DE594501C - Viskosekesselanlage - Google Patents

Viskosekesselanlage

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DE594501C
DE594501C DEA65908D DEA0065908D DE594501C DE 594501 C DE594501 C DE 594501C DE A65908 D DEA65908 D DE A65908D DE A0065908 D DEA0065908 D DE A0065908D DE 594501 C DE594501 C DE 594501C
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viscose
boiler
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boiler system
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DEA65908D
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Artificial Filaments (AREA)

Description

  • Viskosekesselanlage Bei der Herstellung von Kunstseide im allgemeinen und Viskoseseide im besonderen ist es von großer Wichtigkeit, die Spinnlösung in einem für jeden Fall genau festliegenden Zustand zu verspinnen. Die Spinnlösung soll vollkommen homogen und daher' der Reifegrad an den verschiedenen Spinnstellen durchaus gleich sein.
  • Speist man aber die einzelnen, im Viskosekeller untergebrachten Viskosekessel durch eine gemeinsame Leitung und entleert man sie auch durch eine gemeinsame Leitung, so ist die Bedingung nicht zu erfüllen, weil in dem Teil der Leitung, der eine Zeitlang nicht benutzt wird, Viskose zurückbleibt und weiter reift. Das gleiche trifft, wenn auch nicht in demselben Maße, für den Fall zu, wenn eine Ringleitung verwendet wird. Außerdem hat man hier keine Sicherheit bezüglich der Strömungsgeschwindigkeit, und es kann vorkommen, daß an den Stellen der Ringleitung, an denen die Stromttngsgeschwindigkeit zeitweilig nur klein ist, Ablagerungen auftreten, die wieder fortgeschwemmt werden, wenn die Strömungsgeschwindigkeit ansteigt. Ringleitungen erfordern überdies große Rohrlängen mit einem entsprechenden Inhalt.
  • Nach der Erfindung wird zwecks Vermeidung dieser Mängel so vorgegangen, daß außer den für die Aufnahme der Viskose erforderlichen Kesseln, die aus einer gemeinsamen Leitung gespeist und durch eine gemeinsame Leitung entleert werden, zwei weitere Kessel vorgesehen werden, von denen der eine nur an das Ende der Speiseleitung und der andere nur an den Anfang der Entleerungsleitung angeschlossen ist.
  • Auf der Zeichnung ist eine Viskosekesselanlage nach der Erfindung schematisch dargestellt. Sie besteht aus den Viskoseaufnahmekesseln I, 1I, 11 1, IV und V und aus den beiden Hilfskesseln A und P. Die Speiseleitung ist mit i und die Entleerungsleitung mit 2 bezeichnet. Die Kessel t bis V sind sowohl an die Speise- als auch an die Entleerungsleitung angeschlossen; der Kessel A dagegen ist lediglich an (las Ende der Speiseleitung i und der Kessel P einzig und allein an den Anfang der Entleerungsleitung 2 angeschlossen.
  • Die Anlage wird in folgender Weise betrieben Soll z. B. der Kessel II gefüllt werden, so wird die Viskose zunächst durch die Leitung i in den Kessel A gedrückt. Nunmehr wird das Ventil 3 geschlossen, das Ventil a." geöffnet und der Inhalt des Kessels A z. B. pneumatisch in den Kessel II üb-erfCihrt. Daraufhin wird das Ventil a" geschlossen und das Ventil 3 wieder geöffnet. Die in (lein Stück der Leitung i zwischen der Zweigleitung zum Kessel II und dem Ventil 3 befindliche Viskose bleibt natürlich in der. Leitung z stehen; sie wird aber beim nächstmaligen Fünen eines der Kessel I bis V, z. B. des Kessels III, wieder in Bewegung gesetzt. Das Füllen des Kessels III geht in der gleichen Weise wie das des Kessels II, also auch wieder über den Kessel 4 vor sich.
  • Soll z. B. der Kessel I entleert werden, so wird das Ventil 4. geschlossen, das Ventil b' geöffnet und der gesamte Inhalt des Kessels I in den Kessel B gedrückt. Dann wird das Ventil b' wieder geschlossen und das Ventil 4. geöffnet. Der Inhalt des Kessels B kann jetzt durch die Leitung 2 abgeführt werden.
