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Einrichtung zum Herstellen von ein- bzw. mehrlagiger Wellpappe Die
Erfindung bezieht sich auf Einrichtungen zum Herstellen von ein- bzw. mehrlagiger
Wellpappe.
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Wellpappe wird entweder auf einer oder beiden Seiten mit einer Lage
Papier, einer sogenannten Schutzdecke, versehen. Wellpappe, die nur auf einer Seite
eine Schutzdecke besitzt, wird im folgenden zum Unterschied von der doppelseitig
beklebten Wellpappe als einseitig beklebte Wellpappe bezeichnet.
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Es ist ferner bekannt, zwei Lagen von Wellpappe und drei Lagen Papier
zu einem Ganzen zu vereinen. Man erhält hierdurch sogenannte doppelte oder mehrlagige
Wellpappe. Es sind Maschinen bekannt, um die gewellte Lage für sich, um einseitig
beklebte oder doppelseitig beklebte Wellpappe oder auch doppelte Wellpappe herzustellen.
Die bekannten Maschinen enthalten eine Reihe von Papiervorratsrollen, die entweder
in einer Reihe senkrecht übereinander oder auch in mehreren Stockwerken eines Gebäudes
übereinander aufgebaut sind. Da die Papiervorratsrollen und die nötigen Ersatzrollen
ein beträchtliches Gewicht haben, ist für eine Lagerung der Rollen übereinander
ein kräftiges Gerüst nötig, das die Maschine stark verteuert.
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Gemäß der Erfindung sind sechs in einer Reihe hintereinander angeordnete
Papierrollen mit je einer Ersatzrolle vorgesehen, von denen drei die Papierbahn
unmittelbar nach der einen Seite an d-ie WellvoTrichtung führen, während die übrigen
drei die Papierbahnen erst nach der anderen Seite an die zweite Wellvorrichtung
und dann oberhalb der Einrichtung nach der ersten Seite führen, `wo alle Papierbahnen
in den Kleb- und Trockenvorrichtungen nach Bedarf zu zwei voneinander getrennten
oder miteinander zusammenhängenden Lagen vereinigt werden. Eine derartige Anordnung
hat den Vorteil, daß ein gedrungener Aufbau erzielt wird, bei dem sämtliche Rollen
auf dem Boden gelagert sind, so daß Träger oder Gerüste für die Lagerung der Rollen
vermieden werden. Durch die Anordnung der sechs Ersatzrollen werden längere Pausen
beim Auswechseln der Rollen vermieden.
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Die Anbringung der Wellv orrichtungen auf den beiden Seiten der Maschine
hat den Vorteil, daß die Vorrichtungen leicht zugänglich sind.
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Um eine direkte Berührung der Bürsten, die zum Andrücken der Papierbahn
dienen, und der Wellpappe in der Maschine zu verhindern, ist ein ortsfestes Papierschutzblatt
zwischen den Lagen und den Bürsten eingefügt, das nach Bedarf erneuert -werden kann.
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Mit der Einrichtung kann eine Wellpappe beliebiger Zusammensetzung
hergestellt werden, bei der z. B. die mittlere gewellte Lage in der Wellvorrichtung
nur mit einer Decklage beklebt und am Eingang einer gemeinsauren
Heiz-
und Trockenvorrichtung mit einer zweiten Decklage versehen wird.
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In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes
.dargestellt. Es ist: Fig. z eine Seitenansicht eines mittleren Teiles der Maschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht des linken Endes der Maschine, das sich links an Fig.
i anschließt, Fig.3 eine Seitenansicht des Teiles der Maschine, der sich rechts
an Fig. i anschließt, Fig.4 eine vergrößerte Ansicht des linken Endes der Fig. 3,
Fig. 5 eine Ansicht des linken Endes der Fig.2 in größerem Maßstab, Fig. 6 eine
Ansicht der Bürsten der Fig. 4 in größerem Maßstab, Fig. 7 eine Seitenansicht der
gewellten Papierlage, Fig. 8 eine Seitenansicht einer einseitig beklebten Wellpappe,
Fig. 9 eine Seitenansicht einer doppelseitig beklebten Wellpappe, Fig. io eine Seitenansicht
einer doppelten Wellpappe und Fig. i i eine Seitenansicht von zwei Lagen doppelseitig
beklebter Wellpappe, wie sie in der vorliegenden Maschine hergestellt werden.
