DE60119136T2 - Beutel zum verpacken einer substanz mit integrierter kanüle und band aus solchen beuteln - Google Patents

Beutel zum verpacken einer substanz mit integrierter kanüle und band aus solchen beuteln Download PDF

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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft einen Beutel zur Verpackung einer flüssigen biologischen Substanz, wie etwa tierischem Samen.
  • Sie betrifft ebenfalls ein Band, das aus einer Aneinanderreihung solcher Beutel gebildet ist.
  • Zur Lagerung von tierischem Samen, insbesondere von Schweinen, wurden bisher mehrere Verpackungsarten vorgeschlagen.
  • So gibt es Tuben aus weichem Kunststoff, die, nachdem sie mit Samen gefüllt und verschlossen sind, eine Form haben, die an eine große Zahncremetube erinnert. Sie umfassen ein Ausgabeendstück, das sich über einen Bereich mit kreisförmigem Querschnitt und großem Durchmesser an den Korpus der Tube anschließt.
  • Eine solche Verpackung hat im wesentlichen zwei Nachteile. Der erste ergibt sich aus der Tatsache, daß sie aufgrund des Bereichs mit kreisförmigem Querschnitt eine große Dicke beansprucht. Der zweite ergibt sich aus der Tatsache, daß das Endstück in Zeiten der Nicht-Verwendung verschlossen ist, derart, daß es aufgeschnitten werden muß, um auf den Samen zugreifen und eine künstliche Besamung durchführen zu können. Dies erfordert es, daß die Person, die die Besamung durchführt, ein schneidendes Werkzeug wie eine Schere zur Verfügung hat. Die aktuelle Tendenz ist es jedoch, zu versuchen so schnell wie möglich und mit einem Minimum an Gegenständen außer einem Beutel und einer Sonde zu arbeiten, derart, daß das Risiko des Verlustes solcher Gegenstände und der Zwischenfälle, die sie herbeiführen können, eingeschränkt wird.
  • Es sind auch relativ flache Verpackungsbeutel bekannt, die durch das Zusammenfügen zweier Kunststoffolien gebildet sind. An diesen Beuteln ist ein Teil aus Kunststoff angebracht, das ein Ausgabeendstück umfaßt. Diese Beutel nehmen weniger Raum ein als die zuvor beschriebenen Tuben, sie benötigen jedoch trotzdem ein zusätzliches Werkzeug zum Öffnen des Endstücks.
  • Das Auftreten dieser Probleme erklärt, daß eine verbreitete Verpackung ein Beutel ist, der ausschließlich aus zwei Wänden aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist, die so zusammengefügt sind, daß sie folgendes ausbilden: eine Tasche zur Aufnahme der Substanz und eine Entleerungsleitung, die mit der Tasche kommunizierend verbunden ist und deren Endabschnitt, bei nicht geöffnetem Beutel, durch die zusammengefügten Wände verschlossen ist.
  • Ein vorgefertigter Einschnitt, der sich in der Nähe der Leitung befindet, ein auftrennbarer Bereich oder ein ergänzendes Mittel gestatten es, die Entleerungsleitung zu öffnen, ohne daß auf ein zusätzliches Werkzeug zurückgegriffen werden muß.
  • Für eine künstliche Besamung wird an diesen Beutel eine Sonde angeschlossen, die aus einer Röhre gebildet ist, von der ein Ende einen Stopfen trägt, der massiv und aus Schaumstoff oder spiralförmig ist.
  • Eine erste Möglichkeit besteht darin, die Sonde direkt an den Beutel anzuschließen, indem das dem Stopfen entgegengesetzte Ende der Röhre in die Leitung eingeführt wird.
  • Dies erfordert eine gewisse Geschicklichkeit, da der mit Samen gefüllte Beutel keinerlei Steifigkeit hat. Er ist weich und schwierig zu handhaben.
  • Außerdem gibt es mehrere Sondentypen mit verschiedenen Röhrenaußendurchmessern. Es müssen daher auch verschiedene Beutel mit an die Sonden angepaßten Leitungsabmessungen vorgesehen werden, auf die Gefahr hin, daß der Samen zwischen der Leitung und der Sonde ausläuft.
  • Mit dem Versuch die Abmessungen der Leitung perfekt denjenigen der Sonde anzupassen riskiert man jedoch den Beutel beim Einführen der Sonde zu durchbohren, da deren Ende meistens eine scharte Kante hat.
  • Außerdem ist das Risiko einer Abtrennung des Beutels groß, da die besamten Tiere sich frei bewegen können.
  • Eine zweite Möglichkeit besteht darin, einen Verbindungsschlauch (Anschlußstück genannt) an die Leitung anzuschließen und dann das zweite Ende des Anschlußstücks mit der Sonde zu verbinden.
  • Dieses Anschlußstück stellt ein zusätzliches Teil dar, das die Person, die die Besamung durchführt, zur Hand haben muß und das sie verlegen kann.
  • Ein solches Teil ist im Prinzip zur Einmalnutzung vorgesehen, es wurde jedoch festgestellt, daß ein und dasselbe Anschlußstück für mehrere aufeinanderfolgende Besamungen benutzt werden kann. Es wird jedoch häufig beobachtet, daß bei einer Besamung Samen bis in das Anschlußstück oder den Beutel zurückfließt. Wenn das Schwein eine vaginale oder Uterusinfektion hat, können die im Schlauch verbleibenden Samenspuren den Samen in einem Beutel verunreinigen, der für eine nachfolgende Besamung verwendet wird. Dies ist in gesundheitlicher Hinsicht nicht akzeptabel.
