DE582280C - Mustervorrichtung fuer Jacquard-Flachstrickmaschinen - Google Patents

Mustervorrichtung fuer Jacquard-Flachstrickmaschinen

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DE582280C
DE582280C DER84798D DER0084798D DE582280C DE 582280 C DE582280 C DE 582280C DE R84798 D DER84798 D DE R84798D DE R0084798 D DER0084798 D DE R0084798D DE 582280 C DE582280 C DE 582280C
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Germany
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jacquard
pattern device
flat knitting
knitting machines
jacquard card
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DER84798D
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REUTLINGER STRICKMASCHINENFAB
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REUTLINGER STRICKMASCHINENFAB
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

Zur Herstellung einer petinetartigen Strickware auf Jacquard-Flachstrickmaschinen wird nach einem bekannten Verfahren ein Jacquardkartensatz verwendet, bei dem die Nadeln durch die erste Jacquardkarte zunächst in einer beliebigen Weise verteilt werden, während sie durch die nächste Karte im umgekehrten Verhältnis verteilt werden. Es werden also dabei jeweils durch die zweite Jacquardkarte diejenigen Nadeln hochgeschoben, deren Stößer bei der ersten Jacquardkarte auf eine Ausstanzung trafen, so daß die Nadeln jeweils durch die zweite Jacquardkarte in komplementärer Weise verteilt werden.
Dadurch werden dann bei dem ersten Schlittenzug mit den von der ersten Jacquardkarte hochgeschobenen Nadeln Rechts-Rechts-Maschen gestrickt, während die in der Grundstellung gebliebenen Nadeln nur so weit hochgeschoben werden, daß in sie lediglich Fanghenkel eingelegt werden. Dieser Vorgang wird dann einigemal wiederholt, so daß also in die in der Grundstellung gebliebenen Nadeln bzw. in diejenigen Nadeln, die dann nachher nur bis in die Fangstellung vorgeschoben werden, mehrere Fanghenkel aufeinandergelegt werden, während die übrigen Nadeln Rechts-Rechts-Maschen stricken. Dann kommt die nächste Jacquardkarte in Tätigkeit, bei der nun, wie schon oben ausgeführt, diejenigen Nadeln hochgeschoben werden, die seither in der Grundstellung waren. Beim Abstricken werden daher nunmehr mit diesen Nadeln Rechts-Rechts-Maschen gestrickt, wobei die Fanghenkel in diese Maschen mit hineinverstrickt werden. Dadurch entstehen dann in dem Warenstück petinetartige Durchbrüche.
Diese Durchbrüche können nun auf dem Warenstück derart mustergemäß verteilt werden, daß verschiedene Musterfiguren entstehen, welche mit diesen Durchbrüchen versehen sind. Dazu waren seither Jacquardkarten erforderlich, die sowohl entsprechend der herzustellenden Durchbrüche als auch entsprechend der zu erzeugenden Musterfiguren ausgestanzt waren. Es war also für die Herstellung einer derartigen Warenbahn ein entsprechend großer und teurer Jacquardkartensatz erforderlich.
Mit der Vorrichtung nach der Erfindung soll dieser Nachteil dadurch beseitigt werden, daß vor dem Jacquardkartenprisma mehrere Abdeckschilde angeordnet sind, die durch eine um ihre Führungsschiene in Längsrichtung der Maschine umlaufende Kette entweder von Hand mittels eines Einstellringes oder aber selbsttätig unter Vermittlung einer Mustervorrichtung bekannter Art derart verschoben werden können, daß eine beliebig einstellbare Anzahl von Ausstanzungen in der jeweils in Arbeitsstellung sich befindenden Jacquardkarte abgedeckt werden können. Dadurch ist es dann möglich, den Arbeitsbereich
einer Jacquardkarte derart zu verändern, daß nunmehr mit einer geringen Anzahl Jacquardkarten ein Warenstück hergestellt werden kann, zu dessen Herstellung früher ein umfangreicher Jacquardkartensatz erforderlich gewesen wäre. Daß dann dabei für selbsttätig wirkende Strickmaschinen ein etwas größerer Pappkartensatz erforderlich ist, ist von untergeordneter Bedeutung, da ja die Gestehungskosten für einen Pappkartensatz ganz erheblich geringer sind als die für einen Jacquardkartensatz aus Stahlblech o. dgl.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in den Fig. ι bis 6 in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt.
Fig. ι zeigt dabei in Ansicht einen Teil der Stirnseite einer Jacquard-Flachstrickmaschine, an der die Vorrichtung angebracht ist.
Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das Strickmaschinenbett und durch die Mustervorrichtung, während
Fig. 3 die Mustervorrichtung von vorn und Fig. 4 die Mustervorrichtung in Draufsicht darstellt.
Fig. 5 zeigt den Antrieb der Schaltketten im Schnitt in größerem Maßstab und