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Eine Reihe von paarweise angeordneten . Lagerböcken i tragen Wellen
2, auf denen Vorratsrollen befestigt sind. Fig. i zeigt Vorratsrollen 4, .die das
Papier für die obere Decklage liefern, Vorratsrollen 5 für das gewellte Papier,
das die mittlere Lage bildet und Vorratsrollen 6 mit dem Papier für die untere Decklage.
Die untere Decklage wird gleichmäßiger und glatter auf das gewellte Papier aufgebracht
als die obere Decklage und wird daher bei der Herstellung von Schachteln z. B. als
äußere oder untere Seite benutzt.
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Wie aus Fig. i hervorgeht, wird das Papier nur von je einer der Rollen
4, 5 und 6 gleichzeitig abgenommen, während die zweite Rolle jeweilig eine Reserve
bildet, so daß der Betrieb der Maschine mit möglichst geringer Unterbrechung vor
sich gehen kann. Die drei Papierlagen der Fig. i werden nach rechts abgezogen, wobei
das Papier 5 unter der Rolle io (Fig. 3) und über die Rolle ii und zwischen den
gezahnten Rollen i i und 12 hindurchläuft. Das Papier- wird hier gewellt und um
die große gezahnte Rolle 13 herumgezogen. Ein Klebstoffbehälter 14 ist mit Zuführungsrollen
versehen, .die den Klebstoff auf die Spitzen oder erhöhten Kanten der Wellpappe
aufbringen, während diese um die Rolle 13 herumläuft. Die untere Lage 6 läuft um
eine Anwärinrolle 7 und um eine Rolle 8 und 9. Durch die letztere Rolle wird die
Papierlage auf die vorstehenden Erhöhungen des gewellten Papiers auf der Rolle 13
gedrückt. Die beiden Papierlagen werden auf diese Weise vereinigt und gemeinsam
durch die Rolle 13 fortbewegt. Es entsteht so eire einseitig beklebte Wellpappe.
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Das Papier verläßt die Rolle 13 und -wird um eine Rolle 15 herumbewegt.
Ein Klebstoffkasten 16 mit dazugehörigen Klebstoffwalzen befindet sich in der Nähe
der Rolle 15 und dient zum Auftragen von Klebstoff auf die erhöhten Kanten der einseitig
beklebten Wellpappe. Die Papierlage 4 läuft über Rollen 17 und 18 sowie über eine
Heiztrommel i9 und eine Rolle 2o, durch welche die Papierlage auf die vorstehenden
Kanten des einseitig beklebten Wellpapiers aufgeklebt wird, während dieses über
die Rolle 15 läuft. Auf diese Weise entsteht eine doppelseitig beklebte Wellpappe.
Die Pappe -wird darauf von der Maschine mit Hilfe von Förderwalzen 2,1, 22 und mit
Hilfe von Förderriemen 23 und 24 weiter gefördert und durch einen Rahmen mit Bürsten
25 gezogen, die gegen die untere Seite der doppelseitig beklebten Wellpappe anliegen.
Die Pappe wird dann durch einen Rahmen mit Bürsten 26 bewegt, die gegen die obere
Seite der doppelseitig beklebten Pappe liegen, wenn die Maschine zur Herstellung
nur einer Lage doppelseitig beklebter Pappe benutzt wird. Über dem Bürstenrahmen
25 befindet sich eine Heizplatte 25A und unter dein Bürstenrahmen 26 eine Heizplatte
26A, wobei in jedem Fall das Papier gegen die Heizplatte mit Hilfe der Bürsten gedrückt
wird.
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Um eine Abnutzung der Bürsten in dem Rahmen 25 zu verhindern und eine
Beschmutzung derselben oder der doppelseitig beklebten Pappe zu vermeiden, wird
eine Papierlage a7, die von einer Rolle 28 abgezogen -wird, benutzt. Diese Papierlage
liegt über den Bürsten des Rahmens 25 und wird dort festgehalten, bis sie abgenutzt
oder schmutzig ist, so daß die doppelseitig beklebte Pappe beim Durchlaufen zwischen
den Bürsten mit der Papierlage 27, jedoch nicht mit den Bürsten in Berührung kommt.
