DE577395C - Sicherheitsventil fuer Kochgefaesse, insbesondere Zellstoffkocher - Google Patents

Sicherheitsventil fuer Kochgefaesse, insbesondere Zellstoffkocher

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DE577395C
DE577395C DEK124583D DEK0124583D DE577395C DE 577395 C DE577395 C DE 577395C DE K124583 D DEK124583 D DE K124583D DE K0124583 D DEK0124583 D DE K0124583D DE 577395 C DE577395 C DE 577395C
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valve
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pressure
safety
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Kuebler & Niethammer
REINHARD WOLF DIPL ING
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Kuebler & Niethammer
REINHARD WOLF DIPL ING
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D21PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21CPRODUCTION OF CELLULOSE BY REMOVING NON-CELLULOSE SUBSTANCES FROM CELLULOSE-CONTAINING MATERIALS; REGENERATION OF PULPING LIQUORS; APPARATUS THEREFOR
    • D21C7/00Digesters
    • D21C7/16Safety devices

Landscapes

  • Safety Valves (AREA)
  • Cookers (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
30, MAI 1933
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 55b GRUPPE 2oi
Kubier & Niethammer in Kriebstein b, Waldheim, Sa., und 5)ipL-3ng. Reinhard Wolf in Gröditz b. Riesa, Sa.
Sicherheitsventil für Kochgefäße, insbesondere Zellstoffkocher
Patentiert im Deutschen Reiche vom 8'. März 1932 ab
Der Zweck der Erfindung ist, ein zuverlässiges Sicherheitsventil für Kochgefäße zu schaffen, bei welchen das Kochgut dazu neigt, Ventilkörper und Führung zu verkleben und so das Arbeiten des Ventils zu verhindern. Das Hauptverwendungsgebiet für derartige Sicherheitsventile sind die Zellstoffkocher, bei denen die Kochlauge schon nach wenigen Kochungen ein Festbacken des Ventilkörpers
to und ein Verkleben der Ventilspindel verursacht.
Das vorliegende Problem ist verschiedentlich bearbeitet worden, jedoch nie mit dem Erfolg, daß sich etwa eine Ausführung allgemein eingebürgert hätte. Die Schwierigkeiten, welche im einzelnen beim Betrieb eines Sicherheitsventils besonders für Zellstoffkocher auftreten, sind folgende.
Die Kochlauge, welche nach dem ersten
ao Arbeiten eines Ventils im Ventilgehäuse stehenbleibt, verdunstet durch die im Gehäuse herrschende Hitze sehr schnell und bildet eine festbackende Kruste. Ferner dringen Laugeteile in die Ventilspindelführung ein und verkleben die Spindel in kürzester Zeit vollständig. Ein Anheben von Ventilkörper und Spindel bei vorgeschriebenem Überdruck wird dadurch verhindert. Mündet die Ableitung des Sicherheitsventils in die vorhandene Abgasleitung, was aus Ersparnisgründen wohl überall üblich ist, so ist gegen das Ende jeder Kochung eine Gegendruckwirkung auf die Oberseite des Ventilkörpers im Sicherheitsventil unvermeidlich, wodurch ein Anheben.desselben bei bestimmtem Druck unmöglich ist.
Es sind bisher verschiedene Konstruktionen von Sicherheitsventilen zur Beseitigung dieser Übelstände bekannt geworden. Die meisten derselben waren jedoch unzulänglich und haben in der Praxis keine oder kaum Verwendung gefunden. Zwei in neuerer Zeit erschienene Systeme umgehen die auftretenden Schwierigkeiten, indem sie ein Relais zwischen Kocher und Ventilspindel 'schalten und den Ventilhub mittels Öldrucks oder auf elektrischem Wege steuern. Beide Ausführungen sind aber verhältnismäßig kompliziert und kostspielig, so daß auch sie bisher keine allgemeine Verbreitung gefunden haben. Die zu diesem System gehörigen Zusatzapparaturen geben außerdem zu neuen Betriebsstörungen Anlaß.
In nachfolgendem ist erläutert, wie die Aufgabe gelöst wurde, ein Sicherheitsventil für Zellstoffkocher u. dgl. zu schaffen, welches einerseits möglichst einfach konstruiert ist, andererseits aber unbedingt zuverlässig arbeitet.
Die Erfindung· besteht darin, daß im Ventilgehäuse oberhalb des Ventilkörpers eine die Ventilspindel konzentrisch umgebende
Tf
ringförmige, mit Hilfe einer Flüssigkeit gekühlte Kammer vorgesehen ist, die oben mit einer elastischen, mit der Ventilspindel fest verbundenen und den gesamten Querschnitt des Ventilgehäuses abdichtenden Scheibe abgeschlossen ist. Ferner kann die Ventilspindel des zwischen Kocher und Abgasleitung eingeschalteten Ventils mit einem waagerecht angeordneten Arm fest verbunden sein, der mit einer Membran gekuppelt ist, welche unter dem in der Abgasleitung herrschenden Gegendruck steht.
Zunächst sei auf die Zeichnungen verwiesen.
Abb. ι stellt einen senkrechten Schnitt durch das Ventil gemäß der Erfindung dar. Abb. 2 zeigt die Ventilansicht von der Austrittsseite gesehen. Es ist hier eine Ausführungsart mit zwei Gegendruckausgleichsmembranen dargestellt im Gegensatz zu Abb. i, bei der das Ventil nur eine Ausgleichsmembran besitzt.
Abb. 3 und 4 zeigen in Aufsicht und Seitenansicht den Anschluß des Ventils an einen Zellstoffkocher,
Abb. S enthält die schematische Darstellung des Ventils und
