DE587729C - Tiegelofen zum Schmelzen elektrisch leitender Stoffe, insbesondere von Metallen - Google Patents

Tiegelofen zum Schmelzen elektrisch leitender Stoffe, insbesondere von Metallen

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DE587729C
DE587729C DEA67214D DEA0067214D DE587729C DE 587729 C DE587729 C DE 587729C DE A67214 D DEA67214 D DE A67214D DE A0067214 D DEA0067214 D DE A0067214D DE 587729 C DE587729 C DE 587729C
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furnace
electrically conductive
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melting
conductive materials
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B14/00Crucible or pot furnaces
    • F27B14/08Details specially adapted for crucible or pot furnaces
    • F27B14/14Arrangements of heating devices
    • F27B14/143Heating of the crucible by convection of combustion gases

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description

  • Tiegelofen zum Schmelzen elektrisch leitender Stoffe, insbesondere von Metallen Die Erfindung betrifft einen Tiegelofen zum Schmelzen elektrisch leitender Stoffe, insbesondere einen Metallschmelzofen, und hat zum Gegenstand eine Vorrichtung, durch die aus dem Schmelztiegel ausfließendes Metall in vorteilhafter Weise vom Ofenboden weggeführt wird.
  • Eine der größten praktischen Schwierigkeiten bei elektrischen Ofen zum Schmelzen und Erwärmen von Lötmitteln, Blei, Aluminium usw. sowie bei Schmelzgefäßen zur Aufnahme von Blei für die Wärmebehandlung von Stahl oder anderen Metallen besteht darin, daß bei Brüchen des die Schmelze aufnehmenden Behälters das heiße Metall in den Heizraum fließt. In vielen Fällen zerstört das geschmolzene Metall das Ofenmauerwerk. Darüber hinaus ist es außerordentlich .schwierig, das geschmolzene und auf dem Ofenboden erstarrte Metall aus dem Ofeninnern herauszubekommen.
  • Es ist bekannt, Schmelzöfen mit einem beheizbaren Ablaufkanal zu versehen. Es ist ferner vorgeschlagen worden, durch das aus einem Tiegel abfließende Metall ein Signal zur Auslösung zu bringen.
  • Gemäß der Erfindung ist der Tiegelofen gekennzeichnet durch mit Heizeinrichtungen versehene Abflußrohre für aus dem Schmelzofen in das Innere des Ofens über- bzw. ausfließende Schmelze, welche selbst die Beheizung der Abflußrobre einleitet. Man ordnet zweckmäßig benachbarte Kontakte eines Hilfsstromkreises im unteren Teil eines im Ofeninnern vorgesehenen trogartigen Sammelbeckens an, welche durch die überfließende Schmelze kurzgeschlossen werden und wodurch die Beheizung der Abflußkanäle eingeleitet wird. Dabei gelangt die überfließende .Schmelze durch die Abflußrohre vom Ofeninnern in seitlich unterhalb des Ofens angeordnete Behälter.
  • Die Erfindung wird an Hand beiliegender Zeichnung beispielsweise näher erläutert. Es stellen dar: Abb, i einen Querschnitt durch einen Metallschmelzofen gemäß der Erfindung, Abb. z einen Ausschnitt des Ofens nach Abb. i, aus dem die Lage des Abflußrohres und der Schutzeinrichtung ersichtlich ist, Abb. 3 eine Teilansicht von einem der in Abb. i dargestellten Abflußrohre, ° Abb. q. eine schematische übersicht über die Stromverbindungen für den Ofen gemäß der .Erfindung.
  • Abb. i betrifft eine Ausführungsform des Erfindungsgedankens in Anwendung auf Schmelzöfen für Metalle mit verhältnismäßig niedriger Schmelztemperatur, wie beispielsweise Zinn, Zink oder Aluminium. Die Innenwand des Heizraumes i i besteht aus hitzebeständigem Mauerwerk io. -Der Raum zwischen dieser Innenwand und der Außenwand, die z. B. aus gewöhnlichen Ziegelsteinen aufgebaut ist, wird mit hitzebeständigen und gleichzeitig wärmeisolierendenBaustoffen 13, z. B. Kieselgursteinen, ausgefüllt. An den Innenwandungen' des Heizraumes i i sind elektrische Heizkörper 16 angeordnet. Diese Widerstände bestehen aus Bändern von hitzebeständigem Baustoff, wie Nickel-Chrom-Legierungen, ebenso wie die im Mauerwerk verankerten Haken 1 7 zur Aufnahme dieser Heizkörper. Die elektrischen Anschlußenden der Heizkörper sind durch die Wandungen io aus dem Innern des Ofens herausgeführt; diese Durchführungen sind in der Zeichnung nicht dargestellt.
  • Im Heizraum befindet sich ein beispielsweise metallischer Behälter 18, der das zu erwärmende Metall aufnimmt. Dieser Behälter stützt sich auf einer hitzebeständigen Unterlage i9 ab, die auf der Bodenfläche des Ofens ruht. Um zu erreichen, daß sämtliches überfließendes Metall nach dem Abflußrohr hingeführt wird, erhält jedes der Abflußrohre 2o und 21 eine trogartige Ausgestaltung des Ofenbodens, von der eine in Abb.2 unter Bezugszeichen 22 dargestellt ist.
