DE2901959C2 - Druckeinrichtung zur Aufbringung von Markierungsaufdrucken auf Druckbahnen - Google Patents
Druckeinrichtung zur Aufbringung von Markierungsaufdrucken auf DruckbahnenInfo
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Description
65
Die Erfindung betrifft eine Druckeinrichtung zur Aufbringung
von Markierungsaufdrucken auf Druckbahnen.
bestehend aus einer ein Klischee tragenden, In standigem
Kontakt mit einer Farbauftragseinrichtung stehenden Druckwalze sowie einer die Druckbahn gegen die Druckwalze
hallenden Gegendruckwalze.
In vielen Fällen werden heute Druckerzeugnisse und fotografische Erzeugnisse mit Markierungsdrucken versehen,
mit deren Hilfe die spätere Identifizierung nach Herkunft. Herstelldatum, Qualitätsmerkmalen und dgl.
erleichtert werden soll. So werden insbesondere in Fotolabors, die die konierten Einzelbilder enthaltenden und
bis zum Schnitt fertiggestellten Bildstreifen nuf der Rückseite mit einer aufgedruckten Kennzeichnung versehen,
die dem Fotolabor einerseits im Falle von Nachbestellungen als Kopierhinweis und andererseits im Falle
von Reklamationen als Nachweis der Herkunft dient. Der Aufdruck erfolgt in diesen Fällen nach Fertigstellung
des Bildbandes in einer dem Rollenpapierentwicklungsautomaten nachgeordneten Druckeinrichtung auf
der Bildrückseite derart, daß der Bildstreifen ungeschnitten durch die Druckmaschine gezogen und in einem der
Bildteilung entsprechenden Abstand mit dem Aufdruck versehen und erst anschließend geschnitten wird.
Bei den bekannten, für diesen Zweck eingesetzten Druckeinrichtunfeen ergeben sich einige Nachteile, die
ihre Ursache darin haben, daß das Entstehen von Farbverunreinigungen und Ausprägungen auf der Sichtseite
mit Sicherheit ausgeschlossen werden muß. Aus diesem Grunde werden vor allem an die Oberflächenbeschaffenheit
der mit der Fotosichtseite in Berührung stehenden Gegendruckwalze außerordentlich hohe Anforderungen
gestellt, derart, daß auf absolut runde, riefenfreie Beschaffenheit der Gegendruckwalze und absolut überstandsfreie
Lagerung des Klischees In der Druckwalze besonderer Wert gelegt wird. Dies bedingt weiterhin
angesichts des kurzzeitig Intermittierenden Betriebs eine sehr aufwendige Hub- und Hubsteuerungseinrichtung,
mit deren Hilfe die Gegendruckwalze mit Einlaufen des Druckstreifens In die Druckeinrichtung gegen die Druckwalze
abgesenkt und rechtzeitig vor Auslaufen des Druckstreifenendes aus der Druckeinrichtung wieder
abgehoben wird, um jeglichen Fdrbubertrag vom Klischee
auf die Gegendruckwalze mit Sidierhelt zu verhindern.
Ziel der vorliegenden Erfindung hat ist Schaffung einer Druckeinrichtung der genannten Art, bei der bei
Vermeidung jeglicher ungewollter Farbübertragung auf die Gegendruckwalze die Hub- und Hubsteuerungseinrichtung
in Fortfall kommen kann und die Erfindung besteht darin, daß das Klischee mit einem Typenüberstand
über die Walzenumfangsfläche auf der Druckwalze angeordnet und die Gegendruckwalze im Bereich des
Klischees mit einer rundumlaufenden Ausnehmung einer den Typenüberstand übersteigenden Tiefe versehen
ist.
Durch die Erfindung ist eine Druckeinrichtung geschaffen, bei der die Gegendruckwalze auch in den
zwischen den Druckzeilen liegenden Leerlaufzeiten In ständiger Anlage an der Druckwalze verbleiben kann, so
daß die aufwendigen Hub- und Steuerungseinrichtungen entbehrlich sind. Ein Verschmieren der Gegendruckwalze
durch Farbübertragung vom Klischee und Insbesondere von dort auf die Sichtseite des Druckstreifens Ist
mit Sicherheit ausgeschlossen, wobei sich überraschend
gezeigt hat, daß einerseits trotz des zwischen Nutgrund und Typenebene In der Drucklinie verbleibenden Spalts
ein einwandfreier Druckauftrag erzielt wird und andererseits trot/ des Typenüberstands auf der einen Seite und
des Elndrückcns der Papierbahn In die Nut In der Druck-
linie auf der anderen Seite keinerlei mechanische Veränderungen
- seien es DurLiiprügungen des Klischees, seien
es Prilgeriefen an den Nutkanten - auf der Sichtseite entstehen.
