DE599313C - Verfahren zur Herstellung von Isoliergehaeusen mit eingebetteten metallischen Befestigungsteilen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Isoliergehaeusen mit eingebetteten metallischen BefestigungsteilenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung widerstandsfähiger Isoliergehäuse
für Elektrizitätszähler oder andere elektrische Apparate aus faserstoffhaltiger Preßmasse,
insbesondere aus mit Kunstharz versehenen Faserstoffstapeln mit eingebetteten metallischen
Befestigungsteilen.
Erfindungsgemäß werden in einem ersten Arbeitsgang Faserstoffstapel fast fertig vorgepreßt,
hierauf unter Zwischenlage von vorzugsweise flächenhaften Metallteilen aufeinandergelegt
und in einem zweiten Arbeitsgang in einer dem Isoliergehäuse entsprechenden Form zusammengebacken und fertiggepreßt.
Dieses Verfahren bietet den Vorteil, daß verhältnismäßig dünnwandige, leichte, widerstandsfähige
Zählergehäuse mit eingebetteten Metallteilen bequem in der Massenfabrikation
hergestellt werden können. Für die eingelegten Metallteile sind in der Hauptsache keine
besonderen Abstützvorrichtungen in der Preßform erforderlich, da sie an sich schon durch
die vorgepreßten Stapel genügend gestützt werden.
Durch die Erfindung "wird ferner noch der Vorteil erzielt, daß bei der Herstellung der
Gehäuse vermieden wird,· daß sich der starke Druck, der bei der Verdichtung des Isolierstoffes
erforderlich ist, auf die einzubettenden Metallteile überträgt.
An Hand der Zeichnung soll die Erfindung näher erläutert werden. Aus einem Stapel
von mit Kunstharz »versehenen Papierblättern
o. dgl. wird die Schalenform 1 (Abb. 1) mit
der Durchbrechung 2 im Böden 3 und mit den Befestigungsösen 4 für die Gehäusekappe
vorgepreßt. Die einzelnen Isolierblätter werden vor dem Preßvorgang zweckmäßig an den
Rändern eingeschnitten, damit sie sich leichter umlegen. In entsprechender Weise wird
die bei 5 und 6 durchbrochene Deckscheibe 7 vorgepreßt. Dann werden die Blechmembran
8 mit den Löchern 9 und die Aufhängeösen 10 mit den Bohrungen 11 zwischen
die Schichten 1, 7 in die Preßform eingelegt, durch einspringende Teile der Preßform, die
sich gegen die freien Flächen der Metallteile stützen, an den Bohrungen 9, 11 festgehalten,
und hierauf wird unter Anwendung von Druck und Hitze das Gehäuse fertiggepreßt.
Die zur Befestigung des Zählertraggerüstes dienende, zwischen die vorgepreßten Isolierschichten
des Gehäuses eingelegte Membran 8 wird zweckmäßig nur längs ihrer Ränder in das Isoliermaterial eingebettet.
Nach einer anderen Ausführungsform des Verfahrens, auf die sich Abb. 2 bezieht,, werden
zuerst zwei schalenförmige Teile 12, 13 vorgepreßt; in den äußeren Teil wird die mit
einer Isolierschicht 14 vorher umpreßte Metallmembran 15 eingelegt. Durch die
Schlitze 16 werden die Aufhängeösen 10 ein
Stück eingeschoben, hierauf wird die Schale 12 in die Schale 13 eingeschoben und das Ge- 6g
häuse in derselben Weise wie bei Abb. 1 fertiggepreßt. Um die Gehäusemuttern 17 in
den Befestigungsösen 4 für das Gehäuse zu
599 B13
verbinden, sind sie in einen Blechwinkel 18
eingenietet, dessen einer Schenkel zwischen die Schalenwände 12, 13 ragt.
Abb. 3 zeigt den fertiggepreßten Gehäusetopf gemäß Abb. 1. An der Membran 8 ist
unter Zuhilfenahme der Doppelmutter 19, der Schrauben 20 und der Hohlsäulen 21 der
Rückenteil 22 des Zählergerüstes 23 befestigt.
Die öffnungen S, 6, die für die Abstützung der Eisenteile während des Preßvorganges
frei bleiben mußten, sind durch Isoliermasse,
z. B. aus einem gehärteten Kitt aus Cumaronharz, abgedeckt. Das fertige Gehäuse zeichnet
sich durch hohe Festigkeit, Elastizität, Säurebeständigkeit, gefälliges Aussehen und hohe
Isolierfestigkeit aus.
