DE59243C - Walzendruckmaschine für Zeuge - Google Patents

Walzendruckmaschine für Zeuge

Info

Publication number
DE59243C
DE59243C DENDAT59243D DE59243DA DE59243C DE 59243 C DE59243 C DE 59243C DE NDAT59243 D DENDAT59243 D DE NDAT59243D DE 59243D A DE59243D A DE 59243DA DE 59243 C DE59243 C DE 59243C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
run
stuff
strips
roller
witness
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DENDAT59243D
Other languages
English (en)
Original Assignee
S. orbach in Königinhof, Böhmen
Publication of DE59243C publication Critical patent/DE59243C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F22/00Means preventing smudging of machine parts or printed articles
    • B41F22/005Means preventing smudging of machine parts or printed articles using a back grey cloth

Landscapes

  • Winding Of Webs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Februar 1891 ab.
Bei den in der Zeugdruckerei gebräuchlichen Walzendruckmaschinen wird zwischen Prefswalze und gravirter Druckwalze ein Mitläufer geführt, über welchen das zu bedruckende Zeug gelegt ist.
Dieser Mitläufer, welcher die ganze Breite der Walzen einnimmt, hat den Zweck, die überschüssige Farbe von den über das Zeug je nach dessen Breite mehr oder weniger vorstehenden Enden der Druckwalze abzunehmen und dadurch eine Anhäufung von Farbe an den Rändern des Zeuges zu verhindern, welche sonst das letztere beschmutzen und verderben würde. Derartige Mitläufer trocknen sehr längsam, weshalb sie sammt dem bedruckten Zeug in geeigneten Trockenräumen (Mansarden) über viele Walzen hin- und hergeführt werden müssen. Die Mitläufer müssen in grofser Breite und Länge hergestellt werden und sind, da sie überdies rasch unbrauchbar werden, sehr kostspielig.
Die Erfindung soll nun diesen Nachtheil dadurch vermeiden, dafs als Ersatz für den Mitläufer oder, wenn ein solcher angewendet wird, zur Schonung desselben zu beiden Seiten des zu bedruckenden Zeuges Anlaufstreifen zwischen die Walzen einlaufen, deren Breite je nach der Zeugbreite sich ändert, und welche so eingestellt werden können, dafs ihr innerer, dem Zeug zugekehrter Rand sich ein wenig unter das Zeug legt, so dafs die überschüssige Farbe durch diese Anlaufstreifen von der Walze vollständig und ohne das Zeug zu beschmieren abgenommen wird. Da diese Streifen verhältnifsmäfsig schmal sind, so brauchen sie zum Zwecke des Trocknens blos über einige Walzen und Trockenplatten geführt zu werden.
Die beiliegende Zeichnung stellt eine solche der Erfindung gemäfs ausgeführte Zeugdruckmaschine für einmaliges Drucken dar.
Selbstverständlich kann diese Neuerung auch an mit mehreren Farben drückenden Maschinen angebracht werden.
Fig. ι der schematischen Zeichnung zeigt eine Hälfte der Vorderansicht der Maschine, Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch dieselbe.
Wie ersichtlich, ist A die in den Farbentrog B tauchende Farbwalze, welche die Farbe auf die gravirte Druckwalze C aufträgt. DD1 sind die beiden Abstreichmesser (Rakel) der Druckwalze. E ist die Prefswalze, über welche das von der Rolle F ablaufende, zu bedruckende Zeug α läuft, b ist der gegebenenfalls angewendete, unterhalb des Zeuges über die Prefswalze geführte Mitläufer. In Fig. 1 ist derselbe der Deutlichkeit wegen weggelassen. Zu beiden Seiten des Zeuges a laufen die mit ihrem inneren Rande ein wenig unter demselben liegenden Anlaufstreifen c, welche von den im Maschinengestell passend gelagerten Zapfen G abgezogen werden.
Zum Zwecke der genauen Einstellung der Anlaufstreifen c c gegen die Prefswalze E sind auf jedem Zapfen G zwei Scheiben KK1 montirt, zwischen welchen ein Anlaufstreifen aufgewunden ist. Die Scheibe K ist mit einer auf den Zapfen G aufgeschobenen Hülse oder Hohlwelle H fest verbunden, auf welcher die Scheibe K1 verschiebbar ist, so dafs beide eine Art Spule bildenden Scheiben miteinander, je nach der Zeugbreite auf dem Zapfen, und
gegen einander, je nach der Breite des Anlaufstreifens, verstellt werden können.
Die Feststellung der Scheiben KK1 auf dem Zapfen G erfolgt durch die Stellringe LL1LP- und die Bremsung beim Abziehen der Anlaufstreifen durch Gewichte /.
Eine von der Prefswalze E auf einer stellbaren Schiene angeordnete Führungsplatte M, deren Breite gleich der gröfsten Breite der jeweilig verwendeten Anlaufstreifen ist, kann durch eine Schlittenführung N oder in sonst geeigneter Weise so eingestellt und festgestellt werden, dafs ihre innere Führungskante den Anlaufstreifen dicht bis zur Prefswalze und ein wenig unter den Rand des zu bedruckenden Zeuges führt.
Das bedruckte Zeug α wird in bekannter Weise in den Trockenraum (Mansarde) geleitet, daselbst über Walzen hin- und hergeführt und schliefslich abgelagert, während die über die freien Walzenenden laufenden und die überschüssige Farbe aufnehmenden Anlaufstreifen c, weil sie ihrer verhältnifsmäfsig geringen Breite wegen rascher trocknen, blos über Walzen O und Trockenplatten P geführt und auf an den Wellen Q sitzende Spulen mittelst Differentialgetriebe R bekannter Art aufgewickelt werden. Die Spulen sind in gleicher Weise wie die auf den Zapfen G sitzenden mit Scheiben KK1 versehen und können, um von neuem verwendet zu werden, nach dem Aufwickeln der Anlaufstreifen c abgenommen und auf die Zapfen G in die Maschine eingesetzt werden.
Für den Fall, dafs ein Mitlaufer b angewendet wird, führt man denselben in gebräuchlicher Weise über die Walzen & hin und her und windet ihn auf einen an geeigneter Stelle angebrachten Baum auf, oder führt ihn, wenn er endlos ist, zur Prefswalze E zurück.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Walzendruckmaschine für Zeuge, welche zur Schonung bezw. zum Ersatz der Mitläufer mit Anlaufstreifen c von entsprechender Breite versehen ist, die zur Aufnahme der überschüssigen Farbe an den freien Enden der Druckwalzen bestimmt sind, ein wenig unter die seitlichen Ränder des Zeuges gleitet und mit diesem zwischen Druck- und Prefswalze hindurchgeführt werden.
2. Bei der unter ι. angegebenen Einrichtung zum Zwecke der genauen Einstellung der Anlaufstreifen gegen das Zeug die in axialer Richtung verschiebbaren und auswechselbaren Spulen, von welchen die Anlaufstreifen abgewickelt werden, mit den gegen einander verstellbaren Scheiben KK1 und den auf einer Schiene verstellbaren und feststellbaren Führungsplatten M.
DENDAT59243D Walzendruckmaschine für Zeuge Expired - Lifetime DE59243C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE59243C true DE59243C (de)

