DE57584C - Mechanik für Flügel und tafelförmige Klaviere - Google Patents

Mechanik für Flügel und tafelförmige Klaviere

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DE57584C
DE57584C DENDAT57584D DE57584DA DE57584C DE 57584 C DE57584 C DE 57584C DE NDAT57584 D DENDAT57584 D DE NDAT57584D DE 57584D A DE57584D A DE 57584DA DE 57584 C DE57584 C DE 57584C
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DE
Germany
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hammer
spring
repeater
pianos
tongue
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Application number
DENDAT57584D
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English (en)
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W. IBACH in Barmen
Publication of DE57584C publication Critical patent/DE57584C/de
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    • G10C3/16Actions
    • G10C3/24Repetition [tremolo] mechanisms
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Repetitiorismechanik für Flügel oder tafelförmige Klaviere, die auf der Einrichtung beruht, dafs der Hammer durch ein winkelhebelartig angeordnetes Hebelsystem gehoben wird, welches derart angebracht ist, dafs ein von der Hammerdrehachse gefällt gedachtes Loth ai im Gegensatz zu den Einrichtungen der bekannten Mechaniken hinter den Angriffspunkt d des die Tastenbewegung übertragenden Gliedes A fällt. Hierdurch wird ermöglicht, dafs der Achsenpunkt des Haupthebels verhältnifsmäfsig weit nach vorn gelegt werden und das die Repetition bewirkende Glied in fast senkrechter Lage unmittelbar mit dem Haupthebel in drehbare Verbindung gebracht werden kann, was die Herstellung der Mechanik im Vergleich zu dem üblichen Erard-Herz'schen System sehr erleichtert. Auch kann dadurch die Repetitionsfeder unabhängig von dem Repetitionsglied arretirt werden und demzufolge die Auslösung an diesem Glied statt am Hammer stattfinden; die Stofszunge tritt also nicht mehr durch eine Gabel des Hebelgliedes, sondern greift in voller Breite an das Hauptglied unter dem Schnabel an, was die Haltbarkeit des Gliedes wesentlich erhöht. Durch diese am Repetitionsglied angebrachte Auslösung wird erreicht, dafs die Stofszunge sicherer im Schnabel ruht und bei starkem Anschlag der Taste nicht herausrutscht, dafs ferner die Zunge nur sehr wenig unter den Schnabel zu greifen braucht und wegen der geringen Bewegung des Repetitionsgliedes sehr schnell unterschlüpft, und endlich, der Hammer durch keine Reibung in seiner Beweglichkeit gehemmt wird. Für die ganze Mechanik sollen sich aus dieser Einrichtung nach Angabe des Erfinders einegrofseKraftäufserung, eine sehr leichte und geräuschlose Auslösung, eine äufserst präcise Repetition und eine gefügige und elastische Spielart ergeben. Letztere wird noch besonders dadurch unterstützt, dafs die eigenartige Construction der Mechanik es gestattet, die Repetitionsfeder verhältnifsmäfsig lang zu machen und sie sehr günstig für ihre leichte Beweglichkeit mit den Enden an Schnüren zu befestigen.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist:
Fig. ι die Ansicht der neuen Mechanik im Ruhezustand und
Fig. 2 nach erfolgtem Anschlage.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch die Mitte des Hauptgliedes.
Fig. 4 und 5 zeigen etwas geänderte Ausführungsformen der Mechanik.
Fig. 6 zeigt eine nach denselben Gesichtspunkten construirte, wesentlich vereinfachte Mechanik im Ruhezustande und
Fig. 7 nach erfolgtem Anschlage.
Fig. 8 ist eine Ansicht der zugehörigen Stofszunge von oben,
Fig. 9 des Hauptgliedes von vorn und
Fig. 10 die Ansicht der in die Hammernufs eingesetzten Zunge.
Die Hammerleiste V der in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Mechanik trägt in bekannter Wei?e die Hammerkapseln' mit den darin eingeachsten Hämmern H. Die durch den Hammerstiel geführte Stellpuppe E dient als Angriff für 'die Hebelglieder der Mechanik und die Stellschraube G zur Regelung des Hammerabfalles nach erfolgter Auslösung. Die Stellpuppe E legt sich gegen die Garnirung b des mit dem
Hauptglied A drehbar verbundenen Gliedes B mit dem Schnabel 5. Die bei f in dem Haupthebel A gelagerte Repetitionsfeder F, welche durch einen am oberen Ende des Repetitionsgliedes B angebrachten Schlitz (Fig. 3) und eine Schleife g geht, hat das Bestreben, das Glied B gegen die Puppe E des Hammers zu drücken; durch die in den Haupthebel A geschraubte Puppe /, die frei durch das Glied B hindurch tritt, wird dieses Andrücken indessen so lange verhindert, bis die Auslösung des Hammers erfolgt ist. Die Repetitionsfeder trägt am oberen Ende ein beledertes Knöpfchen K und am unteren Ende greift eine Schnur L an, welche durch ein Drahtauge M geführt und mit der um die Achse h drehbaren Stofszunge C durch einen verstellbaren Drahthaken N verbunden ist, der, mit der Stellpuppe P versehen, frei durch einen Schlitz der Stofszunge und die Filzplatte O geführt ist.
