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Die
Erfindung betrifft einen Ventilaufbau zum automatischen Umkehren
der Bewegungsrichtung eines Aktuators, welcher mittels eines Druckmediums
betrieben wird, insbesondere einem hydraulischen Fluid.
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Insbesondere
ist die vorliegende Erfindung für
den Einsatz des Ventilaufbaus als eine Komponente einer hydraulischen
Betätigungsvorrichtung
für einen
umkehrbaren Pflug vorgesehen ist.
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In
dem landwirtschaftlichen Sektor sind sogenannte umkehrbare Pflüge weit
verbreitet. Ein umkehrbarer Pflug ist mittels einer Anordnung an
einem Traktor angebracht, die es ermöglicht, auf einer der zwei
Seiten des Traktors wie gewünscht
zu pflügen. Der
Pflug kann sich um eine Steuerwelle drehen, welche sich normalerweise
im wesentlichen horizontal in die Längsrichtung des Traktors erstreckt.
Bei einem großen
und schweren Pflug ist es üblich,
daß der Pflug
zunächst
in eine Stellung bewegt wird, die einer engen Pflugbreite entspricht,
bevor der Pflug um seine Steuerwelle gedreht wird. Nachdem er umge kehrt wurde,
wird der Pflug auf die gewünschte
Pflugbreite zurückgesetzt.
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Die
oben erwähnten
zwei Hauptbewegungen des umkehrbaren Pfluges werden normalerweise mittels
einer hydraulischen Betätigungsvorrichtung mit
zugeordneten Aktuatoren, insbesondere doppeltwirkende Hydraulikzylinder
verwirklicht. Das komprimierte hydraulische Fluid, welches diesen
Zylindern zugeführt
werden muß,
wird normalerweise mittels einer hydraulischen Pumpeneinheit gefördert, welche
sich auf dem Traktor befindet, und unter anderem eine Pumpe und
ein Reservoir umfaßt.
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Wenn
der Fahrer des Traktors den Pflug umkehren will, ist es in den bekannten
Vorrichtungen ausreichend, einen einzigen Knopf zu betätigen, wonach
die Kreisbewegung des Umschaltzylinders und wenn notwendig des Breiten-Justierzylinders
automatisch fortfährt.
Wenn der Pflug umgekehrt wird, gleitet die Kolbenstange des Umschaltzylinders
normalerweise erst nach innen und dann zurück nach außen, so daß ein Umkehren der Bewegungsrichtung
der Kolbenstange dadurch stattfindet. Dieses Umkehren wird mittels
eines dedizierten Ventilaufbaus, welcher ein Teil der hydraulischen
Betätigungsvorrichtung
darstellt, automatisch durchgeführt.
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Die
bekannten hydraulischen Betätigungsvorrichtungen
und insbesondere der Teil dieser Vorrichtungen, welcher die Bewegungsrichtung
des/der Umschaltzylinder (S) automatisch umkehren, haben zahlreiche
Nachteile. Diese Nachteile werden insbesondere in Pflugsystemen
mit zwei umschaltbaren Zylindern angetroffen. Ein erster Nachteil
ist, daß die Anordnung
der bekannten Ventilaufbauten unerwünscht komplex ist, was zu hohen
Kosten, teuren Wartungen und auch einem unerwünschten hohen Risiko von Fehlern
führt.
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Ein
weiteres Problem der bekannten Vorrichtungen besteht darin, daß es manchmal
notwendig ist, die Bewegung des Pfluges anzuhalten, während der
Pflug umgekehrt wird, beispielsweise wenn es noch nicht gewünscht ist,
den Pflug auf den Boden auf der anderen Seite zu setzen. Wenn die
Umkehrbewegung anschließend
fortgesetzt werden soll, ist es bei einigen bekannten Ventilaufbauten
möglich, daß sich der
Pflug nicht weiter in die geeignete Richtung dreht, sondern eher
unbeabsichtigt beginnt, sich auf die andere Seite zu bewegen. Es
wurde herausgefunden, daß diese
ungewünschte
Situation unter anderem von der Konstruktion, insbesondere dem Gewicht
des Pfluges und von der Stellung in welcher das Umkehren des Pfluges
gestoppt wird, abhängt. Dies
liegt daran, daß diese
Elemente die Last auf dem Umschaltzylinder und daher den hydraulischen Arbeitsdruck
in dem hydraulischen System bestimmen. In einigen bekannten hydraulischen
Betätigungsvorrichtungen,
kann ein bestimmter Arbeitsdruck dazu führen, daß das Umschaltventil ungewollt eine
andere Stellung einnimmt und dadurch die Umkehrrichtung des Pfluges
ungewollt geändert
wird.
