DE593800C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE593800C DE593800C DENDAT593800D DE593800DA DE593800C DE 593800 C DE593800 C DE 593800C DE NDAT593800 D DENDAT593800 D DE NDAT593800D DE 593800D A DE593800D A DE 593800DA DE 593800 C DE593800 C DE 593800C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lever
- tariff
- keyhole
- disks
- cam
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 2
- 230000005540 biological transmission Effects 0.000 claims 1
- 230000000903 blocking effect Effects 0.000 claims 1
- 230000001419 dependent effect Effects 0.000 claims 1
- 229910000498 pewter Inorganic materials 0.000 claims 1
- 239000010957 pewter Substances 0.000 claims 1
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims 1
- 230000005611 electricity Effects 0.000 description 4
- 241001422033 Thestylus Species 0.000 description 2
- 239000000428 dust Substances 0.000 description 2
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 2
- 230000005484 gravity Effects 0.000 description 2
- 229920000742 Cotton Polymers 0.000 description 1
- 230000003111 delayed effect Effects 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 238000003780 insertion Methods 0.000 description 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 description 1
- 230000013011 mating Effects 0.000 description 1
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 1
- 230000001960 triggered effect Effects 0.000 description 1
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
- G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
- G01R11/56—Special tariff meters
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- General Physics & Mathematics (AREA)
- Time Recorders, Dirve Recorders, Access Control (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft Vielfachtarifmesser oder -zähler für den Verkauf von elektrischer
Energie oder Arbeit, von Flüssigkeiten oder Gasen, welche den Höchstverbrauch innerhalb
einer Ableseperiode und gegebenenfalls auch den zeitweiligen Verbrauch anzeigen,
der die zu verschiedenen Zeiten geltenden Verschiedenheiten des Preistarifes berücksichtigt.
Derartige Messer oder Zähler dienen insbesondere dazu, den Abnehmern von elektrischem
Strom die reinen Stromerzeugungskosten getrennt von dem für die Werksanlage erforderlichen Kapitaldienst zu berechnen
und sie zu letzterem im tatsächlichen Verhältnis ihres zeitweiligen Leistungsbedarfes
heranzuziehen, der ja für die Größe der Werksanlage bestimmend ist. Hierdurch wird
zugleich das Interesse des Abnehmers erweckt, den Höchstverbrauch in die Zeiten niedriger Tarifsätze zu verschieben.
Bei bekannten Messern dieser Art tastet ein periodisch bewegter Taster die jeweilige
Lage eines Meßkörpers ab, die sowohl von dem Mittel für die Bestimmung der Leistung
oder Arbeit als auch von dem vom zeitweiligen Einheitspreis derselben beeinflußten
Mittel bedingt ist. Dieser Taster verbraucht Kraft, was bei der sehr großen Anzahl von
z. B. an ein Elektrizitätswerk angeschlossenen Zählern sehr ins. Gewicht fällt, und er
kompliziert die Meßeinrichtung, deren Angaben er auch nur in den Zeitabständen seiner Bewegungsperiode ab fühlt und noch
dazu auf einen besonderen Zeiger übertragen muß, der seinerseits wieder einen Schleppzeiger
bedient.
Die Erfindung geht einen wesentlich kürzeren und einfacheren Weg, indem sie den
Taster ganz erspart und den Meßkörper selbst als Zeiger oder als Zeiger- bzw. Schleppzeigerantrieb ausbildet. Gegebenenfalls
ist eine Hilfskraft, z. B. die Schwerkraft mit vorgesehen. Die Zeiger- bzw. Schleppzeigerbewegung
kann auch durch den Meßkörper auf mechanischem oder elektrischem Wege ausgelöst werden. Auch der Kraftbedarf
wird dadurch auf eine ganz unbeachtliche Größe herabgesetzt, und die Anzeige der augenblicklichen Leistung erfolgt nicht
nur periodisch, sondern dauernd.
