DE581360C - Verfahren zur Beeinflussung des Brennvorganges von Kohle und anderen Materialien, insbesondere solcher von Staub- und Gasform und OEl - Google Patents

Verfahren zur Beeinflussung des Brennvorganges von Kohle und anderen Materialien, insbesondere solcher von Staub- und Gasform und OEl

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DE581360C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23CMETHODS OR APPARATUS FOR COMBUSTION USING FLUID FUEL OR SOLID FUEL SUSPENDED IN  A CARRIER GAS OR AIR 
    • F23C99/00Subject-matter not provided for in other groups of this subclass
    • F23C99/001Applying electric means or magnetism to combustion

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Description

  • Verfahren zur Beeinflussung des Brennvorganges von Kohle und anderen Materialien, insbesondere solcher von Staub- und Gasform und Öl Es besteht häufig die Aufgabe, den natürlichen Brennvorgang von Kohlenstaub, Gas oder öl oder anderen Brennmaterialien zu ändern, weil die natürlichen Brenneigenschaften den Anforderungen, insbesondere neuen Anforderungen, nicht genügen. Beispielsweise muß oft, um das Brennmaterial völlig oder an der geeignetsten Zone der Feuerung auszunutzen, mit hohem Luftüberschuß gearbeitet werden, wodurch aber auch große Wärmemengen ungenutzt verlorengehen. In anderen Fällen wählt man, um die günstigste Flammenform und Flammenlänge zu erhalten, die Brennmaterialien nicht nur nach ihrem Heizwert, sondern oft unter erheblichem Kostenaufwand nach obigen Gesichtspunkten. Im Drehofenbetrieb der Zementindustrie wird beispielsweise einer billigen Kohle etwa 2o 0;o der teuren Anthrazitkohle beigemischt, was dem Heizwert nach nicht notwendig wäre.
  • Das neue Verfahren ermöglicht es, die natürlichen Brenneigenschaften, insbesondere die Flammenlänge und Flammenform, hauptsächlich solcher Brennmaterialien weitgehend zu ändern, welche in fein verteilter oder gelöster Form verbrannt werden, wobei nennenswerte Kosten nicht entstehen. Wesentlich für das Verfahren ist die Entdeckung, daß eine elektrische Aufladung des Brennstoffes oder der Brennluft oder beider gleichpolig oder ungleichpolig oder ganz oder teilweise die Brenneigenschaft ändert. Worin diese Änderung begründet ist, sei zunächst dahingestellt; möglicherweise spielt eine durch die elektrische Aufladung erzeugte besondere, evtl. besonders enge -Lagerungsart von Einzelteilchen des Brennstoffs und Luft eine Rolle; vielleicht verursacht die elektrische Aufladung auch eine Dissotiation oder eine Aktivierung, die sich dahingehend auswirkt, als ob die chemische Affinität je nach Art der Ladung vergrößert oder verkleinert sei.
  • Es ist zwar bekannt, flüssigen Brennstoff mittels elektrischer Aufladung zu zerstäuben, wobei auch der Brennstoff Träger der Ladung ist. Sicher wird auch durch die elektrische Zerstäubung, falls diese eine andersartige ist als eine solche, die ohne elektrische Aufladung erzeugt ist, die Brenneigenschaft geändert werden. Diese Änderung ist aber eine Folge der .geänderten Zerstäubung und hat nur über diese ursächlichen Zusammenhang mit der elektrischen Aufladung. Das ist bei dem neuen Verfahren nicht der Fall. Es kann beispielsweise die elektrische Aufladung auch dann noch erfolgen - und gerade dann ist sie sehr wirksam -, wenn die Zerstäubung bereits geschehen ist. Bei dem bekannten Zerstäubungsverfahren mittels elektrischer Aufladung ist es ganz gleichgültig, was mit der Ladung nach der Zerstäubung geschieht, ob sie beispielsweise an ableitende lange Rohrleitungswände abgegeben w' d oder nicht. Für das neue Verfahren ist aber wesentlich, daß die Ladung je nach dem angestrebten Erfolg ent%veder ganz oder teilweise bis zur Verbrennung mitgeführt wird oder, insbesondere bei gegenpoliger Aufladung von Luft und Brennstoff, sich ganz oder teilweise zwischen der Luft und dem Brennstoff ausgleicht.
  • In Anbetracht der verschiedenen Kapazität von Brennstoff und Luft wird man diese nicht immer gleichmäßig aufladen, unabhängig davon, ob die Aufladung gleichpolig oder ungleichpolig ist, aber abhängig davon, ob bei ungleichpoliger Aufladung noch ein Teil der einen oder anderen Ladung bis zur Verbrennung mitgeführt werden soll. Die Verschiedenartigkeit der Aufladung kann sowohl durch die Höhe der Ladung als auch durch die Zahl der aufgeladenen Teilchen oder durch beides erreicht werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: z. Verfahren zur Beeinflussung des Brennvorgangs von Kohle und anderen Materialien, insbesondere solcher von Staub- und Gasform und Öl, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff in elektrisch aufgeladenem Zustand der Verbrennung zugeführt wird. a. Verfahren nach Anspruch t, dadurch gekennzeichnet, daß der Brennstoff und die Verbrennungsluft gleichpolig oder verschiedenpolig elektrisch aufgeladen werden. d. Verfahren nach Anspruch r und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Brennstoff gleichpolig oder ungleichpolig elektrisch aufgeladene Luft dem Strom des Brennmaterials in der Weise zugeführt wird, daß zwischen dem Brennstoff und der zugeführten Luft. eine möglichst große Bewegung stattfindet. q.. Verfahren zum Aufladen von Kohle und .anderen Materialien, insbesondere solcher von Staub- und Gasform und Öl, dadurch gekennzeichnet, daß die Rufladung dann erfolgt, wenn die Teilchen getrennt sind oder sich zu trennen vermögen.
DEA64932D 1932-01-29 1932-01-29 Verfahren zur Beeinflussung des Brennvorganges von Kohle und anderen Materialien, insbesondere solcher von Staub- und Gasform und OEl Expired DE581360C (de)

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