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Die
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, die oben genannten Nachteile
zu beheben.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen
Ventilaufbau gemäß dem Anspruch
1 gelöst.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
des erfindungsgemäßen Ventilaufbaus
und auch der hydraulischen Betätigungsvorrichtung
für einen
umkehrbaren Pflug, der mit einem derartigen Ventilaufbau versehen
ist, sind in den Ansprüchen
und der folgenden Beschreibung mit Bezugnahme auf die Zeichnung
beschrieben, in welcher:
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1 eine schematische Darstellung
eines Schnittes durch eine erfindungsgemäße hydraulisch umkehrbare Pflugbetätigungsvorrichtung
zeigt, deren Abschnitt für
das Umkehren des umkehrbaren Pfluges (nicht dargestellt) verantwortlich
ist,
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2a bis 2d die zwei Pflug-Umschaltzylinder gemäß der 1 in vier Stellungen wäh rend des Umkehrens
des Pfluges zeigen, und
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3 bis 8 eine detailliertere Darstellung einer
bevorzugten Ausführungsform
des Ventilaufbaus zeigt, welche für das automatische Umkehren
der Bewegungsrichtung eines Umschaltzylinders gemäß den 1 und 2 verantwortlich ist, wobei verschiedene
Schaltstellungen des Ventilaufbaus gezeigt werden.
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Die 1 und 2 zeigen zwei hydraulische Pflugumschaltzylinder 1, 2.
Die Zylinder 1, 2 sind von der Art eines doppeltwirkenden
Zylinders und haben jeweils eine Kolben/Kolbenstangenanordnung 3, 4 und
eine grundseitige Verbindungsöffnung 5, 6 und eine
kolbenstangenseitige Verbindungsöffnung 7, 8.
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Die
Zylinder 1, 2 sind zwischen einem Rahmen 10 und
einem Abstandhalter 11, welcher derart montiert ist, daß er sich
um eine Steuerwelle 12 im Hinblick auf den Rahmen 10 drehen
kann, angeordnet. Der Rahmen 10 ist auf die eine oder andere
Weise an dem Traktor (nicht dargestellt) angebracht, und der Umkehr-Abstandhalter 11 bildet
einen Teil eines umkehrbaren Pfluges, welcher nicht genauer dargestellt
ist. Es sollte beachtet werden, daß die in den 2a bis 2d gezeigte
Anordnung der Umschaltzylinder 1, 2 für sich bekannt
ist. Übrigens
ist eine An ordnung, in welcher der Umkehr-Abstandhalter 11 einen
Teil des Traktors bildet oder an dem Traktor angebracht ist und
der Rahmen 10 einen Teil des Pfluges bildet auch bekannt.
Es wird deutlich, daß die vorliegende
Erfindung auch in dieser Ausführung
eingesetzt werden kann.
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Die 2a zeigt eine erste Umkehrendstellung,
in welcher es beispielsweise möglich
ist, auf der rechten Seite des Traktors zu pflügen, und 2d zeigt eine zweite Umkehrendstellung,
in welcher es dann möglich
ist, auf der linken Seite des Traktors zu pflügen. 2b und 2c zeigen
Zwischenstellungen des Umkehr-Abstandhalters 11.
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Aus
der 1 ist zu sehen,
daß jeder
der Umschaltzylinder 1, 2 einen zugeordneten erfindungsgemäßen Ventilaufbau 20, 20' aufweist, deren Ventilaufbau
identisch ist, und folglich wird nur der Ventilaufbau 20 im
Detail unten beschrieben.