  • Im Dokument GB-A-2 003 449 wird ein Beutel gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 beschrieben, der insbesondere zur Lagerung von Blutplättchen vorgesehen ist. In den verschiedenen beschriebenen Ausführungsformen umfaßt dieser Beutel eine Tasche, die mit der Außenseite über hervorstehende Stutzen kommuniziert. Im nicht geöffneten Zustand befindet sich jeder Stutzen im Inneren einer verschlossenen Kammer und ist so von der Außenseite isoliert. Die Mittel zum Verschließen der Kammer bestehen aus einer auftrennbaren Umfangsverschweißung, die sich in einem Abstand vom Stutzen befindet. Zum Anschließen des Stutzens an ein Mittel zum Auffüllen oder Entleeren werden die beiden die Kammer bildenden Folien voneinander abgehoben, um die auftrennbare Verschweißung zu zerstören. Der Stutzen ist dann vollständig zugänglich, derart, daß er über seine ganze Länge Verschmutzungen ausgesetzt sein kann. Außerdem ist das Anschließen einer Röhre oder eines Schlauchs an einen solchen Stutzen eher schwierig. Tatsächlich ist dieser am Beutel nur an einem seiner Enden festgehalten, derart, daß die Einheit Stutzen/Beutel keine wirkliche Festigkeit und Steifigkeit hat, was den Anschluß an eine Röhre oder einen Schlauch komplizierter macht.
  • Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel diese Nachteile zu beseitigen.
  • Mit anderen Worten zielt sie darauf ab, einen Beutel zur Verpackung so wie im Anspruch 1 festgelegt vorzuschlagen, der an eine Besamungssonde angeschlossen werden kann, ohne das Risiko bei diesem Vorgang das Kunststoffmaterial der Tasche zu zerreißen.
  • Sie zielt ebenfalls darauf ab es zu gestatten, diese Aufgabe unter guten Bedingungen auszuführen, das heißt ohne das Risiko des Abtrennens der Sonde.
  • Die vorliegende Erfindung hat auch als Ziel einen Beutel vorzuschlagen, der sich an Sondenröhren verschiedener Durchmesser anpassen kann und dies unter vereinfachten Handhabungsbedingungen und mit einer Verschmutzungswahrscheinlichkeit des im Beutel verpackten Produkts, die auf ein Minimum reduziert ist.
  • Wenn die Technik der Verwendung eines zwischengeschalteten Anschlußstücks verlangt ist, hat es die vorliegende Erfindung zum Ziel, die einmalige Verwendung des Anschlußstücks zu erzwingen und gleichzeitig die oben genannten Ziele zu erreichen.
  • Außerdem zielt die Erfindung darauf ab, alle diese Ziele durch Mittel zu erreichen, die einfach und kostengünstig sind.
  • Wie oben gesagt wurde, ist der Beutel zur Verpackung, der Gegenstand der Erfindung ist, aus zwei Wänden aus einem Kunststoffmaterial gebildet, die so zusammengefügt sind, daß sie folgendes ausbilden: eine Tasche zur Aufnahme einer Substanz und eine Entleerungsleitung, die mit der Tasche kommunizierend verbunden ist und deren Endabschnitt, bei nicht geöffnetem Beutel, durch die zusammengefügten Wände verschlossen ist.
  • Dieser Beutel ist durch die Tatsache besonders bemerkenswert, daß er eine mit Kraft in die Leitung eingesetzte Kanüle umfaßt, deren beide Enden offen sind, wobei ihr erstes Ende dafür eingerichtet ist, mit der Tasche kommunizierend verbunden zu sein, wohingegen das zweite Ende, das sich in der Nähe des Endabschnitts der Leitung befindet, eine Querschnittsverengung in Kegelstumpfform oder in annähernder Kegelstumpfform hat. Er ist ebenfalls durch die Tatsache bemerkenswert, daß die Leitung auf einem Teil ihrer Länge mit wenigstens einer, nicht weit vom Endabschnitt entfernt angeordneten Zone kommunizierend verbunden ist, in der die beiden Wände nicht zusammengefügt sind.
  • Unter dem Ausdruck "mit Kraft eingesetzt" wird in der gesamten vorliegenden Beschreibung und in den Ansprüchen verstanden, daß die Durchmesser der Leitung bzw. der Kanüle derart sind, daß wenn letztere angeschlossen ist, zwischen diesen beiden Elementen eine perfekte Dichtigkeit vorliegt. Anders ausgedrückt, kann die im Beutel enthaltene Substanz nicht zwischen der Leitung und der Kanüle auslaufen.
  • Somit hat man nach dem Öffnen der Leitung im Bereich ihres Endabschnitts Zugriff auf das zweite Ende der Kanüle. Da es sich um ein Teil mit einer Steifigkeit handelt, die deutlich über derjenigen des Kunststoffmaterials des Beutels liegt, kann sein Anschluß an eine Sonde unter guten Bedingungen vorgenommen werden, ohne das Risiko das Kunststoffmaterial des Beutels zu zerreißen. Da die Kanüle in die Leitung eingesetzt ist, ist sie in gewisser Weise "gefangen", derart, daß ihr Anschluß an die Sonde hierdurch erleichtert ist. Da sie eine kegelstumpfförmige Querschnittsverengung hat, kann eine solche Kanüle sich außerdem verschiedenen Innendurchmessern von Sondenröhren anpassen.