Die Erfindung sieht außerdem eine gleichzeitig als Verschluß für die Einführungsöffnungen der Bedienungsschlüssel des
Messers ausgebildete Rückstelleinrichtung für den Schleppzeiger vor sowie eine Auswechslung
von verschiedenen Tarifscheiben bei verschlossen bleibendem Apparat.
Sehr häufig werden die Zählergehäuse mit einer Dichtung aus Baumwollschnur versehen,
um das Eindringen von Staub und Feuchtigkeit zu verhindern. Bei derartigen Ausführungen empfiehlt es sich, sämtliche
*) Von dem Patentsucher ist als der Miterfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Eugen Klein in Dresden.
Schlüssellöcher für die der Bedienung des Zählers dienenden Vierkante hinter einem'
gleichfalls mit Schnurendichtung versehenem,· Deckel anzuordnen, der erst beim Zurückstellen
des Schleppkörpers entriegelt wird. Damit bei geöffnetem Deckel das Abziehen
des der Rückstellung dienenden, unver-, wechselbaren Schlüssels nicht möglich ist,
wird ferner eine weitere Vorrichtung vorgeschlagen, die beim öffnen des Deckels die
Rückstellvorrichtung samt Schloß verblockt. In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung in schematischen
Ansichten dargestellt.
Fig. ι zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes,
Fig. 2 ebenso eine abgeänderte Ausführungsform und
,■ Fig. 3 ebenfalls eine etwas abgeänderte und ergänzte Ausführung.
,■ Fig. 3 ebenfalls eine etwas abgeänderte und ergänzte Ausführung.
Fig. 4 zeigt schematisch eine Einzelheit einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung,
bei der ein Teil der Wandung weggebrochen ist.
Fig. 5 und 6 sind waagerechte Schnitte durch den Verschlußdeckel der Schlüssellöcher
in (Verschiedenen Stellungen.
Ein T-förmiger Schleppkörper 1 mit waagerecht
verlaufendem Querbalken 2 wird durch Führungen 3 senkrecht geführt und trägt einen über der Preisskala 5 spielenden
Zeiger 4. An Stelle der festen Führungen 3 können auch z. B. zwei an der Stange 1 gelenkig
angeordnete Stäbe, die an ihrem anderen Ende je um Bolzen drehbar sind, den Schleppkörper tragen nach Art eines
Parallelgelenkviereckes. Das Gewicht des Schleppkörpers 1 wird vorteilhaft leicht gehalten, so daß eine schwache Bremsfeder 6
genügt, um sein selbsttätiges Herabgleiten zu verhindern. Anstatt daß die Schwerkraft als
Antrieb für den Schleppkörper 1 verwendet wird, kann auch irgendeine Federkraft auf
diesen wirken, wobei diese Federkraft durch die Bremsreibung gerade so weit ausgeglichen
ist, daß schon durch den leisesten Anstoß Bewegung eintreten kann. Über dem Querbalken 2 bewegt sich waagerecht ein mit
dem Hebel 7 verbundener, als Meßkörper dienender Taststift 8, der von einem Strommesser
beliebiger Art 9 proportional der elektrischen Leistung von rechts nach links
gezogen wird. Der Taststift 8 gleitet hierbei längs einer um den Drehpunkt 10 schwenkbar
gelagerten, geradlinigen Führung 11, die an ihrem freien Ende eine Rolle 12 trägt. Diese
legt sich gegen die von einem hier nicht gezeichneten Uhrwerk angetriebene, z. B. innerhalb
24 Stunden eine Umdrehung vollziehende Kurvenscheibe 13, deren Gestalt in bekannter
Weise die Neigung der Führung 11 und somit die Stromtarifsätze der verschiedenen
Tagesstunden bestimmt. Die Höhenlage des Tas'tstiftes 8 oder irgendeines anderen
in der Verlängerung 7' des Hebels 7 liegenden Punktes, z. B. 8', bestimmt somit in bekannter
Weise den Preis der jeweils abgegebenen Leistung. Auf einer Skala 14 mit
horizontalen Niveaulinien 15 kann der Wert der augenblicklich abgegebenen Leistung
jederzeit, beispielsweise, wie hier gezeichnet, in Reichsmark, abgelesen werden.