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Aus
den 2a bis 2d ist zu sehen, daß wenn der
Pflug umgekehrt wird, zunächst
der Kolben/Kolbenstangenaufbau 3, 4 eines jeden
Umschaltzylinders 1, 2 eingefahren wird, bis er
seine Totlage erreicht, die möglicherweise
der maximal eingefahrenen Stellung entspricht, und daß der entsprechende
Kolben/Kolbenstangenaufbau 3, 4 dann wieder ausgefahren
wird. Bei diesem Vorgang erreichen die Kolben/Kolbenstangenaufbauten 3, 4 ihre
Totlage zu unterschiedlichen Zeiten (vgl. 2b, 2c).
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Der
Ventilaufbau 20 ist derart aufgebaut, daß die Bewegungsrichtung
des Kolbens/Kolbenstangenaufbaus 3 des zugeordneten Umschaltzylinders 1 automatisch
umgekehrt wird, weshalb es notwendig ist, daß das hydraulische Fluid dann
nicht weiter zu der kolbenseitigen Verbindungsöffnung 7 gefördert wird, sondern
eher zu der grundseitigen Verbindungsöffnung 8.
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Die 1 zeigt schematisch die
Anordnung des Ventilaufbaus 20, dessen Anordnung unten
diskutiert wird.
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Die 3 bis 8 zeigen eine mögliche praktische Realisierung
dieser schematisch dargestellten Anordnung, in welcher alle Komponenten
des Ventilaufbaus in einem gemeinsamen Block untergebracht sind.
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Der
Ventilaufbau 20 umfaßt
eine erste Öffnung 21 und
eine zweite Öffnung 22.
In diesem Fall ist es möglich – abhängig von
der Schaltstellung eines Ventils oder eines anderen Ventilaufbaus 30, welcher
vor den Ventilaufbauten 20, 20' angeordnet ist – daß eine Öffnung mit
einer Quelle verbunden wird, um das komprimierte hydraulische Fluid
zu fördern,
insbesondere eine Pumpe P, und daß die andere Öffnung mit
einem im wesentlichen drucklosen Reservoir für das hydraulische Fluid T
verbunden ist.
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Der
Ventilaufbau 20 umfaßt
des weiteren eine dritte Öffnung 23 und
eine vierte Öffnung 24, welche
in diesem Fall jeweils mit der grundseitigen Öffnung 5 und der kolbenstangenseitigen Öffnung 7 des
Zylinders 1 verbunden ist.
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Der
Ventilaufbau 20 umfaßt
des weiteren ein Umschaltventil 25, welches indirekt hydraulisch
betrieben wird. Dieses Umschaltventil 25 ist ein Zweistellungs-Gleitventil
mit einem Gleitkörper 26 (vgl. 3 bis 8). Der Gleitkörper 26 kann eine
erste und eine zweite Stellung einnehmen; in der ersten Stellung
ist die erste Öffnung 21 mit
der dritten Öffnung 23 und
die zweite Öffnung 22 mit
der vierten Öffnung 24 verbunden.
In der zweiten Stellung des Gleitkörpers 26 ist die erste Öffnung 21 mit
der vierten Öffnung 24 und
die zweite Öffnung 22 mit
der dritten Öffnung 23 verbunden.
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Der
Gleitkörper 26 wird
durch Hydraulikmittel von einer Stellung in die andere und wieder
zurück bewegt,
und daher ist keine Federrückholung
in eine der beiden Stellungen notwendig, wie es in den bekannten
oben erwähnten
Ventilaufbauten der Fall ist.
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Für diese
Bewegung ist der Gleitkörper 26 mit
einer ersten Steueroberfläche 27 derart
versehen, daß wenn
ein Steuerdruck auf die erste Steueroberfläche 27 aufgebracht
wird, der Gleitkörper
in die erste Stellung gedrückt
wird. Des weiteren ist der Gleitkörper 26 mit einer
Steueroberfläche 28 derart versehen,
daß, wenn
ein Steuerdruck auf die Steueroberfläche 28 aufgebracht
wird, der Gleitkörper 26 in die
zweite Stellung geschoben wird.