Infolge des Einfalles dereinen Großen Platzbedarf erfordernden Hub- und Steuereinrichtungen wird darüber
hinaus eine sehr kompakte Bauweise erzielt, die auch den nachträglichen Anbau an bereits bestehende Kopierund
Druckeinrichtungen möglich macht.
Vorteilhaft sind die Nutflanken sowohl am Nutgrund als auch an der Nutoberkante ausgerundet, wobei die
Walzenfläche zweckmäßig zusätzlich mit einem polierten Hartchromüberzug versehen ist, wodurch ein weicher
und allmählicher und damit spannungsfreier Einlauf der Druckbahn in die ausgenommene Drucklinie sichergestellt
wird.
In einer weiteren Ausgestaltung der Druckeinrichtung gemäß Erfindung kann die Druckwalze gleichzeitig als
Antriebswalze für die Gegendruckwalze dienen, derart, daß die Gegendruckwalze in freier Führung aufgrund
lediglich ihres Eigengewichts an der Druckwalze gehalten ist und mit dieser ständig umläuft. In entsprechender
Weise kann die Druckwalze als Antriebswalze für die aus Farbwalze und Farbübertragerwalze bestehende Farbauftragseinrichtung
dienen, derart, daß die Farbübcvtragerwalze im Bereich des Klischees eine Nutausnenmung
einer dem Typenüberstand des Klischees entsprechenden Tiefe besitzt und Druckwalze, Farbübertragerwalze und
Farbwalze derart in ständiger Anlage aneinandergehalten sind, daß die seitlichen Umfangsfiächen der Farbübertragerwalze
auf dem Umfang der Druckwalze und sowohl das Klischee als auch die Farbwalze auf dem Nutgrund
der Farbübertragerwalze abrollen. Hierbei kann die Farbübertragerwalze von drei Rollen gebildet sein, von denen
die beiden äußeren Rollen gegenüber der mittleren Rolle einen um die Höhe des Typenüberstandes des Klischees
größeren Halbmesser besitzen. Die Lagerung der Walze erfolgt in diesem Falle zweckmäßig mittels zwischen den
Rollen angreifenden Lagerarmen, die gleichzeitig auch der Lagerung der Farbwalze ienen und einen Übertritt
von Druckfarbe auf die äußeren Walzenbereiche und von «o dort auf die seitlich des Klischees gelegenen Flächen der
Druckwalze verhindern.
Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise veranschaulicht.
Es zeigt
Fig. 1 eine Sicht auf eine Druckelnrichlung gemäß Erfindung,
Flg. 2 einen Schnitt durch Fig. I.
In der Zeichnung sind mit 1 die Druckwalze, mit 2 die
Gegendruckwalze, mit 3 als Ganzes die Farbübertragerwalze und mit 4 die Farbwalze bezeichnet. Auf der
Druckwalze 1 ist das Klischee 5 angeordnet. Das Klischee 5 ist mit einem Typenüberstand von beispielsweise
0,5 mm über die Walzenumfangslinle auf der Druckwalze
1 angeordnet, während die Gegendruckwalze 2 im Bereich des Klischees mit einer Umfangsnut 6 einer den
Typenüberstand des Klischees geringfügig, beispielsweise um 0,2 mm übersteigenden Tiefe versehen ist. Die Flanken
der Nut 6 sind sowohl am Nutgrund als auch an der oberen Nutkante ausgerundet.
Die Druckwalze 1 dient gleichzeitig als Antriebswalze sowohl für die Gegendruckwalze als auch die Farbauftragseinrichtung,
wobei die Druckwalze selbst mittels eines Riementriebes 7 von der Antriebseinheit der der
Druckeinrichtung vorgeschalteten Anlage in Drehung versetzt wird. Eine eigene Antriebseinheit Ist nicht erforderlich,
ebensowenig für die Gegendruckwalze 2, die in einer Gabelführung 8 - siehe Fi g. 2 - freigleitend geführt
aufgrund von Schwerkraftwirkung in Anlage an der Druckwalze gehalten wird, so daß sie un.rar der Antriebskraft
der Druckwalze mit derselben Umfangsgeschwindigkeit wie die Druckwalze selbst umläuft. Der Schwerkraftandruck
der Gegendruckwalze gewährleistet einen einwandfreien und die Druckbahn nicht überlastenden
Andruck.
