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Die
vorliegende Erfindung betrifft einen Beutel zur Verpackung einer
flüssigen
biologischen Substanz, wie etwa tierischem Samen.
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Sie
betrifft ebenfalls ein Band, das aus einer Aneinanderreihung solcher
Beutel gebildet ist.
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Zur
Lagerung von tierischem Samen, insbesondere von Schweinen, wurden
bisher mehrere Verpackungsarten vorgeschlagen.
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So
gibt es Tuben aus weichem Kunststoff, die, nachdem sie mit Samen
gefüllt
und verschlossen sind, eine Form haben, die an eine große Zahncremetube
erinnert. Sie umfassen ein Ausgabeendstück, das sich über einen
Bereich mit kreisförmigem Querschnitt
und großem
Durchmesser an den Korpus der Tube anschließt.
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Eine
solche Verpackung hat im wesentlichen zwei Nachteile. Der erste
ergibt sich aus der Tatsache, daß sie aufgrund des Bereichs
mit kreisförmigem
Querschnitt eine große
Dicke beansprucht. Der zweite ergibt sich aus der Tatsache, daß das Endstück in Zeiten
der Nicht-Verwendung verschlossen ist, derart, daß es aufgeschnitten
werden muß,
um auf den Samen zugreifen und eine künstliche Besamung durchführen zu
können.
Dies erfordert es, daß die
Person, die die Besamung durchführt,
ein schneidendes Werkzeug wie eine Schere zur Verfügung hat.
Die aktuelle Tendenz ist es jedoch, zu versuchen so schnell wie
möglich
und mit einem Minimum an Gegenständen
außer
einem Beutel und einer Sonde zu arbeiten, derart, daß das Risiko
des Verlustes solcher Gegenstände
und der Zwischenfälle,
die sie herbeiführen
können,
eingeschränkt
wird.
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Es
sind auch relativ flache Verpackungsbeutel bekannt, die durch das
Zusammenfügen
zweier Kunststoffolien gebildet sind. An diesen Beuteln ist ein
Teil aus Kunststoff angebracht, das ein Ausgabeendstück umfaßt. Diese
Beutel nehmen weniger Raum ein als die zuvor beschriebenen Tuben,
sie benötigen
jedoch trotzdem ein zusätzliches
Werkzeug zum Öffnen
des Endstücks.
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Das
Auftreten dieser Probleme erklärt,
daß eine
verbreitete Verpackung ein Beutel ist, der ausschließlich aus
zwei Wänden
aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist, die so zusammengefügt sind, daß sie folgendes
ausbilden: eine Tasche zur Aufnahme der Substanz und eine Entleerungsleitung, die
mit der Tasche kommunizierend verbunden ist und deren Endabschnitt,
bei nicht geöffnetem
Beutel, durch die zusammengefügten
Wände verschlossen ist.
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Ein
vorgefertigter Einschnitt, der sich in der Nähe der Leitung befindet, ein
auftrennbarer Bereich oder ein ergänzendes Mittel gestatten es,
die Entleerungsleitung zu öffnen,
ohne daß auf
ein zusätzliches Werkzeug
zurückgegriffen
werden muß.
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Für eine künstliche
Besamung wird an diesen Beutel eine Sonde angeschlossen, die aus
einer Röhre
gebildet ist, von der ein Ende einen Stopfen trägt, der massiv und aus Schaumstoff
oder spiralförmig
ist.
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Eine
erste Möglichkeit
besteht darin, die Sonde direkt an den Beutel anzuschließen, indem das
dem Stopfen entgegengesetzte Ende der Röhre in die Leitung eingeführt wird.
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Dies
erfordert eine gewisse Geschicklichkeit, da der mit Samen gefüllte Beutel
keinerlei Steifigkeit hat. Er ist weich und schwierig zu handhaben.
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Außerdem gibt
es mehrere Sondentypen mit verschiedenen Röhrenaußendurchmessern. Es müssen daher
auch verschiedene Beutel mit an die Sonden angepaßten Leitungsabmessungen
vorgesehen werden, auf die Gefahr hin, daß der Samen zwischen der Leitung
und der Sonde ausläuft.
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Mit
dem Versuch die Abmessungen der Leitung perfekt denjenigen der Sonde
anzupassen riskiert man jedoch den Beutel beim Einführen der
Sonde zu durchbohren, da deren Ende meistens eine scharte Kante
hat.
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Außerdem ist
das Risiko einer Abtrennung des Beutels groß, da die besamten Tiere sich
frei bewegen können.
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Eine
zweite Möglichkeit
besteht darin, einen Verbindungsschlauch (Anschlußstück genannt)
an die Leitung anzuschließen
und dann das zweite Ende des Anschlußstücks mit der Sonde zu verbinden.
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Dieses
Anschlußstück stellt
ein zusätzliches Teil
dar, das die Person, die die Besamung durchführt, zur Hand haben muß und das
sie verlegen kann.