Fig. 6 die hintere Führungsschiene für die Abdeckschilde,, ebenfalls in größerem Maßstab.
An dem Strickmaschinenbett 1 sind dabei in bekannter Weise die Nadelbetten 2, 3 angeordnet, in deren Nadelkanälen die Nadeln 4 und dahinter die Stößer 5 gelagert sind. Vor dem Nadelbett 2 ist das Jacquardkartenprisma 6 angeordnet, über welches die Jacquardkarten '7 gelegt sind. Diese Jacquardkarten 7 sind entsprechend der herzustellenden Ware mit Ausstanzungen 8 versehen.
Erfindungsgemäß sind nun über dem Jacqardkartenprisma 6 beispielsweise in Längsrichtung der Maschine zwei Führungsschienen 9, 10 angeordnet, auf denen je ein Paar Schieberkasten 11, 12 bzw. 13, 14 gelagert sind. In den Enden der Führungsschienen 9, 10 ist je ein Kettenrad 15, 16 bzw. 17, 18 gelagert, um die je eine um die Führungsschienen 9, 10 umlaufende endlose Kette 19, 20 gelegt ist. Das Kettenrad 15 ist dabei auf einer Hohlwelle 21. die mit einem Einstellring 22 versehen ist, befestigt, während das Kettenrad 17 auf einer durch die Hohlwelle 21 hindurchgehenden Welle 23 befestigt ist, die mit einem Einstellring 24 versehen ist. Durch die Einstellringe 22, 24 können daher die Ketten 19, 20 unabhängig voneinander im Uhrzeigersinn oder entgegengesetzt um die Führungsschienen 9, 10 gedreht werden. Weiter sind die Schieberkasten 11, 12 und 13, 14 mit je" einem Kupplungsschieber 25 bekannter Art versehen, welche mit dem oberen oder unteren Trumm der Ketten 19, 20 gekuppelt werden können, so daß auch diese Schieberkasten 11, 12 und 13, 14 zusammen mit den Ketten 19, 20 nach rechts oder links verschoben werden können. An dem Schieberkastenpaar 11, 12 ist eine Welle 26 und an dem Schieberkastenpaar 13, 14 eine Welle 27 befestigt. Auf diesen Wellen 26, 27 sind mehrere Abdeckschilde 28, deren Breite einem mehrfachen der Nadelteilung entspricht, angeordnet bzw. schwenkbar gelagert; diese sind derart ausgebildet, daß ihr unteres Ende 29, welches umklappbar ist, direkt vor der Jacquardkarte 7 liegt und sich mit dem Jacquardkartenprisma zusammen gegen das Nadelbett zu bewegen kann.
Mit diesen Abdeckschildern 28, 29 gönnen daher eine beliebige Anzahl Ausstanzungen 8 in den jeweils in Tätigkeit kommenden Jacquardkarten 7 abgedeckt werden. Dadurch ist es dann möglich, durch mustergemäßes Verschieben dieser Abdeckschilder 28, 29 in Längsrichtung der Maschine mit Hilfe der Einstellringe 22, 24 bzw. der Ketten 19, 20 die verschiedenartigsten Musterfiguren herzustellen. Erleichtert wird dieses mustergemäße Verstellen der Abdeckschilder 19, 20 dadurch, daß auf der Hohlwelle 21 und auf der Welle 23 noch je ein Sperrad 30, 31 befestigt ist, dessen Teilung mit derjenigen der Nadelbetten übereinstimmt. In diese Sperräder 30, 31 greift je ein in Gehäusen 32 angeordneter Federbolzen33 ein. Dadurch ist es.dann ohne alles weitere möglich, die Abdeckschilder 28, 29 um eine bestimmte Anzahl Nadeln zu verschieben.
Zur Erhöhung der Mustermöglichkeit können dann aber auch noch an einem oder an mehreren Abdeckschildern 28 die die Jacquardkarte 7 bedeckenden Klappen 29 umgelegt werden, so daß dann an der betreffenden Stelle die Ausstanzungen 8 der Jacquardkarte 7 wieder zur Wirkung kommen.
Endlich können die Hohlwelle 21 bzw. die Welle 23 statt von Hand auch noch durch eine geeignete Verbindung mit Hilfe einer Mustervorrichtung bekannter Art mechanisch geschaltet werden, so daß die Musterbildung auch selbsttätig erfolgen kann.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    i. Mustervorrichtung für Jacquard-Flachstrickmaschinen zur Herstellung petinetartiger Ware, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Jacquardkartenprisma (6) mehrere Abdeckschilde (28, 29) angeordnet sind, die durch eine um ihre Führungsschiene (9 bzw. 10) in Längsrichtung der Maschine umlaufende Kette (19 bzw. 20) entweder von Hand mittels eines Einstellringes (22 bzw. 24) oder selbsttätig unter Vermittlung einer Mustervor-
    richtung bekannter Art derart verschoben werden, daß eine beliebig einstellbare Anzahl von Ausstanzungen (8) in der jeweils in Arbeitsstellung sich befindenden Jacquardkarte (7) abgedeckt werden.
  2. 2. Mustervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß. die Abdeckschilde (28) aus" mehreren einzelnen Streifen bestehen, deren unteres Ende (29) umklappbar ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DER84798D 1932-05-03 1932-05-03 Mustervorrichtung fuer Jacquard-Flachstrickmaschinen Expired DE582280C (de)

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