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Schriftsatz-Binder Es sind bereits Satzbinder bekannt, bei welchen
in einem Nutsteg ein Band mit einem Ende festgeklemmt ist. Das Band wird um den
Satz gelegt, hierauf festgezogen und mit seinem anderen Ende wieder am Nutsteg eingehängt.
Alle diese Satzbinder haben bestimmte Nachteile, die in der Praxis ihre Verwendung
erschweren.
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Vor allem ist die Befestigung des Bandes sehr umständlich, und es
ist nur eine ungenügende Spannung des Bandes möglich. Außerdem wird das Band fast
immer an derselben Stelle` geklemmt und geknickt und nützt sich infolgedessen hier
sehr bald ab, so daß beim Spannen des Bandes die Gefahr des Reißens erhöht wird.
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Durch die Erfindung werden diese Nachteile vermieden und ein. Satzbinder
geschaffen, bei. dem das Band leicht dem Umfang des Satzes angepaßt werden kann
und welcher auf einfachste Weise zu.handhaben ist.
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Gemäß der Erfindung steht das Band sowohl unter dem Einfiuß einer
Spannvorrichtung als auch unter dem einer es in gespanntem Zustand an' dem Steg
- festlegenden Klemmvorrichtung, wobei Spannvorrichtung und Klemmvorrichtung für
sich leicht lösbar, angeordnet sind. Die z. B. aus einer mit einer Nut-.
zum Festlegen des -Bandes und einem Quersteg als Handhabe versehenen Walze bestehende
Spannvorrichtung wird hierbei in eine Ausnehmung eines der um den Satz gelegten
Stege eingelegt und nach Spannen des Bandes und Festlegen z. B. mittels einer exzentrisch
gelagerten Walze wieder abgenommen.
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Die beiliegenden Figuren zeigen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Satzbinders, urid zwar Fig. i, z und 3 drei Ausführungsformen des Lagersteges mit
Klemmvorrichtung, Fig. ia'und.ib die beiden Enden des Bandes, Fig. 2a und 2b eine
Ausführüngsform der Klemmvorrichtung in Seiten- und Stirnansicht,.
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Fig. 3a eine andere Ausführungsform der Klemmvorrichtung im Schrägriß,
Fig.3b einen Teil des Steges im Längsschnitt mit daran befestigtem Band, Fig.4 einen
Schrägriß des zweiten Quersteges, Fig. 5 einen Längsschnitt des Satzbinders und
Fig. 5a eine Spannvorrichtung.
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_ Bei dein erfindungsgemäßen Satzbinder werden Nutstege i angewendet,
welche den Satz auf drei Seiten umgeben. Die Nuten b der Stege dienen der Aufnahme
des um den Satz zu legenden Bandes a. Bei den Ausführungsformen nach Fig.. i und
2 ist der Steg i an seinen Seitenwänden mit Führungen 2 versehen, welche der Aufnahme.
eines Bandhalters b (Fig. ia) dienen. Gemäß Fig. 3
und 3b ist am
Ende der Nut ein Bolzen 9 vorgesehen, um den das Band geschlungen wird.
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An der einen Seitenwand des Steges i (Fig. i) ist ein Lagerstift 3
eingelassen, welcher der Aufnahme einer mit Drehschlitz versehenen, exzentrisch
ausgebildeten Klemmwalze 5 dient. Die gegenüberliegende Seitenwand ist mit einer
bis auf den Grund der Nut 6 reichenden Ausnehmung versehen.
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Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist der Steg i an seinen Seitenwänden
mit verschieden großen Lagerbohrungen j, ä versehen, in welche die Klemmwalze C
eingesetzt wird (Fig.2a und 2b), während der Steg nach Fig. 3 Führungen i i für
einen Klemmkeil d (Fig. 3a) besitzt.
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Der an den oberen Steg i anschließende Quersteg 12 (Fig. 4 und 5)
ist an seinem Rand mit einer Lagermulde f für eine mit Schlitz 13 und Handgriff
versehene Spannwalze e ausgestattet.
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Bei Gebrauch der Vorrichtung wird das in die Nut 6 der den Satz auf
drei Seiten umgebenden Stege i, t2 eingelegte Band a mit einem Ende (Fig. 3b) um
den im Quersteg befestigten oder einhängbaren Bolzen 9 gelegt oder durch die Öse
des Halters b geführt und so zweit nachgezogen, daß es dem Satzumfang entspricht.
Hierauf wird der freie Teil ccl des Bandes leicht angezogen, um den Satz herumgeführt
und in die Nut des Steges gedrückt, worauf die Exzenterwalze c bzw. von oben eingesteckt
wird. Dann wird der zweite Quersteg (Fig.4) angelegt und das überstehende Band al
auf die Spannwalze e, welche in der Ausnehmung fliegt, aufgerollt. Das Band kann
hierbei durch Weiterdrehen der Walze sehr fest gespannt werden. . Nach genügender
Anspannung des Bandes wird die Exzenterwalze c bzw. 5 gedreht, so daß das Band gegen
den Grund der Stegnut 6 gedrückt und dadurch festgehalten wird. Das Band wird hierauf
von der Walze e abgerollt, worauf die Walze entfernt und zu weiteren Satzbindungen
verwendet werden kann. Das überschüssige Band wird in die Nut der den Satz umgebenden
Stege gelegt und durch ein Klemmblatt leicht festgehalten ociex mittels des Schlußhakens
lt (Fig. ib) auf das straffe Band gesteckt. Ein auf diese Weise gebundener Satz
kann ohne Abnahme des Bindemittels gedruckt werden, wobei weder Band noch Stege
störend wirken.
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Soll das Band des zwischen Schließstegen eingebauten Satzes gelockert
werden, so kann die Exzenterwalze 5 bzw. c mit Hilfe des Schlitzes 4 gedreht werden.
Die Stellung des Schlitzes läßt erkennen, ob das Band straff oder lose um den Satz
liegt.
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Bei genügend langen Querstegen kann die Ausnehmung f für die
Spannwalze e auch zwischen dem Bolzen 9 und der Exzenterwalze c bzw. 5 angeordnet
werden.