  • Außerdem vereinfacht das Vorhandensein wenigstens einer Zone, in der die Beutelwände nicht zusammengefügt sind, den Zugriff auf das Ende der Kanüle, denn das Kunststoffmaterial, das sie anfänglich bedeckt hat, kann abgehoben werden.
  • Die Kanüle bleibt jedoch trotzdem auf einem guten Teil ihrer Länge vom Kunststoffmaterial der Leitung geschützt und festgehalten. Sie ist dadurch vor äußeren Verschmutzungen geschützt. Außerdem bildet die Kanüle mit dem Beutel einen Korpus, was der Einheit eine hohe Steifigkeit verleiht, die das Anschließen einer Sondenröhre noch einfacher macht.
  • Schließlich gibt es aufgrund der Tatsache, daß die Sondenröhre nicht direkt in die Tasche eingeführt wird, kein Verunreinigungsrisiko vom einen zum anderen.
  • Außerdem gilt gemäß weiteren vorteilhaften aber nicht einschränkenden Eigenschaften der Erfindung:
    • – das zweite Ende der Kanüle ist gegen den Endabschnitt der Leitung auf Anschlag oder im wesentlichen auf Anschlag;
    • – die Kanüle besteht aus einem steifen oder halb-steifen Material;
    • – der Beutel umfaßt zwei Zonen, in denen die Wände nicht zusammengefügt sind, wobei diese auf beiden Seiten der Leitung angeordnet sind und sich einander gegenüberstehen;
    • – die Kanüle hat eine Länge, die größer als diejenige der Leitung ist, derart, daß sie sich in der oder in Richtung der Tasche erstreckt;
    • – die Kanüle ist dafür eingerichtet, in der Leitung zu gleiten, derart, daß durch das Öffnen der Leitung und einen auf das zweite Ende der Kanüle ausgeübten Zug, diese teilweise herausgezogen werden kann, wobei ihr erstes Ende in die Nähe der Leitung oder in diese hinein gebracht wird;
    • – die Tasche umfaßt ein Paar Trennwände, die aus Zonen gebildet sind, in denen die beiden Wände zusammengefügt sind, die in der Nähe der Leitung aufhören und die Führungsmittel für die Kanüle bei ihrem teilweisen Herausziehen bilden;
    • – die Trennwände bestehen aus in einer Linie angeordneten Abschnitten, die paarweise getrennt sind;
    • – die Trennwände grenzen jeweils eine Kammer in der Tasche ab, wobei diese Kammern miteinander nur dann kommunizierend verbunden sind, wenn die Kanüle teilweise herausgezogen ist;
    • – die Leitung ist durch einen Kanal verlängert, wobei die Einheit Leitung+Kanüle die Kanüle aufnimmt und sich an der Seite der Tasche erstreckt, wobei die Tasche mit der Leitung über eine Leitung kommunizierend verbunden ist und wobei bei nicht herausgezogener Kanüle, diese die Leitung verschließt, wodurch sie die Substanz daran hindert, aus der Tasche auszulaufen;
    • – die aus der Leitung und dem Kanal gebildete Einheit erstreckt sich parallel zu den großen Seiten der Tasche;
    • – der Beutel umfaßt Mittel zum Öffnen des Endabschnitts der Leitung, wobei diese Mittel insbesondere aus einer auftrennbaren Zone bestehen;
    • – die Querschnittsverengung mit Kegelstumpfform trennt zwei Abschnitte der Kanüle, in denen ihr Querschnitt kreisförmig und konstant ist, wobei derjenige, der am nahesten am Endabschnitt der Leitung liegt, einen verringerten Durchmesser hat.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Band von Beuteln zur Verpackung flüssiger biologischer Substanzen, das aus einer Aneinanderreihung von Beuteln besteht, so wie obenstehend beschrieben.
  • Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung werden beim Lesen der nachfolgenden detaillierten Beschreibung bestimmter Ausführungsbeispiele deutlich. Diese Beschreibung geschieht mit Bezug auf die beigefügte Zeichnung, in der:
  • 1 eine Draufsicht eines Beutels zur Verpackung gemäß der Erfindung und gemäß einer ersten Ausführungsform darstellt;
  • 2 eine Teilansicht von oben des unteren Teils eines Beutels darstellt, der im wesentlichen ähnlich demjenigen in 1 ist, und genauer der Zone, wo er eine Entleerungsleitung umfaßt;
  • 3 eine Teilansicht ähnlich derjenigen in 2 darstellt, die die Form der Zusammenarbeit der Kanüle mit einer Besamungssonde nach dem Öffnen des Endabschnitts der Leitung zeigen soll;
  • die 4 und 5 Draufsichten einer zweiten Ausführungsform des Beutels darstellen, wobei die Kanüle jedoch in 4 nicht dargestellt ist;
  • 6 eine Ansicht darstellt, die die Art und Weise zeigen soll, wie der Beutel der 4 und 5 gehandhabt wird;
  • die 7 und 8 ebenfalls Draufsichten zweier zusätzlicher Ausführungsformen des Beutels der Erfindung darstellen;
  • 9 eine Ansicht des unteren Teils des Beutels in 1 in einer leicht verschiedenen Ausführungsform darstellt;
  • 10 eine Draufsicht einer zusätzlichen Ausführungsformen des Beutels darstellt;
  • 11 eine Draufsicht einer Ausführungsvariante der Kanüle darstellt;
  • 12 eine vereinfachte Seitenansicht im teilweisen Schnitt des unteren Teils einer Variante des Beutels der Erfindung nach dem Bruch des Kunststoffmaterials durch eine Kraftanwendung auf dieses darstellt.