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Der
Steuerdruck auf den Steuerdruckoberflächen 27, 28 des
Umschaltventils 25 wird mittels eines ersten Vorschaltventils 40 und
eines zweiten Vorschaltventils 50 reguliert.
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Die
Vorschaltventile 40, 50 sind im wesentlichen identisch
konstruiert und haben jeweils einen zugeordneten Vorschaltventilkörper 41, 51.
Jedes Vorschaltventil 40, 50 hat eine zugeordnete
Zuführöffnung 42, 52,
welche jeweils mit der ersten Öffnung 21 und
der zweiten Öffnung 22 des
Ventilaufbaus 20 verbunden sind. Des weiteren hat jedes
Vorschaltventil 40, 50 eine Auslaßöffnung 43, 53,
welche jeweils mit der ersten Steueroberfläche 27 und der zweiten
Steueroberfläche 28 des
Gleitkörpers 26 des Umschaltventils 25 jeweils über eine
Leitung 44, 54 verbunden ist.
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In
ihrer geschlossenen Stellung (vgl. 3) schließt der Vorschaltventilkörper 41, 51 die
Verbindung zwischen der zugeordneten Zuführöffnung und der Auslaßöffnung.
Jeder Vorschaltventilkörper 41, 51 ist
mit einer Schließfeder 45, 55 versehen,
welche den Vorschaltventilkörper
in seine geschlossene Stellung drückt. Des weiteren ist für jeden
Vorschaltventilkörper 41, 51 eine
Schließfläche 46, 56 derart vorgesehen,
daß wenn
ein definierter hydraulischer Druck auf die Schließfläche 46, 56 aufgebracht
wird, der Ventilkörper 41, 51 in
die geschlossene Stellung gedrückt
wird.
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Der
Teil des Ventilkörpers 41, 51 der
in der geschlossenen Stellung des zugeordneten Vorschaltventils 40, 50 dem
hydraulischen Druck an der Öffnung 21 oder
der Öffnung 22 ausgesetzt
ist, bildet eine Öffnungsfläche 47, 57 derart,
daß, wenn
Druck auf die Öffnungsfläche aufgebracht
wird, der Vorschaltventilkörper
in die geöffnete
Stellung gedrückt wird.
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1 und 3 bis 8 zeigen
auch ein erstes Rückschlagventil 60 und
ein zweites Rückschlagventil 61,
welche jeweils zwischen der ersten Steueroberfläche 27 des Umschaltventils 25 und
der ersten Öffnung 21 und
zwischen der zweiten Steueroberfläche 28 des Umschaltventils 25 und
der zweiten Öffnung 22 angeordnet
sind. Die ersten und zweiten Rückschlagventile 60, 61 sind
in diesem Fall in der Form eines Feder-Rückstell-Kugelventils und nahe der
Richtung der entsprechenden Steueroberfläche 27, 28 des
Umschaltventils 25. Es sollte beachtet werden, daß als eine
Alternative zu einer Kugel es auch möglich wäre, beispielsweise einen Konus
in den Rückschlagventilen
einzusetzen.
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Die
in 1 gezeigte schematische
Darstellung offenbart, daß die
Schließsteuerflächen 46, 56 der
zwei Vorschaltventile 40, 50 mit der dritten Öffnung 23,
wozu die Leitungen 65, 66 in den 3 bis 8 vorgesehen
sind, verbunden sind.
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Des
weiteren ist ein Gegendruckeinstellmittel zwischen der dritten Öffnung 23 und
dem Umschaltventil 25 vorgesehen. Das Gegendruckeinstellmittel
ermöglicht
dem hydraulischen Fluid, von der dritten Öffnung 23 zum Umschaltventil 25 zu
fließen, wobei
es einen definierten Gegendruck an der dritten Öffnung 23 erzeugt,
deren Gegendruck über
die Leitungen 65, 66 auch auf die Schließsteuerflächen 46, 56 der
Vorschaltventile 40, 50 aufgebracht wird.