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Ein
solches Teil ist im Prinzip zur Einmalnutzung vorgesehen, es wurde
jedoch festgestellt, daß ein
und dasselbe Anschlußstück für mehrere
aufeinanderfolgende Besamungen benutzt werden kann. Es wird jedoch
häufig
beobachtet, daß bei
einer Besamung Samen bis in das Anschlußstück oder den Beutel zurückfließt. Wenn
das Schwein eine vaginale oder Uterusinfektion hat, können die
im Schlauch verbleibenden Samenspuren den Samen in einem Beutel
verunreinigen, der für
eine nachfolgende Besamung verwendet wird. Dies ist in gesundheitlicher Hinsicht
nicht akzeptabel.
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Im
Dokument GB-A-2 003 449 wird ein Beutel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs
1 beschrieben, der insbesondere zur Lagerung von Blutplättchen vorgesehen
ist. In den verschiedenen beschriebenen Ausführungsformen umfaßt dieser
Beutel eine Tasche, die mit der Außenseite über hervorstehende Stutzen
kommuniziert. Im nicht geöffneten Zustand
befindet sich jeder Stutzen im Inneren einer verschlossenen Kammer
und ist so von der Außenseite
isoliert. Die Mittel zum Verschließen der Kammer bestehen aus
einer auftrennbaren Umfangsverschweißung, die sich in einem Abstand
vom Stutzen befindet. Zum Anschließen des Stutzens an ein Mittel zum
Auffüllen
oder Entleeren werden die beiden die Kammer bildenden Folien voneinander
abgehoben, um die auftrennbare Verschweißung zu zerstören. Der
Stutzen ist dann vollständig
zugänglich,
derart, daß er über seine
ganze Länge
Verschmutzungen ausgesetzt sein kann. Außerdem ist das Anschließen einer
Röhre oder
eines Schlauchs an einen solchen Stutzen eher schwierig. Tatsächlich ist
dieser am Beutel nur an einem seiner Enden festgehalten, derart,
daß die
Einheit Stutzen/Beutel keine wirkliche Festigkeit und Steifigkeit
hat, was den Anschluß an eine
Röhre oder
einen Schlauch komplizierter macht.
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Die
vorliegende Erfindung hat zum Ziel diese Nachteile zu beseitigen.
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Mit
anderen Worten zielt sie darauf ab, einen Beutel zur Verpackung
so wie im Anspruch 1 festgelegt vorzuschlagen, der an eine Besamungssonde angeschlossen
werden kann, ohne das Risiko bei diesem Vorgang das Kunststoffmaterial
der Tasche zu zerreißen.
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Sie
zielt ebenfalls darauf ab es zu gestatten, diese Aufgabe unter guten
Bedingungen auszuführen,
das heißt
ohne das Risiko des Abtrennens der Sonde.
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Die
vorliegende Erfindung hat auch als Ziel einen Beutel vorzuschlagen,
der sich an Sondenröhren
verschiedener Durchmesser anpassen kann und dies unter vereinfachten
Handhabungsbedingungen und mit einer Verschmutzungswahrscheinlichkeit
des im Beutel verpackten Produkts, die auf ein Minimum reduziert
ist.
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Wenn
die Technik der Verwendung eines zwischengeschalteten Anschlußstücks verlangt
ist, hat es die vorliegende Erfindung zum Ziel, die einmalige Verwendung
des Anschlußstücks zu erzwingen und
gleichzeitig die oben genannten Ziele zu erreichen.
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Außerdem zielt
die Erfindung darauf ab, alle diese Ziele durch Mittel zu erreichen,
die einfach und kostengünstig
sind.
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Wie
oben gesagt wurde, ist der Beutel zur Verpackung, der Gegenstand
der Erfindung ist, aus zwei Wänden
aus einem Kunststoffmaterial gebildet, die so zusammengefügt sind,
daß sie
folgendes ausbilden: eine Tasche zur Aufnahme einer Substanz und
eine Entleerungsleitung, die mit der Tasche kommunizierend verbunden
ist und deren Endabschnitt, bei nicht geöffnetem Beutel, durch die zusammengefügten Wände verschlossen
ist.
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Dieser
Beutel ist durch die Tatsache besonders bemerkenswert, daß er eine
mit Kraft in die Leitung eingesetzte Kanüle umfaßt, deren beide Enden offen
sind, wobei ihr erstes Ende dafür
eingerichtet ist, mit der Tasche kommunizierend verbunden zu sein,
wohingegen das zweite Ende, das sich in der Nähe des Endabschnitts der Leitung
befindet, eine Querschnittsverengung in Kegelstumpfform oder in annähernder
Kegelstumpfform hat. Er ist ebenfalls durch die Tatsache bemerkenswert,
daß die
Leitung auf einem Teil ihrer Länge
mit wenigstens einer, nicht weit vom Endabschnitt entfernt angeordneten
Zone kommunizierend verbunden ist, in der die beiden Wände nicht
zusammengefügt
sind.
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Unter
dem Ausdruck "mit
Kraft eingesetzt" wird
in der gesamten vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen verstanden,
daß die
Durchmesser der Leitung bzw. der Kanüle derart sind, daß wenn letztere
angeschlossen ist, zwischen diesen beiden Elementen eine perfekte
Dichtigkeit vorliegt. Anders ausgedrückt, kann die im Beutel enthaltene Substanz
nicht zwischen der Leitung und der Kanüle auslaufen.