  • Der in 1 dargestellte Beutel zur Verpackung flüssiger biologischer Substanzen ist genauer dafür vorgesehen tierischen Samen, insbesondere von Schweinen, aufzunehmen.
  • Sein allgemeiner Aufbau ist von bekanntem Typ. Im vorliegenden Fall ist er aus zwei Wänden aus Kunststoffmaterial 10 und 11 gebildet, die eine längliche rechteckige Kontur haben. Es handelt sich um ein Kunststoffmaterial, das durchsichtig oder durchscheinend ist, wie etwa Polyäthylen, Polyamid oder Polyäthylenterephthalat (PET).
  • Die beiden Wände können aus zwei verschiedenen Folien oder aus einer einzigen auf sich zurückgefalteten Folie bestehen. Jede Folie kann ein- oder mehrschichtig sein.
  • Die Wände sind aneinander gefügt, um insbesondere eine Tasche P zur Aufnahme der Substanz auszubilden.
  • In dem hier dargestellten Beispiel sind die Wände durch Verschweißen zusammengefügt. In einer weiteren Ausführungsform können sie jedoch durch eine andere Technik, insbesondere durch Kleben, zusammengefügt sein.
  • Diese Techniken sind dem Fachmann gut bekannt und sie sind im eigentlichen Sinn nicht Bestandteil der Erfindung.
  • Die Zonen, in denen die beiden Wände zusammengefügt sind, tragen das allgemeine Bezugszeichen 12 und sie sind in der Zeichnung durch schwarze Punkte gekennzeichnet.
  • In dem hier dargestellten Beispiel umfassen die Zonen 12 zwei breite Kontaktstellen 120, die eine allgemein rechteckige Form haben. Sie sind symmetrisch auf beiden Seiten der Mittellängsachse des Beutels angeordnet, wobei ihre langen Seiten sich parallel zu den kleinen Seiten 14 des Beutels erstrecken. Zwischen ihnen erstreckt sich eine nicht verschweißte Zone, die das Bezugszeichen 13 hat und die eine Öffnung zum Füllen der Tasche P mit dem Samen bildet. In einer zentralen Zone der Kontaktstellen 120 sind zwei kreisförmige Öffnungen 2 vorgesehen, die insbesondere dafür eingerichtet sind, es zu gestatten, den Beutel an einem Träger aufzuhängen, beispielsweise zu dessen Befüllung.
  • Hinter der Öffnung 13 und im Inneren der Tasche erstrecken sich benachbart zu den Kontaktstellen 120 zwei Paare von kreisförmigen verschweißten Punkte 30, die symmetrisch auf beiden Seiten der Mittellängsachse des Beutels angeordnet sind. Diese Flecken sind dafür vorgesehen, ein nicht dargestelltes Endstück in das Innere der Tasche zu leiten, das dafür eingerichtet ist, durch die Öffnung 13 eingeführt zu werden und das insbesondere dem Befüllen mit Samen dient.
  • Die beiden Zonen 120 schließen sich jeweils an eine Verschweißungslinie 121 geringer Breite an, die sich in der Nähe und parallel zu den großen Seiten 15 des Beutels erstrecken. Die Linien 121 schließen im unteren Teil des Beutels an große Kontaktflächen 122 an, die jede in einer im wesentlichen rechteckigen Form vorliegen und miteinander im unteren Teil über ein schmales verschweißtes Band 123 in der Mittellängsachse verbunden sind.
  • Zwischen den beiden Kontaktflächen 122 erstrecken sich nicht verschweißte Flächen. Die erste schließt sich an die Tasche P an und wird von der zuvor genannten Zone 123 unterbrochen.
  • Sie befindet sich in der Achse des Beutels und bildet eine Entleerungsleitung 3 für die Tasche P. Es handelt sich hierbei um eine sehr gut bekannte Struktur.
  • An zweiter Stelle erstrecken sich im unteren Teil der Leitung 3, zu beiden Seiten von dieser und im rechten Winkel, zwei Flächen oder Zonen 5, in denen die Wände ebenfalls nicht zusammengefügt sind.
  • Sie haben hier eine im wesentlichen dreieckige Form.
  • Weiter unten werden die jeweiligen Aufgaben dieser Zonen erläutert.
  • Im inneren der Leitung 3 ist eine Kanüle 4 eingesetzt, die vorzugsweise aus einem steifen oder halb-steifen Kunststoffmaterial besteht. Sie ist an ihren beiden Enden offen, wobei ihr erstes Ende 41 mit der Tasche P in Verbindung steht. Ihr zweites Ende 40, das sich in der Nähe des Endabschnitts 30 der Leitung 3 befindet, hat eine Querschnittsverengung, was ihr eine Kegelstumpfform oder eine annähernde Kegelstumpfform verleiht. Dieser Endabschnitt hat eine spitze Form, die eine Verlängerung der Zonen 5 bildet. Sie hat also eine Breite, die geringer ist als diejenige der Leitung 3.
  • Der Durchmesser der Kanüle außerhalb des Endabschnitts ist von solcher Größe gewählt, daß sie mit Kraft über die Tasche P in das Innere der Leitung eingeführt werden kann. Somit verbleibt kein Platz zwischen der Kanüle und der Leitung, derart, daß der Samen nicht zwischen ihnen auslaufen kann. Gegebenenfalls kann die Kanüle an das Kunststoffmaterial der Leitung angeheftet werden, beispielsweise durch Thermofusion auf einigen Millimetern.