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In
diesem Beispiel umfaßt
das Druckeinstellmittel ein drittes Rückschlagventil 67 zwischen
dem Umschaltventil 25 und der dritten Öffnung 23, wobei das
dritte Rückschlagventil 67 in
der Richtung des Umschaltventils 25 schließt. In diesem
Beispiel ist dieses Rückschlagventil 67 auch
in der Form eines Feder-Rückstell-Kugelventils
ausgebildet. Des weiteren ist ein Gegendruck-Einstellventil 70 parallel
mit dem dritten Rückstellventil 70 zwischen
der dritten Öffnung 23 und
dem Umschaltventil 25 angebracht. Dieses Ventil 70 hat
einen Ventilkörper 71,
welcher durch Rückstellmittel
in der Richtung der geschlossenen Stellung belastet wird und öffnet, wenn
ein ausreichender Gegendruck an der dritten Öffnung 23 herrscht.
In diesem Fall sind die Rückstellmittel
durch eine Haltefeder 72 ausgebildet. Des weiteren ist
auf der Seite der Haltefeder 72 eine Ausgleichsleitung 73 vorgesehen,
die zum Umschaltventil 25 führt. Die Leitung 73 wird
eingesetzt, um ein Druckaufbau hinter dem Ventilkörper 71 in
Folge von austretendem Öl
zu verhindern, und sieht auch die Möglichkeit vor, eine Druckdifferenz
zu schaffen, die der Belastung der Feder 72 entspricht.
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Das
Umschaltventil 25 ist mit Haltemitteln 80 versehen,
die eine bistabile Bewegung des Gleitkörpers 26 hervorruft,
d.h. diese Mittel 80 sind konstruiert, um den Gleitkörper 26 in
jeder der beiden Schaltstellungen zu halten. In diesem Fall sind
die Haltemittel 80 derart konstruiert, daß es möglich ist,
den Gleitkörper
von einer Stellung in die andere Stellung zu bewegen, wenn eine
der beiden Steueroberflächen 27, 28 des
Umschaltventils 25 aktiviert ist.
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Die 3 bis 8 zeigen eine mögliche Ausführungsform der Haltemittel.
In diesem Beispiel umfassen diese Mittel 80 einen Stift 81,
welcher gegen den Gleitkörper 26 mit
einer Federkraft von einer Feder, die nicht dargestellt ist, gedrückt wird.
Der Gleitkörper 26 ist
mit zwei konischen Flächen 82, 83 versehen,
gegen die der Stift gestützt
werden kann. Die Flächen 82, 83 grenzen
mit ihrem größten Durchmesser
im Zentrum aneinander an. Offensichtlich wird der Gleitkörper 26 vorzugsweise
eine Stellung einnehmen, in welcher der Stift 81 sich gegen
den kleinsten Durchmesser dieses Teils des Gleitkörpers 26 stützt. Die
Haltemittel 80 versichern, daß der Gleitkörper 26 des
Ventils 25 seine letzte eingenommene Stellung beibehält, wenn
kein hydraulischer Steuerdruck auf die beiden Steueroberflächen 27, 28 wirkt und
wenn beide Steueroberflächen
einem identischen Steuerdruck ausgesetzt werden. Es ist verständlich,
daß die
Haltemittel 80 auch verschieden konstruiert sein können, um
die beschriebene "bistabile" Haltfunktion zu
erlangen.
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Die
Art, auf welche der Ventilaufbau 20 wirkt, wird in genauerem
Detail mit Bezugnahme auf die 3 bis 8 in Kombination mit der 1 beschrieben, mit der Voraussetzung,
daß das
Umkehren in Gang gesetzt wird, wobei von der ersten in 2a gezeigten Umkehrendlage
begonnen wird.
