DE587873C - Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung fuer Muell- und Abfallstoffe und deren Behaelter - Google Patents

Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung fuer Muell- und Abfallstoffe und deren Behaelter

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DE587873C
DE587873C DEF71070D DEF0071070D DE587873C DE 587873 C DE587873 C DE 587873C DE F71070 D DEF71070 D DE F71070D DE F0071070 D DEF0071070 D DE F0071070D DE 587873 C DE587873 C DE 587873C
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cleaning
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B08CLEANING
    • B08BCLEANING IN GENERAL; PREVENTION OF FOULING IN GENERAL
    • B08B9/00Cleaning hollow articles by methods or apparatus specially adapted thereto
    • B08B9/08Cleaning containers, e.g. tanks

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)
  • Refuse Collection And Transfer (AREA)
  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description

  • Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung für Müll- und Abfallstoffe und deren Behälter Die Erfindung betrifft eine Reinigungs-und Desinfektionsvorrichtung für Abfallstoffe, wie Müll ö. dgl., die nach ihrer Reinigung bzw. Desinfektion wieder verwertet werden oder aus andern Gründen nicht ohne weiteres auf den Abladeplatz geworfen werden sollen;. wie Papier; Kleidungsstücke oder sonstige Stoffge-#vebe, wie Säcke o. dgl., oder auch noch heiße Asche. -Es gibt schon ortsfeste und fahrbare Müllbehälter und Morastsammler, die mit Entlüftungs- und Wasserspülvorrichtungen, Desinfektionsvorrichtungen und mit einem Abzugsrohr versehen sind. Auch sind schon Desinfektionsanlagen für die Reinigung und Behandlung bakteriologisch nicht einwandfreier Stoffe bekannt. Sie besitzen aber Nachteile, die durch die Einrichtung nach der Erfindung behoben werden sollen.
  • Die Erfindung benutzt für die Reinigungs-und Desinfektionsvorrichtung einen an sich bekannten Luftstromerzeuger. Dabei soll im besonderen die Entleerung eines Müllgefäßes erst nach seiner sowie seines Inhalts vorangegangener Behandlung erfolgen, und zwar so, daß keine gesundheitliche Gefahr für Menschen oder auch Feuersgefahr zu befürchten ist. Das Abfallgut wird-in der Reinigungs-und Desinfektionsvorrichtung nach der Erfindung behandelt, wobei sackartige Hüllen, die z: B. als Filter bei der Vorrichtung verwendet werden können, 'auf hygienische und schnellste Weise gereinigt werden, wenn ihre vorherige Desinfektion nicht allein genügen sollte.
  • Es gibt an sich Flächenreinigungsmaschinen oder -geräte, welche ein Reinigungswerkzeug in Verbindung mit einem Staubsauger oder einer Vorrichtung zur Bearbeitung der Böden und Bodenbeläge, so auch von Müllbehältern, besitzen, wie Schrubbvorrichtun= gen o. dgl.
  • Die Erfindung betrifft auch nach dieser Richtung hin eine weitere Ausbildung solcher Vorrichtungen.
  • Ein Hauptmerkmal der Erfindung liegt gegenüber den bekannten Einrichtungen darin, daß die Vorrichtung mit den Reinigungsvorlagen mittels einer Umschalteinrichtung mit dem Luftstromerzeuger wahlweise mit einer Unterdruck- oder Überdruckeinrichtung zu verbinden ist.
  • Dadurch wird der Vorteil erreicht, daß in der Vorrichtung zum Reinigen wahlweise Überdruck oder Unterdruck erzeugt und das Müllgut auf verschiedenste Weise behandelt werden kann, wobei jeweils die Behandlutig5-art der Art des Müllguts angepaßt wird. So ist es z. B. möglich, Desinfektionsmittel- oder -stoffe unter Über- oder Unterdruck im gleichen Behälter auf das Müllgut einwirken zu lassen, auch in Wiederholung mittels- Umkehrung der Strömungsrichtung der Desinfektionsmittel oder der Luft. Andererseits kann jeweils die bestgeeignetste Zufuhr von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln ausgewählt werden. Dient das Müllgefäß z. B. der Abfuhr von noch heißer Asche, so wird durch die Vorrichtung die Wärme abgeführt und das Ersticken noch glimmender Asche durch Anwendung von Unterdruck durch Entziehen der Luft begünstigt, aber auch bei und nach Feuchtbehandlung z. B. von Säcken und sonstiger sackartiger Hüllen ist es in Verbindung mit der Reinigungsvorrichtung möglich, wahlweise Druck- oder Saugluft zur Reinigung und Trocknung des Mülls oder Gefäßes mitzubenutzen.
