DE57081C - Shrapnel mit getheilter Sprengladung - Google Patents
Shrapnel mit getheilter SprengladungInfo
- Publication number
- DE57081C DE57081C DENDAT57081D DE57081DA DE57081C DE 57081 C DE57081 C DE 57081C DE NDAT57081 D DENDAT57081 D DE NDAT57081D DE 57081D A DE57081D A DE 57081DA DE 57081 C DE57081 C DE 57081C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- shrapnel
- projectile
- explosive charge
- powder
- chambers
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 239000002360 explosive Substances 0.000 title claims description 5
- 238000005192 partition Methods 0.000 claims 1
- 239000000843 powder Substances 0.000 description 13
- 238000004880 explosion Methods 0.000 description 9
- 210000003128 head Anatomy 0.000 description 6
- 239000000463 material Substances 0.000 description 6
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 4
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 3
- 238000010304 firing Methods 0.000 description 3
- XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N Iron Chemical compound [Fe] XEEYBQQBJWHFJM-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000006185 dispersion Substances 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- 230000001771 impaired effect Effects 0.000 description 1
- 229910052742 iron Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000002184 metal Substances 0.000 description 1
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 description 1
- 210000001331 nose Anatomy 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 230000000750 progressive effect Effects 0.000 description 1
- 230000000630 rising effect Effects 0.000 description 1
- 239000000126 substance Substances 0.000 description 1
- 238000005496 tempering Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F42—AMMUNITION; BLASTING
- F42B—EXPLOSIVE CHARGES, e.g. FOR BLASTING, FIREWORKS, AMMUNITION
- F42B12/00—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material
- F42B12/02—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect
- F42B12/36—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information
- F42B12/56—Projectiles, missiles or mines characterised by the warhead, the intended effect, or the material characterised by the warhead or the intended effect for dispensing materials; for producing chemical or physical reaction; for signalling ; for transmitting information for dispensing discrete solid bodies
- F42B12/58—Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles
- F42B12/62—Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles the submissiles being ejected parallel to the longitudinal axis of the projectile
- F42B12/625—Cluster or cargo ammunition, i.e. projectiles containing one or more submissiles the submissiles being ejected parallel to the longitudinal axis of the projectile a single submissile arranged in a carrier missile for being launched or accelerated coaxially; Coaxial tandem arrangement of missiles which are active in the target one after the other
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
- Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Um bei gezogenen Geschützen mittelst Shrapnelgeschosse einen grofsen bestrichenen
horizontalen Raum zu erhalten, mufs man trachten, die Rotation des Geschosses möglichst
aufzuheben und die Explosion so zu leiten, dafs ein Rückstofs gegen den Boden des Geschosses
erzeugt wird, genügend stark, um das Geschofs in eine möglichst horizontale Lage zu bringen,
damit erst in dieser Lage die Spreng- oder Schufswirkung zur Geltung kommt, so dafs
die einzelnen Geschofstrümmer und die Kugeln in waagrechter Richtung vorwärts getrieben
werden.
Dieses zu erreichen, dient das neue Shrapnel für horizontale Streuungskegel. Es wird bei
demselben davon abgesehen, das ganze Geschofs durch die Pulverladung zu zertrümmern, sondern
vielmehr danach gestrebt, das Geschofs gewissermafsen als fliegendes Geschützrohr wirken
zu lassen, welches durch Abfeuern des eigentlichen Geschützes ungefähr 30 bis 100 m vor
den zu beschiefsenden Gegenstand geworfen wird und dann durch seine eigene Schiefsthätigkeit
einen möglichst waagrechten Kugelregen gegen das Ziel schleudert; es bedarf somit eines Zeitzünders. Das zu diesem Zwecke
construirte Geschofs ist in der Zeichnung dargestellt.
■ Fig. ι zeigt dasselbe im Längsschnitt,
■ Fig. ι zeigt dasselbe im Längsschnitt,
Fig. 2 im Querschnitt nach C-D (Bodenstück),
Fig. 3 im Querschnitt nach A-B durch die Pulverkammern.
Die äufsere Form ist die gewöhnliche Shrapnelform,
die innere ist wesentlich anders. Die Pulverladung ist nach unten verlegt, und zwar
in zwei Kammern, in Fig. 3 deutlich ersichtlich, jFj und F2. Diese zwei Kammern sind
durch ein starkes eisernes Mittelstück, welches mit dem Boden des Geschosses in festem Zusammenhange
steht, getrennt, besitzen aber unten durch das Mittelstück JE eine diagonale Verbindungsröhre
Z, welche jedoch nur den Zweck hat, das Feuer, falls das Zündrohr einer Kammer versagt, in die andere Kammer noch
rechtzeitig hinüber zu leiten; weiter oben können die beiden Kammern F1 und F2 sich
in einen Raum vereinigen. Jede Kammer besitzt je eine selbstständige Brandröhre R vom Tempirungszünder
O zur selbstständigen Leitung des Feuers vom Tempirungszünder O nach dem
Pulver in der Kammer; die Zündung in den Kammern mufs möglichst gleichzeitig geschehen.
