DE577891C - Zinkdestillationsretorte - Google Patents

Zinkdestillationsretorte

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DE577891C
DE577891C DEN32043D DEN0032043D DE577891C DE 577891 C DE577891 C DE 577891C DE N32043 D DEN32043 D DE N32043D DE N0032043 D DEN0032043 D DE N0032043D DE 577891 C DE577891 C DE 577891C
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DE
Germany
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walls
retort
zinc
zinc distillation
distillation retort
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Expired
Application number
DEN32043D
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New Jersey Zinc Co
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New Jersey Zinc Co
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Publication of DE577891C publication Critical patent/DE577891C/de
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B19/00Obtaining zinc or zinc oxide
    • C22B19/04Obtaining zinc by distilling
    • C22B19/14Obtaining zinc by distilling in vertical retorts

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Zinkdestillationsretorte Bei vertikalen, aus ebenen, insbesondere gemauerten Wänden zusammengesetzten Zinkdestillationsretorten stoßen die Wände stumpf aneinander und sind an der Stoßstelle in geeigneter Weise verkittet. Die bei Temperaturschwankungen auftretenden Ausdehnungen und Zusammenziehungen bewirken Spannungen, die sich von einer Wand auf die andere übertragen ünd im Laufe der Zeit zu einer Zerstörung des Mauerwerks führen.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden Zinkdestillationsretarten dieser Art aus Wänden zusammengesetzt, die miteinander durch Gleitverbindungen verbunden sind, so daß sie sich unabhängig voneinander ausdehnen und zusammenziehen können. Es wird dadurch vermieden, daß die besonders schädlichen, zwischen den- verschiedenen Wänden wirksamen Spannungen auftreten, die sonst namentlich in den Eckpunkten von Retorten mit rechteckigem Querschnitt wirksam werden, denn die Wände können sich jetzt in ihren eigenen Ebenen beliebig bewegen.
  • Die Gleitverbindungen können dadurch gebildet werden, daß man in je einer Wand einen Schlitz vorsieht, in den das Ende der anderen Wand hineinpaßt. An der Stelle, wo die eine Wand in den Schlitz der anderen Wand eintritt, soll dieser ziemlich eng sein, um einen hinreichend dichten Abschluß zu gewährleisten, doch soll eine dichte Berührung mit der ganzen Innenfläche des Schlitzes nicht stattfinden. Außerdem soll der Schlitz genügend tief sein, um der in ihn eingreifenden Wand eine freie Ausdehnung in horizontaler Richtung zu gestatten. Ein Schlitz dieser Art bildet demnach eine Art Stopfbüchse, und diese kann mit Hilfe eines pulverförmigen, feuerfesten Materials abgedichtet werden, das aber nicht sintern oder zusammenbacken und die Wände dadurch fest aneinanderkitten darf. Geeignete Stoffe für diesen Zweck sind Siliciumcarbid, Graphdt, gekörnte Tonerde u. dgl.; Mischungen von Flockengraplrit und gepulvertem Graphit und Mischungen von Siliciumcarbid und Graphit haben sich ebenfalls als geeignet erwiesen. Vertikale Zinkretorten gemäß der Erfindung, die mit diesen Dichtungsmitteln gedichtet waren, konnten neun Monate lang in Betrieb gehalten werden, ohne daß ein Sintern oder Zusammenbacken eingetreten wäre.
  • Im einzelnen haben sich folgende Pulvergemische bewährt: 1. 6o Gewichtsprozent Silicium.carbid, die durch ein Sieb mit z,168 mm Maschenweite, nicht aber durch ein solches mit o,589 mm Maschenweite hindurchgehen, 2o °/o Flockengraphit, 2o °/o Graphitpulver.
  • 2. 75 Gewichtsprozent Siliciumcarbid, die durch ein Sieb mit r,168 mm Maschenweite, nicht aber durch ein solches mit o,589 mm Maschenweite hindurchgehen, 25 °/0 Flockeng raphit. = - - _ --3. 3. 75 Gewichtsprozent Siliciumcarbid, die durch ein Sieb mit 1,168 mm Maschenweite, nicht aber durch ein solches mit o,589 mm Maschenweite hindurchgehen, 250/, Graphitpulver.