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Somit
hat man nach dem Öffnen
der Leitung im Bereich ihres Endabschnitts Zugriff auf das zweite Ende
der Kanüle.
Da es sich um ein Teil mit einer Steifigkeit handelt, die deutlich über derjenigen
des Kunststoffmaterials des Beutels liegt, kann sein Anschluß an eine
Sonde unter guten Bedingungen vorgenommen werden, ohne das Risiko
das Kunststoffmaterial des Beutels zu zerreißen. Da die Kanüle in die
Leitung eingesetzt ist, ist sie in gewisser Weise "gefangen", derart, daß ihr Anschluß an die
Sonde hierdurch erleichtert ist. Da sie eine kegelstumpfförmige Querschnittsverengung
hat, kann eine solche Kanüle
sich außerdem
verschiedenen Innendurchmessern von Sondenröhren anpassen.
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Außerdem vereinfacht
das Vorhandensein wenigstens einer Zone, in der die Beutelwände nicht zusammengefügt sind,
den Zugriff auf das Ende der Kanüle,
denn das Kunststoffmaterial, das sie anfänglich bedeckt hat, kann abgehoben
werden.
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Die
Kanüle
bleibt jedoch trotzdem auf einem guten Teil ihrer Länge vom
Kunststoffmaterial der Leitung geschützt und festgehalten. Sie ist
dadurch vor äußeren Verschmutzungen
geschützt.
Außerdem
bildet die Kanüle
mit dem Beutel einen Korpus, was der Einheit eine hohe Steifigkeit
verleiht, die das Anschließen
einer Sondenröhre
noch einfacher macht.
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Schließlich gibt
es aufgrund der Tatsache, daß die
Sondenröhre
nicht direkt in die Tasche eingeführt wird, kein Verunreinigungsrisiko
vom einen zum anderen.
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Außerdem gilt
gemäß weiteren
vorteilhaften aber nicht einschränkenden
Eigenschaften der Erfindung:
- – das zweite
Ende der Kanüle
ist gegen den Endabschnitt der Leitung auf Anschlag oder im wesentlichen
auf Anschlag;
- – die
Kanüle
besteht aus einem steifen oder halb-steifen Material;
- – der
Beutel umfaßt
zwei Zonen, in denen die Wände
nicht zusammengefügt
sind, wobei diese auf beiden Seiten der Leitung angeordnet sind und
sich einander gegenüberstehen;
- – die
Kanüle
hat eine Länge,
die größer als
diejenige der Leitung ist, derart, daß sie sich in der oder in Richtung
der Tasche erstreckt;
- – die
Kanüle
ist dafür
eingerichtet, in der Leitung zu gleiten, derart, daß durch
das Öffnen
der Leitung und einen auf das zweite Ende der Kanüle ausgeübten Zug,
diese teilweise herausgezogen werden kann, wobei ihr erstes Ende
in die Nähe der
Leitung oder in diese hinein gebracht wird;
- – die
Tasche umfaßt
ein Paar Trennwände,
die aus Zonen gebildet sind, in denen die beiden Wände zusammengefügt sind,
die in der Nähe
der Leitung aufhören
und die Führungsmittel
für die Kanüle bei ihrem
teilweisen Herausziehen bilden;
- – die
Trennwände
bestehen aus in einer Linie angeordneten Abschnitten, die paarweise
getrennt sind;
- – die
Trennwände
grenzen jeweils eine Kammer in der Tasche ab, wobei diese Kammern
miteinander nur dann kommunizierend verbunden sind, wenn die Kanüle teilweise
herausgezogen ist;
- – die
Leitung ist durch einen Kanal verlängert, wobei die Einheit Leitung+Kanüle die Kanüle aufnimmt
und sich an der Seite der Tasche erstreckt, wobei die Tasche mit
der Leitung über
eine Leitung kommunizierend verbunden ist und wobei bei nicht herausgezogener
Kanüle,
diese die Leitung verschließt,
wodurch sie die Substanz daran hindert, aus der Tasche auszulaufen;
- – die
aus der Leitung und dem Kanal gebildete Einheit erstreckt sich parallel
zu den großen
Seiten der Tasche;
- – der
Beutel umfaßt
Mittel zum Öffnen
des Endabschnitts der Leitung, wobei diese Mittel insbesondere aus
einer auftrennbaren Zone bestehen;
- – die
Querschnittsverengung mit Kegelstumpfform trennt zwei Abschnitte
der Kanüle,
in denen ihr Querschnitt kreisförmig
und konstant ist, wobei derjenige, der am nahesten am Endabschnitt
der Leitung liegt, einen verringerten Durchmesser hat.
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Ein
weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Band von Beuteln zur
Verpackung flüssiger
biologischer Substanzen, das aus einer Aneinanderreihung von Beuteln
besteht, so wie obenstehend beschrieben.
