DE595294C - Vorrichtung zum Bohren von Werkstuecken mit fliegend arbeitendem Werkzeug - Google Patents

Vorrichtung zum Bohren von Werkstuecken mit fliegend arbeitendem Werkzeug

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DE595294C
DE595294C DE1930595294D DE595294DD DE595294C DE 595294 C DE595294 C DE 595294C DE 1930595294 D DE1930595294 D DE 1930595294D DE 595294D D DE595294D D DE 595294DD DE 595294 C DE595294 C DE 595294C
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drilling
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16FSPRINGS; SHOCK-ABSORBERS; MEANS FOR DAMPING VIBRATION
    • F16F15/00Suppression of vibrations in systems; Means or arrangements for avoiding or reducing out-of-balance forces, e.g. due to motion
    • F16F15/30Flywheels
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B39/00General-purpose boring or drilling machines or devices; Sets of boring and/or drilling machines

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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung an Waagerecht-Bohrmaschinen zum Bohren von Werkstücken mit fliegend arbeitendem Werkzeug. Sie bezweckt, an Bohrmaschinen mit waagerecht arbeitender Bohrspindel eine Vorrichtung zu schaffen, mit der Bohrungen mit ganz genauen Achsabständen, insbesondere unter Zuhilfenahme von Bohrlehren, hergestellt werden können.
Bekanntlich können bei Verwendung einfacher Bohrplatten bei Bohrmaschinen mit fliegend arbeitendem Werkzeug Bohrungen mit ganz genauen Achsabständen nicht hergestellt werden. Dies hat seinen Grund darin, daß die geringste Exzentrizität in der Arbeitsspindel oder ein nicht genaues zentrisches Einspannen des Werkstückes ein Verkanten des Werkzeuges in seiner Führungsbüchse erzeugt. Hierdurch ergeben sich Achsabstände'der einzelnen ausgeführten Bohrungen, die außerhalb der Toleranzen der Bohrlehre liegen.
Bei Bohrmaschinen mit in senkrechter Richtung verlaufenden Bohrspindeln sind Vorrichtungen bekannt, bei denen die Bohrlehren und Werkstücke auf Kugellagern auf dem Arbeitstisch der Bohrmaschine ruhen. Hierdurch kann man ein zentrisches Einführen des Werkzeuges erreichen. Jedoch vermag das zu bearbeitende Werkstück dem Werkzeug, beispielsweise einem Bohrer oder einer Reibahle o. dgl., während des Arbeitsvorganges nicht widerstandslos zu folgen. Das Werkstück hat bei dem Arbeitsvorgang nämlich das Bestreben, der Drehung der Werkzeugspindel zu folgen. Es ist klar, daß bei einem Werkstück, welches sich während des Arbeitsvorganges bewegt, die Genauigkeit der Bohrung leiden muß. Infolgedessen muß also das Werkstück an dieser Drehbewegung gehindert werden. Dies ist nur möglich, wenn das Werkstück entweder nach dem Einführen der Werkzeugspindel fest verspannt wird oder wenn man es an einem Anschlag anliegen läßt. Man muß also eine Kraft aufbringen, um das Werkstück an einer Drehung zu verhindern. Hierdurch entsteht aber eine Gegenkraft an der Werkzeugspindel, die einseitiges Anliegen des Werkzeuges an der Bohrbüchse zur Folge hat. Dies bedingt wiederum den Nachteil ungleicher Achsabstände der Bohrungen.
Eine weitere Fehlerquelle für ungenauen zentrischen Lauf eines Werkzeuges liegt in der Spindel selbst bzw. in dem Konus, weleher das Werkzeug hält. Diese Abweichung vom genauen zentrischen Lauf der Spindel und die an der Spindel auftretende Gegenkraft, durch Festhalten des Werkstückes erzeugt, lassen bei Verwendung einfacher Bohr-Schablonen nur Arbeitstoleranzen, die innerhalb der Toleranz der Bohrschablone liegen, erreichen.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu vermeiden, indem sie für Waagerecht-Bohrmaschinen eine Vorrichtung schafft, die sich darin kennzeichnet, daß Werkstück nebst Bohrlehre unter Reibungsschlttß an einer
senkrechten Fläche geführt sind und ihr Gewicht durch ein Gegengewicht ausgeglichen ist.
Bei der Vorrichtung gemäß der Erfindung wird das Werk- oder Arbeitsstück während des Arbeitsvorganges frei schwebend im Raum gehalten und liegt an einem Widerlager, z. B. an einer Druckplatte o. dgl., an der es gleitbar geführt ist, an. Das Gewicht