  • Das Ende 40 der Kanüle kommt gegen die zusammenlaufenden Ränder des Endabschnitts 30 auf Anschlag und bildet dadurch eine Dichtung für Flüssigkeiten.
  • In der Ausführungsform der 2 bis 8 sind die Zonen 5 rechteckig oder quadratisch.
  • Eine weitere verschiedene Ausführungsform der Leitung ist in 10 dargestellt. In dieser Zeichnung sind die beiden Seiten der Leitung in unterschiedlichen Ausführungsformen dargestellt. Sie können selbstverständlich auch identisch sein. In jedem Fall stoßen die Wände der Leitung nicht über deren ganze Länge an die Kanüle an, sondern nur in bestimmten Zonen. Diese Zonen sind ausreichend, um ein seitliches Blockieren der Kanüle sicherzustellen. Es sei jedoch bemerkt, daß die Wände der Leitung 3 praktisch dicht an der der Kanüle anliegen, in deren Endabschnitt 41, der in Richtung der Tasche gerichtet ist. Dies ist unerläßlich, damit der Samen nicht zwischen die Leitung und die Kanüle läuft.
  • Es ist zu bemerken, daß der Beutel im Bereich einer der Zonen 122 und parallel zu den kleinen Seiten 14 einen Einschnitt 6 hat. Dieser Einschnitt hört in der Nähe des Endabschnitts der Leitung 3 auf, in unmittelbarer Nähe einer der Zonen 5. Er grenzt eine untere Zunge L zum Greifen ab.
  • Der in 1 dargestellte Beutel 1 ist in dem Zustand gezeigt, bevor er mit Samen gefüllt ist.
  • Die Befüllungstechnik ist von bekanntem Typ und relativ herkömmlich. Sie besteht im wesentlichen darin, ein Endstück in die Öffnung 13 bis zum Inneren der Tasche einzuführen und den Samen durch das Endstück einlaufen zu lassen. Dieser Vorgang kann manuell oder mechanisch ausgeführt werden.
  • Nachdem der Beutel mit Samen gefüllt ist, wird die Öffnung 13 verschlossen, insbesondere durch Warmverschweißung. Damit ist die Tasche hermetisch verschlossen.
  • Der Durchmesser der Kanüle ist so gewählt, daß ab dem Befüllen der Tasche der Samen in sie hineinfließt. Dies gestattet es, ein besseres Anlaufen des Samenflusses beim Besamen zu erhalten.
  • Es wird nun beschrieben, wie das Öffnen des Beutels ausgeführt wird, um eine künstliche Besamung vorzunehmen.
  • Die durch den Einschnitt 6 abgegrenzte Zunge L wird ergriffen und es wird ein Zug ausgeführt, der parallel zu den kleinen Seiten des Beutels 14 gerichtet ist. Dies hat zur Wirkung, daß das Kunststoffmaterial entlang der in 2 gestrichelt dargestellten Linie zerrissen wird.
  • Dadurch wird das kegelstumpfförmige Ende der Kanüle freigelegt, indem das Kunststoffmaterial, das sie bedeckt, zerrissen und beiseite getan wird.
  • In einer verschiedenen Ausführungsform ist es möglich, auf den Einschnitt 6 und die Zunge L zu verzichten. Dies wird genauer mit Bezug auf 12 beschrieben.
  • Insoweit die Kanüle von zwei nicht zusammengefügten Zonen 5 eingefaßt ist, ist es möglich, die Zunge beiseite und hochzubiegen, mit Kunststoffmaterial 100, das anfänglich das Ende der Kanüle bedeckt hat. Mit dem Buchstaben N sind die Falten bezeichnet, die das Kunststoffmaterial im Bereich der Zonen 5 bildet und die das beiseite Biegen der Zunge erleichtern.
  • Es ist daraufhin möglich am Ende der Kanüle eine Besamungssonde anzubringen.
  • Die Länge der Kanüle ist dafür eingerichtet, daß der Benutzer sie gut in die Hand nehmen kann. So kann für einen Beutel mit einer Gesamtlänge von 25 cm die Kanüle etwa 3,5 cm messen, was einem Kanüle/Beutel-Längenverhältnis von etwa 0,14 entspricht.
  • Ein vereinfachtes Ausführungsbeispiel einer solchen Sonde ist in 3 dargestellt. Sie umfaßt eine Röhre 70 aus einem halb-steifen Kunststoffmaterial, die an einem ihrer Enden einen Stopfen 71 aus einem Schaumstoffmaterial hat.
  • Die Sonde wird an die Kanüle mit ihrem dem Schaumstoffstopfen gegenüberliegenden Ende angeschlossen. Diese Verbindung kann durch die besondere Form des Kanülenendes, nämlich einer Kegelstumpfform, leicht vorgenommen werden.
  • Diese Form gestattet es, verschiedene Größen von Sondenröhren zu akzeptieren, wobei es sich versteht, daß dies insoweit gilt, daß diese einen Röhreninnendurchmesser haben, der kleiner oder gleich dem Außendurchmesser der Kanüle in ihrem breitesten Abschnitt ist.
  • Dieser Vorgang des Anschließens ist in einfacher und leichter Weise auszuführen, insoweit die Kanüle eine Steifigkeit hat, die weit über derjenigen des Kunststoffmaterials liegt, aus dem der Beutel gebildet ist. Das Anschließen geschieht ohne ein Risiko, daß die Sonde getrennt wird, da das Kunststoffmaterial, das das Ende der Kanüle abdeckt, durch das Vorhandensein der Zonen 5 beiseite gebracht werden konnte. Schließlich existiert das oben erwähnte Risiko des Durchbohrens nicht mehr, da die Röhre der Sonde nicht in das Beutelinnere einzuführen ist. Dadurch kann es zugelassen werden, die Dicke der Wände 10 und 11 zu verringern. So kann diese Dicke beispielsweise von 90 Mikrometer auf 60 Mikrometer zurückgenommen werden.
