DE595477C - Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen - Google Patents

Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen

Info

Publication number
DE595477C
DE595477C DEG83468D DEG0083468D DE595477C DE 595477 C DE595477 C DE 595477C DE G83468 D DEG83468 D DE G83468D DE G0083468 D DEG0083468 D DE G0083468D DE 595477 C DE595477 C DE 595477C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
hydrogen sulfide
gas
carbonic acid
absorption
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEG83468D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Linde GmbH
Original Assignee
Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG filed Critical Gesellschaft fuer Lindes Eismaschinen AG
Priority to DEG83468D priority Critical patent/DE595477C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE595477C publication Critical patent/DE595477C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/101Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids with water only

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treating Waste Gases (AREA)
  • Gas Separation By Absorption (AREA)

Description

  • Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensäure oder anderen Gasbestandteilen In dem Hauptpatent ist ein Verfahren zur getrennten Absorption von Gasbestandteilen verschiedener Löslichkeit in Wasser, insbesondere von Schwefelwasserstoff und Xohlendioxyd, beschrieben. In zwei unter. gleichem Druck arbeitenden hintereinandergeschalteten Absorptiottstürmen wird das Gas mit Wasser im Gegenstrom berieselt, wobei durch den deinen Türm nur ein Teil der durch den anderen fließenden -Wassermenge geführt wird. Die aus beiden' Türmen abfließenden Wassermengen werden. getrennt entgast. Während das kohlendioxydhaltige Wasser durch Belüftung regeneriert werden kann, ist zur vollständigen Entfernung des Schwefelwasserstoffs aus dem zu seiner Absorption verwendeten Wasser eine mit besonderen Kosten verbundene chemische Nachreinigung erforderlich.
  • Vorliegende Erfindung vermeidet diesen Nachteil in. einfacher Weise und ermöglicht die Regeneration des schwefelwasserstoffhaltigen Wassers auf rein physikalischem Wege. Die vollständige Austreibung des Schwefelwasserstoffs aus dem Waschwasser wird durch Gegenstromspülung mit schwefelwassertofffreiem Gas erzielt; und zwar wird hierzu das bei der Entspannung des am unteren Ende des zweiten Turmes anfallenden Wassers frei werdende und vorwiegend aus Kohlendioxyd bestehende Gas verwendet.
  • Es ist an sich bekannt, eine aufgebrauchte Waschflüssigkeit dadurch zu regenerieren, daß man Gase hindurchleitet, die den gelösten Bestandteil nicht oder nur in geringer Konzentration enthalten. Bei allen diesen. Verfahren wird jedoch zur Entgasung der Waschflüssigkeit entweder ein Teil des gereinigten Gases selbst oder ein Hilfsgas verwendet, das gesondert beschafft werden muß. Die Entgasung ließ sich also bisher nur durch einen Ausbeuteverlust oder durch zusätzlichen Arbeitsaufwand erreichen. Im Gegensatz hierzu wird bei dem Verfahren gemäß der Erfindung zur Regenerierung des schwefelwasserstoffhaltigen Wassers ein wertloses Abfallgas verwendet, das nicht erstgesondert gefördert zu werden braucht, da es durch die Teilung der Druckwasserwäsche nach dem Hauptpatent an Ort und Stelle anfällt.
  • Durch ein Beispiel und an Hand der Figur, in der eine einfache Ausführungsform des Verfahrens dargestellt ist, wird das Verfahren näher erläutert.
  • EinBraunkohlengas, aus dem beispielsweise .etwa z °/o Schwefelwasserstoff und 2o bis 30 °/o Kohlensäure entfernt werden sollen, wird unter einem Druck von 2o atü in der Doppelturm i, 2 unten eingeführt. Auf den Turm 2 wird oben eine Wassermenge aufgegeben, die zur Absorption. der im Gas vorhandenen Kohlensäure ausreicht. Aus dem Sumpf des Turmes 2 wird eine derartige Wassermenge abgezogen, daß im Turm r dem Rohgas nur noch so viel Wasser entgegenströmt, als zur Aufnahme des Schwefelwasserstoffs notwendig ist. Letzterer Wasseranteil, der den gesamten Schwefelwasserstoff des Gases enthält, wird durch eine Turbine oder, falls man auf eine Rückgewinnung der Energie verzichtet, durch ein Regulierventil auf den Turm 5 entspannt: Bei dieser Entspannung wird ein Teil des Schwefelwasserstoffs frei und zieht oben aus dem Turm 5 ab. Das den restlichen Schwefelwasserstoff enthaltende Wasser fließt durch den mit Verteilungseinrichtungen und Füllkörpern versehenen Turm nach unten. Der am Fuße des Turmes 2 abgezweigte schwefelwasserstofffreie Wasseranteil wird mittels der Entspannungsvorrichtung q. in den unteren Teil des Entgasungsturmes 5 entspannt und das hierbei frei werdende H2 S-freie und hauptsächlich aus Kohlensäure bestehende Gas durch den Turm 5 nach aufwärts geführt. Dabei strömt es dem oben aufgegebenen: H2 S-haltigen Wasser entgegen und treibt aus diesem den Schwefelwasserstoff aus. Das im Sumpf von 5 anfallende Wasser ist H2 S-frei, enthält jedoch noch Kohlensäure gelöst.