  • Gemäß der Erfindung bildet den eigentlichen Aufnahmebehälter für die Abfallstoffe ein poröser, filterartiger Beutel, der unter Einfluß von Unterdruck oder Überdruck innerhalb oder außerhalb des Gefäßes zusammen mit den Abfallstoffen behandelt wird, wobei der Deckel der Reinigungsvorrichtung bei Überdruckanwendung in der Vorrichtung abnehmbar ist.
  • Dadurch wird der Vorteil erzielt, daß sackartige Hüllen beim Durchzug der Luft oder der Desinfektionsmittel in der einen oder anderen Richtung selbst ohne Berührung von Menschenhand umgestülpt werden. Wenn der als. Sack ausgebildete Aufnahmebehälter für das Müll für bestimmte Behandlungsarten des Mülls als Filter benutzt wird, kann ein und dasselbe Filter als Überdruck- oder Unterdruckfilter dienen, während durch Umstülpen durch den Durchzug der Luft in verschiedener Richtung zugleich die Poren des Sackes bzw. Filters gereinigt werden.
  • Die Unterdruck- oder Überdruckkammer der Vorrichtung ist ein zylindrischer Hohlkörper, der aus einer asbestartigen Masse besteht, die mit einer Dichtungspolsterung versehen ist, um den verschiedenen Desinfektionsmitteln gegenüber standzuhalten, die Druckunterschiede auszuhalten und die Wärme bei Benutzung der Vorrichtung zur Förderung von noch heißer Asche nicht weiterzuleiten und brandsicher zu sein. Von ähnlicher Beschaffenheit ist auch das als Filter zugleich benutzbare sackartige Gebilde, nur daß es zur Erfüllung seines besonderen Zweckes porös ist.
  • Die mit einem Antriebe versehene Reinigungs- und Desinfektionseinrichtung ist gemäß der Erfindung mehrteilig, wobei der eine Teil den Luftstromerzeuger samt Antrieb, der andere Teil die inneren und äußeren Reinigungsbeläge in sich aufnimmt. Der die Reinigungsbeläge aufnehmende Behälterteil ist drehbar auf bzw. an dem anderen Behälterteil gelagert und wahlweise antreibbar eingerichtet. Die gepolsterten Gefäßwandungen dienen als Dichtungsmittel zwischen den Gefäßteilen.
  • Der filterartige Sack, der zur Aufnahme des Mülls dient, hat einen größeren Durchmesser als der Hohlraum des mit den Reinigungsbelägen versehenen Behälters, so daß er in Falten zwecks Oberflächenvergrößerung zum Durchzug der Luft usw. in das Gefäß einlegbar oder über das Gefäß umstülpbar ist.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel dargestellt, es zeigen Abb. r die Vorrichtung im Schnitt in der Ebene A-B, Abb. 2 die Vorrichtung im Schnitt in der Ebene C-D, Abb. 3 die Umschalteinrichtung in Ansicht. Der Aufbau der Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung ist dabei folgender: In den aufeinander angeordneten Behälterteilen a, ä , die auch für eine liegende Bauweise in Nebeneinanderanordnung ausgebildet bzw. für gewisse Behandlungsmaßnahmen des Müllguts ohne weiteres zur Fläche kippbar sind, ist über dem Boden des Teiles a ein Luftstromerzeuger, z. B. ein Ventilator c, angeordnet, der Unterdruckkammern d, e aufweist. Der Ventilator c erhält seinen Antrieb über die Triebwelle p, wenn nicht von Hand, vorteilhaft mittels eines Elektromotors 11i1 o. dgl., der etwa in der Mitte des Behälters a eingebaut ist und dessen freies Wellenende andererseits zu einem Getriebe q führt, das den Antrieb des oberen Behälterteiles a', der Borstenbeläge 3a, eines Deckels na für den Behälterteil ä und eines Sackes b besorgt. Dieser Sack b nimmt die zu sammelnden und zu behandelnden Abfälle o. dgl. auf und ist mit einem Bord -ia als Dichtungsauflage versehen, auf -welche der Deckel in preßbar ist. Die Luftkammern d, e des Luftstromerzeugers c sind durch den Boden des Behälterteiles a nach unten abgeschlossen und besitzen seitlich einen durch die Behälterwandung nach außen mündenden Anschluß, z. B. einen Stutzen f.