Abb. 6 ein Ventilschema nach einer anderen Ausführungsform.
In den Abbildungen bedeuten: a die Ventilspindel, h eine Gummiplatte, c eine Vorkammer aus Metall, d eine Büchse aus säurefestem Stahl, e die Ventilfeder, f eine Kupferrohrleitung, g eine Gummimembran, h einen mit g verbundenen Arm, i einen an a festverschraubten Arm, in welchem h lose sitzt, m ein Entlüftungsloch im Ventildeckel, ■ti den Ventilkörper, p die Druckleitung zum Ventil, q die Entspannungsleitung und r das Ventilgehäuse. In Abb. 6 ist ferner mit k eine Spiralfeder zur Aufnahme des Druckes der Membran g, mit I ein Hebelarm und in Abb. 3 und 4 mit ο der Zellstoffkocher bezeichnet.
-Die Arbeitsweise des Ventils ist folgende/ Die feder- oder gewichtsbelastete Ventilspindel α eines gewöhnlichen Durchgangsoder Eckventils erhält im Ventilgehäuse r eine Abdichtung durch die Paragummiplatte b, durch die ein Vordringen der Lauge in die Spindelführung unmöglich gemacht wird. Die Gummipl'atte wird vor der heißen Kochlauge durch die Vorkammer c geschützt. Büchse d In der Vorkammer, aus säurebeständigem Spezialstahl, sorgt für möglichst gute Abdichtung der Spindel. Kammer c wird mit Flüssigkeit, z. B. Wasser, gekühlt, und die beim Arbeiten des Ventils etwa zwischen a und b durchtretende Lauge wird weggespült. Bei geschlossenem Ventil tritt etwas Wasser zwischen α und d in das Ventilgehäuse r und verhindert ein Verkrusten von Laugeresten um Ventilkörper und -sitz. Der Ventilkörper kann also nicht mehr verkleben und Ventilkörper wie Spindel können stets frei arbeiten. Ventilfeder e ist so bemessen und eingestellt, daß der Ventilkörper bei einem bestimmten Druck angehoben wird und bei einer weiteren bestimmten. Drucksteigerung den ganzen Ventilquerschnitt freigibt. . Das Sicherheitsventil wird ohne weitere Armaturen in eine Leitung eingebaut, welche vom Kocher in die gewöhnliche Abgasleitung geht (Abb. 3 und 4). Zur Beseitigung des gegen das Ende jeder Kochung auftretenden Gegendruckes in der Abgasleitung, welcher von oben auf den Sicherheitsventilkörper wirkt und somit ein pünktliches öffnen hindert, ist folgende Anordnung getroffen.
Der Gegendruck wird durch Leitung / von unten gegen eine Gummimembran g geführt. Durch direkte Übertragung mittels der Arme h und i auf die Ventilspindel α wirkt der Membrandruck in demselben Maße hebend, wie im Ventilgehäuse r der Gegendruck auf den Ventilkörper η nach unten drückt. Die Wirkung des Gegendruckes wird also aufgehoben. Um bei größeren Abmessungen ein Verkanten der Spindel α durch den seitlichen Membranhub zu vermeiden, kann die Membran g in zwei kleinere Membranen aufgeteilt werden, die symmetrisch zu α anzuordnen sind (Abb. 2).
Bei besonders stark klebendem Kochgut •kann die Ventilanordnung nach Schema Abb. 6 in im wesentlichen bekannter Weise gewählt werden.
Der Gefäßdruck wird außer gegen den Ventilkörper η des Sieherheitsventiles gegen eine Membran^ geführt und durch Feder Ti ausgeglichen. Bei Überschreitung eines Grenzdruckes wird g angehoben und die Hubkraft des an der Spindel α angreifenden Hebels I vervielfacht. Der festgebackene Ventilsitz wird durch die Hebelkraft gemeinsam mit dem Überdruck des Gefäßes abgerissen, und das Ventil arbeitet selbständig weiter. Die Größe der Membran g und die Hebelübersetzung können so gewählt werden, daß die Hubkraft bei einem bestimmten Überdruck zum Ablösen des Ventilkörpers sicher ausreicht.
Die Sicherheitsventilausführungen gemäß der Erfindung gewährleisten eine vollständige Betriebssicherheit. Die einzigen Störungen können durch Platzen der nicht rechtzeitig _ ausgewechselten und durch Alter morsch gewordenen Gummiteile auftreten. Die Konstruktion des Ventils ist aber derart, daß diese Störungen nur ganz unbedeutend sind, und daß die laufende Kochung ohne weiteres . zu Ende geführt werden kann.

Claims (2)

  1. Patentansprüche:
    ι. Sicherheitsventil für Kochgefäße, insbesondere Zellstoffkocher, deren Kochgut ein Festbacken von Ventilkörper und Ventilspindel verursacht, dadurch gekennzeichnet, daß im Ventilgehäuse (r) oberhalb des Ventilkörpers (n) eine die Ventilspindel (a) konzentrisch umgebende ringförmige, mit Hilfe einer Flüssigkeit gekühlte Kammer (c) vorgesehen ist, die oben mit einer elastischen, mit der Ventilspindel fest verbundenen und den gesamten Querschnitt des Ventilgehäuses abdichtenden Scheibe (b) abgeschlossen ist.
  2. 2. Sicherheitsventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ventilspindel (α) des zwischen Kocher (0) und Abgasleitung (q) eingesdialteten Ventils mit einem waagerecht angeordneten Arm {i) fest verbunden ist, der mit einer Membran (g) gekuppelt ist, welche unter dem in der Abgasleitung (q bzw. /) herrschenden Gegendruck steht.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEK124583D 1932-03-08 1932-03-08 Sicherheitsventil fuer Kochgefaesse, insbesondere Zellstoffkocher Expired DE577395C (de)

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