  • Dieses Wasser kann von der Pumpe 6 angesaugt und sofort wieder auf den Turm 2 zurückgeführt werden. Infolge seines Kohlensäuregehaltes ist dann keine vollständige Reinigung des den Turm 2 verlassenden Gases von Köhlendioxyd möglich. Soll die Kohlensäureentfernung weitergetrieben werden, so wird dies durch eine Entspannung des im Sumpf von 5 erhaltenen Wassers auf verminderten Druck oder durch Belüften erreicht.
  • Die aus dem oberen Teil von 5 abziehenden Gase enthalten den gesamten im Rohgas enthaltenen Schwefelwasserstoff, jedoch in sehr verdünnter Form. Wenn der Schwefelwasserstoff zum Zwecke der Weiterverarbeitung in konzentrierterer Form gewonnen werden soll, kann man etwas abweichende Ausführungsformen des Verfahrens anwenden. Man. kann hierbei so vorgehen, daß man dem Wasser die Hauptmengen des Schwefelwasserstoffs vor der Spülung mit Kohlensäure nach den Angaben des Hauptpatents durch Vakuumentgasung entzieht. Eine andere Arbeitsweise besteht darin, daß man zur Spülung des H2 S-haltgen Wassers nicht die gesamte bei der Entspannung frei werdende Kohlensäure verwendet, sondern nur einen Teil derselben. Um selbst bei geringen zur Spülung. der verwendeten Kohlensäuremengen eine ausreichende Entgasung zu erhalten, ist es zweckmäßig, die Regenerierung in diesem Falle unter vermindertem Druck vorzunehmen. Unter welchen Drucken die Kohlensäurebehandlung im Entgasungsturm vorgenommen wird, richtet sich nach den speziellen Anforderungen, also ob mehr Wert auf eine weitgehende Regenerierung des Wassers oder auf eine Reingewinnung der ausgewaschenen Bestandteile gelegt wird.
  • Die Vorteile der Erfindung bestehen darin, daß es mit Hilfe des angegebenen Verfahrens möglich ist, aus wertlosen Brenngasen durch die billige Entfernung von Kohlensäure und Schwefelwasserstoff ein. hochwertiges Leucht-und Heizgas zu erzeugen. Das Verfahren gemäß der Erfindung ist aber nicht nur auf diesen Fall beschränkt. Es lassen sich mit seiner Hilfe beliebige Gase auch in größerer Anzahl- durch Absorption aus einem Gemisch mittels einer geeigneten Waschflüssigkeit entfernen. Das Rohgas wird: hintereinander durch so. viel einzelne Waschtürme oder so viel Abschnitte eines aus einzelnen aufeinandergesetzten Abteilungen bestehenden Turmes hindurchgeschickt, als Bestandteile durch Absorption entfernt werden sollen. Die Waschflüssigkeit wird dem Gas entgegengeführt, wobei vor jedem neuen Abschnitt der Wascheinrichtung eine derartige Menge Flüssigkeit abgezweigt wird, daß nur die der Löslichkeit des zu absorbierenden Bestandteils entsprechende Menge Waschflüssigkeit durch die weiteren Abschnitte fließt. Die einzelnen abgezweigten Ströme der Waschflüssigkeit werden getrennt entspannt und dem Entgasungsturm in verschiedener Höhe zugeführt, und zwar so, daß der erste von der Waschflüssigkeit abgezweigte Teil, der den schwerst löslichen Gasbestandteil enthält, unten in den Entgasungsturm eingeführt, während der durch alle Abschnitte der Waschung gegangene Teil der Flüssigkeit oben auf den Turm aufgegeben wird. Die durch die Entspannung der einzelnen Teile der Waschflüssigkeit erhaltenen Gase steigen in dem Entgasungsturm auf, so daß die unten frei werdenden, schwerer löslichen Gas-Bestandteile die Reste der leichter löslichen Bestandteile aus der herunterrieselnden Waschflüssigkeit austreiben.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensäure oder anderen Gasbesfandteilen, die verschiedene Löslichkeit in Wasser aufweisen, durch Waschen des betreffenden Gasgemisches mit Wasser unter Druck unter Regenerierung des gebrauchten Wassers zwecks Wiederverwendung nach Patent 538482, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwefel-` Wasserstoff aus dem Wasseranteil, in dem er gelöst ist, durch Behandeln des Wassers . mit dem bei der Entspannung des kohlensäurehaltigen Wasseranteils frei werdenden, praktisch schwefelwasserstofffreien Gas weitgehend ausgetrieben wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß der schwefelwasserstoffhaltige Wasseranteil in einem Entgasungsturm im. Gegenstrom zu dem bei der Entspannung des kohlensäurehaltigen Wasseranteils frei werdenden Gas geführt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Gewinnung des Schwefelwasserstoffs in höherer Konzentration der schwefelwasserstoffhaltige Wasseranteil zunächst durch Entspannung auf niedrigen Druck vorentgast und erst dann mit Kohlensäure behandelt wird.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß nur ein Teil der anfallenden Kohlensäure zur Regenerierung des schwefelwasserstoffhaltigen Wasseranteiles verwendet wird, wobei dann die Regenerierung zweckmäßig unter vermindertem, Druck erfolgt.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch r, dadurch gekennzeichnet, daß das erhaltene regenexierte Wasser zur weiteren Verminderung seines Kohlensäuregehaltes unter vermindertem Druck gesetzt oder mit einem kohlensäurearmen Gas behandelt wird.
DEG83468D 1932-08-28 1932-08-28 Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen Expired DE595477C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG83468D DE595477C (de) 1932-08-28 1932-08-28 Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEG83468D DE595477C (de) 1932-08-28 1932-08-28 Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE595477C true DE595477C (de) 1934-05-12