In ähnlicher Weise kann, wie Abb. 4 zeigt, in der Gehäusekappe 24 die Fassung für das
Glasfenster 25 eingepreßt werden. Es wird zuerst der schalenförmige Teil 24 in derselben
Weise wie der Teil 1 der Abb. 1 vorgepreßt, hierauf wird der mit dem Flansch 26 (linke
Hälfte der Abb. 4) und mit den umlegbaren Klauen 27 versehene Fensterrahmen 28 ein-
»-5 gelegt und mit der vorgepreßten Scheibe 29 abgedeckt. Der Fensterrahmen wird in der
Preßform zweckmäßig mittels der zunächst nicht umgebogenen Klauen 270 festgehalten,
und hierauf wird die Kappe fertiggepreßt. Nach dem Einlegen der Scheibe 25 werden
die Klauen 270 in die Stellung 27 umgebogen. In der rechten Hälfte der Abb. 4 besteht
die Fensterfassung aus dem Teil 30 von winkeligem Profil und dem Blechring 31 mit
dem über den Flansch des Rahmens 30 gefalzten inneren Rand 32.
Die schalenförmigen Teile können statt aus Faserstoffblättern auch dadurch hergestellt
werden, daß man eine Faserstoffbahn etwa in der Form des Schalenrandes aufwickelt, wobei
aber dieser Wickelkörper in axialer Richtung wesentlich länger gemacht wird, als der
Randhöhe des Endprodukts entspricht. Der eine Rand wird eingeschnitten und nach innen als Boden eingelegt.
Will man keine Faserstoffblätter verwenden, so kann man die einzelnen Teile auch
aus Papiermache oder Pappe pressen, sie hierauf mit härtbarem Harz durchtränken,
dann zwischen die einzelnen Schichten die Metallteile einlegen und hierauf das Gehäuse
fertigpressen.
Claims (7)
- Patentansprüche:i. Verfahren zur Herstellung von Isoliergehäusen für Elektrizitätszähler oder für andere elektrische Apparate aus faserstoffhaltiger Preßmasse, insbesondere aus mit Kunstharz versehenen Faserstoffstapeln mit eingebetteten metallischen Befestigungsteilen, dadurch gekennzeichnet, daß in einem ersten Arbeitsgang Faserstoffstapel fast fertig vorgepreßt, hierauf, unter Zwischenlage der vorzugsweise flächenhaften Metallteile, die Stapel aufeinandergelegt und in einem zweiten Arbeitsgang in einer dem Isoliergehäuse entsprechenden Form zusammengebacken und fertiggepreßt werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine zur Befestigung des Traggerüstes für den elektrischen Apparat dienende Membran und zweckmäßig auch die Aufhängeösen des Zählers zwischen einem vorgepreßten Gehäusetopf und einer vorgepreßten Deckscheibe oder zwischen zwei vorgepreßten, teleskopartig ineinanderschiebbaren, schalenförmigen Teilen eingelegt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schichten des Isoliergehäuses, zwischen denen die Metallteile eingelegt werden, stellenweise die Metallteile frei lassen, und daß während des Preßvorganges die Metallteile an diesen Stellen durch einspringende Teile der Preßform, wie Vorsprünge oder Bohrungen, in der richtigen Lage gehalten werden.
- 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Preßvorgang die frei liegenden Flächen der Metallteile, wenigstens auf der Außenseite des Gehäuses, durch Isoliermaterial abgedeckt werden.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Metallteile vor dem Einlegen zwischen die vorgepreßten Isolierschichten für sich mit einer Isolierschicht umpreßt werden. «■
- 6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Befestigung des Zählertraggerüstes dienende, zwischen die vorgepreßten Isolierschichten des Gehäuses eingelegte Membran in der Hauptsache nur längs ihrer Ränder in das Isoliermaterial eingebettet wird.
- 7. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von mit Fenstern versehenen Gehäusekappen, dadurch gekennzeichnet, daß das Fenster beispielsweise unter Zuhilfenahme eines mit umbiegbaren Klauen versehenen Blechrahmens durch Aufbacken und Aufpressen einer darüberg'elegten Isolierschicht längs des Randes der Fensteröffnung an der Kappe befestigt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES91440D DE599313C (de) | 1929-04-30 | 1929-04-30 | Verfahren zur Herstellung von Isoliergehaeusen mit eingebetteten metallischen Befestigungsteilen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE599313C true DE599313C (de) | 1934-07-30 |
Family
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Family Applications (1)
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| DES91440D Expired DE599313C (de) | 1929-04-30 | 1929-04-30 | Verfahren zur Herstellung von Isoliergehaeusen mit eingebetteten metallischen Befestigungsteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE599313C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008380B (de) * | 1955-01-28 | 1957-05-16 | Wilhelm Harting Fa | Elektrische Steckvorrichtung |
-
1929
- 1929-04-30 DE DES91440D patent/DE599313C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1008380B (de) * | 1955-01-28 | 1957-05-16 | Wilhelm Harting Fa | Elektrische Steckvorrichtung |
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