DE57519C - Maschine zum Aufnähen von Bändern, Litzen u. dergl. in beliebiger Figur - Google Patents
Maschine zum Aufnähen von Bändern, Litzen u. dergl. in beliebiger FigurInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B35/00—Work-feeding or -handling elements not otherwise provided for
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE S2: Nähmaschinen.
Die von mir erfundene Maschine dient zum selbsttätigen Aufnähen von Soutache-Litzchen
oder anderen schnur- oder bandförmigen schmalen Streifen auf Stoffe in beliebiger Figur,
wie solche zur Verzierung von Damenkleidern u. s. w. benutzt werden.
Die Maschine mufs daher die Möglichkeit gestatten, die Stiche auf dem Stoff beliebig
ändern zu können, bald aufwärts, bald abwärts gehend, dann wieder links oder rechts verlaufend,
wie solches mit dem Stoff, der genäht wird, von Hand geschieht. Während aber bei
der Handnähmaschine der Stoff, auf dem das Muster vorgezeichnet ist, verschoben wird und
die erforderlichen Bewegungen macht, wird hier nur die aufzunähende Litze selbsttätig
verschoben und mit ihr zugleich die Nadel, indem Nadelgehäuse und Litzenführung ein
einziges Stück bilden.
Auf beiliegenden Zeichnungen ist die Maschine dargestellt, und zwar ist:
Fig. ι eine Vorderansicht der Maschine,
Fig. 2 eine Seitenansicht derselben, rechts von Fig. ι gesehen,
Fig. 3 ein Grundrifs davon unter Hinweglassung der Nadel und Schiffchenführung,
-Fig. 4 ein Verticalschnitt, die Nadelrahmen-, Nadel- und Schiffchenführung und deren Betriebsmechanismen
zeigend,
Fig. 5 ein Grundrifs zu Fig. 4,
Fig. 6 ein Verticalschnitt nach Linie I-1 der
Fig. 7 ein Verticalschnitt nach Linie II — II der Fig. 4,
Fig. 8 eine hintere Ansicht des Nadelrahmens,
Fig. 9 eine Detailfigur zur Veranschaulichung der Schiffchen und Nadelbewegung;
Fig. 10 bis 14 sind Detailfiguren des combinirten
Nadel- und Litzenführers in zweierlei Ausführungsarten;
Fig. 15 und 16 sind schematische Figuren,
welche zeigen, wie die Litze auf verschiedenen Wegen aufgenäht werden kann.
An der Maschine sind folgende Haupttheile mit ihren Specialmechanismen zu unterscheiden:
ι. die Transmission im allgemeinen zur Uebertragung und Umwandlung der Bewegung
der stetig rotirenden Antriebsscheibe auf die einzelnen, bald rotirenden, bald geradlinig sich
bewegenden Werkzeuge und Mechanismen,
2. die Stoffführung,
3. die Führung des Nadelrahmens,
4. die Nadel- und Litzenführung,
5. die Schiffchenführung.
i. Die Transmission.
Die Triebkraft wird von einer Transmission auf die Fest- und Losscheibe 1 aufgenommen, welche auf der Hauptachse ia sitzen; auf derselben Achse ist das Stirnrad 2 aufgekeilt, das in Eingriff steht mit dem Rad 3 auf Achse 3a, und durch Rad 3 werden die beiden Getriebe 4 und 4a in Drehung versetzt. 4 und 4a sind mit Kurbelzapfen versehen, welche von den Schubstangen 5 und 511 erfafst werden, deren anderes Ende mit den Winkelhebeln 6 und 6a in Verbindung steht. Mittelst des Verbindungsgliedes 6b bezw. 6° sind die Hebel 6 und 6a mit den Schalthebeln 7 bezw. 7a verbunden, welche, mit Schaltklauen versehen, auf die Schalträder 8 und 8a einwirken und sie in ruckweise Drehung versetzen.