  • Im Behälter selbst herrscht zunächst nur atmosphärischer Druck, solange der Anschlußstutzen f nach außen mündet. Über oder neben ihm mündet aus dem Luftstromerzeuger c eine Druckleitung g durch die Wandung des Behälterteils d auf der gleichen Seite wie die Leitung f. Für die Herstellung des Über- oder Unterdruckes in der Vorrichtung ist eine Umschalteinrichtung 1a vorgesehen, die aus einem etwa U-förmigen Rohrstück besteht, dessen eines Ende i an dem Behälterteil a beweglich bzw. drehbar oder abnehmbar angeordnet ist. Das andere Ende des Rohrstückes steht mit dem Innern des Behälters über den Luftstromerzeuger c in Luftverbindung, wobei der Rohrkanal durch Verschwenken wahlweise mit den Anschlüssen f oder g und damit mit dem Unterdruck oder Überdruck erzeugenden Teil des Luftstromerzeugers c verbindbar ist (Abb. 2). Die aus dem Behälterteil a von den Luftkammern, Unterdruckkammer d und Überdruckkammer g' des Luftstromerzeugers c nach außen mündenden Anschlüsse f, g sind entsprechend ihrer Mündungslage bzw. der Lage der einzelnen Luftstromerzeugerkammern zueinander gemäß der Zeichnung in der Höhe versetzt. Diese Anordnung hat zur Folge, daß im Innern des Behälters a, d wahlweise bei Inbetriebnahme Unterdruck oder Überdruck erzeugt wird. Zum Verschwenken des Rohrstückes .h dient ein Halter o, der auch entbehrlich ist. Das Rohrstück h kann auch durch einen biegsamen Schlauch ersetzt werden, der mit seinen Enden in die entsprechenden Anschlüsse zu den Unterdruck oder Überdruck führenden Kammern bzw. zu dem Innern des Behälters-a, a' gesteckt wird. An dem als Drehzapfen ausbildbaren Halter o kann ein besonderes Haltestück bzw. eine Öse s angeordnet sein für eine schlauchförmige Saug- und Druckleitung, die um den Behälter a, d bei Außerbetriebsetzung der Vorrichtung wickelbar ist. Die Umschaltleitung kann schließlich auch als Handgriff für den Behälter ausgebildet sein.
  • Wird der Behälter als Unterdruckraum benutzt, so wird das Rohrstück h oder werden die Schlauchenden mit den Behälteröffnungen i, f verbunden, und der Deckel m, der als Tellerscheibe mit Borsten- o. dgl. Belägen ausgebildet ist, wird als Verschluß auf den Behälterteil ä aufgesetzt. An dem Deckel m wird mittels des Anszhlusses t, der im übrigen verschließbar ist, ein Schlauch r ansetzbar, um die Desinfektionsmittel in das Innere der Vorrichtung a, d oder den Sack bzw. den Beutel b und durch deren Poren zu leiten. Darauf wird der Schlauch r wieder abgenommen und die Schlauchanschlußvorrichtung t abgedeckt. Nunmehr erfolgt die Unterdrucksetzung des Behälterinnern durch den Luftstromerzeuger c, durch Inbetriebnahme des Elektromotors 111 und unter Schaltung der Anschlüsse der Verbindungsrohr- oder Schlauchstücke h, r zur Luftübertragung in dem jeweils bestgeeignetsten Sinne. Die Desinfektionsmittel dringen in alle Poren des Müllgutes bei Unterdruck- als auch Überdruckerzeugung in dem Behälterinnern ein, wobei die Umschaltvorrichtung h in Verbindung mit der Öffnung g oder f des Behälters a, d bzw. der Unterdruckkammer d oder Überdruckkammer g' des Strömungserzeugers c die Auswahl der Druckverhältnisse und Strömungsrichtung sehr bequem gestattet.