Durch Stellen der Puppe P kann danach die Spannung der Repetitionsfeder F geregelt werden. Die Lage des Drahtauges M ist derart gewählt, dafs ein Anziehen der Stofszunge C gegen das Ruhepolster Q des Schnabels S stattfindet, während das Filzstückchen R das übermäfsige Ausschlagen der Stofszunge bei starkem Anschlage verhindert; auch stützt sich in diesem Falle das Glied B mit dem Filzstückchen T gegen den Kopf der Stofszunge, den Fall des Hammers begrenzend. Die Pilote jD ist in dem Haupthebel A drehbar eingeachst'und steht mit ihrem unteren, mit Tuchscheibe versehenen Ende in einem Loch der Taste, deren Bewegung durch die Stellpuppe U der die Hebelglieder tragenden Leiste W geregelt wird.
Bei der vorstehend beschriebenen Mechanik ist besonders darauf Bedacht genommen, dafs dieselbe leicht regulirbar und von geringfügigen Fehlern beim Aufbau weniger abhängig ist, so dafs es jedem Arbeiter leicht wird, eine angenehme Spielart herzustellen. Die Regelung der Steigung, der Auslösung, des Hammerabfalles und der Federspannung erfolgt in einfachster Weise durch die leicht zugänglichen Stellschrauben EXGP; die Kraft der Feder F kann sogar im Instrument selbst geregelt werden. Durch die Lage der Punkte ab e c gegen einander wird der Verschleifs durch möglichste Vermeidung von Reibung auf ein Minimum beschränkt.
Die Fig. 4 und 5 behandeln andere Ausführungsformen der Mechanik; die Auslösung erfolgt hier in umgekehrter Richtung. Die Repetitionsfeder F1 ist nicht durch einen Schlitz des Gliedes B1 geführt, sondern hinten an demselben durch die Schleife g·1 angehängt und am Ende mit einem belederten Knöpfchen K1 versehen, welches durch die Schraube G1 arretirt wird; letztere ist durch eine in die Kapsel des Haupthebels A1 eingeleimte Stütze Z1 geführt, deren Kopf gleichzeitig als Auflager für den Belag F1 des Hammerstieles dient. Die Repetitionsfeder F1 wird durch die Schnur L1 gespannt, welche an dem drehbaren Draht JV1 befestigt ist, dessen Ende zur besseren Handhabung zweckmäfsig ösenartig ausgebildet ist, während das kleine Auge n1 das Ende der Schnur L1 aufnimmt. Durch Drehung des Drahtes N1 nach der einen oder anderen Richtung kann eine Regelung der Federspannung bewirkt werden. Die Schnur L1 führt über eine Erhöhung O1 am Ende der Stofszunge und zieht dadurch das freie Ende derselben gegen das Polster Q1. Der Ausschlag der Stofszunge wird durch das Polster R1 begrenzt. Die im Glied jB1 unter dem Filzstückchen T1 angebrachte Stellschraube M1 läfst eine genaue Regelung der Lage zu, bis zu welcher der Hammer bei starkem Anschlag durchschlagen soll, was von grofsem Einflufs auf eine besonders gute Repetition ist.
Fig. 5 zeigt an derselben Mechanik eine andere Spannvorrichtung für die Repetitionsfeder; auch ist hier eine besondere Stofszungenfeder eingeschaltet. Die Spannvorrichtung besteht aus einem Draht L", in-dessen Auge die Feder F" eingehängt ist, und der durch die Puppe P" stellbar ist. Diese Spannvorrichtung kann auch dahin geändert werden, dafs der Draht an jedem Ende ein Auge erhält und einerseits an die Feder, andererseits an den Haken eines in den Haupthebel A" eingesteckten biegsamen Drahtes angehängt wird.
