DE575951C - Verfahren zur Herstellung von Humuskolloiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Humuskolloiden

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass, e.g. flours, kernels

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Humuskolloiden Weitere Arbeiten auf dem in .dem Hauptpatent beschriebenen Gebiete haben ergeben, daß zur Herstellung wasserlöslicher Humuskolloide neutraler oder nur schwach alkalischer Natur in Verbindung mit den in dem Hauptpatent zur Einwirkung auf humose Stoffe angeführten chemischen Körpern auch die Carbonsäuren der Pyridin-, Chinolin- und Acridingruppe sowie deren Salze verwendet werden können.
  • Diese Säuren und Salze ergeben, mit Ausnahme der schon durch das Hauptpatent beanspruchten Ammonsalze, nach Maßgabe ihrer Wasserlöslichkeit für sich allein bei ihrer Einwirkung auf humose Stoffe wasserlösliche Huminverbindungen von mehr oder weniger sauerer Reaktion. Als Beispiele seien genannt: Chinolinsäure, pikolinsaures Kalium, Phenylcinchoninsäure, phenylcinchoninsaures Natrium.
  • Beispiele z. 1,5 Gewiclitsteile Chinolinsäure werden in 5o Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit 7 Gewichtsteilen fein gepulvertem Torf vermischt, worauf man die Mischung 2 Stunden lang kocht. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine gelbbraune Lösung saurer Reaktion.
  • Oder 2. 1,5 Gewichtsteile pikolinsaures Kalium werden in 3o Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit 7 Gewichtsteilen .gepulvertem Torf vermischt, worauf man die Mischung 2 Stunden lang kocht. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine dunkelbraune Lösung saurer Reaktion. Oder: 3. Zur Herstellung von phenylcinchoninsaurem Natrium werden 2 Gewichtsteile Phenylcinchoninsäure in 3,5 Gewichtsteilen Natronlauge (z + 3) und 75 Gewichtsteilen Wasser gelöst; mit dieser neutralen Lösung werden 15 Gewichtsteile gepulverter Torf 3 Stunden lang gekocht. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine dunkelbraune Flüssigkeit von schwach saurer Reaktion.
  • Werden nun aber die vorstehenden erwähnten Carbonsäuren und ihre Salze mit den in dem Hauptpatent zur Einwirkung auf homose Stoffe angeführten chemischen Körpern in Verbindung bzw. Wechselbeziehung gebracht, so ergeben die wässerigen Lösungen dieser so entstandenen Substanzen bei ihrer Einwirkung auf humose Stoffe wasserlösliche Huminverbindungen neutraler oder nur schwach alkalischer Reaktion. Beispiele q.. 0,3 Gewichtsteile Chinolinsäure, 1,5 Gewichtsteile Hexamethylentetramin und 0,3 Gewichtsteile Schwefelharnstoff werden in q.o Gewichtsteilen Wasser gelöst und mit 6 Gewichtsteilen gemahlenen Torf vermischt, worauf man diese Mischung 2 Stunden lang kocht. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine dunkelbraune Lösung neutraler Reaktion.
  • Oder: 5. 0,5 Gewichtsteile pikolinsaures Kalium, o,5 Gewichtsteile Schwefelharnstoff und 2,5- Gewichtsteile Hexamethylentetramin werden in 5o Gewichtsteilen Wasser gelöst, worauf man q. Gewichtsteile gemahlenen Torf zusetzt und die Mischung i Stunde lang auf 96' C erhitzt. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine dunkelbraune Lösung schwach alkalischer Reaktion.
  • Weiterhin erhält man wasserlösliche Humuskolloide neutraler oder nur schwach alkalischer Natur, wenn. man die vorstehend erwähnten Carbonsäuren und ihre Salze mit Alkaloiden in Wechselbeziehung bringt und die entstehenden Produkte in Verbindung mit den in dem Hauptpatent als Ausgangsprodukte bezeichneten chemischen Körpern in neutraler oder schwach alkalisch reagierender Lösung auf humose Stoffe einwirken läßt. Beispiele 6. o,3 Gewichtsteile Chinolinsäure und o,9 Gewichtsteile Atropin werden in 35 Gewichtsteilen Wasser gelöst; dieser Lösung setzt man 2 Gewichtsteile Harnstoff, i Gewichtsteil Hexamethylentetramin und i Gewichtsteil Schwefelharnstoff zu und verdünnt mit 2o Gewichtsteilen Wasser, worauf man die so erhaltene Lösung mit 8 -Gewichtsteilen gemahlenen Torf vermischt. Man erhitzt i Stunde lang auf 95 ° C. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine schwarzbraune Lösung schwäch alkalischer Reaktion. Oder: 7: o;3 Gewichtsteile Phenylcinchoninsäure und 0,j Gewichtsteile pikolinsäures Kalium werden in 35 Gewichtsteilen Wässer gelöst, worauf man ö,8 Gewichtsteile Cölchicin zufügt; man erhält eine Lösung von hellgelber Farbe. Dieser setzt man i Gewichtsteil Urethän und 2 Gewichtsteile Hexamethylentetramin zu, verdünnt die erhaltene Lösung mit 2o Gewichtsteilen Wasser und vermischt mit 8 Gewichtsteilen gemahlenen Torf; es wird i Stünde laug auf 95' C erhitzt. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine schwarzbraune Lösung neutraler Reaktion.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren kann man auch diejenigen Carbonsäuren der erwähnten Gruppen sowie Salze der ersteren verwenden., welche an sich in Wasser schwer oder unlöslich sind; durch ihre Vereinigung mit den in dem Hauptpatent angegebenen chemischen Körpern aber in wasserlösliche Verbindungen übergeführt und dadurch zur Einwirkung auf humose Stoffe geeignet werden._ Beispiel B. 2 Gewichtsteile Phenylcinchoninsäure, 3.5 Gewichtsteile Hexamethylentetramin, 3 Gewichtsteile Harnstoff und i Gewichtsteil Schwefeiharnstoff werden in 7o Gewichtsteilen Wasser gelöst; dieser Lösung fügt man 12 Gewichtsteile gemahlenen Torf zu und erhitzt eine halbe Stunde auf 96' C. Nach dem Abfiltrieren erhält man eine tiefbraune Lösung neutraler Reaktion.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren kann man die angegebenen Carbonsäuren und deren Salze je nach Fall mit den in dem Hauptpatent angeführten chemischen Körpern zusammenschmelzen und diese in Wasser gelösten Schmelzen auf humose Stoffe einwirken lassen. Beispiel g. o,2 Gewichtsteile Chiriölinsäure werden mit i Gewichtsteil Hexamethylentetramin zusammengeschmolzen, die erhaltene braune Schmelze wird in 30 Gewichtsteilen Wasser gelöst, worauf mit dieser Lösung 3 Gewichtsteile fein gemahlener Torf i Stunde lang bei Siedetemperatur erhitzt werden. Nach dem Abpressen erhält man eine braune Lösung von Humuskolloiden schwach alkalischer Reaktion.