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Weitere
Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden beim Lesen der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung bestimmter Ausführungsbeispiele deutlich. Diese
Beschreibung geschieht mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung, in der:
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1 eine
Draufsicht eines Beutels zur Verpackung gemäß der Erfindung und gemäß einer
ersten Ausführungsform
darstellt;
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2 eine
Teilansicht von oben des unteren Teils eines Beutels darstellt,
der im wesentlichen ähnlich
demjenigen in 1 ist, und genauer der Zone, wo
er eine Entleerungsleitung umfaßt;
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3 eine
Teilansicht ähnlich
derjenigen in 2 darstellt, die die Form der
Zusammenarbeit der Kanüle
mit einer Besamungssonde nach dem Öffnen des Endabschnitts der
Leitung zeigen soll;
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die 4 und 5 Draufsichten
einer zweiten Ausführungsform
des Beutels darstellen, wobei die Kanüle jedoch in 4 nicht
dargestellt ist;
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6 eine
Ansicht darstellt, die die Art und Weise zeigen soll, wie der Beutel
der 4 und 5 gehandhabt wird;
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die 7 und 8 ebenfalls
Draufsichten zweier zusätzlicher
Ausführungsformen
des Beutels der Erfindung darstellen;
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9 eine
Ansicht des unteren Teils des Beutels in 1 in einer
leicht verschiedenen Ausführungsform
darstellt;
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10 eine
Draufsicht einer zusätzlichen Ausführungsformen
des Beutels darstellt;
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11 eine
Draufsicht einer Ausführungsvariante
der Kanüle
darstellt;
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12 eine
vereinfachte Seitenansicht im teilweisen Schnitt des unteren Teils
einer Variante des Beutels der Erfindung nach dem Bruch des Kunststoffmaterials
durch eine Kraftanwendung auf dieses darstellt.
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Der
in 1 dargestellte Beutel zur Verpackung flüssiger biologischer
Substanzen ist genauer dafür
vorgesehen tierischen Samen, insbesondere von Schweinen, aufzunehmen.
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Sein
allgemeiner Aufbau ist von bekanntem Typ. Im vorliegenden Fall ist
er aus zwei Wänden
aus Kunststoffmaterial 10 und 11 gebildet, die
eine längliche
rechteckige Kontur haben. Es handelt sich um ein Kunststoffmaterial,
das durchsichtig oder durchscheinend ist, wie etwa Polyäthylen,
Polyamid oder Polyäthylenterephthalat
(PET).
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Die
beiden Wände
können
aus zwei verschiedenen Folien oder aus einer einzigen auf sich zurückgefalteten
Folie bestehen. Jede Folie kann ein- oder mehrschichtig sein.
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Die
Wände sind
aneinander gefügt,
um insbesondere eine Tasche P zur Aufnahme der Substanz auszubilden.
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In
dem hier dargestellten Beispiel sind die Wände durch Verschweißen zusammengefügt. In einer
weiteren Ausführungsform
können
sie jedoch durch eine andere Technik, insbesondere durch Kleben,
zusammengefügt
sein.
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Diese
Techniken sind dem Fachmann gut bekannt und sie sind im eigentlichen
Sinn nicht Bestandteil der Erfindung.
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Die
Zonen, in denen die beiden Wände
zusammengefügt
sind, tragen das allgemeine Bezugszeichen 12 und sie sind
in der Zeichnung durch schwarze Punkte gekennzeichnet.
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In
dem hier dargestellten Beispiel umfassen die Zonen 12 zwei
breite Kontaktstellen 120, die eine allgemein rechteckige
Form haben. Sie sind symmetrisch auf beiden Seiten der Mittellängsachse
des Beutels angeordnet, wobei ihre langen Seiten sich parallel zu
den kleinen Seiten 14 des Beutels erstrecken. Zwischen
ihnen erstreckt sich eine nicht verschweißte Zone, die das Bezugszeichen 13 hat
und die eine Öffnung
zum Füllen
der Tasche P mit dem Samen bildet. In einer zentralen Zone der Kontaktstellen 120 sind
zwei kreisförmige Öffnungen 2 vorgesehen,
die insbesondere dafür
eingerichtet sind, es zu gestatten, den Beutel an einem Träger aufzuhängen, beispielsweise
zu dessen Befüllung.
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Hinter
der Öffnung 13 und
im Inneren der Tasche erstrecken sich benachbart zu den Kontaktstellen 120 zwei
Paare von kreisförmigen
verschweißten Punkte 30,
die symmetrisch auf beiden Seiten der Mittellängsachse des Beutels angeordnet
sind. Diese Flecken sind dafür
vorgesehen, ein nicht dargestelltes Endstück in das Innere der Tasche
zu leiten, das dafür
eingerichtet ist, durch die Öffnung 13 eingeführt zu werden
und das insbesondere dem Befüllen
mit Samen dient.
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Die
beiden Zonen 120 schließen sich jeweils an eine Verschweißungslinie 121 geringer
Breite an, die sich in der Nähe
und parallel zu den großen
Seiten 15 des Beutels erstrecken. Die Linien 121 schließen im unteren
Teil des Beutels an große
Kontaktflächen 122 an,
die jede in einer im wesentlichen rechteckigen Form vorliegen und
miteinander im unteren Teil über
ein schmales verschweißtes
Band 123 in der Mittellängsachse
verbunden sind.