Die Triebkraft wird von einer Transmission auf die Fest- und Losscheibe 1 aufgenommen, welche auf der Hauptachse ia sitzen; auf derselben Achse ist das Stirnrad 2 aufgekeilt, das in Eingriff steht mit dem Rad 3 auf Achse 3a, und durch Rad 3 werden die beiden Getriebe 4 und 4a in Drehung versetzt. 4 und 4a sind mit Kurbelzapfen versehen, welche von den Schubstangen 5 und 511 erfafst werden, deren anderes Ende mit den Winkelhebeln 6 und 6a in Verbindung steht. Mittelst des Verbindungsgliedes 6b bezw. 6° sind die Hebel 6 und 6a mit den Schalthebeln 7 bezw. 7a verbunden, welche, mit Schaltklauen versehen, auf die Schalträder 8 und 8a einwirken und sie in ruckweise Drehung versetzen.
Während nun im weiteren Verlauf mittelst des Schaltrades 8a der einfache Stoffabzug bewirkt
wird, dient das Rad 8 dazu, die Kraft auf jene Mechanismen zu übertragen, welche
die Figur erzeugen und fixiren, Litze, Nadel und Schiffchen in Bewegung bezw. Thätigkeit
setzen.
2. Die Stoffführung.
Der zu besetzende Stoff 9 (in dem zur Darstellung gebrachten Beispiel ist angenommen, es seien zwei Streifen, welche zugleich hergestellt werden sollen) ist aufgebäumt auf einer Achse 10, an deren einem Ende eine Bremsscheibe 11 mit Gewicht sich befindet, um den Stoff vor willkürlicher Abwickelung zu sichern und ihn stets gespannt zu halten. Die Achse 10 liegt in den Ständern 12, die am Hauptgestell der Maschine befestigt sind. Von der Achse 10 wird der Stoff über einen Leitstab I2a geführt und von da vertical abwärts um einen zweiten Leitstab 13 horizontal nach vorn in der Maschine (nach links in Fig. 2) unter dem später zu beschreibenden Nadelrahmen hindurch über einen dritten Leitstab 14 und von diesem endlich, wird der Stoff in die eigentliche Abzugsvorrichtung geführt, welche ihn fest gespannt erhält und entsprechend dem relativen Grad des Fortschreitens des Aufnähens abzieht. Dieses Fortschreiten des Aufnähens kann in Beziehung auf die Richtung der Stoffbewegung negativ sein, hervorgerufen und erzielt durch die correspondirende Bewegung des Nadelrahmens, wie ich später zeigen werde. Bei sehr grofser rückläufiger Bewegung der Figur kann der Stofftransport auch sistirt werden, von Hand oder auf mechanischem Wege.
Der zu besetzende Stoff 9 (in dem zur Darstellung gebrachten Beispiel ist angenommen, es seien zwei Streifen, welche zugleich hergestellt werden sollen) ist aufgebäumt auf einer Achse 10, an deren einem Ende eine Bremsscheibe 11 mit Gewicht sich befindet, um den Stoff vor willkürlicher Abwickelung zu sichern und ihn stets gespannt zu halten. Die Achse 10 liegt in den Ständern 12, die am Hauptgestell der Maschine befestigt sind. Von der Achse 10 wird der Stoff über einen Leitstab I2a geführt und von da vertical abwärts um einen zweiten Leitstab 13 horizontal nach vorn in der Maschine (nach links in Fig. 2) unter dem später zu beschreibenden Nadelrahmen hindurch über einen dritten Leitstab 14 und von diesem endlich, wird der Stoff in die eigentliche Abzugsvorrichtung geführt, welche ihn fest gespannt erhält und entsprechend dem relativen Grad des Fortschreitens des Aufnähens abzieht. Dieses Fortschreiten des Aufnähens kann in Beziehung auf die Richtung der Stoffbewegung negativ sein, hervorgerufen und erzielt durch die correspondirende Bewegung des Nadelrahmens, wie ich später zeigen werde. Bei sehr grofser rückläufiger Bewegung der Figur kann der Stofftransport auch sistirt werden, von Hand oder auf mechanischem Wege.
