischung wird anschließend
auf Raumtemperatur abgekühlt
und filtriert, anschließend
wird das Filtrat eingeengt, mit Toluol verdünnt und die erhaltene Suspension
filtriert und das Filtrat eingeengt. Der erhaltene Rückstand
wird über
Silica filtriert, um das erwartete Produkt zu erhalten.
-
Stufe B
-
Bromierung von (5,6-Dimethoxy-phthalidyl)-triphenylphosphonium
-
Zu 10 mMol der in der vorherigen
Stufe erhaltenen in Toluol gelösten
Verbindung, werden 10 mMol Triphenylphosphin zugegeben, anschließend wird
die Reaktionsmischung über
3 Stunden bis zum Rückfluss erwärmt. Nach
Rückkehr
auf Raumtemperatur wird die Mischung filtriert und anschließend der
erhaltene Filterkuchen gewaschen und getrocknet, um das erwartete
Produkt zu erhalten.
Schmelzpunkt: > 260°C
-
Stufe C
-
3-(5-Hydroxy-2-nitro-benzyliden)-5,6-dimethoxyphthalid
-
Zu 10 mMol 5-Hydroxy-2-nitro-benzaldehyd
gelöst
in Dimethylformamid werden 10 mMol Triethylamin, und danach portionsweise
10 mMol der in der vorherigen Stufe erhaltenen Verbindung zugegeben.
Die Reaktionsmischung wird anschlie- ßend auf 50°C über einen Zeitraum von 1 Stunde
30 Minuten erhitzt, anschlie- ßend
auf Raumtemperatur abgekühlt
und eingeengt. Anschließend
wird sie in Ether gelöst,
und über
Nacht gerührt
und anschließend
filtriert. Der erhaltene Filterkuchen wird anschließend gereinigt,
um das gewünschte Produkt
zu erhalten.
Schmelzpunkt: 253°C
-
Stufe D
-
3-(2-Amino-5-hydroxy-benzyliden)-5,6-dimethoxyphthalid
-
Eine Lösung der durch die vorherige
Stufe beschriebenen Verbindung (10 mMol) in Dimethylformamid wird
in Anwesenheit von Raney-Nickel unter Wasserstoff gesetzt, bis zur
Absorption von 34 mMol Wasserstoff. Nach Abfiltration des Katalysators
wird das Lösungsmittel
verdampft und der Rückstand
getrocknet, um das gewünschte
Produkt zu erhalten.
Schmelzpunkt: 231°C
-
Stufe E
-
2-(2-Carboxy-4,5-dimethoxy-phenyl)-5-hydroxyindol
-
Zu 10 mMol der in der vorhergehenden
Stufe beschriebenen Verbindung gelöst in Ethanol werden 20 mMol
einer wässrigen
1-N Natriumhydroxidlösung
zugegeben und die Mischung über
eine Dreiviertelstunde lang bis zum Rückfluss erwärmt. Nach Abkühlen auf
0°C wird
das Milieu auf einen pH = 1, mit Hilfe 1-N Chlorwasserstoffsäure, gebracht,
anschließend
nach einer Stunde bei Raumtemperatur wird das gebildete Präzipitat
filtriert, gewaschen und anschließend getrocknet, um das gewünschte Produkt
zu erhalten.
Schmelzpunkt: 160°C
-
Stufe F
-
2-Hydroxy-8,9-dimethoxy-isoindolo(2,1-a]indol-6-on
-
In einen Kolben, der mit einem Dean-Stark
Apparat verbunden ist, werden 10 mMol der in der vorhergehenden
Stufe erhaltenen in Toluol gelösten
Verbindung eingeführt,
anschließend
0,15 mMol para-Toluolsulfonsäure.
Nach einer Nacht unter Rückfluß wird die
Reaktionsmischung auf Raumtemperatur gebracht und anschließend filtriert.
Der Filterkuchen wird anschließend
gewaschen, mit Tetrahydrofuran verdünnt, die Suspension wird filtriert,
das erhaltene Filtrat eingeengt und der Rückstand gewaschen und anschließend getrocknet, um
das erwartete Produkt zu erhalten.
