DE595451C - Verfahren zum Reinigen und Entgasen von elektrischen Leuchtroehren durch unter Erhitzen der Roehre erfolgendes Entlueften vor dem Zuschmelzen - Google Patents
Verfahren zum Reinigen und Entgasen von elektrischen Leuchtroehren durch unter Erhitzen der Roehre erfolgendes Entlueften vor dem ZuschmelzenInfo
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- H—ELECTRICITY
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- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
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- H01J9/38—Exhausting, degassing, filling, or cleaning vessels
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Description
AUSGEGEBEN AIB
13. APRIL 1934
.REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 f GRUPPE 8202
21 f G ?2I.
Osram G, m. b. H. Komm.-Ges. in Berlin*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1930 ab
Das vor der Inbetriebnahme elektrischer
Leuchtröhren notwendige Reinigen und Entgasen des Leuchtröhr eninnern erfolgt in der
Regel dadurch, daß während des Entlüftungs-Vorganges das Röhrengefäß und die eingebauten
Teile der Röhre, insbesondere die Elektroden, stark erhitzt werden. Die zum
Freimachen der zu entfernenden Restgase notwendige Erwärmung wird hierbei durch
>° Hervorruf ung einer Entladung in einem gut
wärmeleitenden Gase bewirkt. Beim Abpumpen des gesamten Gasinhaltes kommt die Entladung
schon vor dem Erreichen eines guten Vakuums zum Erlöschen, es sei denn, daß
1S sehr hohe Spannungen für die die Erhitzung
bewirkende Entladung verwendet werden.
Die Erfindung bezweckt, auch ohne Anwendung
von im Vergleich zur Zündspannung der Röhre sehr hohen Spannungen und damit
unter -vereinfachten Herstellungsbedingungen eine sehr sorgfältige Entlüftung und Reinigung
von elektrischen Leuchtröhren zu erzielen, und zwar innerhalb eines wesentlich
kürzeren Zeitraumes. Zu diesem Zwecke wird
a5 erfindungsgemäß im Innern, der Röhre ein
nicht als Elektrode wirkender Bodenkörper . aus einem leicht verdampf bar en Metall, zweckmäßig
Quecksilber, zum Verdampfen gebracht; . ferner wird während des Entlüftungsvorganges
eine Entladung in dem entwickelten Metalldampf erzeugt, und endlich wird der zusammen
mit den schädlichen Restgasen fortgesetzt abgesaugte Metalldampf auf dem Wege zur Pumpe kondensiert. Zweckmäßig
wird das durch Kondensation entstandene Metall alsdann in die Röhre wieder zurückgeleitet.
An diesen Vorgang kann sich dann gegebenenfalls ein vollständiges oder teilweises
Abdestillieren des verdampfbaren Metalls vor dem Füllen' der Röhre mit Gas und Abschmelzen
der Röhre anschließen.
Der während ' des Entlüftungsvorganges ständig abgesaugte Metalldampf reißt die
durch die Röhrenerwärmung frei werdenden Restgase mit, so daß die Röhre fortgesetzt
an·Restgasen verarmt. Da aus dem Bodenkörper und gegebenenfalls auch aus
dem zurückfließenden kondensierten Metall ständig neuer Metalldampf entsteht, so wird
die Entladung und damit die Heizung der Röhre und der Einbauteile bei im wesentlichen
gleicher Spannung unterhalten, auch wenn schon eine so weitgehende Entfernung
der Restgase oder zusätzlichen Füllgase stattgefunden hat, daß ohne Anwendung von Me- ^5
talldampf eine Entladung nicht mehr vor sich gehen würde. Die schnell wegstreichenden
schweren Quecksilberatome üben hierbei noch
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Edmund Germer in Beriin-Chariottenburg.
zusätzlich eine saugende Wirkung aus, was
sich in einer viel schnelleren Beseitigung der Restgase äußert. .
Man hat zwar schön bei Quecksilberdatnpfgleichrichtem
den entstehenden Metalldampf zur Beseitigung von Gasen benutzt. Hierbei handelte es sich jedoch um den aus den
flüssigen Kathoden entstehenden, sowieso im Gleichrichtergefäß vorhandenen Metalldampf
ίο und um ein Verfahren, welches nicht bei der
Herstellung, sondern ausschließlich während des Gleichrichterbetriebes Anwendung fand,
um nicht die beim Pumpen frei werdenden Restgase, sondern die während des Betriebes
etwa entstehenden Gase zu beseitigen, weshalb bei diesen bekannten Gleichrichtern das
Gefäß nicht zugeschmolzen wurde, sondern während des ' Betriebes ständig mit einer
Pumpe in Verbindung stand. ao Auf der Zeichnung ist eine zur Diurchführung
der Erfindung geeignete Vorrichtung in einem Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt.
