DE588436C - Sicherheitsvorrichtung an Steuerungen von hydraulischen Kippvorrichtungen und Verfahren zu ihrem Betriebe - Google Patents
Sicherheitsvorrichtung an Steuerungen von hydraulischen Kippvorrichtungen und Verfahren zu ihrem BetriebeInfo
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- F27—FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
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Description
- Sicherheitsvorrichtung an Steuerungen von hydraulischen Kippvorrichtungen und Verfahren zu ihrem Betriebe Bei normalen Steuereinrichtungen für hydraulisch wirkende ,Kippvorrichtungen, insbesondere für Mischer, Siemens-Martinöfen und andere kippbare Einrichtungen, wird je nach der Stellung der Steuerorgane das Druckmittel entweder auf die eine oder auf die andere Fläche eines im sogenannten Kippzylinder beweglichen Kolbens geleitet und damit entweder Kippen oder Wiederaufrichten des Mischers o. dgl. herbeigeführt.
- Für solche Steuereinrichtungen sind Sicherungen bekannt, . die bei Ausbleiben des Druckmittels oder beim Verlassen der Steuerung durch den Bedienungsmann ein Dusch-oder Weiterkippen der kippbaren Einrichtung verhindern.
- Solchen Sicherheitsvorrichtungen haftet aber der Nachteil an, daß, obwohl ein Weiterkippen verhindert ist, immer noch ein größerer Schaden dadurch eintreten kann, daß der stets um ein gewisses Maß über der Ausgußkante stehende Badspiegel ungehindert abfließen kann, wenn die kippbare Einrichtung gerade in Gießstellung stehenbleibt. Man hat, um das Aufrichten der Vorrichtung nach erfolgter Festlegung im gekippten Zustand zu ermöglichen, schon ein Ventil vorgesehen, durch das von Hand das Druckwasser aus .dem Druckraum abgeleitet werden kann.
- Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist, eine Sicherheitsvorrichtung zu schaffen, die beim Eintritt der obengenannten Fälle (Ausbleiben des Druckwassers usw.) nicht nur die Kippbewegung zum Stillstand bringt, sondern selbsttätig eine Aufrichtbewegung einleitet und bis zur Ausgangsstellung durchführt.
- Die Lösung dieser Aufgabe benutzt die Tatsache, daß bei neueren Mischern usw. die Schwerkraft stets ein aufrichtendes Moment ausübt. Bei den bekannten Sicherheitsvorrichtungen konnte dieses Moment deshalb selbsttätig nicht zur Wirkung kommen, weil, wenn die Sicherheitsvorrichtung während des Kippvorganges in Tätigkeit treten mußte, die auf »kippen« stehenden und stehenbleibenden Steuerorgane der Kippvorrichtung ein Abfließen des Wassers aus dem Kippzylinder zunächst verhinderten. Beim Erfindungsgegenstand wird daher mit dem Ansprechen der Sicherheitsvorrichtung selbsttätig dem Wasser im Kippzylinder eine Abflußmöglichkeit gegeben. In einfacher Weise geschieht dies dadurch, daß durch eine besondere, durch vom Druckmittel unabhängige Kräfte betätigte Vorrichtung selbsttätig die Steuerorgane schnell aus der Stellung, die das Kippen veranlaßt, in diejenige, die das Aufrichten veranlaßt, verschoben werden können. Dabei ist durch besondere, in die Druckmittelleitung eingeschaltete Sicherheitsorgane Vorsorge getroffen, daß die genannte Umschaltvorrichtung für die Steuerorgane so lange außer Tätigkeit gehalten wird, als das Druckmittel in dem Sicherheitsorgan den nötigen Druck aufweist.
- Bleibt nun aus irgendeinem Grund das Druckmittel aus, so gibt das Sicherheitsorgan die Umschaltvorrichtung frei, die die Steuerorgäne der Kippvorrichtung in Aufrichtestellung bringt. Das im Kippzylinder befindlicheDruckmittel kann dann aus diesem abfließen und die kippbare Einrichtung sich selbsttätig aufrichten. Dadurch wird ein selbsttätiges Wiederaufricliten des Mischers o. dgl. ermöglicht.