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Zwischen
den beiden Kontaktflächen 122 erstrecken
sich nicht verschweißte
Flächen.
Die erste schließt
sich an die Tasche P an und wird von der zuvor genannten Zone 123 unterbrochen.
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Sie
befindet sich in der Achse des Beutels und bildet eine Entleerungsleitung 3 für die Tasche
P. Es handelt sich hierbei um eine sehr gut bekannte Struktur.
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An
zweiter Stelle erstrecken sich im unteren Teil der Leitung 3,
zu beiden Seiten von dieser und im rechten Winkel, zwei Flächen oder
Zonen 5, in denen die Wände
ebenfalls nicht zusammengefügt
sind.
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Sie
haben hier eine im wesentlichen dreieckige Form.
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Weiter
unten werden die jeweiligen Aufgaben dieser Zonen erläutert.
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Im
inneren der Leitung 3 ist eine Kanüle 4 eingesetzt, die
vorzugsweise aus einem steifen oder halb-steifen Kunststoffmaterial
besteht. Sie ist an ihren beiden Enden offen, wobei ihr erstes Ende 41 mit der
Tasche P in Verbindung steht. Ihr zweites Ende 40, das
sich in der Nähe
des Endabschnitts 30 der Leitung 3 befindet, hat
eine Querschnittsverengung, was ihr eine Kegelstumpfform oder eine
annähernde Kegelstumpfform
verleiht. Dieser Endabschnitt hat eine spitze Form, die eine Verlängerung
der Zonen 5 bildet. Sie hat also eine Breite, die geringer
ist als diejenige der Leitung 3.
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Der
Durchmesser der Kanüle
außerhalb
des Endabschnitts ist von solcher Größe gewählt, daß sie mit Kraft über die
Tasche P in das Innere der Leitung eingeführt werden kann. Somit verbleibt
kein Platz zwischen der Kanüle
und der Leitung, derart, daß der Samen
nicht zwischen ihnen auslaufen kann. Gegebenenfalls kann die Kanüle an das
Kunststoffmaterial der Leitung angeheftet werden, beispielsweise
durch Thermofusion auf einigen Millimetern.
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Das
Ende 40 der Kanüle
kommt gegen die zusammenlaufenden Ränder des Endabschnitts 30 auf
Anschlag und bildet dadurch eine Dichtung für Flüssigkeiten.
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In
der Ausführungsform
der 2 bis 8 sind die Zonen 5 rechteckig
oder quadratisch.
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Eine
weitere verschiedene Ausführungsform der
Leitung ist in 10 dargestellt. In dieser Zeichnung
sind die beiden Seiten der Leitung in unterschiedlichen Ausführungsformen
dargestellt. Sie können
selbstverständlich
auch identisch sein. In jedem Fall stoßen die Wände der Leitung nicht über deren
ganze Länge
an die Kanüle
an, sondern nur in bestimmten Zonen. Diese Zonen sind ausreichend, um
ein seitliches Blockieren der Kanüle sicherzustellen. Es sei
jedoch bemerkt, daß die
Wände der
Leitung 3 praktisch dicht an der der Kanüle anliegen,
in deren Endabschnitt 41, der in Richtung der Tasche gerichtet
ist. Dies ist unerläßlich, damit
der Samen nicht zwischen die Leitung und die Kanüle läuft.
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Es
ist zu bemerken, daß der
Beutel im Bereich einer der Zonen 122 und parallel zu den
kleinen Seiten 14 einen Einschnitt 6 hat. Dieser
Einschnitt hört
in der Nähe
des Endabschnitts der Leitung 3 auf, in unmittelbarer Nähe einer
der Zonen 5. Er grenzt eine untere Zunge L zum Greifen
ab.
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Der
in 1 dargestellte Beutel 1 ist in dem Zustand
gezeigt, bevor er mit Samen gefüllt
ist.
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Die
Befüllungstechnik
ist von bekanntem Typ und relativ herkömmlich. Sie besteht im wesentlichen darin,
ein Endstück
in die Öffnung 13 bis
zum Inneren der Tasche einzuführen
und den Samen durch das Endstück
einlaufen zu lassen. Dieser Vorgang kann manuell oder mechanisch
ausgeführt
werden.
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Nachdem
der Beutel mit Samen gefüllt
ist, wird die Öffnung 13 verschlossen,
insbesondere durch Warmverschweißung. Damit ist die Tasche hermetisch
verschlossen.
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Der
Durchmesser der Kanüle
ist so gewählt, daß ab dem
Befüllen
der Tasche der Samen in sie hineinfließt. Dies gestattet es, ein
besseres Anlaufen des Samenflusses beim Besamen zu erhalten.
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Es
wird nun beschrieben, wie das Öffnen
des Beutels ausgeführt
wird, um eine künstliche
Besamung vorzunehmen.
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Die
durch den Einschnitt 6 abgegrenzte Zunge L wird ergriffen
und es wird ein Zug ausgeführt, der
parallel zu den kleinen Seiten des Beutels 14 gerichtet
ist. Dies hat zur Wirkung, daß das
Kunststoffmaterial entlang der in 2 gestrichelt
dargestellten Linie zerrissen wird.