Die Druckwalze dient weiterhin der Vermittlung des Drehantriebes auf die aus Farbübertragerwalze 3 und
Farbwalze 4 bestehende Farbeinrichtung. Hierbei besteht die Farbübertragerwalze aus den auf einer gemeinsamen
Achse Ba gelagerten Rollen 9, 10, von denen die mittlere, im Bereich des Klischees 5 liegende Rolle 9 einen um
den Typenübersland des Klischees geringeren Halbmesser als die äußeren Rollen 10 besitzt. Die Walze ist auf
Trägerarmen 11 gelagert, die die Achse 8a zwischen den
Rollen umgreifen. Auf diese Weise laufen die Rollen IQ aui der Walze 1 und die Rolle 9 auf dem Klischee 5 mit
der Druckwalze ständig um, wobei die Träg°rarirr 11
einen Farbübertritt von der Walze 9 zu den Rollen 10 und von dort zur Druckwalze verhindern. Die Trägerarme
J! dienen gleichzeitig der Lagerung der in ständiger Anlage an der Farbübertragerwalze stehenden und mit
dieser umlaufenden Farbwalze 4.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (9)
1. Druckeinrichtung zur Aufbringung von Markierungsaufdrucken auf Druckbahnen, bestehend aus
einer ein Klischee tragenden. In ständigem Kontakt
mit einer Farbauftragseinrichtung stehenden Druckwalze sowie einer die Druckbahn gegen die Druckwalze
haltenden Gegendruckwalze, dadurch gekennzeichnet, daß das Klischee (5) mit einem
Typenüberstand über die Walzenumfangsfläche auf der Druckwalze (1) angeordnet und die Gegendruckwalze
(2) im Bereich des Klischees (5) mit einer Umiangsnut
(6) einer den Typenüberstand des Klischees übersteigenden Tiefe versehen ist.
2. Druckeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Flanken der Nut (6) sowohl
am Nutgrund als auch an der oberen Nutkante ausgerundet sind.
3. Druckeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Walzennäche der Gegendruckwalze
(2) mit einem polierten Hartchromüberzug versehen ist.
4. Druckeinrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Druckwalze (1) gleichzeitig
als Antriebswalze sowohl für die Gegendruckwalze (2) als auch die Farbauftragseinrichtung (3, 4) dient,
wobei die Druckwalze (1) selbst mittels eines Riementriebes (7) von der Antriebseinheit der der Druckeinrichtung
vorgeschalteten Anlage angetrieben wird.
5. Druckeinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegendruckwalze (2) beispielsweise
In einer Gabelführung (8) freigleitend
geführt und au.grund ihrer Schwerkraft in Anlage an
der Druckwalze (1) gehaRen ist.
6. Druckeinrichtung nar.h Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Farbüber-.ragerwalze (3) im
Bereich des Druckklischees (5) eine Nutausnehmung einer dem Typenüberstand des Klischees (5) entsprechenden
Tiefe besitzt und Druckwalze (1), Farbübertragerwalze (3) und Farbwalze (4) derart in ständiger
Anlage aneinandergehalten sind, daß die seitlichen Umfangsflächen der Farbübertragerwalze (3) auf dem
Umfang der Druckwalze (1) und sowohl das Klischee (S) als auch die Farbwalze (4) auf dem Nutgrund de>
Farbübertragerwalze (3) abrollen.
7. Druckeinrichtung nach Anspruch 4 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbübertragerwalze
(3) aus drei auf einer gemeinsamen Achse (8) gelagerten Rollen (9, 10) besteht, von denen die mittlere, im
Bereich des Klischees (S) liegende Rolle (9) einen um den Typenüberstand des Klischees (5) geringeren
Halbmesser als die äußeren Rollen (10) besitzt.
8. Druckeinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbübertragerwalze (3) auf
Trägerarmen (11) gelagert Ist, die die Achse (8) zwischen
den Rollen (9, 10) umgreifen.
9. Druckeinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerarme (11) gleichzeitig
der Lagerung der In ständiger Anlage an der Farbübertragerwalze (3) stehenden und mit dieser umlaufenden
Farbwalze (4) dienen.
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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| DE2901959A1 DE2901959A1 (de) | 1980-07-24 |
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Families Citing this family (2)
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