- Durch eine weitere einfache Vorrichtung ist die zu kippende Einrichtung gegen unbeabsichtigtes Durchkippen bei freiwilligem oder unfreiwilligem Verlassen der Kippsteuerung durch den Bedienungsmann geschützt. Ein nach Art des sogenannten Totmannknopfes wirkendes Ventil führt dem obengenannten Sicherheitsorgan nur so lange das Druckmittel zu, als es, z. B. durch Niedertreten eines Knopfes, betätigt wird. Wird es nicht betätigt, so tritt die gleiche Wirkung wie beim Ausbleiben des Druckmittels ein, nur daß dann die zu kippende Einrichtung gemäß der in Aufrichtestellung gebrachten Steuerung durch das Druckmittel in Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
- Aus der beiliegenden Zeichnung ist zunächst der im Schnitt schematisch dargestellte normale Steuerapparat für hydraulische Kippvorrichtungen von Mischern, Martinöfen und ähnlichen Einrichtungen ersichtlich. ßr besteht aus zwei Zylindern i und ?, in denen je ein Plunger 3 und q. mit Plungerscheiben 5 und 6 verschiebbar ist. Diese Plunger sind durch einen mit der Welle S um deren Achse schwenkbaren Querhebel 9 verbunden. Auf die Welle 8 ist gleichzeitig ein Zahnradsegment io aufgekeilt. Durch Drehung der auf der Welle ii sitzenden Schnecke i2 mittels des Handrades 13 wird das finit der Schnecke in Eingriff stehende Zahnsegment und mit ihm der Hebel 9 geschwenkt, wodurch die Plungerscheiben 5 und 6 in den Zylindern verschoben werden und je nach ihrer Stellung verschiedene Kanäle freigeben und so einmal das Druckwasser auf die Kolbenunterseite und das andere Mal auf die Kolbenoberseite in den Kippzylinder leiten. Im einen Fall wird gekippt, im anderen aufgerichtet. Die in der Zeichnung ausgezogene Stellung der Steuerorgane ist die Kippstellung. Durch den Druckwassereintritt 1q. gelangt das Druckwasser bei dieser Plungerstellung zum mit der Kolbenunterseite in Verbindung stehenden Anschluß i5, während durch den mit der Kolbenoberseite in Verbindung stehenden Anschluß 16 das verdrängte Wasser zum Druckwasserauslaß i7 gelangt. Bei der gestrichelten Stellung gelangt das Druckwasser durch den Anschluß 16 auf die Kolbenoberseite und das Abwasser durch den Anschluß 15 zum Wasserablaß 17. In diesem Falle veranlaßt die Steuerung ein Aufrichten der kippbaren Einrichtung.
- In Verbindung mit diesem beschriebenen Beispiel einer bekannten Kippsteuerung steht nun das in der gleichen Zeichnung schematisch und ebenfalls im Schnitt dargestellte Ausführungsbeispiel der Sicherheitseinrichtung. Darin hat die Feder iR das Bestreben, die als Zahnstange wirkende Schnecke r? und damit deren Welle i r nach unten zu ziehen, wodurch ein Umschalten der Steuerung in Aufrichtestellung veranlaßt würde. Der ebenfalls an der Welle z i sitzende, im Zylinder i9 geführte Kolben 2o wirkt nun, solange in dem Zylinder Druck herrscht, der Federkraft entgegen und hebt diese auf. Bei Ausbleiben des Druckes bewirkt die Feder sofort die Umschaltung. der Steuerung. Ein dein Zylinder i9 vorgeschaltetes Ventil 21 gibt die Druckwasserzuleitung zum Zylinder i9 nur frei, wenn der Fußhebel 22 niedergedrückt wird. Sobald dieser freigegeben wird, wird der Zylinder selbsttätig mit dem Abwasser verbunden, es tritt genau wie beim Ausbleiben des Druckwassers eine Umschaltung der Steuerung auf Aufrichten ein.