Der waagerecht und entsprechend der jeweils vorliegenden Neigung der Führung 11
auch senkrecht bewegte Taststift 8 legt sich beim Herabgleiten längs der Führung 11 auf
den Querbalken 2 auf, beschwert durch sein Eigengewicht und das des Hebels 7 den
Schleppkörper 1 und drückt diesen gegen die Bremswirkung der Feder 6 nach abwärts, so
daß sich der mitbewegte Zeiger 4 wie ein Schleppzeiger auswirkt. Er stellt sich auf der
Skala 5 ein und zeigt dort stets das höchste, während eines bestimmten Zeitraumes aufgetretene
Produkt aus abgegebener Leistung und gleichzeitigem Leistungseinheitspreis an.
Als Leistungsmesser können solche mit Strom- und Spannungsspulen, bei konstanter
Netzspannung auch solche mit Stromspulen allein Verwendung finden, oder es kann ein
Meßmittel benutzt werden, das auf der Gestaltsänderung von Körpern bei Wärmeaufnahme
beruht.
Man wird bestrebt sein, den Eigenverbrauch des Meßmittels gering zu halten, und
deshalb nur geringe Kräfte zur Verschiebung des Schleppkörpers zur Verfügung haben.
Dieser wird dann vorteilhaft nur zur Auslösung der durch andere größere Kräfte zu
bewirkenden Zeigerbewegung benutzt, wie Fig. 2 zeigt. Hier wirkt der als Meßköiper
dienende Taststift 8 auf einen besonders leicht gebauten, um eine Achse 16 schwingenden
Tasthebel 17 ein, der in seiner rückwärtigen Verlängerung einen Sperrhebel 18 trägt und
durch ein kleines Übergewicht 19 entlastet wird, so daß er im Ruhezustand durch den
Anschlag 20 in genau waagerechter Lage gehalten wird. Der Drehpunkt 16 ist an einem
durch die Führungen 21 und 22 vertikal verschiebbaren Gleitkörper 23 befestigt, der den
auf der festen Skala 24 spielenden Zeiger 25 und das Laufwerk 26, 27, 28, 29, 30 trägt.
Das Gewicht des Gleitkörpers 23 mit allen auf ihm sitzenden Teilen stützt sich mit der
Verzahnung des ersten Rades 26 gegen die Verzahnung der festen Zahnstange 33 und
strebt, das Laufwerk in Umdrehungen zu versetzen, woran es aber durch ein mit dem
letzten Trieb 30 verbundenes Sperrad 31 gehindert wird, in das der mit dem Tasthebel
17 verbundene Sperrhebel 18 eingreift. So-
bald aber der längs der Führung 11 herabgleitende Taststift 8 auf den Tasthebel 17
stößt, drückt er diesen ein wenig abwärts, lüftet hierbei das Sperrwerk 18, 31 und gibt
das Laufwerk 26 bis 30 frei, das dank der großen Übersetzung nur ein langsames, stoßfreies
Herabsinken des Gleitkörpers mit dem Zeiger 25 gestattet. Diese Bewegung kann durch einen auf den letzten Trieb 30 aufgesetzten
Windflügel 32 noch weiter verzögert werden. Das Herabsinken des Gleitkörpers 23
samt Zeiger 25 dauert so lange, bis die Berührung des sich gleichfalls nach abwärts
bewegenden Tasthebels 17 mit dem Taststift 8 aufhört. In diesem Augenblick legt sich der
Sperrhebel wieder in das Sperrad 31, und das Laufwerk wird angehalten. Zur Verzögerung
des Herabgleitens des Gleitkörpers 23, 25 können außer dem Laufwerk 26 bis 30
auch andere Mittel vorgesehen sein, z. B. eine ölpumpe o. dgl. Am Ende einer Meßperiode,
z. B. nach einem Monat, befindet sich der Zeiger 25 in der Stellung, die dem innerhalb
dieser Zeit aufgetretenen größten Produkt aus Leistung und jeweiligem Leistungseinheitspreis entspricht.