Von dem Leitstab 14 kommend, wird der Stoff um eine gerauhte Walze 15 geführt,
geht von da über eine Walze 16 und von dieser theilweise um eine gerauhte Walze 17.
Die Walze 16 liegt frei auf den beiden Walzen 15 und 17, die sich in gleicher Richtung
drehen, so dafs sie lediglich durch Friction mitläuft. Die Walze 17 kann, um eine straffe
Anspannung des Stoffes unter allen Umständen zu erzielen, eine ganz wenig gröfsere Umfangsgeschwindigkeit
erhalten als die Walze 15. Der Antrieb der Walzen 15 und 17 geschieht
vom Schaltrad 8a aus wie folgt: Auf der Achse des Rades 8a sitzt ein Getriebe 18, welches in
Eingriff steht mit dem Stirnrad 19, und auf dessen Achse sitzt das Getriebe 20, das in Eingriff
steht mit den Stirnrädern 21 und 22, und diese sitzen fest auf den Spindeln der Walzen 1 5
und 17, so dafs diese also die Umdrehung in gewünschtem Sinne erhalten.
Der Grad des jeweiligen Drehungswinkels kann bestimmt werden durch Verstellung des
Verbindungsgliedes 6C auf dem Schalthebel y&.
3. Die Nadel- und Litzenführung des Nadelrahmens.
Auf der Achse des Schaltrades 8 sitzt ein Getriebe 23, das in Eingriff steht mit dem
Zahnrad 24. Dieses Rad ist zugleich als Kegelrad geformt, das mit dem konischen Getriebe
25 in Eingriff steht auf der Achse 26. Letztere ist in zwei Lagern 27 gelagert und
trägt am anderen Ende das konische Getriebe 28, das seinerseits mit dem gleichen 29
am Ende der Achse 30 in Eingriff steht. Die Achse 30 liegt quer vor der ganzen Vorderseite
der Maschine; auf ihr befinden sich noch die beiden konischen Getriebe 31 und 32,
welche bezw. in Eingriff stehen mit den Rädern 33 und 34. Diese sitzen auf Achsen 35
und 36 und tragen die Patronen- oder Figurentrommeln 37 und 38. Eine ähnliche
Trommel 39 befindet sich auch am Ende der Achse 40 des Doppelrades 24.
Das eben beschriebene Triebwerk dient nun dazu, den Nadelrahmen in der Horizontalebene
links und rechts sowie vorwärts und rückwärts über dem zu benähenden Stoff hinzuführen,
entsprechend der herzustellenden Figur unter Berücksichtigung der stetig ruckweise fortschreitenden
Bewegung des Stoffes.
Es geschieht dies auf folgende Weise: '
Die Form der Stirnfläche der Trommeln 37 und 38, welche beide ganz gleich sind, d.h.
ihre Senkung oder Erhöhung in axialer Richtung in Beziehung auf eine festgedachte Verticalebene,
entspricht der Bildung der Figur auf dem Stoff in dessen Längsrichtung. Die correspondirende Form der Trommel 39 bestimmt
die Bildung der Figur in der Querrichtung des Stoffes.
Dies geschieht auf folgende Weise:
a) Die Längsverschiebung. In geeigneten Schlittenführungen 41 auf dem Maschinengestell
befinden sich die Schlittenstücke 42, welche mit Spurrollen 43 am vorderen Ende ausgerüstet sind. Schraubenfedern 44 haben
das Bestreben, die Schlittenstücke stets nach vorn zu ziehen, so dafs die Spurrollen 43
gegen die Stirn oder Spurfläche der Trommeln 37 und 38 angedrückt werden und sie den Erhöhungen
und Senkungen der Curve folgen, wodurch also die Verschiebung der Schlittenstücke
in dieser Richtung erfolgt.