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Dadurch
wird das kegelstumpfförmige
Ende der Kanüle
freigelegt, indem das Kunststoffmaterial, das sie bedeckt, zerrissen
und beiseite getan wird.
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In
einer verschiedenen Ausführungsform
ist es möglich,
auf den Einschnitt 6 und die Zunge L zu verzichten. Dies
wird genauer mit Bezug auf 12 beschrieben.
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Insoweit
die Kanüle
von zwei nicht zusammengefügten
Zonen 5 eingefaßt
ist, ist es möglich, die
Zunge beiseite und hochzubiegen, mit Kunststoffmaterial 100,
das anfänglich
das Ende der Kanüle bedeckt
hat. Mit dem Buchstaben N sind die Falten bezeichnet, die das Kunststoffmaterial
im Bereich der Zonen 5 bildet und die das beiseite Biegen
der Zunge erleichtern.
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Es
ist daraufhin möglich
am Ende der Kanüle eine
Besamungssonde anzubringen.
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Die
Länge der
Kanüle
ist dafür
eingerichtet, daß der
Benutzer sie gut in die Hand nehmen kann. So kann für einen
Beutel mit einer Gesamtlänge
von 25 cm die Kanüle
etwa 3,5 cm messen, was einem Kanüle/Beutel-Längenverhältnis von etwa 0,14 entspricht.
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Ein
vereinfachtes Ausführungsbeispiel
einer solchen Sonde ist in 3 dargestellt.
Sie umfaßt eine
Röhre 70 aus
einem halb-steifen Kunststoffmaterial, die an einem ihrer Enden
einen Stopfen 71 aus einem Schaumstoffmaterial hat.
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Die
Sonde wird an die Kanüle
mit ihrem dem Schaumstoffstopfen gegenüberliegenden Ende angeschlossen.
Diese Verbindung kann durch die besondere Form des Kanülenendes,
nämlich
einer Kegelstumpfform, leicht vorgenommen werden.
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Diese
Form gestattet es, verschiedene Größen von Sondenröhren zu
akzeptieren, wobei es sich versteht, daß dies insoweit gilt, daß diese
einen Röhreninnendurchmesser
haben, der kleiner oder gleich dem Außendurchmesser der Kanüle in ihrem
breitesten Abschnitt ist.
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Dieser
Vorgang des Anschließens
ist in einfacher und leichter Weise auszuführen, insoweit die Kanüle eine
Steifigkeit hat, die weit über
derjenigen des Kunststoffmaterials liegt, aus dem der Beutel gebildet
ist. Das Anschließen
geschieht ohne ein Risiko, daß die
Sonde getrennt wird, da das Kunststoffmaterial, das das Ende der
Kanüle
abdeckt, durch das Vorhandensein der Zonen 5 beiseite gebracht
werden konnte. Schließlich
existiert das oben erwähnte Risiko
des Durchbohrens nicht mehr, da die Röhre der Sonde nicht in das
Beutelinnere einzuführen
ist. Dadurch kann es zugelassen werden, die Dicke der Wände 10 und 11 zu
verringern. So kann diese Dicke beispielsweise von 90 Mikrometer
auf 60 Mikrometer zurückgenommen
werden.
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Der
Beutel in den 4 und 5 hat denselben
allgemeinen Charakter wie derjenige in 1. Jedoch
erstreckt sich seine Leitung 3 im Gegensatz zu letzterem
nicht entlang der Mittellängsachse
des Beutels.
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Sie
ist im Gegenteil zu dessen Seite hin verschoben, in die Nähe und parallel
zu einer seiner großen
Seiten 15. Die Tasche P kommuniziert mit der Leitung über eine Öffnung 9,
die an einer ihrer unteren Ecken angeordnet ist.
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Die
Leitung 3 ist durch einen geradlinigen Kanal 8 verlängert, der
sich parallel zu den großen Seiten 15 erstreckt.
Die Tasche ist vom Kanal durch eine in Längsrichtung verlaufende Trennwand 124 getrennt,
wo die beiden Wände 10 und 11 zusammengefügt sind.
Diese Trennwand ist unterbrochen, um die Öffnung 9 zur Kommunikation
der Tasche 9 mit der Leitung 3 zu bilden.
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In
diesem Endabschnitt hat die Trennwand 124 eine Verdickung 126 mit
gekrümmtem
Profil 125. Die Funktion wird weiter unten erklärt.
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In
derselben Weise hat die zum Äußeren des Beutels
gerichtete Verschweißungslinie
in diesem Bereich ebenfalls eine Verdickung 126.
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Im
oberen Teil des Beutels hat der Kanal 8 eine erweiterte
Form, durch die er über
eine Öffnung 81 mit
dem Äußeren kommuniziert.
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Außerhalb
der Öffnung 81 hat
der Kanal eine Breite, die größer als
diejenige der Leitung 3 ist.