Die Einmündung der Brandröhren R in die Kammern F} und F2 findet in der Spitze des
Winkels, welcher durch die innere Peripherie des Mantels N und Mittelstückes E gebildet
wird, statt. Durch diese Feuerzuleitung findet die Explosion der Pulvermengen jeder Kammer
nur von diesem Punkte aus statt, und die fortschreitende Explosion erzeugt dadurch einen
doppeltwirkenden Rückstofs in jeder Pulverkammer, d. h. der Rückstofs wirkt nach zwei
Richtungen, und zwar einmal nach rückwärts und gleichzeitig auch seitlich, aber diagonal,
und zwar entgegen der Rotation des Geschosses, welches durch die Construction bedingt ist.
Durch diesen doppelt wirkenden Rückstofs wird nun das fliegende Geschofs, sofern es sich in
der Lage mit nach unten gerichtetem Kopfe befindet, durch den rückwärts wirkenden Stofs
vorn gehoben, es nimmt eine mehr horizontale Lage ein; durch die diagonale, seitliche Wirkung
wird die Drehung, welche das Geschofs von den Drallzügen des Geschützes angenommen
hat, beeinträchtigt, ja unter günstigen Umständen ganz aufgehoben; dadurch hebt,
sich das Geschofs noch mehr in die horizontale Lage, es werden daher in diesem Augen-
blick die nach, vorn durch die Explosion des Pulvers bewegten Massen nur in einer annähernd
horizontalen Bahn vorwärts getrieben, ähnlich wie ein Kartä'tschschufs aus glattem
Rohre. Der Boden des Geschosses und auch der Mantel bleiben ganz; der Mantel kann aber auch
vorn zerspringen, ohne dafs dieses den Zweck vereitelt. Es ist daher nothwendig, dafs der
vordere Theil weniger widerstandsfähig ist als der Rücktheil des Shrapnels; auch mufs der
Vordertheil sich leicht in Bewegung setzen lassen, und trachtet man daher danach, statt
einer Sprengwirkung mehr eine blofse Schufswirkung zu erreichen durch die leichte Beweglichkeit
der Massen, welche vor oder auf der Pulverladung liegen. Dieses zu erreichen, können verschiedene Constructionen dienen; in
der Zeichnung ist es folgendermafsen erreicht. An die Wandung N anpassend, wird eine
Hülse M, am besten aus Weifsblech, eingeschoben, welche sich auf den bei dem Pulverraum
vorspringenden Theil von N aufsetzt. Auf die Pulvermasse wird ein Treibspiegel G
aufgelegt; derselbe ruht auf dem vorspringenden Theil von N und kann aus zusammengepafsten
Stücken bestehen; auf diesem Treibspiegel G wird nun die Kugelladung gelagert (bestehend aus Kugeln α vom Durchmesser
eines Centimeters). Diese Kugelladung wird nun oben mit einer Deckelscheibe 51 bedeckt,
und über diese Scheibe 5 wird der mindestens 2 cm vorstehende Rand der Hülse M
gebogen, fest an S anliegend. Jetzt legt man die Platte T darauf, setzt den hohlen Kopf, der
aus einem Ganzen bestehen kann, aber zweckmäfsig aus den federnden Theilen K bis K6
besteht, derart darauf, wie in der Zeichnung dargestellt ist, dafs die Platte T fest auf N
gedrückt wird und die Kopftheile wieder mit den Nasen in den Falz in N passend liegen,
und schraubt nun mit einer Schraubenmutter auf H eine von S aus in der Mitte aufsteigende
Stange, auf welcher oben ein scheibenartiger Ansatz angebracht ist, auf welchem die
Kopftheile K bis K6 oben ruhen. Durch diese
Construction erreicht man eine grofse Festigkeit für den Transport und leichtes Inbewegungsetzen
der auf der Pulverladung liegenden Massen; aufserdem reifsen die Kopftheile K bis K6 bei
der Explosion ab und wirken als Geschofstheile. Führt man H als hohle Röhre bis
unter den Treibspiegel G, so kann man oben auf H einen Granatzünder aufsetzen, falls das
Shrapnel schlecht tempirt ist, sodafs dasselbe noch beim Aufschlag auf die Erde als Granate
theilweise zur Wirkung gelangt; diesen Granatzünder kann man auch am Shrapnelkopf zwischen
T und den oberen Theilen von K bis K6 anbringen.
Am Boden des Geschosses ist der Zeitzünder O angebracht, der durch das Feuer des
Geschützes durch die Zündröhren b entzündet wird und durch Q stellbar ist. In Fig. 4
und 5 sieht man den horizontalen Streuungskegel des feuernden Geschosses C. In Fig. 4
ist D das Ziel; das Geschofs wurde aus dem Geschütz A geworfen, auf 150 m der Zeitzünder
gestellt, da D blos 200 m entfernt ist. B zeigt das fliegende Geschofs, C ist das Geschofs
während der Explosion; man sieht, wie sich die Lage des Geschosses verändert hat.