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3 zeigt den Ventilaufbau 20 in
dem Zustand, in welchem kein Umschalten im Gang ist und das Ventil 30 sich
in der Mittelstellung befindet. In dem in 3 dargestellten Startzustand ist das
Umschaltventil 25 in der zweiten Schaltstellung, welche sich
von der in der schematischen Darstellung von der 1 gezeigten unterscheidet, so daß die erste Öffnung 21 mit
der vierten Öffnung 24 und
die zweite Öffnung 22 mit
der dritten Öffnung 23 verbunden
ist.
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Der
Betrieb des Ventils 30 (vgl. 1)
verbindet die erste Öffnung 21 mit
der Pumpe P und die zweite Öffnung 22 mit
den Reservoir T. Über
das Umschaltventil 25 fließt das hydraulische Fluid zu
der vierten Öffnung 24 und
dadurch zu der kolbenstangenseitigen Öffnung 7 des Zylinders 1.
Als Folge wird die Kolben/Kolbenstangenanordnung 3 eingefahren. Das
hydraulische Fluid fließt
aus dem Zylinder 1 über die Öffnung 5 heraus
und zu der dritten Öffnung 23, wobei
es das Ventil 70 öffnet
(vgl. 4). Die Flüssigkeit
fließt
dann durch das geöffnete
Ventil 70 zu dem Umschaltventil 25 und von dort
zu der zweiten Öffnung 22.
Das Ventil 70 baut einen Gegendruck auf, wobei der Gegendruck
auch auf die Schließflächen 46, 56 der
Ventile 40, 50 wirkt und die Feder unterstützt, welche
sich in diesem Bereich befindet. Als Ergebnis bleiben diese Ventile 40, 50 wie
in 4 gezeigt geschlossen.
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Wenn
beim Einfahren des Kolbens/Kolbenstangenaufbaus 3 die Totlage
erreicht wird (2b), nimmt
der Ausfluß aus
dem Zylinder 1 über
die Öffnung 5 und
daher auch der Druck auf die Schließflächen 46, 56 ab.
Der Druck an der Öffnung 21 wird auch
steigen, wenn der Kolben/Kolbenstangenaufbau 3 nicht weiter
eingefahren werden kann. Dieser Druck übersteigt die Kraft der Feder 45,
so daß das Ventil 40 sich
wie in 5 gezeigt öffnet. Über die Leitung 44 erreicht
dieser Druck die Steueroberfläche 27 des
Gleitkörpers 26,
so daß der
Gleitkörper 26 in
seine erste Schaltstellung (vgl. 5)
bewegt wird. Das hydraulische Fluid, welches über die erste Öffnung 21 zugeführt worden
ist, fließt
dann über
das Umschaltventil 25 zu der dritten Öffnung 23 und dadurch
zu der grundseitigen Verbindungsöffnung 5 des
Zylinders 1. Die kolbenseitige Verbindungsöffnung 7 ist
dann über
die vierte Öffnung 24 mit
der zweiten Öffnung 22 und
somit mit den Reservoir T verbunden. Als Ergebnis fährt der
Kolben/Kolbenstangenaufbau 3 des Zylinders 1 aus,
durch welchen Vorgang die Bewegungsrichtung des Zylinders 1 vollständig automatisch
umgekehrt wird. Das Ausfahren setzt sich fort, bis es vollendet
ist (vgl. 2d) und die
zweite Umschaltendstellung erreicht worden ist.
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Es
ist deutlich, daß tatsächlich der
gleiche Kreislauf bei dem anderen Umschaltzylinder 2 vorgesehen
ist, mit Ausnahme, daß die
Bewegungsrichtung zu einem späteren
Zeitpunkt umgekehrt wird.
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Wenn
dann eine Umkehrbewegung gewünscht
ist, die von der zweiten Endlage (2d) beginnt,
ist der dem Zylinder 1 zugeordnete Kreislauf wie folgt.
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Zunächst befindet
sich der Ventilaufbau 20 in der in 6 gezeigten Stellung, wobei das Ventil 30 (vgl. 1) sich in seiner Mittelstellung
befindet.