b) Die Querverschiebung. Die Schlittenstücke 42 sind nun ebenfalls als Führungsstücke ausgebildet für den langen Querschlitten
45, der darin schwalbenschwanzförmige Führung erhält und rechtwinklig zu
dem vorigen verschoben wird. Zu dem Ende erfafst der Querschlitten 45 zunächst ein Kopfstück
46 mittelst eines an ihm vorstehenden Zapfens, der in einen Schlitz 47 im Kopfstück
eingreift. Das Kopfstück ist in zwei Linealen 48 parallel zur Achse der Spurtrommel 39 geführt
und trägt am rechtsseitigen Ende (in der
Fig. 3) eine Spurrolle 49, mit welcher, es gegen die Stirnfläche von 39 anliegt, indem der
Schlitten 45 ebenfalls durch eine Feder 50 (oder eine Gegengewichtsvorrichtung an deren
Stelle) stets in der Richtung nach der Trommel 39 gezogen wird, während ihm diese entsprechend
ihren Erhöhungen und Senkungen die hin- und hergehende Bewegung in dieser Richtung mittheilt.
Der Schlitten 45 bewegt sich also in beiden Richtungen transversal und longitudinal.
An demselben ist nun der'Nadelrahmen 51
befestigt; er besteht aus einer flachen Blechplatte, die mit den Mechanismen zur Nadelführung
und Litzenführung ausgerüstet ist.
4. Die Nadel- und Litzenführung.
Die Bewegung der Nadel wird nun auf folgende Weise bewirkt:
Auf der Achse 3a befindet sich neben dem
Rad 3 ein Kettenrad 52, das mittelst Gliederkette in Verbindung gebracht ist mit dem
Kettenrad 53 auf der Achse 54, auf welcher auch das Stirngetriebe 55 aufgekeilt ist; letzteres
steht in Eingriff mit den beiden Rädern 56 und 57. Diese beiden Räder sind an der
einen Seite mit je einem Kurbelzapfen 58 versehen, durch welche sie mittelst einer Verbindungsstange
59 verkuppelt sind.
Auf der Kuppelstange befindet sich ein Muff 60, der darauf hin- und hergleiten kann;
in dem Muff 60 steckt drehbar die Stange 61, welche mit dem Rad 62 fest verbunden ist,
in gewissem Sinne einen an ihm befestigten Krummzapfen bildend. Das Rad 62 sitzt auf
einer Spindel 63, die in dem Ständer 64 aufgeschraubt ist. Er macht also und mit ihm
das Rad 62 die Transversal- und Longitudinalbewegungen des Schlittens 45 (also auch des
Nadelrahmens) genau mit, was ja auch die Muffenverbindung 59, 60 und 61 gestattet, da
sich 61 in 60 axial verschieben kann, während wieder dem Muff 60 eine Verschiebung auf 59
gestattet ist.
Da nun die Excentricitäten der Zapfen 58 auf den Rädern 56 und 57 gleich sind der
Excentricität des Zapfens 61 im Rad 62 und
jeder Punkt der Stange 59 sowohl, als auch des Muffes 60 einen Kreis von gleichem Radius wie
der Zapfen 58 beschreibt, so wird das Rad 62 gleichmäfsig mit 56 und 57 durch die Vermittelung
von 59, 60 und 61 in Drehung versetzt, wo es sich auch in Beziehung auf seine
Längs- und Querlage zu den Rädern 56 und 57 befinden mag infolge der Verschiebungen
der Schlittenstücke 42 und 45.