Claims (2)

  1. PATENTA-NSP-P ÜcI-i E i. Abänderung des Verfahrens zur Herstellung von Humuskolloiden neutraler oder nur schwach alkalischer Natur und deren Kupplungsprodukten gemäß Patent 537 766, dadurch gekennzeichnet, .daß man Carbonsäuren der Pyridin-, Chinolin- und Acridingruppe sowie deren-Salze in Verbindung mit den in dem Hauptpatent als Ausgangsprodukte angegebenen chemischen Körpern. auf humose Stoffe einwirken läßt, gegebenenfalls in Gegenwart von Verbindungen, die eine Kupplungsreaktion mit den entstehenden Humüskolloiden einzugehen vermögen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man die erwähnten Carbonsäuren und ihre Salze mit Alkaloiden in Wechselbeziehung bringt und die entstehenden Produkte in Verbindung mit' den in Anspruch i ä% Ausgangsprodukte bezeichneten chemischen Körpern in neutraler oder schwach alkalisch reagierender Lösung auf humöse Stoffe einwirken läßt. -3. Verfahren nach" Anspruch z und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man auch in Wasser schwer oder nicht lösliche Carbonsäuren und deren Salze aus der erwähnten Gruppe verwendet; die durcfi ihre Vereinigung mit -den I bezeichneten Ausgangsprodukten oder mit Alkaloiden bzw. mit ersteren und letzteren in wasserlösliche Verbindungen übergeführt werden:.
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