  • Man kann -an Stelle eines Gewebebeutels oder Sackes b in den. Behälter a, d auch ein feuerfestes Filter einhängen, z. B. wenn Asche in der Vorrichtung behandelt werden soll. Dabei wird der Behälter oben dicht verschlossen, dann Wärme und Gase aus ihm abgesaugt, so daß jede Glut erlischt.
  • Wird der Deckel m wieder abgenommen und ist das Bord n an dem Behälteroberteil festgehalten, kann die Umfüllung des Müllgutes in ein anderes Gefäß z. B. in an sich bekannter Weise mittels Überdruckes staubfrei oder von Hand durch Umstülpen des Gefäßes erfolgen.
  • Die Reinigung des leeren Beutels b erfolgt durch Umstülpen über die äußeren Borstenbeläge h des Behälters a' und des Deckels m. Dabei werden die Saumteilen des Beutels oder Sackes oder feuerfesten Filters an Haltern s o,. dgl. befestigt. Die Reinigung selbst erfolgt mittels Saug- oder- Druckluft und Desinfektionsmitteln.
  • Schließlich kann der Behälter a' auch an den Innenwandungen Borstenbeläge erhalten, während der Behälter a äußerlich mit einer lederartigen Masse überzogen sein kann.
  • Bei der Außenanordnung des Luftstromerzeugers, z. B. einer Pumpe, eines Ventilators c mit oder ohne Motorantrieb, muß dann an Stelle des Behälterbodens ein Deckel als Zusatzteil vorhanden. sein, während die Anordnung der Umschalteinrichtung h an sich unverändert bleibt. Die entsprechenden Schlauchanschlüsse sind dabei ebenfalls vorhanden wie bei dem voranbeschriebenen Beispiel.
  • Mit der Erfindung ist für die Reinigung und Desinfektion von Postsäcken im besonderen eine wichtige B,dürfnisfrage auf einfachste und daher billigste Weise gelöst, um Gesundheitsschädigungen im allgemeinen zu vermeiden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung mit Luftstromerzeuger, insbesondere für Müll u. dgl. Abfall- und gesundheitsschädliche oder feuergefährliche Stoffe und deren Behälter, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung mit den Reinigungsvorlagen mittels einer Umschalteinrichtung (h) mit dem Luftstromerzeuger (c) wahlweise mit einer Unterdruck- oder Überdruckeinrichtung zu verbinden ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der eigentliche Aufnahmebehälter -für die zu behandelnden Stoffe ein filterartiger, poröser, gegebenenfalls feuerfester Sack bzw. Beutel (b) ist, wobei der gegebenenfalls mit Reinigungsbelägen (1z) versehene Dekkel (m) der Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung bei überdruckanwendung in der Vorrichtung abnehmbar angeordnet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterdruck- oder Überdruckkammer aus einem zylindrischen Hohlkörper, z. B. aus einer asbestartigen Masse, besteht, die mit einer Dichtungspolsterung versehen ist. q..
  4. Vorrichtung nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die mit einem Antriebe (p) versehene Reinigungs- und Desinfektionsvorrichtung mehrteilig ist, wobei der eine Teil (a) den Luftstromerzeuger samt Antrieb (p, q), der andere Teil (ä) die inneren und äußeren Reinigungsbeläge (h) aufweist, der an dein Teil (ca) drehbar gelagert und wahlweise antreibbar eingerichtet ist, während die gepolsterten Gefäßwandungen zwischen den Gefäßteilen als Dichtungsmittel ausgebildet sind.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i bis :4, dadurch gekennzeichnet, daß der zur Aufnahme der zu reinigenden bzw. desinfizierenden Stoffe dienende filterartige Beutel oder Sack (b) einen größeren Durchmesser als der Hohlraum des mit dem Reinigungsbelägen versehenen Behälters (a') aufweist und über das Gefäß umstülpbar oder in Falten in das Gefäß einlegbar ist.
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