DE584013C - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung von Haemorrhoiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung von Haemorrhoiden

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DE584013C
DE584013C DEP62792D DEP0062792D DE584013C DE 584013 C DE584013 C DE 584013C DE P62792 D DEP62792 D DE P62792D DE P0062792 D DEP0062792 D DE P0062792D DE 584013 C DE584013 C DE 584013C
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PHARMAZEUTISCHE IND DR KATZENS
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    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients
    • A61K31/60Salicylic acid; Derivatives thereof

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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung von Hämorrhoiden Bei der Behandlung von Hämorrhoiden und arideren Entzündungen kommt es darauf an, die Reizung und Schwellung der Schleimhaut oder Haut herabzusetzen, die Zirkulationsstörungen zu beheben und eine desinfizierende Wirkung auszuüben.
  • Es hat sich nun herausgestellt, daß die Salicylsäure, welche an sich für den genannten Zweck nicht verwendbar ist, weil sie die durch die Erkrankung empfindlichen Stellen in hohem Grade reizt, in Verbindung mit Chlorophyll und Leinöl als Heilmittel gegen hämorrhoidale Erkrankungen der Schleimhäute und andere Entzündungen nutzbar gemacht werden kann. An sich ist sowohl Chlorophyll wie Leinöl bei den genannten Erkrankungen unwirksam.
  • Es hat sich ergeben, daß der Methylsalicylsäureester durch die im Leinöl vorhandenen Enzyme zu Salicylsäure verseift wird und daß Chlorophyll dabei dieReaktionsgeschwindigkeit der Verseifung katalytisch beeinflußt bis zur Erreichung eines Gleichgewichtszustandes, welcher bei, PH - 3,9 ermittelt wurde. Es ist somit dafür gesorgt, daß in dem Mittel auch nach längerem Lagern eine ausreichende Menge wirksamer freier Salicylsäure, jedoch niemals ein störend oder ätzend wirkender Überschuß derselben vorhanden ist.
  • An sich ist es bekannt, Ester fermentativ, insbesondere durch das im Leinöl enthaltene Enzym, die Protease, zu spalten, und es wird nicht an sich als neu beansprucht, die Spaltung von Salicylsäureestern fermentativ durchzuführen. Es ist andererseits auch bekannt, daß verschiedene Stoffe hemmende oder fördernde Wirkungen auf die Reaktionsgeschwindigkeit ausüben, und es wird nicht diese allgemeine Grundlage des Verfahrens als neu angesehen. Dagegen war es bisher nicht bekannt, daß Chlorophyll eine katalytische Wirkung auf die Verseifung von Estern bis zu einem Gleichgewichtszustande ausübt, nach dessen Erreichung die Verseifung gehemmt wird, so daß Salicylsäure während der Verwendung des Reaktionsgemisches in nahezu gleicher Menge ständig vorhanden bleibt.
  • Zweckmäßig muß Chlorophyll bei hoher Temperatur mit dem Leinöl verrührt werden, weil es in der Kälte nicht mischbar ist, und der Methylsalicylsäureester muß wegen seines verhältnismäßig niedrigen Siedepunktes nach Abkühlung der Mischung beigefügt werden. Das Leinöl muß in kaltgeschlagenem Zustande verwendet werden, weil nur bei solchem wirksame Enzyme in ausreichender Menge vorhanden sind. Die kurze Erhitzung bei Hinzufügung des Chlorophylls schädigt die Wirksamkeit der Enzyme nicht erheblich.
  • Die Erfindung besteht somit in einem Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung von Hämorrhoiden mit nahezu konstant bleibendem Gehalt an freier Salicylsäure, bei welchem Verfahren zunächst Chlorophyll in kaltgeschlagenem Leinöl bei ungefähr 8o° gelöst und dann Methylsalicylsäureester nach Abkühlen der Lösung hinzugefügt wird.
  • Ausführungsbeispiel ioo g Leinöl wird auf 8o' erhitzt und mit 5 g Chlorophyll versetzt. Darauf wird unter Rühren bis auf 25 bis 30° abgekühlt, und es werden 5 g Wintergrünöl hinzugefügt.
  • Die so gewonnene Lösung kann ohne weiteres zum Bestreichen der zu heilenden Stellen verwendet werden; sie kann aber auch in an sich bekannter Weise zu Suppositorien, Salben o. dgl. verfestigt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung von Hämorrhoiden mit nahezu konstant bleibendem Gehalt an freier Salicylsäure, ' dadurch gekennzeichnet, daß zunächst Chlorophyll in kaltgeschlagenem Leinöl bei ungefähr 8o° C gelöst und Methylsalicylsäureester, gegebenenfalls nach Abkühlen der Lösung, hinzugefügt wird.
DEP62792D 1931-04-10 1931-04-10 Verfahren zur Herstellung eines Mittels zur Behandlung von Haemorrhoiden Expired DE584013C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3341770A1 (de) * 1983-11-18 1985-05-30 Ulrich Dr.med. 2872 Hude Wilke Verwendung einer salbe oder creme fuer den analbereich

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3341770A1 (de) * 1983-11-18 1985-05-30 Ulrich Dr.med. 2872 Hude Wilke Verwendung einer salbe oder creme fuer den analbereich

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