Family

ID=7137783

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEG83468D Expired DE595477C (de) 1932-08-28 1932-08-28 Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE595477C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE10122546B4 (de) Verfahren zur Reinigung von Kokereigas
EP0012986A1 (de) Verfahren zum Abtrennen und Gewinnen gasförmiger Komponenten aus einem Gasgemisch durch physikalische Wäsche
DE2444819A1 (de) Verfahren zum reinigen von gasen, die insbesondere durch kohledruckvergasung erzeugt werden, und anlage zur durchfuehrung des verfahrens
DE1494809A1 (de) Verfahren zur Auswaschung von Kohlendioxyd aus schwefelfreien Brenngasen oder Synthesegasen
DE875847C (de) Verfahren zum Reinigen von Gasen, insbesondere Koksofengasen, von Schwefelverbindungen
DE727107C (de) Verfahren zur gleichzeitigen Gewinnung von Krypton und Stickstoff aus Luft
DE595477C (de) Verfahren zur Absorption von Schwefelwasserstoff, Kohlensaeure oder anderen Gasbestandteilen
EP0042041A2 (de) Verfahren zum Auswaschen von H2S aus Kokereigas
DE102008025224A1 (de) Aminwäsche
DE928486C (de) Verfahren zur Entschwefelung technischer Gase
DE730668C (de) Verfahren zur Entphenolung von Abwaessern
DE2440456C3 (de) Verfahren zur Reinigung eines mit Kohlendioxid verunreinigten methanreichen Gases
DE2605287C2 (de) Verfahren zur Entfernung von sauren Bestandteilen aus Gasen
DE3631251C2 (de) Verfahren zur Auswaschung von Schwefelwasserstoff und Ammoniak aus Gasen
DE102009018444A1 (de) Verfahren zur Entfernung von sauren Gaskomponenten aus einem Gasgemisch
DE2943434A1 (de) Verfahren zur selektiven extraktion von h tief 2 s aus c0 tief 2 enthaltenden gasgemischen
EP0520316A1 (de) Verfahren zur selektiven H2S-Auswaschung
DE3243147A1 (de) Verfahren zur meerwasseraufbereitung
DE536422C (de) Gewinnung von Ammoniak und Kohlensaeure getrennt aus ihren gemeinsamen Gemischen
DE393044C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren von basenaustauschendem Filtermaterial
DE553715C (de) Vorrichtung zur Herstellung von Natriumphenolat
DE763626C (de) Verfahren zur Gewinnung von Phenolen aus phenolhaltigen Waessern
DE1184335B (de) Verfahren zur Gewinnung von Acetylen aus Gasgemischen
DE720014C (de) Verfahren zur Konzentrierung von Essigsaeure
DE2241476B2 (de) Verfahren zum Waschen von thermischen oder katalytischer] Spaltgasen aus Erdölprodukten