Claims (1)
- PATRNTANspRÜCiiR: i. Verfahren zum Betriebe von Sicherheitsvorrichtungen für hydraulische Kippvorrichtungen, insbesondere für Mischer, kippbare Siemens-Martin-Öfen und iiIuiliche Einrichtungen, bei denen <lein Druckmittel zur ITerbeiführung der Aufrichtung der kippbaren Vorrichtung eine Ausflußmöglichkeit aus dein Kippzylinder gegeben wird, dadurch gekennzeichnet, ctaß durch das Absinken des Triebmitteldruckes eine Öffnung des Druckinitteiausflusses aus dein Kippzylinder herbeigeführt wird. a. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Öffnung des Druckmittelausflusses durch Umschalten der Steuerung auf Aufrichten, und zwar derart erfolgt,-daß vom Druckmittel ein Teil abgezweigt, weitergeleitet und derart verwendet wird, daß es einer vom Druckmittel unabhängigen Kraft, die mittels einer besonderen Vorrichtung die Kippsteuerung in Aufrichtestellung zu bringen bestrebt ist, das Gleichgewicht hält. 3. Vorrichtung zur Durchführung der Verfahren nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine durch ihre Drehung eine Umsteuerung der Kippvorrichtung bewirkende Schnecke (I2) durch eine vom Druckmittel unabhängige Kraft, z. B. die einer Feder (i8) oder eines Gewichtes, in ihrer Längsrichtung verschoben wird, wenn der auf einem an der Schneckenwelle (r i) befestigten Kolben (2o) wirkende Druck des Druckmittels ausbleibt. ¢. In Verbindung mit einer Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 3 arbeitende, auf freiwilliges oder unfreiwilliges Verlassen der Steuerung durch den Bedienungsmann ansprechende Sicherheitsvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß mit Hilfe, eines durch Überwindung einer Kraft (Feder, Gewicht o. dgl.)- in Arbeitsstellung zu haltenden Hebels das Druckmittel der Kippvorrichtung zugeführt wird. 5. Sicherheitsvorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß in die Zuleitung zum Kolben (20) ein Ventil so eingeschaltet wird, daß es nur beim Niederdrücken des federnden Kopfes (22) dein Zylinder (rg) das Druckmittel zuführt, beim Aufhören des Niederdrückens dagegen den Zylinder (zg) mit dem Abwasser verbindet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED63251D DE588436C (de) | 1932-04-02 | 1932-04-02 | Sicherheitsvorrichtung an Steuerungen von hydraulischen Kippvorrichtungen und Verfahren zu ihrem Betriebe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED63251D DE588436C (de) | 1932-04-02 | 1932-04-02 | Sicherheitsvorrichtung an Steuerungen von hydraulischen Kippvorrichtungen und Verfahren zu ihrem Betriebe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE588436C true DE588436C (de) | 1933-11-18 |
Family
ID=7058663
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED63251D Expired DE588436C (de) | 1932-04-02 | 1932-04-02 | Sicherheitsvorrichtung an Steuerungen von hydraulischen Kippvorrichtungen und Verfahren zu ihrem Betriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE588436C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959280C (de) * | 1953-04-14 | 1957-03-07 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Vorrichtung zum Steuern der Kipp- und Ruecklaufbewegungen eines Schmelzbadbehaelters, insbesondere eines Roheisenmischers |
-
1932
- 1932-04-02 DE DED63251D patent/DE588436C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE959280C (de) * | 1953-04-14 | 1957-03-07 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Vorrichtung zum Steuern der Kipp- und Ruecklaufbewegungen eines Schmelzbadbehaelters, insbesondere eines Roheisenmischers |
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