  • Der Beutel in den 4 und 5 hat denselben allgemeinen Charakter wie derjenige in 1. Jedoch erstreckt sich seine Leitung 3 im Gegensatz zu letzterem nicht entlang der Mittellängsachse des Beutels.
  • Sie ist im Gegenteil zu dessen Seite hin verschoben, in die Nähe und parallel zu einer seiner großen Seiten 15. Die Tasche P kommuniziert mit der Leitung über eine Öffnung 9, die an einer ihrer unteren Ecken angeordnet ist.
  • Die Leitung 3 ist durch einen geradlinigen Kanal 8 verlängert, der sich parallel zu den großen Seiten 15 erstreckt. Die Tasche ist vom Kanal durch eine in Längsrichtung verlaufende Trennwand 124 getrennt, wo die beiden Wände 10 und 11 zusammengefügt sind. Diese Trennwand ist unterbrochen, um die Öffnung 9 zur Kommunikation der Tasche 9 mit der Leitung 3 zu bilden.
  • In diesem Endabschnitt hat die Trennwand 124 eine Verdickung 126 mit gekrümmtem Profil 125. Die Funktion wird weiter unten erklärt.
  • In derselben Weise hat die zum Äußeren des Beutels gerichtete Verschweißungslinie in diesem Bereich ebenfalls eine Verdickung 126.
  • Im oberen Teil des Beutels hat der Kanal 8 eine erweiterte Form, durch die er über eine Öffnung 81 mit dem Äußeren kommuniziert.
  • Außerhalb der Öffnung 81 hat der Kanal eine Breite, die größer als diejenige der Leitung 3 ist.
  • Der Beutel 5 unterscheidet sich von demjenigen der 4 durch die Tatsache, daß im Inneren der Einheit, die aus der Leitung 3 und deren den Kanal 8 bildenden Verlängerung besteht, eine Kanüle 4' dargestellt ist.
  • Diese Kanüle 4' hat ein Ende 40' mit einer kegelstumpfförmigen Querschnittsverengung. Wie im vorhergehenden Ausführungsbeispiel befindet sich dieses Ende in der Nähe des unteren Endabschnitts des Leitung 3. Am entgegengesetzten Ende 41' hat die Kanüle 4' eine Erweiterung.
  • Nach dem Einführen der Kanüle durch die zuvor beschriebene Öffnung 81 wird diese durch das Ausführen einer Verschweißung verschlossen, die in 5 mit S bezeichnet ist.
  • Der Beutel wird in der nachstehend beschriebenen Weise angewendet. Nachdem der Beutel gemäß dem Verfahren geöffnet wurde, das mit Bezug auf die 1 bis 3 dargestellt wurde, wird das Ende der Kanüle so gegriffen, daß es teilweise aus dem Beutel herausgezogen wird. Die relativen Abmessungen der Kanüle und des Kanals 8 sind selbstverständlich so gewählt, daß das Verschieben relativ leicht auszuführen ist.
  • Die Richtung des Herausziehens der Kanüle aus dem Beutel ist in 6 durch den Pfeil f symbolisiert.
  • Das Überschreiten der Zone, in der die Verdickungen 126 dargestellt sind, geschieht mit Kraft.
  • In jedem Fall kommt das erweiterte Ende der Kanüle gegen das Ende der Leitung, das mit der Öffnung 9 kommuniziert, in Anschlag. Sie kann daher nicht vollständig aus dem Beutel herausgezogen werden.
  • Das Ende 40' der Kanüle 4' kann dann mit einer Besamungssonde 7 verbunden werden. Diese Kanüle ersetzt dabei das Anschlußstück in einer Weise, analog zu den bisher in Form unabhängiger Teile verwendeten.
  • Da es in das Beutelinnere integriert ist, ist jedoch sichergestellt, daß ihre Verwendung einmalig ist. So wird das Risiko der Krankheitsübertragung von einem Tier auf das andere auf Null reduziert.
  • Die Besamung wird durch das Ausfließen des Samens durch die Schwerkraft im Inneren der Kanüle 4' und durch die Öffnung 9 ausgeführt. Der Samenfluß wird in 6 durch die Pfeile g angezeigt.
  • Die Tatsache, daß die Wände des Kanals eine Verdickung 126 aufweisen, hindert dem Samen daran durch Kapillaritätseffekte zurück in dessen Inneres aufzusteigen.
  • Am Ende der Besamung und zur Vermeidung des Zurückdrängens von Samen in das Innere der Tasche P, kann die Kanüle 4' entgegen der Pfeilrichtung f so verschoben werden, daß deren Ende 41' gegen die Verdickungen 126 auf Anschlag gebracht wird. Die Öffnung wird damit verschlossen.
  • In dieser Ausführungsform hat die Kanüle 4' damit zusätzlich zu ihren inhärenten Vorteilen auch diejenigen, die mit der Verwendung eines Anschlußstücks verbunden sind.
  • In der Ausführungsform der 7 haben die Leitung 3 und der Kanal eine Position, die in Bezug auf diejenige, die sie in der vorhergehenden Ausführungsform einnehmen, invertiert ist. Dies bedeutet, daß die Leitung über die kleine Seite 14 der Tasche offen ist, die ebenfalls deren Befüllung gestattet.