Damit eine neue Meßperiode beginnen kann, muß der Zeiger 25 samt dem Gleitkörper
23 wieder in seine obere Nullage zurückbefördert werden. Dies kann ohne Zeitverlust
von Hand geschehen, wenn durch eine in der Zeichnung durch eine Blattfeder 34 angedeutete, z. B. zwischen den auf
gleicher Welle sitzenden Rädern 26 und 27 wirksame Schlupfkupplung das Arbeiten des
Laufwerkes ausgeschaltet wird.
Da man den Mechanismus von Zählwerken in ein plombiertes Gehäuse einzuschließen
pflegt, kann die Rückstellung in die Nullage mit einem beliebigen, durch das Schlüsselloch
35 eingeführten, unverwechselbaren Schlüssel geschehen. Hiermit kann z. B. die Kurvenscheibe 36 um i8o° verdreht werden,
wobei der dreiarmige Hebel 37, 38, 39, der durch diese Kurvenscheibe 36 und den Anschlag
62 vorher fest verblockt war, freigegeben und durch die gespannte Feder 40 verdreht wird. Der Hebelarm 39 greift hierbei
unter den Ansatz 41 des Gleitkörpers 23 und zieht diesen gegen die Wirkung der
Schlupfkupplung 26 nach oben, während andererseits der Hebelarm 38 in seiner neuen
Lage den dahinterbefindlichen Vierkant 42 freigibt, der zum Wiederaufzug des die
Kurvenscheibe 13 verdrehenden Uhrwerks mit einem anderen Schlüssel dient.. Sobald
die Uhr aufgezogen ist, wird mit dem unverwechselbaren Schlüssel die Kurvenscheibe
36 in ihre Nullage zurückgedreht und der Schlüssel abgezogen. Der Hebelarm 39 ist
hierbei weit unter den Ansatz 41 zurückgetreten und hat den Gleitkörper 23 wieder
freigegeben, während der Vierkant 42 durch den Hebelarm 38 wiederum zwangsläufig verblockt wurde, so daß sich unbefugte Per-
sonen nicht mit dem Wiederaufzug des Uhrwerkes befassen können.
Um auch bei dem an sich bekannten Auswechseln der Tarifscheibe 13 nicht genötigt
zu sein, in das plombierte Gehäuse des Zählers einzudringen, wird vorgeschlagen, die z. B.
den vier Jahreszeiten angepaßten Tarifscheiben, von welchen in Fig. 3 nur deren zwei, 13 und 13', dargestellt sind, fest unter
sich unter Einhaltung von Abständen zu verbinden und gemeinsam verschiebbar auf einer
vom Uhrwerk angetriebenen Vierkantwelle 43 anzuordnen, so· daß jede dieser Tarifscheiben
durch Verschiebung des Systems mit einem in das Gehäuse eingeführten Schlüssel
mit der am Ende der Gradführung,11 angebrachten Rolle 12 zum Eingriff gebracht werden kann. Das Schlüsselloch zur Einführung
des auf den Vierkant 48 aufzusteckenden Schlüssels wird zur Vermeidung mißbrauch- 8S
licher Benutzung in der Ruhestellung verblockt, z. B. mit einem dem oben angeführten
Hebelsystem 37, 38, 39 weiter hinzugefügten Hebelarm 49. Wird nach Einführung eines
unverwechselbaren Schlüssels in das Schlüsseiloch 3.5 die Kurvenscheibe 36 um i8o° verdreht und somit der Feder 40 gestattet, das
Hebelsystem zu verdrehen, so wird nicht nur, wie oben bereits beschrieben, der Gleitkörper
23 nach oben verschoben und der Vierkant 42 zum Wiederaufzug der Uhr freigegeben,
sondern es wird auch die z. B. am Hebelarm 39 bei 44 angelenkte und bei 45 geführte Zugstange
46 angehoben, wobei der an ihr angebrachte Anschlag 47 die Geradführung 11
erfaßt und um ihren Drehpunkt 10 nach oben dreht, wobei die Rolle 12 außer Eingriff mit
der Tarifscheibe 13 kommt, auf der sie bislang auflag und für deren axiale Verschiebung
sie nunmehr kein Hindernis mehr bildet. Gleichzeitig ist auch der Vierkant 48 zugänglich
