DE57757C - Apparat zur Verdampfung von Salzlösungen und anderen Flüssigkeiten - Google Patents
Apparat zur Verdampfung von Salzlösungen und anderen FlüssigkeitenInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D1/00—Evaporating
- B01D1/14—Evaporating with heated gases or vapours or liquids in contact with the liquid
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 62: Salinenwesen.
Die nachstehend beschriebene Erfindung betrifft einen Apparat zur Verdampfung von Salzlösungen
und anderen Flüssigkeiten, in welchem, ein Strom Luft oder eine Gasart, besonders
in erhitztem Zustande, in innige Berührung mit einem abwärts gerichteten Strom
der zu verdampfenden Flüssigkeit, welcher sich in fein vertheiltem Zustande befindet, gebracht
wird.
Hierbei wird der abwärts gerichtete Flüssigkeitsstrom
ebenfalls vortheilhaft erhitzt. Die Luft absorbirt das Wasser aus der, Flüssigkeit,
sättigt sich mit demselben und bringt dadurch die Flüssigkeit nahe zum Krystallisationspunkte.
Man verwendet für vorliegenden Zweck atmosphärische Luft oder gereinigte Produkte
der Verbrennung, letztere vortheilhaft zur Verdampfung von Zuckerlösungen oder Flüssigkeiten,
welche vor dem Sauerstoff der Luft zu schützen sind. Bei Zuckerlösungen kann die
Kohlensäure, welche in den Verbrennungsproducten enthalten ist, gleichzeitig mit zum
Saturiren des Kalkes benutzt werden, ebenso in Verbindung mit schwefliger Säure zum Entfärben
der Lösungen.
Auf der beigefügten Zeichnung zeigt Fig. 1 einen Verticalschnitt des Apparates, Fig. 2 eine
Abänderung an demselben, Fig. 3 eine weitere abgeänderte Form und Fig. 4 einen Horizontalschnitt
in Richtung der Schnittlinie v-v, Fig. :.
A ist ein senkrechter äufserer Mantel oder eine Kammer, welche auf der Zeichnung kreisförmigen
Querschnitt besitzt, jedoch auch irgend welche andere Form haben kann. Diese Kammer umgiebt eine mittlere durchbrochene
Kammer B, welche an jedem Ende geschlossen ist (s. Fig. i, 2 und 4). In die mittlere Kammer
B wird die die Verdampfung bewirkende Luft (oder das Gas) mittelst eines Gebläses
oder einer anderen Vorrichtung durch die Zuleitung jB1 eingeprefst. Letztere ist mit einem
Regulirventil η versehen. Die Luft tritt durch die Schlitze b des inneren Mantels aus und
trifft auf die Flüssigkeit, welche in Form eines Sprühregens c c von dem Vertbeilungsrohr C1
herabfällt, welches ringförmig gestaltet und zwischen den beiden Kammern A und B am
oberen Ende der letzteren angeordnet ist.
Das Vertheilungsrohr C1 ist mit Einlafs C versehen, und der Raum zwischen Vertheilungsrohr
C1 und der Kammer B ist durch einen Flantsch ρ abgeschlossen, so dafs sich die Luft
oder die Gase nicht aufwärts durch diesen Raum bewegen können, sondern gezwungen
werden, nach aufwärts durch den Sprühregen der Flüssigkeit hindurchzugehen.
Die mittlere Kammer B ist centrisch in dem äufseren Mantel A mittelst Streben i»1 Z>2 angebracht,
welche absichtlich oberhalb des ringförmigen Rohres C1 befestigt sind, damit der
Flüssigkeitsstrom keinen Widerstand findet.
Die Mäntel A und B werden axial über dem Auffanggefäfse D aufgestellt, welches einen
gröfseren Durchmesser als Mantel A besitzt, offen ist und mit einem Ueberlaufrohre D1
und an seinem Boden mit einem Auslafsschieber d" versehen ist.
Der Mantel A erweitert sich an seinem unteren Ende bei A2, Fig. i, und taucht in die
Flüssigkeit im Auffanggefäfs D gerade bei f ein
oder mündet etwas oberhalb oder unterhalb des Flüssigkeitsspiegels. Die Erweiterung des
Mantels A ist so bemessen, dafs die herabfallende Flüssigkeit, welche beim Auftreffen auf
den Flüssigkeitsspiegel verspritzt, die Innenseite des Mantels nicht erreichen kann.
Die infolge der Verdampfung der Flüssigkeit sich bildenden Krystalle fallen auf den Boden
des Gefä'fses D1 von wo aus sie durch den
Auslafsschieber d'2 abgezogen werden.
Die aus Rohr D1 überlaufende Flüssigkeit wird von neuem in die Leitung C gepumpt
und vereint mit frischer Flüssigkeit der beschriebenen Einwirkung von Luft oder Gasen
ausgesetzt, oder aber es wird die aus Rohr D überlaufende Flüssigkeit einer . Heizpfanne zugeführt,
aus welcher sie wieder durch die Rohrleitung C dem Apparat aufgegeben wird.