Hierdurch wird die Wellpappe selbst reingehalten. Eine ähnliche Rolle 29 ist auf
dem Bürstenrahmen 26 befestigt, von der eine Papierlage 3o abgezogen ist, die unter
den Bürsten des Rahmens 26 liegt und die darunter vorbeilaufende Wellpappe schützt,
so daß sie nur mit dem Papier, jedoch nicht mit den Bürsten in Berührung kommt.
Auch die Bürsten werden hierdurch saubergehalten. Wenn die Papierlage 27 oder
30 genügend abgenutzt oder schmutzig ist, werden einige Meter des Papiers
abgerollt. Das Papier -wird hierauf wieder festgehalten und der abgenutzte Teil
abgerissen.
Die bisher beschriebenen Teile der Maschine dienen zur
Herstellung einer einzelnen Lage doppelseitig beklebter Wellpappe. Der zugehörige
Teil der Maschine zur Herstellung der zweiten Lage Wellpappe wird. im folgenden
beschrieben: Die Vorratsrollen 34 der Fig.2 enthalten das Papier für die untere
Decklage der zweiten Wellpapplage. Die Vorratsrollen 35 enthalten das Papier, das
zur Herstellung der gewellten Schicht .dient und die Vorratsrollen 36 das Papier
für die obere Decklage. Das Papier von .den Vorratsrollen 34 und' 35 wird nach links
abgezogen. Das Papier 35 läuft zwischen den gezahnten Walzen 37 und 38 hindurch
und um die Trominel 39 herum. Ein Klebstoffbehälter 40 mit Zuführungsrollen ist
vorgesehen, um die oberen Kanten des gewellten Papiers bei der Bewegung um die Trommel
39 mit Klebstoff zu versehen. Die untere Decklage 34 läuft über Rollen 41 und 42
sowie um eine Heiztrommel 43 und eine Rolle 44 und 45, welch letztere das Papier
gegen die Kanten der gewellten Lage drückt und. diese beiden Papierlagen zu einer
einseitig beklebten Wellpappe vereinigt. Die einseitig beklebte Wellpappe läuft
dann über Rollen 46 und 47 zu einem Stapel 48, in dem mehr oder weniger Papier aufgestapelt
wird, so daß es vor der Weiterförderung trocknen kann. Das Papier wird dann nach
oben über eine Rolle 49 und nach rechts in den Fig. 2 und 3 bewegt.
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Die obere Decklage 36 läuft über eine Rolle 50 über den Vorrichtungen
der Fig.2 und 3 nach rechts. Die beiden Papierlagen durchlaufen dann Rinnen 52 und
53. Am oberen Ende jeder der Rinnen befinden sich Klötze 54 und 55, die auf dein
Papier mit einem gewissen Druck ruhen und eine Spannung des Papiers in den Rinnen
52 und 53 hervorrufen. Ein Klebstoffbehälter 56 mit Klebstoffwalzen dient dazu,
Klebstoff auf die Kanten des gewellten Papiers 35 aufzubringen. Die einseitig beklebte
Wellpappe wird mit Hilfe der Rolle 57 gegen die Klebstoffwalzen gedrückt. Die obere
Decklage 36 läuft über eine Rolle 58, um eine Heiztrommel 59 und eine Rolle
6o und kommt dann mit den oberen Kanten des gewellten Papiers 35 in Berührung, während
alle drei Lagen. unter einer Rolle 61 vorbeilaufen. Von diesem Punkt an bewegen
sich die beiden Lagen doppelseitig beklebter Wellpappe zusammen durch den Rest der
Maschine, der also dazu dient, gleichzeitig zwei Lagen doppelseitig beklebter Wellpappe
fertigzustellen.
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In Fig. 2 ist mit gestrichelten Linien angedeutet, daß die Decklage
36 gleich nach rechts geführt werden kann anstatt daß sie erst nach links oben läuft,
wobei eine Rolle 5oA an Stelle der Rolle 5o benutzt wird. Es sei ferner darauf hingewiesen,
daß die Papierlagen von den Rollen 34, 35 und 36 so hoch über den mittleren Teil
der Maschine geführt werden, daß ein Kran über den Vorratsrollen angebracht werden
kann, um ein Auswechseln der Rollen sofort nach ihrer Entleerung zu ermöglichen.