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Der
Betrieb des Ventils 30 kann versichern, daß die Pumpe
P mit der zweiten Öffnung 22 und
die erste Öffnung 21 mit
dem Reservoir T verbunden sind. Dann fließt hydraulisches Fluid über das
Umschaltventil 25 zu der vierten Öffnung 24 und von
da aus zu den kolbenstangenseitigen Verbindungsöffnungen 7 des Zylinders 1.
Als Ergebnis fährt
der Kolben/Kolbenstangenaufbau 3 ein. Das zurückfließende Fluid
vom Zylinder 1 öffnet
das Ventil 70 (vgl. 7)
und fließt
zu der ersten Öffnung 21 über das Ventil 70 und
das Umschaltventil 25. Das Ventil 70 erzeugt einen
Gegendruck, welcher auf die Schließflächen 46, 56 der
Ventile 40, 50 wirkt, so daß diese Ventile 40, 50 verschlossen
bleiben (vgl. 7).
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Wenn
der Kolben/Kolbenstangenaufbau 3 des Zylinders 1 seine
vollständig
eingefahrene Stellung erreicht, nimmt der Rückfluß ab – und daher wird der Gegendruck
an dem Ventil 70 beseitigt – und der Druck an der zweiten Öffnung 22 wird
verstärkt.
Als Ergebnis öffnet
das Vorschaltventil 50 (vgl. 8) und
der hydraulische Druck gelangt über
die Leitung 54 auf die Steueroberfläche 28 des Gleitkörpers 26. Als
Ergebnis wird der Gleitkörper 26 aus
der ersten Stellung in die zweite Stellung (vgl. 8) bewegt. Als Ergebnis wird der Kolben/Kolbenstangenaufbau 3 des
Zylinders 1 dann wieder auseinander gefahren.
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Auch
in diesem Fall wird deutlich, daß der Kreislauf des Zylinders 2 ähnlich ist,
allerdings mit einem früheren
Zeitpunkt der Umkehr.
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Wenn
während
des Umkehrzyklusses das Ventil 30 betätigt wird und in der Mittelstellung
angeordnet ist, um den Umkehrbetrieb zu unterbrechen, kann dieser
Kreislauf folglich wegen des Ventils 30, welches betätigt wurde,
in der gleichen Richtung fortgesetzt werden, oder, wenn das Ventil 30 in
die andere Stellung bewegt wurde, kann er in die andere Richtung
fortgesetzt werden.
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Mit
dem erfindungsgemäßen Ventilaufbau
ist der Betrieb des Umschaltventils 25 sehr stabil, insbesondere
wegen der Anwesenheit der Haltemittel 80, d.h. die Bewegung
des Gleitkörpers 26 ist über einen großen Bereich
unabhängig
von dem Arbeitsdruck im hydraulischen System.
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Es
ist verständlich,
daß der
Ventilaufbau 20 auch für
eine Pflugumkehrvorrichtung mit einem einzelnen Umkehrzy linder,
welches ein Zustand ist, der auch in der Praxis auftritt, eingesetzt
werden kann.
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Des
weiteren ist es deutlich, daß der
erfindungsgemäße Ventilaufbau
nicht nur zum Umkehren von Pflügen
sondern auch für
jegliche Anordnungen, in welchen eine automatische Umkehr eines
Aktuators, der mittels eines Druckmediums betrieben wird, gewünscht ist,
eingesetzt werden kann. Man sollte zur Kenntnis nehmen, daß es auch
möglich
ist, komprimierte Luft o.ä.
als Druckmedium anstelle eines hydraulischen Fluids einzusetzen.
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Der
Ventilaufbau 20 kann als eine vollständig geschlossene Einheit konstruiert
sein, vorzugsweise in der Form eines Ventilblocks, so daß sein Betrieb nicht
von außen
sabotiert werden kann. Des weiteren kann der Ventilaufbau 20 an
jedem beliebigen gewünschten
Ort angebracht werden, beispielsweise mit einem Ventilaufbau, welcher
mit dem Breiten-Justierungszylinder eines umkehrbaren Pfluges einwirkt, kombiniert
werden.