Das Gefäfs D kann direct erhitzt werden, um noch- weiter die darin enthaltene Flüssigkeit
zu erhitzen, zu verdampfen und zu concentriren. Im Falle die Flüssigkeit nicht concentrirt
oder auf den Krystallisationspunkt gebracht werden soll, kann der untere Theil des
Mantels A in ein darin befestigtes Reservoir K, Fig. 2, übergehen, welches an seinem Boden
ein Auslafsventil q besitzt, so dafs die Flüssigkeit in constanter Circulation erhalten wird
und wieder durch das Rohr C1 dem Apparat zugeführt werden kann, nachdem sie durch eine
Heizvorrichtung geleitet ist.
Bei beiden Constructionsausführungen fällt die Flüssigkeit in dem Cylinder A abwärts,
ohne dafs sie irgendwie Widerstand rindet. Geeignete Thüren in dem Mantel A dienen
zur Beobachtung, Reinigung und Reparatur der Theile des Apparates.
Der Mantel A kann in irgend einer passenden Weise, z. B. durch Stützen 5 S, aufgehängt
werden, und kann von einer Stelle aus, die gegenüber dem Vertheilungsrohr C1 liegt, erweitert
werden, um eine grofse Auflage an diesem Punkte zu erzielen, und kann ferner an einem Punkte, der höher liegt als der Cylinder
B, Fig. 2, wieder verengt werden.
Derartige Apparate können in -Batterien angeordnet werden, wobei alle durch ein einziges
Gebläse die Luft und durch eine einzige Pumpe die zu verdampfende Flüssigkeit geliefert
erhalten, oder sie können auch in ein einziges Gefäfs eintauchen.
Fig. 3 zeigt eine Abänderung des Apparates.
Die Seitenwände des Gehäuses A sind nahe dem Boden des Apparates mit Durchbohrungen ·
versehen, und die Luft oder die Gase werden durch diese aus einer ringförmigen Trommel L
hindurchgetrieben. Letztere ist um den unteren Theil des Mantels angeordnet und besitzt ein
Eintrittsrohr t. Die aufsteigende Luft kommt so in innige Berührung mit der herabfallenden,
fein vertheilten Flüssigkeit, oder aber es wird die Luft oben durch einen Exhaustor abgesaugt.
In diesem Falle fällt der innere Cylinder B und seine Befestigung fort, und das,
Vertheilungsrohr c ist vergrößert, wie dies in
Fig. 3 dargestellt ist. In Fig. 3 bildet ferner das Gehäuse A eine weitere Entwickelung der
Erweiterungen A' A", Fig. 2, indem sich der Mantel von einem Punkte aus, welcher etwas
über dem Vertheilungsrohr C1 liegt, nach dem Boden verbreitert, um die Berührung der
herabströmenden Flüssigkeit mit der inneren Fläche des Mantels A zu verhindern. Ferner
ist.in Fig. 3 ein Sauggebläse M mit Welle r und Antriebsscheibe r1 vorgesehen, welche
seitlich am Mantel A oberhalb des Vertheilungsrohres C angeordnet sind, zu dem Zwecke,
die Luft oder die Gase durch die Durchbohrungen HH hindurchzusaugen, in innige Berührung
mit der herabfallenden Flüssigkeit zu bringen und aus dem Cylinder herauszubefördern.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:ι . Ein Apparat zum Verdampfen von Flüssigkeiten, gekennzeichnet durch das äufsere Gehäuse A, den mit erhitzter Luft oder Gasen gespeisten, mit Durchbohrungen versehenen Cylinder B, den Vertbeilungsring C1 für die zu verdampfende Flüssigkeit und das unterhalb des unten verbreiterten Gehäuses A angebrachte Auffanggefäfs D, derart angeordnet, dafs die in fein vertheiltem Zustande aus dem Vertheilungsrohr C1 herabfallende Flüssigkeit in innige Berührung mit der ihr entgegenströmenden Luft oder den Gasen kommt, dagegen nicht die Gefäfswände berührt.
- 2. Der unter 1. gekennzeichnete Apparat zum Verdampfen von Flüssigkeiten, dahin abgeändert, dafs das innere durchbrochene Gefäfs B zum Zuleiten der Luft oder der Gase fortfällt und die Luft oder die Gase durch eine mit Durchbrechungen HH versehene Kammer am unteren Ende des Gehäuses A eintreten und der Flüssigkeit entgegenströmen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE57757T | 1890-12-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57757C true DE57757C (de) | 1891-07-16 |
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ID=34484258
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE189057757D Expired DE57757C (de) | 1890-12-28 | 1890-12-28 | Apparat zur Verdampfung von Salzlösungen und anderen Flüssigkeiten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57757C (de) |
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1890
- 1890-12-28 DE DE189057757D patent/DE57757C/de not_active Expired
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