geworden und kann samt dem daran befestigten Kegelrad 50 durch einen eingeführten
Vierkantschlüssel auf eine der durch den Zeiger 52 kenntlich gemachten Stellung F, S, n°
H oder W eingestellt werden, die z.B. der Wirksamkeit der den vier Jahreszeiten zugeordneten
Tarifscheiben 13, 13' entsprechen mögen. Mit dem Kegelrad 50 kämmt ein
zweites Kegelrad 51, das über Welle 53,.«5
Hebel 54, Schubstange 55, Hebel 56, Welle 57 und Gabel 58 die Bewegung auf das Scheibensystem
13, 13' überträgt, so daß dieses lotrecht zur Bildebene längs der Vierkantwelle
43 verschoben wird, bis z. B. statt der Tarif scheibe 13 die der Zeigerstellung £ entsprechende
Tarif scheibe 13' für den Sommer-
tarif unter die emporgehobene Rolle 12 tritt. Dreht nach Beendigung, seiner Arbeit der Ableser
die Kurvenscheibe 36 in tihre Ruhelage zurück, so tritt der Hebelarm 49 wieder vor
den Vierkant 48 und bleibt in dieser Lage verblockt.
Um ferner bei Gangdifferenzen der Uhr die richtige Stellung · des Tarifscheibensystems 13, 13' ohne Lüftung des Gehäuses
Avieder herstellen zu können, kann man sich z. B. unter der punktiert gezeichneten Verlängerung
38' des Hebelarmes 38 einen weiteren Vierkant 59 angeordnet denken, mit
■ . dem man nach Beseitigung der Verblockung 38' durch Drehen des in das Schlüsselloch
35 eingeführten, unverwechselbaren Schlüssels
um i8o° über Zahnradpaar 60, 61 die Verdrehung der Tarifscheiben 13, 13' vornehmen
kann.
Statt des hier beschriebenen, rein mechanisch wirkenden Relais kann auch ein elektrisch
wirkendes gedacht werden, sofern man 17 als eine fest mit dem Gleitkörper 23 verbundene
Kontaktleiste und 8 als einen Gegenkontakt auffaßt, der beim Berühren von 17
den Stromschluß eines das Sperrwerk 18, 31 lüftenden Elektromagneten herstellt. Der
Stromschluß kann auch zur Ingangsetzung eines kleinen Elektromotors benutzt werden,
der über ein Triebwerk irgendwelcher Art den Gleitkörper 23 abwärts bewegt.
Fig. 4 bis 6 zeigen eine Wandung 63 des Zählergehäuses, in der das Schlüsselloch 35
in bekannter Weise zu einem Schloß 64 ausgebildet ist, welches an seinem rückwärtigen
Ende verschlossen sein mag, um das Eindringen von Staub in das, Zählergehäuse zu
verhindern. . Die Vierkante 48, 42 und 59 sind so angeordnet, daß sie gemeinsam hinter
einem vermöge der Dichtungsschnur 69 die öffnung 70 staubdicht schließenden Deckel
6γ liegen, der selbst durch den Hebel 38 verriegelt wird. Hierzu trägt der Deckel einen
einwärts ragenden, kreissegmentförmigen Körper 68 mit einer Rast 66, in die der Riegelarm 65 bei geschlossenem Deckel einfallen
kann, während er seinerseits bei geöffnetem Deckel von dem Körper 68 in seiner ausgeschwungenen Lage verblockt wird.
Diese Lösung hat den Vorzug der Einfachheit. Da es sich nur darum handelt, zu verhindern,
daß man den Schlüssel 35 aus dem Schloß 64 herausziehen kann, ehe der staubdichte
Deckel wieder geschlossen ist, kann man auch die Verriegelung der Kurvenscheibe
36 bzw.- des Schlüssels unmittelbar von der Bewegung des Verschlußdeckels ableiten anstatt
auf dem praktisch einfacheren Umwqg über den Hebel 37, 38, 39. Der unverwechselbare
Schlüssel kann mithin nur dann um i8o° zurückgedreht und aus dem Schlüsselloch 35
herausgezogen werden, wenn vorher der Deckel 67 ordnungsgemäß geschlossen wurde.