  • Wäre der Hilfskessel A nicht vorhanden, so hätte man eine normale, bereits obenerwähnte Viskosekesselanlage vor sich. Bei einer solchen Anlage ist nach dem Füllen des Kessels I die Rohrleitung von a.' bis a ""' noch mit Viskose gefüllt. Füllt man nun den Kessel II, so bleibt in dem Rohrstück, a' bis a" die nach der Füllung des Kessels I in der Leitung zurückgebliebene Viskose stehen, während die restliche noch von der vorigen Füllung herrührende Viskose in den Kessel II überführt wird. Beim Füllen des Kessels 111 bleibt wieder in der Rohrleitung zwischen ä' bis a"' Viskose stehen. Umfaßt die Batterie, wie dargestellt, insgesamt fünf Kessel und hat man die einzelnen Kessel in Zeitabständen von 5 zu 5 Stunden nacheinander gefüllt (Reifezeit also ungefähr i Tag), so enthält die Rohrleitung kurz vor der erneuten Füllung des Kessels I in dem Stück ä bis ,i' Viskose, die 25 Stunden alt ist, in dem Stück ä' bis a... Viskose, die 2o Stunden alt ist, in dem Stück ä " bis a.... Viskose, die 15 Stunden alt ist usw. Diese verschieden alte Viskose gelangt bei Wiederbeginn des Zyklus in den Kessel 1. Ein Mischen der alten, ganz verschieden nachgereiften Viskose mit der frischen Viskose findet indessen nur sehr unvollkommen statt. Die Forderung nach einer völlig homogenen Spinnlösung bleibt somit unerfüllt.
  • Was für 'die Speiseleitung der Viskosekessel gilt, hat auch für die Entleerungsleitung Geltung, nur daß die in der Entleerungsleitung stehengebliebene Viskose int Gegensatz. zu der in der Speiseleitung stehengebliebenen Viskose auch nicht die mindeste Gelegenheit hat, sich - und sei es auch noch so mangelhaft - init der übrigen normalen Viskose zu mischen.
  • Die gleichen. \Iißstände, nur nicht in ganz demselben 1-laße, treten, wie ebenfalls schon erwähnt, auch bei der Verwendung von Ringleitungen auf. Man hat bereits den Vorschlag gemacht, die Ringleitung nach jeder Füllung eines Kessels durch Druckluft frei zu blasen. Dabei ist man aber auf die Zuverlässigkeit des die Ventile bedienenden Personals angewiesen. Ferner wird in der Ringleitung keine stets gleichmäßige Viskosegeschwindigkeit innegehalten, so daß in der Leitung Ablagerungen stattfinden können,. die gelegentlich wieder von der Rohrwandung abgelöst und fortgeschwemmt werden. Außerdem wird infolge der großen Adhäsion der Viskose durch die Druckluft sozusagen nur ein Kanal aus dein noch in der Leitung befindlichen Viskosestrang herausgeblasen, während der restliche Teil der Viskose an der Rohrwandung haftenbleibt.
  • Der Vorteil der Anlage nach der Erfindung besteht somit darin, daß die Speise- bzw. Entleerungsleitung immer nur die von der letzten Füllung bzw. Entleerung eines Kessels herrührende Viskose enthält und demgemäß Mißstände infolge Änderungen der Viskose nicht bzw. praktisch nicht auftreten. Ferner läßt sich in den Leitungen i und 2 eine immer gleich hohe Strömungsgeschwindigkeit erzielen, was zwecks Vermeidung von Ablagerungen wichtig ist.
  • An die Steile der Ventile a', a", a"' . . . . und b', b", b"' . . . . können auch Dreiwegehähne treten, die an den Abzweigstellen der zu den Kesseln I bis V führenden Leitungen von der Speise- bzw. Entleerungsleitung anzuordnen sind. Die Ventilei und .1 können dann in Fortfall kommen, und es bleiben nach einer Kesselfüllung oder -entleerung keine nennenswerten Viskosemengen mehr in den Leitungen i bzw. 2 zurück.

Claims (1)

  1. P_1TrXT_1\SPRi'CH: Viskosekesselanlage, dadurch gekennzeichnet, daß außer den für die Aufnahme der Viskose erforderlichen Kesseln, die aus einer gemeinsamen Leitung gespeist und durch eine gemeinsame Leitung entleert werden, zwei weitere Kessel vorgesehen sind, von denen der eine nur an das Ende der Speiseleitung und der andere nur an den Anfang der Entleerungsleitung angeschlossen ist.
DEA65908D 1932-05-10 1932-05-10 Viskosekesselanlage Expired DE594501C (de)

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DE594501C true DE594501C (de) 1934-03-17

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