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Der
Beutel 5 unterscheidet sich von demjenigen der 4 durch
die Tatsache, daß im
Inneren der Einheit, die aus der Leitung 3 und deren den
Kanal 8 bildenden Verlängerung
besteht, eine Kanüle 4' dargestellt
ist.
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Diese
Kanüle 4' hat ein Ende 40' mit einer kegelstumpfförmigen Querschnittsverengung.
Wie im vorhergehenden Ausführungsbeispiel
befindet sich dieses Ende in der Nähe des unteren Endabschnitts
des Leitung 3. Am entgegengesetzten Ende 41' hat die Kanüle 4' eine Erweiterung.
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Nach
dem Einführen
der Kanüle
durch die zuvor beschriebene Öffnung 81 wird
diese durch das Ausführen
einer Verschweißung
verschlossen, die in 5 mit S bezeichnet ist.
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Der
Beutel wird in der nachstehend beschriebenen Weise angewendet. Nachdem
der Beutel gemäß dem Verfahren
geöffnet
wurde, das mit Bezug auf die 1 bis 3 dargestellt
wurde, wird das Ende der Kanüle
so gegriffen, daß es
teilweise aus dem Beutel herausgezogen wird. Die relativen Abmessungen
der Kanüle
und des Kanals 8 sind selbstverständlich so gewählt, daß das Verschieben
relativ leicht auszuführen
ist.
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Die
Richtung des Herausziehens der Kanüle aus dem Beutel ist in 6 durch
den Pfeil f symbolisiert.
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Das Überschreiten
der Zone, in der die Verdickungen 126 dargestellt sind,
geschieht mit Kraft.
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In
jedem Fall kommt das erweiterte Ende der Kanüle gegen das Ende der Leitung,
das mit der Öffnung 9 kommuniziert,
in Anschlag. Sie kann daher nicht vollständig aus dem Beutel herausgezogen werden.
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Das
Ende 40' der
Kanüle 4' kann dann mit
einer Besamungssonde 7 verbunden werden. Diese Kanüle ersetzt
dabei das Anschlußstück in einer
Weise, analog zu den bisher in Form unabhängiger Teile verwendeten.
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Da
es in das Beutelinnere integriert ist, ist jedoch sichergestellt,
daß ihre
Verwendung einmalig ist. So wird das Risiko der Krankheitsübertragung von
einem Tier auf das andere auf Null reduziert.
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Die
Besamung wird durch das Ausfließen des
Samens durch die Schwerkraft im Inneren der Kanüle 4' und durch die Öffnung 9 ausgeführt. Der Samenfluß wird in 6 durch
die Pfeile g angezeigt.
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Die
Tatsache, daß die
Wände des
Kanals eine Verdickung 126 aufweisen, hindert dem Samen daran
durch Kapillaritätseffekte
zurück
in dessen Inneres aufzusteigen.
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Am
Ende der Besamung und zur Vermeidung des Zurückdrängens von Samen in das Innere der
Tasche P, kann die Kanüle 4' entgegen der
Pfeilrichtung f so verschoben werden, daß deren Ende 41' gegen die Verdickungen 126 auf
Anschlag gebracht wird. Die Öffnung
wird damit verschlossen.
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In
dieser Ausführungsform
hat die Kanüle 4' damit zusätzlich zu
ihren inhärenten
Vorteilen auch diejenigen, die mit der Verwendung eines Anschlußstücks verbunden
sind.
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In
der Ausführungsform
der 7 haben die Leitung 3 und der Kanal eine
Position, die in Bezug auf diejenige, die sie in der vorhergehenden
Ausführungsform
einnehmen, invertiert ist. Dies bedeutet, daß die Leitung über die
kleine Seite 14 der Tasche offen ist, die ebenfalls deren
Befüllung
gestattet.
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Dies
gestattet es, eine große
verschweißte Zone 127 im
unteren Teil des Beutels frei zu machen. Gemäß einer nicht dargestellten
Ausführungsform kann
die Zone auf ein Minimum reduziert werden, wobei der frei gewordene
Platz von der Tasche eingenommen werden kann. Dies gestattet es
insbesondere, deren Breite zu verringern und Kunststoffmaterial
einzusparen.
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In
der Ausführungsform
in 8 ist die Kanüle 4' entlang der
Mittellängsachse
des Beutels in das Tascheninnere verlängert. Sie ist von einer Reihe von
Abschnitten T begrenzt, in denen die Wände 10 und 11 zusammengefügt sind.
Jede Reihe bildet eine unterbrochene Trennwand C.
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Die
Abschnitte bilden Führungsmittel
beim teilweisen Herausziehen der Kanüle.
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In
einer nicht dargestellten Ausführungsform kann
jede der Trennwände
aus einer einzigen ununterbrochenen Linie gebildet sein, in der
die Wände zusammengefügt sind.
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In
jedem Fall haben sie eine Unterbrechung in der Nähe der Leitung 3,
derart, daß es
dem im Beutel enthaltenen Samen ermöglicht ist, über die
Kanüle auszufließen.
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Schließlich wird
der Beutel in 8 in einer Weise verwendet,
die im wesentlichen ähnlich
derjenigen der 4 bis 6 ist.