Family

ID=333474

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT59243D Expired - Lifetime DE59243C (de) Walzendruckmaschine für Zeuge

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE59243C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2706353C2 (de) Einsteckmaschine
DE8912194U1 (de) Farbwerk
DE29510486U1 (de) Rollrakel-Baugruppe
DE2250092C3 (de) Rakelvorrichtung
DE1760393A1 (de) Rakelvorrichtung
DE2516149C3 (de) Vorrichtung zum Konstanthalten des Abstandes des Druckkopfes eines Matrixdruckers vom Aufzeichnungsträger
DE2505235A1 (de) Traeger fuer eine flexible druckstockplatte
DE1536485B1 (de) Vorrichtung zum Einbinden von Buchbloecken
DE59243C (de) Walzendruckmaschine für Zeuge
DE282393C (de)
DE1916725A1 (de) Vorrichtung zum Haltern und Einstellen eines Abstreichmessers oder Rakels
DE2738537B2 (de) Drahteinzugapparat, insbesondere für eine Umformpresse
DE2216773A1 (de) Positioniervorrichtung
DE2635006A1 (de) Vorrichtung zur automatischen abstandsregelung zwischen einem druckkopf und einem zu bedruckenden informationstraeger
DE2901959C2 (de) Druckeinrichtung zur Aufbringung von Markierungsaufdrucken auf Druckbahnen
DE553268C (de) Walzendruckmaschine mit durch Verschiebung einzelner Walzen einstellbarer Arbeitsbreite
DE245778C (de)
DE576833C (de) Papierfuehrung fuer Schreibmaschinen
DE222681C (de)
DE653012C (de) Mit beweglichen Tragstaeben fuer die Papierbahn ausgeruestete Wendestange fuer Rollenrotationsdruckmaschinen
DE168343C (de)
DE290330C (de)
DE1610300A1 (de) Rakelvorrichtung fuer Siebdruckmaschinen od.dgl.
DE728452C (de) Liniervorrichtung zum gleichzeitigen Ziehen mehrerer einander paralleler Linien
DE1536485C (de) Vorrichtung zum Einbinden von Buchblöcken