  • Dies gestattet es, eine große verschweißte Zone 127 im unteren Teil des Beutels frei zu machen. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsform kann die Zone auf ein Minimum reduziert werden, wobei der frei gewordene Platz von der Tasche eingenommen werden kann. Dies gestattet es insbesondere, deren Breite zu verringern und Kunststoffmaterial einzusparen.
  • In der Ausführungsform in 8 ist die Kanüle 4' entlang der Mittellängsachse des Beutels in das Tascheninnere verlängert. Sie ist von einer Reihe von Abschnitten T begrenzt, in denen die Wände 10 und 11 zusammengefügt sind. Jede Reihe bildet eine unterbrochene Trennwand C.
  • Die Abschnitte bilden Führungsmittel beim teilweisen Herausziehen der Kanüle.
  • In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann jede der Trennwände aus einer einzigen ununterbrochenen Linie gebildet sein, in der die Wände zusammengefügt sind.
  • In jedem Fall haben sie eine Unterbrechung in der Nähe der Leitung 3, derart, daß es dem im Beutel enthaltenen Samen ermöglicht ist, über die Kanüle auszufließen.
  • Schließlich wird der Beutel in 8 in einer Weise verwendet, die im wesentlichen ähnlich derjenigen der 4 bis 6 ist.
  • In 10 ist noch eine weitere Ausführungsform des Beutels gemäß der Erfindung dargestellt. Dieser Beutel hat einen Charakter ähnlich dem mit Bezug auf 8 beschriebenen.
  • Hier sind die Trennwände C, die die Kanüle "einrahmen", in Richtung des oberen Äußeren des Beutels verlängert, um ein "Brücke" C' zu bilden, die deren Ende 41' umgibt. Zu beiden Seiten dieser Brücke sind Zugangsöffnungen 13 zu zwei Kammern der Tasche P1 und P2 angebracht, die durch die Kanüle 4' und ihre zugehörigen Trennwände getrennt sind. Jede der Trennwände hat eine Unterbrechung zum Entleeren der Kammern. Diese Unterbrechungen sind in der Höhe verschoben.
  • Diese Kammern können nur kommunizieren, wenn die Kanüle teilweise aus dem Beutel herausgezogen ist, das heißt wenn ihr Ende 41' sich in der Nähe der Leitung 3 befindet.
  • In 11 ist eine zusätzliche Ausführungsform der Kanüle dargestellt. Die kegelstumpfförmige Querschnittsverengung 44 begrenzt hier zwei Abschnitte 42 und 43, in denen sie einen gleichförmigen Querschnitt hat. Der Abschnitt 43 hat einen kleineren Durchmesser als der Abschnitt 42. Er ist dafür vorgesehen in Richtung des Endabschnitts der Leitung 3 des Beutels ausgerichtet zu werden. Wenn im Bereich der Zone 44 eine Sonde an die Kanüle angeschlossen wird, dann wird der Abschnitt 43 in die Sondenröhre eingeführt. Die Tatsache, daß der Durchmesser verringert ist, gestattet ein langsames Ausfließen durch die Sonde, was günstig für eine Besamung besserer Qualität ist. In dem hier dargestellten Beispiel ist der obere Teil des Abschnitts 42 so erweitert, daß seine Blockierung bezüglich Verschiebungen in der Leitung 3 ermöglicht ist.
  • Wie weiter oben gesagt wurde, hat der Beutel in der Ausführungsform der 12 weder einen Einschnitt 6 noch eine Zunge L.
  • Hier wird der Beutel durch das Aufbrechen des Kunststoffmaterials im Bereich des unteren Endes der Kanüle 4 geöffnet.
  • Genauer wird durch eine Kraftanwendung f, die im Bereich der Zone 123 in einer Richtung angewendet wird, die allgemein rechtwinklig zur Beutelebene ist, das Aufbrechen R einer der beiden den Beutel bildenden Kunststoffolien herbeigeführt, wobei dies im Bereich des Endes 40 der Kanüle geschieht. Diese Wirkung kommt dadurch zustande, daß durch die Anwendung einer solchen Kraft, das Kunststoffmaterial der Wand 10 dazu gebracht wird, in Kontakt mit der Umfangskante des Endes 40 zu kommen. Das Kunststoffmaterial ist gespannt, da es über einen großen Teil seiner Fläche verschweißt ist, wodurch dessen Aufreißen bewirkt wird, was das Öffnen des Beutels im Bereich des zweiten Kanülenendes bewirkt.
  • Dieses Öffnen kann ausgeführt werden, wenn der Anwender den Beutel in einer Hand hält und er das Kunststoffmaterial mit seiner zweiten Hand handhabt. Eine erfahrene Person kann jedoch mit einer einzigen Hand gleichzeitig den Beutel halten und ihn öffnen.
  • Diese Kanüle hat damit eine zusätzliche Funktion, nämlich diejenige, ein Werkzeug zum Zerreißen zu bilden.
  • Die Handhabung zum Öffnen wird noch vereinfacht, wenn das verwendete Kunststoffmaterial wenig steif ist, jedoch dafür eingerichtet ist, "zerrissen" zu werden. Eine PET/Polyäthylen-Zusammensetzung ist ideal geeignet, wobei diese beiden Materialien die äußere bzw. die innere Seite jeder Wand bilden.