to des Werkstückes und der mit ihm verbundenen Teile kann beispielsweise durch ein über eine Rolle an einem Seil geführtes Gegengewicht ausgeglichen werden. Das Werkstück und die mit ihm verbundenen Teile können beispielsweise durch eine Feder gegen die Druckplatte gedrückt oder gezogen werden. Das Andrücken kann jedoch auch z. B. dadurch erzielt werden, daß das Werkstück und die mit ihm verbundenen Teile durch Magnetkraft am Widerlager gehalten werden.
In der Zeichnung ist die Erfindung in einer Ausführungsform beispielsweise schematisch dargestellt.
Mit α ist die Arbeitsspindel eines Bohr-Werkes b bezeichnet. Ein Widerlager c in Gestalt einer Druckplatte ist in der notwendigen Entfernung vom Bohrwerk b aufgestellt. Die dem Bohrwerk zugekehrte Fläche steht im Ausführungsbeispiel senkrecht zur Arbeitsspindel a. Eine Bohrplatte d ist mit den üblichen Bahrbüchsen d' versehen und mit dem Arbeit- oder Werkstück e sowie mit einer Platte / durch einen Zentrierdorn g zusammengehalten. Durch den Zentrierdorn g ist eine Stange h geführt, auf deren freiem Ende eine Feder i sitzt, die das Werkstück e und die mit ihm verbundenen Teile, nämlich die Bohrplatte d und die Platte /, leicht federnd gegen die Druckplatte c zieht. Die Bohrplatte ist an einem Seil k aufgehängt, das über eine Rolle m geführt ist und an dessen anderem Ende ein Gegengewicht η hängt. Das Werkstück e und die mit ihm verbundenen Teile (Platten d und /) sind also frei schwebend im Räume gehalten und an dem Widerlager c gleitbar geführt. Falls Schwankungen der Arbeitsspindel α auftreten, kann, da die am Seil k aufgehängten Teile gewichtslos schweben, die Platte / an der Vorderfläche der Druckplatte c gleiten, so daß sich die Mitte der Bohrbüchsen d' zur Mitte der Arbeitsspindel α stets zentrisch einstellt. Die so hergestellten Bohrungen müssen daher Achsabstände voneinander aufweisen, die innerhalb der Toleranzen der Bohrplatte liegen.
Die gleitbare Führung des Werkstückes e bzw. der mit ihm verbundenen Gleitplatte/ an der Druckplatte c kann auch durch andere Mittel als durch die Federt erzeugt werden. Beispielsweise könnte die Druckplatte c als Magnet ausgebildet sein, der die Gleitplatte/ und die mit dieser verbundenen Teile durch Magnetkräfte so hält, daß der Anpreßdruck zwischen Gleitplatte / und Druckplatte c nur so groß ist, daß er gegebenenfalls überwunden werden kann, um nicht zentrische Führung der Arbeitsspindel auszugleichen.
Versuche haben gezeigt, daß die Arbeitsgenauigkeit bei Verwendung des Verfahrens mit einem frei schwebenden Arbeitsstück gegenüber dem Bohren eines feststehenden Arbeitsstückes um mindestens das Fünffache steigt. Statt des dargestellten und beschriebenen Arbeitsvorganges können auch Arbeitsvorgänge anderer Art nach dem Verfahren der Erfindung durchgeführt werden. So kann z. B. die Herstellung von Bohrungen mittels Reibahlen nach diesem Verfahren betrieben werden.

Claims (2)

80 Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Bohren von Werkstücken mit fliegend arbeitendem Werkzeug, bei der das Werkstück zusammen mit der aufgelegten Bohrlehre während des Bohrvorganges frei einstellbar ist, zur Anwendung auf Waagerecht-Bohrmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß Werk-
' stück nebst Bohrlehre unter Reibungsschluß an einer senkrechten Fläche geführt sind und ihr Gewicht durch ein Gegengewicht ausgeglichen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück (e), die Bohrlehre (d) und die Gegenscheibe (/) auf einer Büchse (g) sitzen, die durch eine Feder (i) und einen Bolzen Qi) gegen die Druckplatte (c) gezogen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DE1930595294D 1930-02-08 1930-02-08 Vorrichtung zum Bohren von Werkstuecken mit fliegend arbeitendem Werkzeug Expired DE595294C (de)

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