Schmelzpunkt: > 260°C
-
Mikroelementaranalyse
-
- berechnet: C% 69,15; H% 4,44; N% 4,74
gefunden: C%
69,05; H% 4,18; N% 4,98
-
BEISPIEL 2
-
2-Hydroxy-10-methoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 4-Methoxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: 250°C
-
Mikroelementaranalyse
-
- berechnet: C% 72,45; H% 4,18; N% 5,28
gefunden: C%
72,14; H% 4,31; N% 5,28
-
BEISPIEL 3
-
2-Hydroxy-7,10-dimethoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 4,7-Dimethoxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: 260°C
-
Mikroelementaranalyse
-
- berechnet: C% 69,15; H% 4,44; N% 4,74
gefunden: C%
68,80; H% 4,52; N% 4,81
-
BEISPIEL 4
-
2-Hydroxy-8-methoxy-isoindolo(2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 6-Methoxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: 217°C
-
Mikroelementaranalyse
-
- berechnet: C% 72,45; H% 4,18; N% 5,28
gefunden: C%
72,10; H% 4,51; N% 5,06
-
BEISPIEL 5
-
2,9-Dihydroxy-8-methoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 5-Hydroxy-6-methoxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: > 260°C
-
-
BEISPIEL 6
-
2,8-Dihydroxy-isoindolo(2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 6-Hydroxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: > 260°C
-
BEISPIEL 7
-
8-Hydroxy-2-methoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 6-Hydroxyphthalid
und 5-Methoxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: 110°C
-
BEISPIEL 8
-
8-Hydroxy-2,3-methylendioxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 6-Hydroxyphthalid
und 4,5-Methylendioxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: 80°C
-
BEISPIEL 9
-
2-Hydroxy-8,10-dimethoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 4,6-Dimethoxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: > 260°C
-
Mikroelementaranalyse
-
- berechnet: C% 69,5; H% 4,44; N% 4,74
gefunden: C% 69,06;
H% 4,42; N% 4,77
-
BEISPIEL 10
-
3-Benzyl-hydroxy-8,10-dimethoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 4,6-Dimethoxyphthalid
und 4-Benzyl-5-hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
-
BEISPIEL 11
-
2,7-Dihydroxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 7-Hydroxyphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
Schmelzpunkt: 250°C
-
BEISPIEL 12
-
2,7,10-Trihydroxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 4,7-Hydroxyphthalid
und 5-Hydroxy-2- nitrobenzaldehyd.
-
BEISPIEL 13
-
2,7-Dihydroxy-10-methoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 7-Hydroxy-4-methoxy-phthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
-
BEISPIEL 14
-
1-Carboxyethyl-8,9-dimethoxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 5,6-Dimethoxyphthalid
und 6-Carboxyethyl-2-nitrobenzaldehyd.
-
BEISPIEL 15
-
8-Carboxy-7,9-dimethyl-2-hydroxy-isoindolo[2,1-a]indol-6-on
-
Das gewünschte Produkt wird gemäß des in
Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens erhalten, ausgehend von 6-Carboxy-5,7-dimethylphthalid
und 5-Hydroxy-2-nitrobenzaldehyd.
-
Pharmakologische
Untersuchung der erfindungsgemäßen Verbindungen
-
BEISPIEL 16
-
Untersuchung der Bindung
von Melatonin an MT3-Bindungsstellen
-
Die Bindung an die MT3-Stellen
ist durch eine auffallend schnelle Bindungs- und Assoziationskinetik gekennzeichnet,
sowie durch ihre Lokalisation im Gewebe (Gehirn).
-
Die Bindungsversuche mit den MT3-Bindungsstellen werden an Nervenmembranen
von Hamsternhirnen durchgeführt,
unter Verwendung von 2-[125I]-Iodmelatonin
als Radioligand, folgend dem Protokoll von P. Paul und Koll. (J.
Pharmacol. Epx. Ther. 1999, 290, 334). Die Membranen werden für 30 Minuten
mit 2-[125I]-Iodmelatonin bei einer Temperatur von
4°C und
unterschiedlichen Konzentrationen der zu testenden Verbindungen
inkubiert. Nach Inkubation werden die Membranen schnell gefiltert,
anschließend
gewaschen mittels eines gefrorenen Tupfers mit Hilfe eines Filtersystems.
Die fixierte Radioaktivität
wird mittels eines Szintilationszählers gemessen.
-
Die erhaltenen IC50-Werte
der erfindungsgemäßen Verbindungen
zeigen eine starke Affinität
für die Bindungsstellen
MT3, diese Werte liegen unterhalb 10 nM.
-
Zum Vergleich zeigt Melatonin einen
IC50 von 45 nM in diesem Test.
-
BEISPIEL 17
-
Pharmazeutische Zusammensetzung
-
Formulierung des Präparats für 1000 Tabletten
mit Dosen à 10
mg
-
- Verbindung nach Beispiel 1: 10 g
Hydroxypropylcellulose:
2 g
Weizenstärke:
10 g
Lactose: 100 g
Magnesiumstearat: 3 g
Talkum:
3 g