Mit dem Rad 62 steht nun das Getriebe 65 in Eingriff, dessen Achse ebenfalls im Ständer 64
gelagert ist, und auf der anderen Seite derselben befindet sich darauf die Doppelspurtrommel
66, mittelst welcher die auf- und abgehende Bewegung der Nadel und die hin- und hergehende des Schiffchens auf folgende Weise
erzielt werden:
An dem Nadelrahmen ist in Führungen 67 vorn verschiebbar der Riegel 68 angeordnet,
der am- einen Ende eine Spurrolle 69 trägt; eine Feder drückt den Riegel bezw. die Spurrolle
stets gegen die eine Curve der Trommel 66, so dafs steine jeweilige Lage durch die Form
der Trommelcurve bedingt ist. Mittelst eines Stiftes erfafst der Riegel den zweiarmigen Hebel
70 und setzt ihn in hin- und hergehende Schwingung; das Ende des oberen Armes von 70 steht in Verbindung mit einer Zahnstange
71 , die hinter dem Nadelrahmen 51 geeignet geführt ist und die zwei Zahnrädchen
72 in Drehung versetzt; auf gleicher Achse mit 72, aber an der Vorderseite des
Rahmens befinden sich ähnliche Zahnrädchen 7 2a, welche ihrerseits mit den Zahnstangen 73 vor
dem Rahmen in Eingriff stehen. Mit den Zahnstangen 73 ist der Bügelrahmen 74 verbunden,
der am Nadelrahmen geeignet geführt ist und an welchem die Nadeln 75 angebracht sind; sie gehen also mit dem Rahmen 74 auf
und nieder.
In ähnlicher Weise wird die hin- und hergehende Bewegung des Schiffchens bewirkt.
Die zweite Curve der Spurtrommel 66 wirkt auf den hinter dem Nadelrahmen liegenden
und an ihm geführten Riegel 76, der mittelst Stiftes den zweiarmigen Hebel -]1] in Schwingung
setzt, und dieser fafst die Stange 78, die ihrerseits die Schiffchen 79 hin- und herschiebt.
Das Zusammenspiel von Nadel und Schiffchen -ist wie bei jeder Nähmaschine, bedarf
einer besonderen Beschreibung daher nicht.
Es erübrigt nun noch, die Litzenzuführung zu erwähnen: Die Litze ist auf einer besonderen
Spule 80 aufgewickelt, die am oberen Balken des Querschlittens 45 aufgesteckt ist
und durch einen Schlitz in dem Nadelrahmen hindurchgeht und von da in den combinirten
Nadel- und Litzenführer 81, welcher zugleich die Rolle des Stoffdrückers bei Nähmaschinen
vertrit't; derselbe besteht aus einem Röhrchen, das in seiner Längenrichtung durch eine eingesetzte
Zwischenwand in zwei Theile getheilt ist; im vorderen Durchlafs befindet sich die
Nadel, durch den hinteren wird die Litze geführt, wie aus der Detailfigur 10 zu ersehen
ist.
Die Litze mufs immer hinter der Nadel folgen, aber von Anfang an unter ihr hergezogen
und vor ihr festgehalten sein. Um dies stets möglich zu machen, mufs der Nadel- und
Litzenführer drehbar sein bis um 360°. Damit ein Verdrehen der Litze selbst nicht eintritt,
werden Figuren, wie z. B. die Schlinge (Fig. 16), in der Reihenfolge der dort angegebenen
Zahlen aufgenäht.
Statt dessen kann auch, wie Fig. 15 andeutet,
aufgenäht werden, dann mufs die
Hülse 8ia, Fig. ii bis 14, selbst die Litzenspule
80a tragen, wobei eine Verdrehung der Litze nicht vorkommt, mag die Figur auch
eine nochmalige Drehung im ganzen Kreis verlangen.
Der Stoff selbst kommt, wie oben schon erwähnt, von der Hinterseite des Nadelrahmens,
von den Stäben 13 und 14 geführt, geht durch den Schlitz im Schlitten 45 hindurch
über eine Unterlage 82, die als Tisch dient (Fig. 4 und 6). Kurz, das Wesentliche der
beschriebenen Maschine und deren Wirkungsweise zusammenfassend, charakterisirt sich dasselbe
wie folgt:
Die Maschine dient zum Besetzen von Stoffen mittelst Zierlitzen oder Zierbändern in
beliebiger Figur, Blattformen, Ranken, Sterne, Arabesken etc., welche sich wiederholen. Der
Stoff wird zu dem Ende von einer Rolle, auf der er aufgebäumt ist, ruckweise abgezogen,
indem er zuerst, von oben kommend, abwärts geleitet, dann horizontal über den Nähtisch
unter dem Nadelrahmen hinweggezogen wird mittelst einer Abzugvorrichtung, ähnlich dem
Waarenaufnehmer bei Webstühlen; einer anderen Platzverschiebung ist der Stoff dabei
nicht unterzogen.