Die Leuchtröhre 1 besitzt an den Enden zwei Stromzuführungen für die nicht dargestellten
Elektroden, die in bekannter Weise aus Metallblechzylindern oder auch aus oxydbedeckten
Drähten, Stäben, Formkörpern o. dgl. bestehen können. In der Röhre ist ein Bodenkörper 2 aus einem leicht verdampfbaren
Metall,· etwa Quecksilber, angebracht. Oberhalb desselben zweigt von der Leuchtröhre
ein Rohr 3· ab, welches unter Zwischenschaltung eines Rückflußkühlers 10 mit einer
Pumpleitung 4 in Verbindung steht. Zwischen der Röhre 1 und dem Rückflußkühler 10 sind
an das Rolir 3 zwei kleine Kondensationsblasen 5, 6 angeschlossen.
Zur Durchführung des Verfahrens wird die nicht dargestellte Pumpe in Betrieb gesetzt
und gleichzeitig an· die Elektroden Spannung, gelegt, um eine Entladung hervorzurufen.
Um diese zu begünstigen, kann in an sich bekannter Weise in die Röhre eine geringe ,Menge eines die Zündung erleichternden
Gases eingebracht werden. Die Stromstärke der Entladung wird dabei, wie auch sonst bei dem Entlüften von Leuchtröhren
üblich, so hoch gesteigert, als es das Röhrenmaterial
zuläßt. Dabei findet eine lebhafte Verdampfung des Bodenkörpers und gleichzeitig
auch eine Austreibung der Restgase aus der Glaswand, den Elektroden und sonstigen
Einbauteilen statt, die dann zusammen mit dem Metalldampf abgesaugt und zusätzlich
von letzterem mitgerissen werden. Um I ein sehr kräftiges Mitreißen der Restgase zu
erzielen, besitzt das Rohr 3 einen verhältnismäßig engen und die Pumpleitung 4 einen verhältnismäßig
weiten Durchgangsquerschnitt. In der im Rückflußkühler befindlichen Rohrschlange
tritt eine Kondensation des abgesaugten Metalldampfes zu Metall ein, welches
dann durch das Rohr 3 in die Leuchtröhre 1 zurückfließt. Ein Teil des Metalldampfes kondensiert
dabei in den angeschlossenen Kondensationsblasen 5, 6, sofern diese auf genügend
tiefer Temperatur gehalten werden. Ist die Röhre genügend entlüftet und entgast,
so wird die Pumpe abgestellt und das in der Röhre 1 befindliche Quecksilber abdestilliert,
indem in bekannter Weise für eine weitere
Verdampfung des Bodenkörpers und gleichzeitig für eine hinreichende Kühlung der Kondensationsblasen 5, 6 gesorgt wird. Darauf
wird die Röhre mittels eines nicht dargestellten Stutzens mit einer Gasfüllung versehen
und durch Abschmelzen des Rohres 3 geschlossen, sofern in der fertigen Röhre nur
ausschließlich eine Entladung in Gasen, etwa 8<
> Edelgasen, erzielt werden soll. Ist dagegen die Herstellung einer Leuchtröhre beabsichtigt,
die außerdem noch ein leicht verdampfbares Metall, und zwar insbesondere Quecksilber,
aufweist, so kann das Abdestillieren des zum Entlüften und Entgasen benutzten
Bodenkörpers so geleitet werden, daß eine genügend große Restmenge verdampfbaren
Metalls in der zuzuschmelzenden Röhre verbleibt.
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Reinigen und Entgasen von elektrischen Leuchtröhren durch unter Erhitzen der Röhre erfolgendes Entlüften vor dem Zuschmelzen, dadurch gekennzeichnet, daß im Innern der Röhre ein nicht als Elektrode wirkender Bodenkörper aus einem leicht verdampfbaren Metall, zweckmäßig Quecksilber, zum Ver- dampfen gebracht, während des Entlüftungsvorganges eine Entladung in dem entwickelten Metalldampf erzeugt und der zusammen mit den schädlichen Restgasen fortgesetzt· abgesaugte Metalldampf auf dem Wege zur Pumpe kondensiert und zweckmäßig in die Röhre zurückgeleitet wird, woran sich gegebenenfalls ein vollständiges oder teilweises Abdestillieren" des verdampfbaren Metalls vor dem Füllen der Röhre mit Gas und Abschmelzen der Röhre anschließt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE595451T | 1930-02-23 |
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| DE595451C true DE595451C (de) | 1934-04-13 |
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| DE1930595451D Expired DE595451C (de) | 1930-02-23 | 1930-02-23 | Verfahren zum Reinigen und Entgasen von elektrischen Leuchtroehren durch unter Erhitzen der Roehre erfolgendes Entlueften vor dem Zuschmelzen |
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| DE (1) | DE595451C (de) |
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1930
- 1930-02-23 DE DE1930595451D patent/DE595451C/de not_active Expired
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