Außer den beschriebenen Verschlüssen sind noch andere Lösungen möglich, die dann
als in den Bereich der Erfindung fallend betrachtet werden, wenn zur Ersparnis einer
Denkoperation die gleiche für die Rückstellung des Schleppzeigers eingeleitete Bewegung
zur Entriegelung des Zuganges für die Bedienungsschlüssel benutzt wird.
Claims (13)
1. Vielfachtarifmesser oder -zähler für den Verkauf von elektrischer Energie oder
Arbeit von Flüssigkeiten oder Gasen, bei dem die vom Produkt aus der jeweils bezogenen
Leistung und dem jeweils geltenden Leistungspreis abhängige Lage eines Meßkörpers bzw. der höchste Wert dieser 8Q
Einzelanzeigen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes angezeigt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Meßkörper bzw. die ihn bewegende bzw. noch über ihn hinaus fortgesetzte kinematische Kette
selbst den Zeiger für die Einzelanzeigen bzw. einen· Schleppkörper für die dauernde
Anzeige dieses höchsten Wertes, gegebenenfalls unterstützt durch eine Hilfskraft
bewegt bzw. ihre Bewegung auf mechanischem oder elektrischem Wege auslöst.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als unterstützende'
Hilfskraft das Gewicht des zwangsläufig geführten Sch-leppkörpers
bzw. eine auf ihn wirkende Federkraft dient und durch Bremsreibung gerade so weit ausgeglichen ist, daß der Schleppkörper
schon durch den leisesten Anstoß des Meßkörpers von diesem mitgenommen
wird, aber keine selbständige Bewegung ausführen kann.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleppkörper
sich mittels eines Hemmwerkes am Gestell abstützt, welches durch einen an dem Schleppkörper drehbar gelagerten
Hebel gesperrt wird, so daß bei leisester Berührung, aber nur während ihrer uo
Dauer, die Sperrung freigegeben wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrhebel
als zweiarmiger 'Hebel ausgebildet· ist, dessen freier Arm gleichzeitig als Ausgleichsgewicht
wirkt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, gekennzeichnet durch
einen Hebel, der durch eine mittels Schlüssels bediente unrunde Scheibe in einer Endlage verriegelt werden kann, in
der er gleichzeitig ein Schlüsselloch zinn
Aufziehen des die Tarifkurvenscheibe antreibenden Uhrwerkes sperrt, während er
in einer anderen Stellung der unrunden Scheibe freien Weg vorfindet, um unter dem Einfluß einer Feder den Schleppkörper
in seine Ausgangslage heben und dabei das erwähnte Schlüsselloch freigeben zu können.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Hebel
durch die unrunde Scheibe in der Verriegelungsstellung gegen einen Anschlag gedruckt wird, so· daß er in keiner Drehrichtung
bewegbar ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere von
demselben Uhrwerk angetriebene Tarifscheiben für voneinander abweichende Tarife so angeordnet sind, daß sie wahlweise
in die Arbeitslage verstellt werden können, in der sie die Lage des Meßkörpers beeinflussen.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Tarifscheiben
gemeinsam auf einer vom Uhrwerk angetriebenen Vierkantwelle o. dgl. durch ein Gestänge verschiebbar sind,
welches durch einen Steckschlüssel von außen mittels geeigneter Übertragungsglieder
verstellbar ist.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch, gekennzeichnet, daß der Gegenstand
des Anspruches 5 bildende Hebel gleichzeitig das für den Steckschlüssel vorhandene
Schlüsselloch sichert und es bei seiner Verstellung freigibt sowie dabei die mit den Tarifscheiben zusammenarbeitende
Rolle (12) aushebt, damit sie bei deren Verschiebung kein Hindernis bietet.
