DE601658C - Verfahren zur Sensibilisierung von Kolloiden fuer photomechanische Reproduktionszwecke mittels organischer Chromsalze - Google Patents

Verfahren zur Sensibilisierung von Kolloiden fuer photomechanische Reproduktionszwecke mittels organischer Chromsalze

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DE601658C
DE601658C DEM123549D DEM0123549D DE601658C DE 601658 C DE601658 C DE 601658C DE M123549 D DEM123549 D DE M123549D DE M0123549 D DEM0123549 D DE M0123549D DE 601658 C DE601658 C DE 601658C
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03FPHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F7/00Photomechanical, e.g. photolithographic, production of textured or patterned surfaces, e.g. printing surfaces; Materials therefor, e.g. comprising photoresists; Apparatus specially adapted therefor
    • G03F7/004Photosensitive materials
    • G03F7/04Chromates

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Description

Bei den mechanischen Reproduktionsverfahren, z. B. dem Offsetdruck, der Heliogravüre (Kohledruck), der Phototypie usw., verwendet man bekanntlich, um kopierfähige Klischees zu erhalten, gewisse Kolloide, wie Leim, Gelatine, Albumin, die mit neutralen oder sauren Alkalichromaten oder -bichromaten sensibilisiert sind. Wenn Licht auf derartige trockene Kolloidschichten oder -überzüge einwirkt, so verändert es ihre Eigenschaften, insbesondere ihre Wasserlöslichkeit. Diese Veränderung ermöglicht es, 'ein positives oder negatives Bild des zu reproduzierenden Klischees zu erhalten.
Es ist bereits vorgeschlagen worden,- anstatt mineralischer Chromsalze einfachchromsaures Methylamin als Sensibilisator bei der Behandlung von Kolloidschichten zu verwenden, indem man unmittelbar Chromsäure mit der organischen Base Methylamin neutralisierte. Jedoch bietet die Erzeugung der bei Anwendung dieses Verfahrens erhaltenen Kopien keine wesentlichen Vortale gegenüber der Verwendung von mineralischen Chromsalzen.
Die Erfindung bezweckt nun u.a. eine Beschleunigung des Kopiervorganges durch Abkürzung der Belichtungszeit, und sie vermeidet die Nachteile, die die Folge einer bisher notwendigen langdaüernden Behandlung dieser Stoffe mit Licht waren.
Die Erfindung besteht darin, daß man als Sensibilisator einfachchromsaures oder doppelchromsaures Pyridin oder Chinolin verwendet, das durch direkte Einwirkung von Chromsäure auf Pyridin oder Chinolin erhalten wird. Dabei kann das einfachchromsaure oder doppelchromsaure Pyridin'oder Chinolin isoliert oder kristallisiert werden, bevor es in gelöstem Zustande dem Kolloid zugefügt wird.
Erfindungsgemäß wird Kolloiden, wie verschiedenen Leimen, Gelatine, Albumin oder anderen Stoffen, die bei photomechanischen Verfahren üblicherweise Verwendung finden und deren Auswahl hauptsächlich von dem jeweiligen besonderen Verfahren abhängt, einfachchromsaures oder doppelchromsaures Pyridin oder Chinolin, das durch direkte Einwirkung von Chromsäure auf die betreffende Base erhalten wird, beigemischt. Die benutzten Basen widerstehen der oxydierenden Wirkung der Chromsäure, und der Zusatz des Reaktionsproduktes zu dem verwendeten Kolloid ergibt ein Gemisch, das sich, zumindest so lange Mit, wie zur Durchführung auch der letzten photomechanischen Behandlung notwendig, ist.. Die entstehenden organischen
Chrömsalze sind wohl definierte Verbindungen, vor allem auch stabile Salze, die isoliert • oder 'sogar kristallisiert und in dieser Form in den Handel gebracht werden können. Diese Salze werden in gelöstem Zustande in das Kolloid eingeführt. Man kann auch die Chromsäure mit der verwendeten oder den • verwendeten Basen mischen, entweder vor oder während man sie dem zu sensibilisierenden Kolloid zusetzt.