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In 10 ist
noch eine weitere Ausführungsform
des Beutels gemäß der Erfindung
dargestellt. Dieser Beutel hat einen Charakter ähnlich dem mit Bezug auf 8 beschriebenen.
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Hier
sind die Trennwände
C, die die Kanüle "einrahmen", in Richtung des
oberen Äußeren des Beutels
verlängert,
um ein "Brücke" C' zu bilden, die deren
Ende 41' umgibt.
Zu beiden Seiten dieser Brücke
sind Zugangsöffnungen 13 zu
zwei Kammern der Tasche P1 und P2 angebracht, die durch die Kanüle 4' und ihre zugehörigen Trennwände getrennt
sind. Jede der Trennwände
hat eine Unterbrechung zum Entleeren der Kammern. Diese Unterbrechungen sind
in der Höhe
verschoben.
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Diese
Kammern können
nur kommunizieren, wenn die Kanüle
teilweise aus dem Beutel herausgezogen ist, das heißt wenn
ihr Ende 41' sich
in der Nähe
der Leitung 3 befindet.
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In 11 ist
eine zusätzliche
Ausführungsform
der Kanüle
dargestellt. Die kegelstumpfförmige Querschnittsverengung 44 begrenzt
hier zwei Abschnitte 42 und 43, in denen sie einen
gleichförmigen Querschnitt
hat. Der Abschnitt 43 hat einen kleineren Durchmesser als
der Abschnitt 42. Er ist dafür vorgesehen in Richtung des
Endabschnitts der Leitung 3 des Beutels ausgerichtet zu
werden. Wenn im Bereich der Zone 44 eine Sonde an die Kanüle angeschlossen
wird, dann wird der Abschnitt 43 in die Sondenröhre eingeführt. Die
Tatsache, daß der Durchmesser
verringert ist, gestattet ein langsames Ausfließen durch die Sonde, was günstig für eine Besamung
besserer Qualität
ist. In dem hier dargestellten Beispiel ist der obere Teil des Abschnitts 42 so
erweitert, daß seine
Blockierung bezüglich
Verschiebungen in der Leitung 3 ermöglicht ist.
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Wie
weiter oben gesagt wurde, hat der Beutel in der Ausführungsform
der 12 weder einen Einschnitt 6 noch eine
Zunge L.
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Hier
wird der Beutel durch das Aufbrechen des Kunststoffmaterials im
Bereich des unteren Endes der Kanüle 4 geöffnet.
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Genauer
wird durch eine Kraftanwendung f, die im Bereich der Zone 123 in
einer Richtung angewendet wird, die allgemein rechtwinklig zur Beutelebene
ist, das Aufbrechen R einer der beiden den Beutel bildenden Kunststoffolien
herbeigeführt,
wobei dies im Bereich des Endes 40 der Kanüle geschieht.
Diese Wirkung kommt dadurch zustande, daß durch die Anwendung einer
solchen Kraft, das Kunststoffmaterial der Wand 10 dazu
gebracht wird, in Kontakt mit der Umfangskante des Endes 40 zu kommen.
Das Kunststoffmaterial ist gespannt, da es über einen großen Teil
seiner Fläche
verschweißt
ist, wodurch dessen Aufreißen
bewirkt wird, was das Öffnen
des Beutels im Bereich des zweiten Kanülenendes bewirkt.
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Dieses Öffnen kann
ausgeführt
werden, wenn der Anwender den Beutel in einer Hand hält und er
das Kunststoffmaterial mit seiner zweiten Hand handhabt. Eine erfahrene
Person kann jedoch mit einer einzigen Hand gleichzeitig den Beutel
halten und ihn öffnen.
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Diese
Kanüle
hat damit eine zusätzliche Funktion,
nämlich
diejenige, ein Werkzeug zum Zerreißen zu bilden.
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Die
Handhabung zum Öffnen
wird noch vereinfacht, wenn das verwendete Kunststoffmaterial wenig
steif ist, jedoch dafür
eingerichtet ist, "zerrissen" zu werden. Eine
PET/Polyäthylen-Zusammensetzung
ist ideal geeignet, wobei diese beiden Materialien die äußere bzw.
die innere Seite jeder Wand bilden.
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In
den hier beschriebenen Beispielen ergeben sich die zusammengefügten Zonen 5 durch
das Fehlen einer Verschweißung
zwischen den Kunststoffolien, die den Beutel bilden. In einer nicht
dargestellten Ausführungsform
kann es vorgesehen sein, die Folien so zu behandeln, daß sie eine "auftrennbare" Verschweißungslinie
umfassen, die die Leitung 3 im rechten Winkel schneidet.
Unter einer "auftrennbaren
Verschweißung" wird eine Verschweißung verstanden,
die es trotzdem gestattet, die beiden Folien voneinander zu trennen
ohne die Unversehrtheit zu beeinträchtigen.
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Somit
werden die Folien durch das Einbringen der Kanüle 4 in die Leitung 3 dazu
gebracht, sich lokal in einem Bereich der auftrennbaren Verschweißung zu
trennen, derart, daß dann
die nicht zusammengefügten
Zonen 5 gebildet werden.