  • 4. 8o Gewichtsprozent Siliciumcarbid, die durch ein Sieb mit 1,168 mm Maschenweite, nicht aber durch ein solches mit o,589 mm Maschenweite hindurchgehen, 2o0/, Flockeng raphit.
  • 5. 75 Volumprozent Siliciumcarbid, die durch ein Sieb mit i,168 mm Maschenweite, nicht aber durch ein solches mit o,589 mm Maschenweite hindurchgehen, 25 0/0 Flockeng raphit.
  • 70 Volumprozent Siliciuincarbid, die durch ein Sieb mit Maschenweite, nicht aber durch ein solches mit o,495 mm Maschen"veite hindurchgehen, 30,/' Flockengraphit.
  • " Der ver-cvendete Flockengraphit hatte einen Aschengehalt von r,9 0/p und ergab folgende Siebanalyse:
    Rückstand auf einem Sieb mit 1,651 mm Maschenweite o,i'"i'"
    1,168 mm - 0,i 0,l"
    0,833 mm - 0,2 0/0
    0,589 mm - 9,5 0/0
    0,417 mm - 42,7 0/0
    0,295 mm - 36,60/0
    - - - - - 0,208 mm - 10,0() ,10
    0,175 mm - 0,1 6/0
    Durchgang durch das letzte Sieb: 0,799-Die Verwendung eines solchen pulverförmigen Dichtungsmittels in den stopfbüchsenartigen Gleitverbindungen ist aber nicht unbedingt erforderlich. Diese Stopfbüchsen können auch leer gehalten werden. Handelt es sich um Zinkdestillationsretorten, so verschließen sich diese Verbindungen bald von selbst, weil die durchtretenden Zinkdämpfe durch die Berührung mit der Außenluft oder finit der oxydierenden Atmosphäre der die Retorte umgebenden Verbrennungskammer zu Zinkoxyd oxydieren, das zusammen mit kleinen Schlackenmengen und mit den schlackenartigen Korrosionsprodukten an der Oberfläche des feuerfesten Materials ein geeignetes Dichtungsmittel bildet. Es wurde gefunden, daß eine solche, von selbst gebildete Dichtung bald nach der Inbetriebsetzung der Retorte die Aufrechterhaltung eines inneren Überdruckes von mehr als 13 mm Wassersäule gestattete, ohne daß Zinkdämpfe in erheblichem Maße verlorengingen. Dieses Maß von Dichtigkeit gegenüber Zinkdämpfen ruß als ausreichend betrachtet werden, da vertikale Zinkdestillationsretorten gewöhnlich mit einem inneren Überdruck von nur 7,5 mm Wassersäule betrieben werden.
  • Werden die erfindungsgemäß vorgesehenen Gleitverbindungen mit einem pulverförmigen Dichtungsmittel gefüllt, so empfiehlt es sich, sie außen leicht mit Lehm zu verschmieren, so daß das Dichtungsmittel nicht auslaufen kann. Es darf aber nicht so viel Lehm verwendet werden, daß eine starre Verbindung zwischen den Wänden geschaffen wird: Ausführungsformen der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
  • Fig. i zeigt einen Querschnitt durch eine rechteckige vertikale Zinkdestillationsretorte mit vier stopfbüch.senartigen Gleitverbindungen; Fig.2 ist eine schaubildliche Ansicht des oberen Teiles der Retorte nach Fig. r ; Fig. 3, 4., 5 und 6 zeigen Querschnitte durch verschiedenartige Ausführungsformen rechteckiger Retorten mit stopfbüchsenartigen Gleitverbindungen.
  • In den Figuren bezeichnet die Zahl 4o die Endwandungen der Vertikalretorten. Diese Endwandungen, die zugleich auch die Endwandungen der zur Beheizung der Retorten vorgesehenen Verbrennungskammern darstellen können, sind durch Seitenwände 4z miteinander .verbunden, die aus Mauerwerk bestehen oder auch von feuerfesten Platten gebildet werden können. Die Enden der Seitenwände 41 greifen in Schlitze 42 der Endwandungen 40, wobei die Eintrittsstellen der Schlitze 42 nur wenig weiter sind, als der Dicke der Seitenwände entspricht. In einiger Entfernung hinter dieser Eintrittsstelle erweitern sich die Schlitze und bilden Zwischenräume 43 und 44. Wie man, aus der Zeichnung erkennt, sind die Schlitze außerdem so tief, daß zwischen dem Ende der Seitenwand und der hinteren Wand des Schlitzes noch ein genügender Spielraum 49 bleibt. Die offenen Zwischenräume, insbesondere die Z`@#ischenr äume 43 und 44, sind mit einem pulverfärmigen Dichtungsmaterial ausgefiillt, :%v ie es weiter oben bereits beschrieben wurde, können aber auch leer gelassen werden, indem man die Abdichtung der Retorten dem Zinkoxyd überläßt, das sich durch die Oxydation von austretenden Zinkdämpfen bildet, sowie den Schlackenmengen, die sich an den Retortenwandungen ansetzen. Im übrigen ist die Art der Mauerführung der Retorte beliebig, sie braucht also nicht in der dargestellten Art vorgenommen zu werden.
  • Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine vertikale Zinkdestillationsretosrte, bei der die Gleitverbindungen nicht zwei, sondern nur einen leeren Zwischenraum 44 aufweisen, der mit einem pulverförmigen Dichtungsmittel ausgefüllt ist. Zwischen der Stirnfläche der Seitenwand 41 und der hinteren Fläche des Schlitzes 42 muß natürlich ebenso wie bei den Ausführungen nach Fig. i und 2 ein Zwischenraum 49 vorgesehen werden. Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch zwei aneinandergereihte Retorten mit einer Zwischenwand 45, in der Schlitze 46 zur Aufnahme der Enden der Seitenwände 41 vorgesehen sind, ähnlich den entsprechenden Schlitzen der Endwände 40. In der dargestellten Ausführungsform weisen die Schlitze 46 keine freien Zwischenräume auf, mit Ausnahme des Zwischenraums zwischen der Stirnfläche der Seitenwandung 41 und der hinteren Wand des Schlitzes. Im übrigen zeigt die linke und die rechte Seite der Fig.4 zwei verschiedene Arten der Ausführung der Schlitze 46.
  • Fig.5 zeigt eine Ausführungsform einer Retorte; bei der die Seitenwände aus je zwei Teilen b:s:elien, die .durch Säule!-' 47 mit Gleitverbindungen 46 miteinander verbunden sind.
  • Fig. 6 zeigt eine Retorte mit Seitenwandteilen, von denen je einer in einen Gleitschlitz des anderen eingreift. Dieser Gleitschlitz 46 ist in einem verdickten Teil 48 des betreffenden Wandteils vorgesehen. Das Stirnende der eingreifenden Wand ist verengt, um die Gesamtdicke des Teiles 48 nicht allzu groß machen zu müssen.
  • Die dargestellten Zinkretorten sind nur Ausführungsbeispiele der Erfindung.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vertikale, aus mehreren feuerfesten Wänden zusammengesetzte Zinkdestillationsretorte, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der Retorte miteinander durch vertikale Gleitverbindungen verbunden sind. Zinkdestillationsretorte nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Wände der Kammer abwechselnd mit Nuten versehen sind, in die die Stirnenden der dazwischenstehenden Wände frei, aber annähernd passend eingreifen. 3. Zinkdestillationsretorte nach An- -spruch i und a, dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitverbindungen als Stopfbüchsen ausgebildet sind. 4. Zinkdestillationsretorte nach Anspruch i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Gleitverbindung die freien Zwischenräume zwischen den Wänden mit einem pulverigen feuerfesten Material, vorzugsweise einer Mischung von fein verteiltem Siliciumcarbid und Graphit, ausgefüllt sind. 5. Zinkdestillationsretarte nach Anspruch i bis .4, dadurch gekennzeichnet, daß die aus ebenen Wänden zusammengesetzte Retorte polygonalen Querschnitt aufweist.
DEN32043D 1930-05-29 1931-05-10 Zinkdestillationsretorte Expired DE577891C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US577891XA 1930-05-29 1930-05-29

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DE577891C true DE577891C (de) 1933-06-06

Family

ID=22012774

Family Applications (1)

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DEN32043D Expired DE577891C (de) 1930-05-29 1931-05-10 Zinkdestillationsretorte

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DE (1) DE577891C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1202504B (de) * 1963-11-14 1965-10-07 Berzelius Metallhuetten Ges M Verfahren zur Gewinnung von Zink

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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