  • Das eine der Abflußrohre besteht, wie aus Abb. 3 ersichtlich ist, aus einer inneren Röhre 23 aus hitzebeständigem Baustoff, um die ein Heizwiderstand 24 herumgewunden ist. Eine geeignete Wärmeisolation ist um den aus dem Ofenmauerwerk herausragenden Teil des Ab-' flußrohres herumgelegt, beispielsweise ein zylindrisches Gehäuse 25, das eine bestimmte Menge wärmeisolierender- Stoffe 26, wie Schlackenwolle oder Mineralwolle, einschließt. Um zu verhindern, däß ein kalter Luftstrom von, dem Abflußrohr her in den Heizraum des Ofens. gelangt, wird das äußere Ende eines jeden Abflußrohres durch einen Papierab-'schluß 27 verdeckt, der durch eine Schnur 28 in seiner Lage festgehalten wird. Obwohl Papier die gestellte Aufgabe in hinreichender Weise erfüllt, kann selbstverständlich zum Abschließen der Abflußrohre auch irgendein anderes Material verwendet werden, welches unter dem Einfluß der heißen überfließenden Schmelze verbrennt oder zerstört wird und somit der- Schmelze den Weg nach außen freigibt.
  • Das Einschalten der um die Abflußrohre herum angeordneten Heizwiderstände wird durch die ausfließende Metallschmelze selbst bewirkt. Zu diesem Zwecke ist eine Stromschließvorrichtung 29 vorgesehen, die aus zwei einen geringen Abstand voneinander aufweisenden Kontakten besteht, welche sich an den tiefsten Stellen der trogartigen Mulden 22 befinden, so daß der Leiter bereits durch eine geringe Menge überfließender Schmelze kurzgeschlossen wird.
  • Zur Veranschaulichung der Wirkungsweise der Einrichtung gemäß der Erfindung sei angenommen, daß der Ofen im Betrieb ist und daß der Schalter 35 sich in Schließstellung befindet. Es sei ferner angenommen, daß aus irgendeinem Grunde überfließende Metallschmelze sich in dem Trog 22 angesammelt hat, so daß die Leiter der Stromschließvorrichtung 29 kurzgeschlossen werden. Durch das Kurzschließen der beiden Leiter wird-die Relaisspule 36 an Spannung gelegt, wobei ein Stromfluß von Zuführungsleitung 37 über Leiter 38, Schaltspule des Relais 36, Leiter 39, Schutzvorrichtung 29, Leiter 4o sowie über das normalerweise geschlossene Überstromrelais 41 und über Leiter 42 und 43 eintritt. Das Relais 36 wird daraufhin betätigt und schließt einen Stromkreis für den Heizkontrollschalter 45. Dieser Stromfluß geht beispielsweise von Zuführungsleitung 37 über Leiter 46, die Betätigungsspule des Schalters 45, Leiter 47 über die unteren Kontakte des Relais 36, Relais 41 und über Leiter 42 zur anderen Stromzuführungsstelle zurück. Der Schalter 45 schließt darauf einen Heizstromkreis für die Heizwiderstände 24, 50, 51, 52, 53, 54, 55 und 56, der von der Zuführungsleitung 37 über Leiter 58, untere Kontakte des Schalters 45, Leiter 39 sowie über Leiter 6o und 61 zur einen Seite der Widerstände führt, während die andere Seite dieserWiderstände durch Leiter 62 und 63 verbunden sind, wobei der Stromkreis nach der anderen Zuführungsleitung 43 über Leiter 64, Relaisspule 41, den oberen Kontakt des Schalters 45 und Leiter 65 geschlossen wird.
  • Ein Haltestromkreis für das Relais 36 wird geschlössen gleichzeitig, wenn dieses Relais in Schließstellung gebracht wird, indem ein Stromschluß von der Zuführungsleitung 37 über I:eiter 38, Relaisspule 36, obere Kontakte des Relais 36, Überstromrelais 41 und Leiter 4ä zurück zur anderen Stromzuführungsleitung 43 geschlossen wird.
  • Wenn also Metall aus dem Behälter 18 ausfließt, so gelangt es in einen der muldenförmigen Tröge 22 und schließt einen Heizstromkreis durch die Stromschließvorrichtung 29, so daß sofort alle Abflußrohre beheizt werden, wodurch ein Zuwachsen und Verstopfen infolge der Abkühlung und Erstarrung des ausfließenden geschmolzenen Metalls verhindert wird. Wie bereits oben ausgeführt wurde, besteht der Abschluß der Abflußrohre aus einem Material, daß unter der Einwirkung der Hitze des geschmolzenen Metalls platzt, verbrennt oder sonstwie zerstört wird, so daß das Metall einen freien Ausweg vom Heizraum i i des Ofens zu Behältern 66 und 67 findet, die zweckmäßig zu beiden Seiten des Ofens angeordnet sind. Selbstverständlich können Einzelheiten des beschriebenen Ausführungsbeispieles der Erfindung Abänderungen erfahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Tiegelofen zum Schmelzen elektrisch leitender Stoffe, insbesondere von Metallen, gekennzeichnet durch mit Heizeinrichtungen (2q.) versehene Abflußrobre (2o, 2i) für aus dem Schmelztiegel (i8) in das Innere des Ofens über- bzw. ausfließende Schmelze, welche selbst die Beheizung der Abflußrohre einleitet. z. Ofen nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in geringer Entfernung voneinander angeordnete Kontakte eines Hilfsstromkreises, der die Beheizung der Abflußrohre einleitet, im unteren Teil eines im Ofeninnern vorgesehenen trogartigen Sammelbeckens liegen. 3. Ofen nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß die nach außen gerichteten Öffnungen der Abflußrohre durch Papier oder andere Stoffe abgeschlossen sind, welche durch die flüssige Schmelze zerstört werden.
DEA67214D 1931-10-15 1932-09-23 Tiegelofen zum Schmelzen elektrisch leitender Stoffe, insbesondere von Metallen Expired DE587729C (de)

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