Die Bildung der Figur mittelst der aufzunähenden Litzchen, Bänder oder dergleichen
wird dadurch erzielt, dafs die Nadel oder Nadeln sammt dem Litzchen an einem Rahmen,
dem Nadelrahmen, angebracht sind, welcher mittelst Patronen- oder Spurrollen, die der zu
bildenden Figur entsprechen, in gewollter Weise transversal und longitudinal intermittirend
über dem Stoff sich bewegt, wobei die Litze genau unter der Nadel geführt und bei jedem
Nadelhub festgenäht wird.
Claims (4)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Maschine zum selbstthätigen Aufnähen von Zierlitzchen, Bändchen oder dergleichen auf Stoff, bei welcher der zu benähende Stoff ruckweise in seiner Längsrichtung durch die Maschine gezogen wird, während die Figur dadurch erzeugt wird, dafs die aufzunähende Litze, stets hinter der Nadel liegend, mit dieser und dem Schiffchen in einem Rahmen 51 untergebracht ist, welcher mittelst Patronen- oder Spurrollen 37, 38 und 39 entsprechend der zu bildenden Figur in Quer- und Längsrichtung nach jedem Stich über dem Stoff verschoben wird.
- 2. Bei der unter 1. charakterisirten Nähmaschine die Vorrichtung zum Längs- und Querverschieben des Nadelrahmens 51, bestehend aus den mittelbar vom Schaltwerk 4, 5, 6, 7, 8 in Drehung versetzten Patronenrollen 37, 38 und 39 in Verbindung mit den von ihnen regierten Lä'ngsquerschlitten 42 und 45 und der Coulisse 48 und Kopfstück 46.
- 3. Bei der unter 1. charakterisirten Nähmaschine die Einrichtung zum Heben und Senken der Nadel und Hin- und Herschieben des Schiffchens bei gleichzeitiger Transversal- und Longitudinalbewegung des Nadelrahmens, bestehend in der Anordnung der Doppelspurrolle 66, welche dadurch in Drehung versetzt wird, dafs das auf ihrer Achse sitzende Getriebe 65 mit einem Rad 62 in Eingriff steht, das mit einem Krummzapfen 61 versehen ist, welcher in einem Muff 60 sich axial verschieben kann, während der Muff der Kreisbahn des Krummzapfens dadurch zu folgen in Stand gesetzt ist, dafs er auf einer Kupplungsstange 59 hin- und hergleiten kann, welche die Krummzapfen zweier Räder 56 und 57 verkuppelt, die mit gleicher Excentricität wie der Zapfen 61 um ihren in gleicher Horizontalebene mit dem Mittelpunkt des Rades 62 liegenden Mittelpunkt sich drehen, wobeia) der eine Spurkranz der Rolle 66 mittelbar eine Zahnstange 71 hin- und herschiebt, welche Rädchen 72a in Drehung versetzt, die ihrerseits die Zahnstangen 73 auf- und abbewegen, mit welcher der die Nadel tragende Rahmen 74 verbunden ist;b) der andere Spurkranz mittelst Hebelübersetzung "jj die Stange 78 horizontal hin- und herschiebt; mit welcher die Schiffchen verbunden sind.
- 4. Bei der unter 1. gekennzeichneten Maschine ein Nadel- und Litzenführer, welcher dadurch den Drehungen der Figuren curve folgen kann, dafs er drehbar in einer Hülse steckt, central in seiner Achse die Nadel enthält, während die Litze am Rand abwärts geführt ist.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57519C true DE57519C (de) |
Family
ID=331883
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57519D Expired - Lifetime DE57519C (de) | Maschine zum Aufnähen von Bändern, Litzen u. dergl. in beliebiger Figur |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57519C (de) |
-
0
- DE DENDAT57519D patent/DE57519C/de not_active Expired - Lifetime
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