Wenn man z. B. Chromsäureanhydrid mit Pyridin verwendet, so führt man in eine Chromsäurelösung· (ein Teil Chromsäureanhydrid in ungefähr dem gewichtsgleichen Teil destillierten Wassers gelöst) die äquimolekulare Menge von Pyridin ein. Man hält während der Reaktion, durch Abkühlen, die Temperatur unter 500 C. Das entstehende Produkt kann leicht durch spontane Kristallisation oder nach Einengung isoliert werden. Als Menge, die dem zu sensibilisierenden Kolloid zuzufügen ist, kann man etwa die analogen Verhältnisse annehmen wie bei Verwendung der bisher üblichen Alkalibichromate oder -chromate. Jedenfalls muß die Viscosität des Kolloids nach der Behandlung derart eingestellt sein, daß sie noch eine genügende Ausbreitung des Stoffes auf seiner Unterlage gestattet. Die Konzentration dieser Salze hängt im übrigen von der Art des zu behandelnden Kolloids ab.
Die so dargestellte Masse wird auf eine Unterlage, die aus Metall (Zink, Kupfer, ■ Aluminium usw.) oder einem anderen geeigneten Stoff bestehen kann, aufgetragen oder ausgebreitet. Bei der Heliogravüre sensibilisiert man das Kohlepapier, indem es in die sensibilisierende Lösung eintaucht, wie bei Anwendung der üblichen Alkalibichromate. Die erhaltenen sensibilisierten Stücke können nun ohne weiteres zur Darstellung der Kopien der photographischep. Klischees in Halbtönen oder anders verwendet werden, und zwar nach den bei dem photomechanisehen Verfahren üblichen Behandlungsweisen mit emailliertem Leim, Albumin, Kohle o. dgl.
Das Verfahren gemäß der Erfindung gewährt den beträchtlichen Vorteil, daß es die Belichtungszeit abkürzt bzw. die Unlöslichmachung des Kolloids wesentlich beschleunigt. Die Beschleunigung kann in gewissen Fällen 100 bis 200o/o betragen. Man kann im übrigen gegebenenfalls diese Beschleunigung verzögern und die Stabilität der Lösung erhöhen, indem man der Masse eine geeignete Menge eines Stabilisators zufügt, wie er in der Photographie üblich ist, also etwa ein Citrat.
Durch diese Beschleunigung verhütet man u. a. eine teilweise Unlöslichmachung der Oberfläche der Kolloidschicht an den Stellen, wo sie durch die dunklen Stellen des Klischees geschützt ist. Bei den üblichen Alkalichromat- oder -bichromatverfahren kann die lange Behandlungszeit auch diese geschützten Stoffe der Oberfläche unlöslich werden lassen, was zur Bildung eines Schleiers führt, der bei den weiteren Behandlungsschritten sehr stört. Überdies kann man mit dem neuen Verfahren eine Erhöhung- der Unlöslichkeit der vom Licht getroffenen Stoffe durch die gegebenenfalls katalysierende oder reduzierende Wirkung der verwendeten organischen Base erhalten.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Verfahren zur Sensibilisierung von Kolloiden für photomechanische Reproduktionszwecke (Photogravüre, Photolithographie, Offsetdruck, Heliogravüre, Phototypie usw.) mittels organischer Chromsalze, dadurch gekennzeichnet, daß man als Sensibilisator einfachchromsaures oder doppelchromsaures Pyridin oder Chinolin verwendet, das durch direkte Einwirkung von Chromsäure auf Pyridin oder Chinolin erhalten wurde.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das einfachchromsaure oder doppelchromsaure Pyridin oder Chinolin isoliert oder kristallisiert wird, bevor es in gelöstem Zustande dem Kolloid zugefügt wird.
DEM123549D 1933-03-25 1933-04-12 Verfahren zur Sensibilisierung von Kolloiden fuer photomechanische Reproduktionszwecke mittels organischer Chromsalze Expired DE601658C (de)

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US2902390A (en) * 1955-07-01 1959-09-01 Parker Rust Proof Co Method of coating metal surface with hexavalent chromium compound and polyacrylic acid
NL6412172A (de) * 1964-10-20 1966-04-21
DE3110476A1 (de) * 1981-03-18 1982-09-30 Standard Elektrik Lorenz Ag, 7000 Stuttgart Verfahren zur herstellung einer leuchtstoffsuspension

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