  • In den hier beschriebenen Beispielen ergeben sich die zusammengefügten Zonen 5 durch das Fehlen einer Verschweißung zwischen den Kunststoffolien, die den Beutel bilden. In einer nicht dargestellten Ausführungsform kann es vorgesehen sein, die Folien so zu behandeln, daß sie eine "auftrennbare" Verschweißungslinie umfassen, die die Leitung 3 im rechten Winkel schneidet. Unter einer "auftrennbaren Verschweißung" wird eine Verschweißung verstanden, die es trotzdem gestattet, die beiden Folien voneinander zu trennen ohne die Unversehrtheit zu beeinträchtigen.
  • Somit werden die Folien durch das Einbringen der Kanüle 4 in die Leitung 3 dazu gebracht, sich lokal in einem Bereich der auftrennbaren Verschweißung zu trennen, derart, daß dann die nicht zusammengefügten Zonen 5 gebildet werden.

Claims (14)

  1. Beutel zur Verpackung einer flüssigen biologischen Substanz (S), wie etwa tierischer Samen, der aus zwei Wänden (10, 11) aus einem Kunststoffmaterial gebildet ist, die so zusammengefügt sind, daß sie folgendes ausbilden: eine Tasche (P) zur Aufnahme der Substanz (S) und eine Entleerungsleitung (3), die mit der Tasche kommunizierend verbunden ist und deren Endabschnitt (30), bei nicht geöffnetem Beutel, durch die zusammengefügten Wände verschlossen ist, dadurch gekennzeichnet, daß er eine mit Kraft in die Leitung (3) eingesetzte Kanüle (4, 4') umfaßt, deren beide Enden offen sind, wobei ihr erstes Ende (41, 41') dafür eingerichtet ist, mit der Tasche (P) kommunizierend verbunden zu sein, wohingegen das zweite Ende (40, 40'), das sich in der Nähe des Endabschnitts (30) der Leitung (3) befindet, eine Querschnittsverengung in Kegelstumpfform oder in annähernder Kegelstumpfform hat, und daß die Leitung (3) auf einem Teil ihrer Länge mit wenigstens einer, nicht weit vom Endabschnitt (30) entfernt angeordneten Zone (5) kommunizierend verbunden ist, in der die beiden Wände (10, 11) nicht zusammengefügt sind.
  2. Beutel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zweite Ende (40, 40') der Kanüle (4, 4') gegen den Endabschnitt (30) der Leitung (3) auf Anschlag oder im wesentlichen auf Anschlag ist.
  3. Beutel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle (4, 4') aus einem steifen oder halb-steifen Material besteht.
  4. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß er zwei Zonen (5) umfaßt, in denen die Wände nicht zusammengefügt sind, wobei diese auf beiden Seiten der Leitung (3) angeordnet sind und sich einander gegenüberstehen.
  5. Beutel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle (4') eine Länge hat, die größer als diejenige der Leitung (3) ist, derart, daß sie sich teilweise in oder in Richtung der Tasche (P) erstreckt.
  6. Beutel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanüle (4') dafür eingerichtet ist, in der Leitung (3) zu gleiten, derart, daß durch das Öffnen der Leitung und einen auf das zweite Ende (40') der Kanüle (4') ausgeübten Zug, diese teilweise herausgezogen werden kann, wobei ihr erstes Ende (41') in die Nähe der Leitung (3) oder in diese hinein gebracht wird.
  7. Beutel nach Anspruch 6, bei dem die Leitung (3) sich in Verlängerung der Tasche erstreckt, dadurch gekennzeichnet, daß letztere ein Paar Trennwände (C) umfaßt, die aus Zonen gebildet sind, in denen die beiden Wände zusammengefügt sind, die in der Nähe der Leitung aufhören und die Führungsmittel für die Kanüle (4') bei ihrem teilweisen Herausziehen bilden.
  8. Beutel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (C) aus einer Reihe von in einer Linie angeordneten Abschnitten (T) bestehen.
  9. Beutel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennwände (C) jeweils eine Kammer (P1, P2) in der Tasche abgrenzen, wobei diese Kammern miteinander nur dann kommunizierend verbunden sind, wenn die Kanüle (4') teilweise herausgezogen ist.
  10. Beutel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (3) durch einen Kanal (8) verlängert ist, wobei die Einheit Leitung+Kanüle die Kanüle (4') aufnimmt und sich an der Seite der Tasche (P) erstreckt, daß die Tasche (P) mit der Leitung (3) über eine Öffnung (9) kommunizierend verbunden ist und daß bei nicht herausgezogener Kanüle (4'), diese die Öffnung (9) verschließt, wodurch sie die Substanz daran hindert, aus der Tasche (P) auszulaufen.
  11. Beutel nach Anspruch 10, bei dem die Tasche (P) ungefähr eine längliche rechteckige Form hat, dadurch gekennzeichnet, daß die aus der Leitung (3) und dem Kanal (8) gebildete Einheit sich parallel zu den großen Seiten der Tasche (P) erstreckt.
  12. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß er Mittel zum Öffnen des Endabschnitts (30) der Leitung umfaßt, wobei diese Mittel insbesondere aus einer auftrennbaren Zone bestehen.
  13. Beutel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsverengung mit Kegelstumpfform zwei Abschnitte (42, 43) der Kanüle trennt, in denen ihr Querschnitt kreisförmig und konstant ist, wobei derjenige (43), der am nahesten am Endabschnitt der Leitung (3) liegt, einen verringerten Durchmesser hat.
  14. Band von Beuteln (1) zur Verpackung flüssiger biologischer Substanzen, das aus einer Nebeneinanderstellung von Beuteln gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche besteht.
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