Aus der schwach nach vorn geneigten Lage bei B ist bei C eine waagrechte, vorn nach
oben geneigte Lage geworden, und in dieser Richtung werden die Kugeln vorgeschleudert
gegen D, wie Kegel S zeigt. In Fig. 5 ist D 2500 m entfernt, die Tempirung findet daher
für 2400 m statt. Hier tritt noch deutlicher hervor, wie sich die Lage des Geschosses verändert;
B und C stellen ebenfalls das Geschofs vor und während der Explosion dar. In Fig. 6
ist statt einer Shrapnelladung eine einzige Granate oder auch Brandkugel in das Geschofs
gesetzt. D ist 6000 m entfernt, das Geschütz A wirft aber nur eine Granate, z. B. bis 4500 m.
Man stellt die Tempirung des Shrapnels mit der Granate auf 3000 m; findet hier die Explosion
statt, so wird die Granate C aus B weiter geschossen und fliegt weiter bis D, während
die Shrapnelhülse B bereits viel früher, vielleicht bei 4000 m oder schon bei 3500 m
zur Erde fällt. In dem Falle der Fig. 6 mufs man die Zündung umgekehrt einrichten, d. h.
so, dafs der diagonale Stofs bei der Explosion nicht gegen die Rotation des Geschosses,
sondern mit derselben in gleicher Richtung wirkt; man mufs also die Brandröhren R in
die entgegengesetzten Winkel (wie auf der Zeichnung dargestellt) der Pulverkammern einmünden
lassen. Zur Ladung wird kräftig und schnell wirkendes Pulver verwendet, um den Stofs kräftig und schnell wirkend zu
machen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Shrapnel, bei welchem die Sprengladung in zwei durch eine Zwischenwand E getrennten Kammern F1 F2 hinter der KugelfUllung liegt und von dieser durch einen Treibspiegel getrennt ist, und wobei jede der beiden Kammern mit einem in der Aufsenecke mündenden Zündkanal R versehen ist, so dafs die Entzündung der beiden getrennten Theile der Sprengladung in diesen Aufsenecken beginnen mufs.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57081C true DE57081C (de) |
Family
ID=331467
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57081D Expired - Lifetime DE57081C (de) | Shrapnel mit getheilter Sprengladung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57081C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1188982B (de) * | 1961-11-13 | 1965-03-11 | Lockheed Aircraft Corp | Geschoss mit Raketenantrieb und mit einer rueckholbaren UEberwachungseinrichtung |
-
0
- DE DENDAT57081D patent/DE57081C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1188982B (de) * | 1961-11-13 | 1965-03-11 | Lockheed Aircraft Corp | Geschoss mit Raketenantrieb und mit einer rueckholbaren UEberwachungseinrichtung |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2444488C2 (de) | Übungsgeschoß | |
| DE2125417A1 (de) | Nichttodhches Geschoß | |
| DE2947165A1 (de) | Geschoss mit kinetischer energie | |
| DE3316440C2 (de) | ||
| DE3737232A1 (de) | Uebungsgeschoss mit verkuerzter reichweite | |
| DE2412346A1 (de) | Handabfeuerungsgeraet mit brandladung | |
| DE1703205A1 (de) | Schusswaffe mit Geschoss | |
| DE57081C (de) | Shrapnel mit getheilter Sprengladung | |
| DE1578109C3 (de) | Zerfallgeschoß | |
| DE2003990B2 (de) | Umrüstbare Granate, die wahlweise von Hand schleuderbar oder mit Schußwaffen verschießbar ist | |
| DE211778C (de) | ||
| DE1553866C3 (de) | Absenkvorrichtung für ein Geschoß | |
| DE69514496T2 (de) | Flintenlaufgeschoss mit doppeleindringung und reduzierter schussweite | |
| EP0270781A2 (de) | Übungspatrone für rückstossfreie Abwehrwaffen | |
| DE2004637A1 (de) | Gefechtskopf | |
| DE840661C (de) | UEbungsgranate | |
| EP0377433A1 (de) | Übungspatrone für rückstossfreie Abwehrwaffen | |
| DE1941597A1 (de) | Anordnung,bestehend aus einer Infanteriewaffe und deren Munition | |
| DE3541399A1 (de) | Uebungsladungsaufbau fuer mittelkalibrige bis grosskalibrige geschosse | |
| DE2839372A1 (de) | Geschoss, insbesondere fuer jagdzwecke | |
| DE10107340A1 (de) | Panzerschutzelement insbesondere gegen KE-Geschosse und Hohlladungen | |
| DE2046329A1 (de) | Sprenggeschoß | |
| CH619040A5 (en) | Settling mortar shell for settling a base plate for a mortar | |
| AT58521B (de) | Geschütz für Flugzeuge, Ballons und dgl. | |
| AT75404B (de) | Geschoß. |