DE60080C - Verfahren und Vorrichtung zum Einschrauben von Stützen- oder Ankerrohren in Dampfkessel - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Einschrauben von Stützen- oder Ankerrohren in Dampfkessel

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DE60080C
DE60080C DENDAT60080D DE60080DA DE60080C DE 60080 C DE60080 C DE 60080C DE NDAT60080 D DENDAT60080 D DE NDAT60080D DE 60080D A DE60080D A DE 60080DA DE 60080 C DE60080 C DE 60080C
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DE
Germany
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thread
drill
pipe
tube
fastened
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DENDAT60080D
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English (en)
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M. WRIESSNIG in Witkowitz
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23GTHREAD CUTTING; WORKING OF SCREWS, BOLT HEADS, OR NUTS, IN CONJUNCTION THEREWITH
    • B23G7/00Forming thread by means of tools similar both in form and in manner of use to thread-cutting tools, but without removing any material

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Vermeidung der Ausbiegung der beiden Rohrwände durch den verschiedenen atmosphärischen Druck, demzufolge, die Wände bald stärker, bald schwächer beansprucht werden (federn), wodurch im Laufe der Zeit Undichtheiten bei den Verbindungsstellen der Rohre'mit den Wänden eintreten, wendet man Anker- oder Stützenrohre an.
Bisher wurden die Ankerrohre an der Feuerudgsseite in die Rohrwand mittelst Gasgewinde eingeschraubt und auf der Rauchkammerseite mittelst zweier Muttern, einer inneren, gewöhnlich aus Eisen, und einer äüfseren aus Metall, befestigt. Dieses Verfahren hatte den Uebelstand, dafs die Wrand zwischen den beiden Muttern nicht gehörig mit Wasser bespült werden konnte, wodurch ein Verbrennen der dazwischenliegenden Miniumdichtung möglich war.
Dieser Umstand führte zu der Idee, die Rohre sowohl in der Feuerungs- als auch Rauchkammerseite mittelst Gasgewinde zu befestigen und dabei auch möglichst viele Anker-.rohre unterzubringen. Diese Methode hat gegenüber der vorigen den Vortheil eines eventuellen Nachdichtens.
Auf beiliegender Zeichnung sind die Vorrichtungen veranschaulicht, mittelst welcher die Befestigung der Rohre auf beiden Seiten mittelst Gasgewinde bewerkstelligt werden kann.
Fig. ι stellt ein nach vorliegender Erfindung in den Wänden α und a1 befestigtes Rohr b dar.
Fig. 2 veranschaulicht eine Methode, nach welcher die Befestigung des Rohres b, Fig. 1, bewerkstelligt werden kann.
Fig. 3 stellt den bei dieser Methode angewendeten Gewindbohrer mit Bohrgestänge sammt Vorrichtungen zum Schneiden der Gewinde in die Rohrwände α α\ wenn dieselben schon fest vernietet sind, dar.
Fig. 4 veranschaulicht den Vorgang nach einer anderen Methode zur Befestigung der Rohre mittelst Gasgewinde auf beiden Seiten. . Fig. 5 zeigt den Gewindebohrer sammt Gestänge und Gewindemuffe für diese Methode.
Laut beiliegender Zeichnung wird das Ankerrohr um das Stück, um welches es durch das Gewinde geschwächt worden ist, stärker genommen, oder es wird auf beiden Seiten aufgestaucht. Die Löcher in den Rohrwänden müssen genau gebohrt sein, und zwar so, dafs das eine gröfser ist, und man das Rohr ' ganz bequem durch die weitere Oeffnung durchstecken kann. Dabei ist zu bemerken, dafs beim Einschrauben des Rohres vier bis fünf Gänge auf der einen Seite bereits greifen müssen, bis das Gewinde auf der anderen Seite zu greifen beginnt. Dies dient dazu, um beim Einschrauben eine Führung zu erhalten.
Nach der ersten Methode befindet sich das Gewinde bereits in der einen Rohrwand a1 und auf dem gröfseren .Rohrdurchmesser bl aufgeschnitten (Fig. 2). Es ist nun die Aufgabe, das Gewinde in die zweite Wand zu schneiden und den entsprechenden Gewindegang auf dem zweiten Rohrende zu suchen.
Man nimmt das Bohrgestänge c, Fig. 3, mit Bohrer d und schneidet, nachdem vorher die Führungsmuffe e überschoben wurde, das Gewinde in die zweite Wand. Ist dies geschehen, so staucht oder feilt man das Rohr vorn etwas (6 bis 7 mm) konisch (Fig. 2) und

Claims (1)

  1. führt es durch die gröfsere Oeffnung ein. Vor dem Einführen jedoch wird der konische Theil mit etwas Minium angestrichen, und ist beim Einführen zu beachten, dafs auf der einen Seite vier bis fünf Gänge greifen müssen. Mit Hülfe einer Rohrzange schraubt man das Rohr ein und bekommt durch einen Ritz den übereinstimmenden Gang bezeichnet.
    Das Gewinde selbst wird mittelst einer Schneidkluppe oder besser auf der Drehbank ausgeschnitten.
    Nach der zweiten Methode befindet sich das Gewinde bereits auf beiden Seiten des zu befestigenden Rohres und in der gröfseren Oeffnung der Rohrwand (Fig. 5). Hier geht man folgendermafsen vor:
    Man nimmt, wie Fig. 4 zeigt, Bohrer d mit Gestänge c\ schiebt die Gewindemuffe / genau darüber und legt jetzt Bohrer und Muffe (Fig. 4) genau in die Gewinde des Rohres. Nachdem dies geschehen, fixirt man mittelst der Muttern g und gx die Muffe und fängt an, das Gewinde in die zweite Wand zu schneiden. Dabei sei auch bemerkt, dafs Bohrer und Muffe das gleiche Gewinde haben mufs, und auch hier vier bis fünf Gänge der Muffe früher eingreifen müssen.
    Pa tent-Ans ρ rüche:
    Verfahren, Stützen- oder Ankerrohre bei Röhrendampfkesseln auf beiden Seiten mittelst Gewinde zu befestigen, darin bestehend, dafs man die zu befestigenden Stützen (oder Rohre) an beiden Enden und von den beiden Kesselrohrwänden die eine mit Gewinde versieht, hierauf einen, an dem einen Ende ein festes, an dem anderen ein verstellbares Gewinde besitzenden Gewindebohrer mittelst des verstellbaren Gewindes derart in die Gewinde der beiden Rohrenden einlegt, dafs die Gewindegänge des Bohrers mit jenen des Rohres genau übereinstimmen, sodann das verstellbare Gewinde am Bohrer festmacht und schliefslich mittelst desselben das Gewinde in die zweite Kesselrohrwand schneidet, worauf das Stützenrohr in die Gewinde der Kesselrohrwände leicht und passend eingeschraubt werden kann.
    Zur Durchführung des unter 1. bezeichneten Verfahrens die Combination des Bohrgestänges c1 sammt Bohrer d mit der durch die Muttern g und g1 verstellbaren Gewindemuffe f.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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