Bei der in den Fig. 6 bis 10 dargestellten wesentlich vereinfachten Mechanik hat der Haupthebel A, Fig. 1, die Gestalt eines Winkelhebels A3, Fig. 6, erhalten, und die Stofszunge C3 ist unter Fortfall des Gliedes B, Fig. ι, direct unter den Schnabel S3 der Hammernufs EB geführt und erhält ein Langloch k3 für den Durchtritt der Repetitionsfeder F3. Letztere ist bei fB in dem Haupthebel A3 gelagert und drückt im Ruhestande gegen ein in das Loch k3 eingeschobenes, keilförmig eingeschnittenes Filzstückchen Z3, bei niedergedrückter Taste aber infolge des gröfseren Weges des Stofszungenkopfes mit dem Schnabel gegen eine in die Hammernufs eingelassene, keilförmig eingeschnittene Zunge Y3. Die Wirkung der Repetitionsfeder F3 wird im Augenblick der Auslösung durch die Berührung des an ihrem Ende angebrachten belederten Knöpfchens K3 mit der durch die Hammernufs E3 führenden Stellschraube G3 gehemmt, wodurch der Abfall des Hammers veranlafst wird. Die Spannung der Feder F3 wird durch die Schnur L3 bewirkt, die durch ein Loch m'" der Stofszunge geführt und an den biegsamen Draht iV3 der Stofszunge C3 angehängt ist. Die Lage des Loches, m'" ist derart gewählt,
dafs durch, die auf die Stofszunge wirkende Kraft der Feder F3 der Stofszungenkopf gegen das Ruhepolster Q'" gedrückt wird. Die Auslösung der Stofszunge erfolgt durch das Glied selbst, indem sich die Stellpuppe X3 gegen den Haupthebel A3 legt. Bei starkem Anschlag stützt sich die Hammernufs mit dem Filzbelag T3 auf den Kopf der Stofszunge und verhindert das Durchschlagen des Hammers, während der Drahthaken Z3 den Ausschlag der Stofszunge begrenzt. Die Entfernung des Hammers von der Saite wird durch eine auf die Taste aufgeschraubte Wippe geregelt. Die Spannkraft der Repetitionsfeder F3 wird durch Biegen des Drahtes N3 und der Tastendruck durch die Stellpuppe U3 regulirt.
Wie ersichtlich, ist auch bei dieser Mechanik das Reguliren durch die leichte Zugänglichkeit aller Stellschrauben und die Möglichkeit einer sicheren und bequemen Spannungsregelung der Repetitionsfeder sehr erleichtert. Auch entlastet die beim Niederdrücken der Taste sofort in Wirkung tretende Repetitionsfeder die Stofszunge theilweise vom Gewicht des Hammers, wodurch eine sehr leichte Auslösung und ein geringer Verschleifs des Schnabels S3, zugleich aber auch eine sehr präcise Repetition erzielt wird. Durch das auch dieser Mechanik zu Grunde liegende Constructionsprincip wird es möglich, die Arretirung der Stofszunge an dQtn Hauptglied selbst vorzunehmen und die Stofszunge in der Richtung nach dem Hammerkopf auslösen zu lassen. Hierdurch wird der Raum für die Repetitionsfeder und für deren Angriff an die Hammernufs sowie für die Arretirungsschraube gewonnen und ermöglicht eine vollkommene Repetitionsmechanik, deren Repetitionsfeder zum Zweck des Hammerabfalles arretirt wird, in so einfacher Form herzustellen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Eine Mechanik für Flügel und tafelförmige Klaviere, bei welcher zwecks Ermöglichung der Auslösung am Repetitionsglied zur Sicherung einer freien Bewegung des Hammers (Fig. ι bis 5) bezw. zwecks Ermöglichung der Anordnung einer festzustellenden Repetitionsfeder mit unmittelbarem Angriff an die Hammernufs (Fig. 6 und 7) das von der Taste bewegte und den Hammer zum Anschlag bringende Hebelglied so gelegt ist, dafs ein von der Hammerachse gefällt gedachtes Loth hinter den Angriffspunkt der Tastenbewegung fällt.
2. Bei Mechaniken der im Patent-Anspruch 1. angegebenen Art:
a) die Regelung des Hammerabstandes von den Saiten durch eine durch die Hammernufs oder den Hammerstiel geführte Stellschraube (E);
b) die Spannungsregelung der Repetitionsfeder (F) durch Vermittelung einer an das untere Federende angreifenden Schnur oder Drahtstange durch Stellpuppen und Drahthaken (Fig. 1 bis 3 und 5), die Schnur aufwickelnde Drähte (Fig. 4) oder einen biegsamen Draht (Fig. 6 und 7);
c) die vom Repetitionsglied unabhängige Feststellung der Repetitionsfeder behufs Regelung des Hammerabfalles und die Anordnung einer festzustellenden Repetitionsfeder mit unmittelbarem Angriff an die Hammernufs.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT57584D Mechanik für Flügel und tafelförmige Klaviere Expired - Lifetime DE57584C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4414110A1 (de) * 1994-04-22 1995-11-09 Helmut Karl Repetitionsmechanik für Flügel mit verminderten Störeffekten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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