10. Vorrichtung nach Anspruch'9, dadurch
gekennzeichnet, daß die Tarifscheiben durch Steckschlüssel von außen gemeinsam verdrehbar sind und daß das
Schlüsselloch hierfür ebenfalls von dem Hebel gemäß Anspruch 5 erst bei seiner Verstellung freigegeben wird.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche
S, 6, 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
daß der Hebel 37, 38, 39 in seiner Sperrlage gleichzeitig einen die Schlüssellöcher staubdicht überdeckenden
Deckel verriegelt.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Deckel (67) in seiner Offenstellung die Kurvenscheibe (36) verriegelt.
13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kurvenscheibe durch Verriegelung des Hebels (37, 38» 39) verblockt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
zur Patentschrift 593 800 Klasse 21© Gruppe 17/04.
In. der Patentschrift 593 800 sind auf Seite 1 Zeile 49
dia Worte "augenblicklichen Leistung8" zu streichen und dafür
au setzen? "augenblicklichen Maßangaben des !©istungs-- oder
Arbeitsmessers11 e
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE593800C true DE593800C (de) |
Family
ID=575799
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT593800D Active DE593800C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE593800C (de) |
-
0
- DE DENDAT593800D patent/DE593800C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2745471A1 (de) | Selbstkassierende parkzeituhr | |
| DE1953764C3 (de) | Schnell zu betätigende Zeit-Löschvorrichtung an Parkzeitmessern | |
| DE891936C (de) | Stempel- und Kontrollgerät für Wettscheine, Zählkarten u. dgl· | |
| DE149516C (de) | ||
| DE583137C (de) | Abaenderung des Vielfachtarifmessers oder -zaehlers fuer den Verkauf von elektrischer Energie oder Arbeit, von Fluessigkeiten oder Gasen | |
| DE444871C (de) | Vielfachtarifmesser oder -zaehler zuer den Verkauf von elektrischer Energie oder Arbeit, von Fluessigkeiten oder Gasen | |
| DE1140002B (de) | Einrichtung zur Verrechnung der von einem Abnehmeraus einem Versorgungsnetz entnommenen Menge eines fliessfähigen Mediums. | |
| DE47955C (de) | Apparat zur Messung der elektrischen Energie bei gleichgerichteten sowohl als bei Wechselströmen | |
| DE566959C (de) | Hoechstverbrauchsanzeiger | |
| DE387606C (de) | Apparat zur Ausstellung von Rechnungen fuer Verbrauchsmesser | |
| AT234834B (de) | Einrichtung zur Verrechnung des Verbrauches eines strömenden Mediums durch einzelne Abnehmer | |
| AT65490B (de) | Rechnungsdruckvorrichtung für Zählwerke von Verbrauchsmessern. | |
| DE630109C (de) | Muenzkassierer fuer Elektrizitaet, Gas, Wasser o. dgl. mit Einzug einer festen Gebuehr | |
| DE659251C (de) | Geldwechselvorrichtung, insbesondere fuer Selbstverkaeufer | |
| DE86195C (de) | ||
| DE865535C (de) | Uhr zum Messen des Verbrauchs von Gasen | |
| DE201455C (de) | ||
| DE438990C (de) | Vorrichtung zum Ausschreiben und Ausgeben von Fahrscheinen, Quittungen u. dgl. | |
| DE627704C (de) | Vielfachtarifmesser oder Zaehler | |
| DE45422C (de) | Coulombmeter oder Elektricitätsmesser | |
| DE456658C (de) | Uhr mit periodisch innerhalb des Ziffernblattfelds selbstwanderndem Reklamebande | |
| DE711104C (de) | Vorrichtung zum Registrieren des in periodischen Zeitspannen stattgefundenen elektrischen Stromverbrauches zwecks Feststellung der mittleren Leistung | |
| DE591931C (de) | Vorrichtung an Elektrizitaetszaehlern, insbesondere Elektrizitaetsselbstverkaeufern zur Erzielung eines Staffeltarifs | |
| AT123963B (de) | Schneidevorrichtung für Photographie-Selbstverkäufer. | |
| DE685869C (de) | Druckeinrichtung fuer Waagen |