DE57040C - Verfahren zur Herstellung von Retorten, Muffeln oder Cylindern aus feuerfestem Material mit zur Längsachse geneigten Endflächen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Retorten, Muffeln oder Cylindern aus feuerfestem Material mit zur Längsachse geneigten EndflächenInfo
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
- C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
- C04B35/00—Shaped ceramic products characterised by their composition; Ceramics compositions; Processing powders of inorganic compounds preparatory to the manufacturing of ceramic products
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
F. ZIETLOW in DRAMBURG.
zur Längsachse geneigten Endflächen.
Bei geneigt eingebauten Retorten, Muffeln oder Cylindern zur Destillation von Kohlen
und anderem Material, Abrösten von Erzen u. dergl. pflegt man, wie in Fig. 1 der beiliegenden
Zeichnung dargestellt, das obere Ende der Retorte mit einer senkrecht zur Längsachse
derselben stehenden Endfläche a-b zu versehen, da die Retorten behufs Vermeidung von Formänderungen
während des Brennens senkrecht aufgestellt werden müssen und daher mindestens eine der beiden Endflächen diese senkrechte
Aufstellung ermöglichen'mufs. Derartige Endflächen lassen sich aber sehr schlecht dem
Ofengemäuer anpassen, da das Mauerwerk behufs Befestigung der Verschlüsse ausgekragt
werden mufs. Andererseits tritt an den betreffenden Stellen infolge der starken Wärmestrahlung
leicht ein Verbrennen der Schrauben und Flantschen der eisernen Verschlüsse ein,
so dafs solche Retorten häufig kostspielige Ausbesserungen erfordern.
Diese Uebelstände werden vermieden, wenn man auch das obere Ende der Retorten derart
geneigt zur Längsachse der Retorte herstellt, dafs es sich der äufseren Fläche des Ofengemäuers
anpafst, gleichzeitig aber das betreffende Ende derartig starkwandig hält, dafs keine nennenswerthe Wärmeausstrahlung erfolgt
und der Verschlufs genügend geschützt bleibt. Fig. 2 zeigt eine derartige Retorte R, die in
geneigter Lage in einen Ofen eingemauert und an beiden Enden mit verstärkten Köpfen k
und A:1 versehen ist. Beide Köpfe b.esitzen zur
Längsachse der Retorte geneigte, der äufseren Begrenzung des Ofengemäuers sich anpassende
Endflächen und sind in üblicher Weise mit den Aussparungen für die Schrauben versehen,
die zur Befestigung der eisernen Verschlüsse A und B dienen.
Die Herstellung derartiger Retorten erfolgt in der aus Fig. 3 und 4 ersichtlichen Weise.
Die Retorten werden in Formen eingestampft und erhalten an dem einen Ende einen dem
Ofengemäuer angepafsten Kopf k mit schräger Endfläche. Am anderen Ende aber wird dem
.Kopf k1 noch ein Cylinderstumpf 5 angefügt,
der es ermöglicht, die Retorte beim Brennen aufrecht zu stellen. Dieser Stumpf S wird
nach dem Brennen von der Retorte in Richtung der Linie x-y abgetrennt, und es ist der
Stumpf S. und der Kopf A:1 so geformt, dafs
letzterer nach dem Abtrennen des Stumpfes S genau diejenige Gestalt besitzt, welche dem
Ofengemäuer, entspricht und die Befestigung des Verschlusses B, Fig. 2, ermöglicht. Das
Abtrennen des Stumpfes S von der Retorte R nach dem Brennen kann mittelst Meifsels erfolgen,
indessen läuft man hierbei leicht Gefahr, dafs vom Kopf k1 Theile abgesprengt
werden oder die Retorte zerspringt bezw. unbrauchbar wird, was dann einen erheblichen
Verlust bedeutet.
Um diesem Uebelstände vorzubeugen, wird vor dem Brennen in Richtung der Trennungsfuge χ y von aufsen ein Einschnitt hergestellt,
derart, dafs nur eine ringförmige Wandung i, Fig. 4, von etwa 10 mm Stärke stehen bleibt,
die eine für das Brennen genügende Verbin-
dung zwischen Stumpf S und Retorte R bildet. Diese Fuge wird nun mit Chamottemehl oder
einem anderen Material ausgefüllt, das feuerfester ist, als das zur Herstellung der Retorte
benutzte. Alsdann bringt man die Retorte in aufrechter Stellung zum Brennen in den Ofen.
Das feuerfeste Chamottemehl in der Fuge xy verhindert beim Brennen der Retorte das Zusammenbrennen
und Versintern des durch die Fuge χy vom Kopf k1 getrennten Stumpfes S
mit diesem Kopf. Nach dem Brennen kann der Stumpf 5 mit Leichtigkeit von der Retorte
entfernt werden, da man nur die verhältnifsmä'fsig dünne Wandung i zu zertrümmern hat.
Diese Wandung ist aber so schwach, dafs eine Beschädigung der Retorte bei -dieser Abtrennung
des Stumpfes S nicht zu befürchten ist. Die Retorte erhält also auf diese Weise genau die
passende Form, um ohne Bearbeitung in die nöthige geneigte Lage in den Ofen eingebaut
werden zu können. Das Auskragen und Behauen von Retorten und Mauerwerk fällt fort,
die Verschlüsse lassen sich ordnungsmäfsig befestigen und ein Verbrennen der Flantschen
und Schrauben der Verschlüsse tritt nicht ein, weil der Kopf der Retorte so viel Fleisch besitzt,
dafs keine Wärmeausstrahlung erfolgen kann und die Verschlüsse genügend geschützt
sind.
In gleicher Weise können auch andere Cylinder und Muffeln aus feuerfestem Material
mit zur Längsachse geneigter Endfläche hergestellt werden.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Retorten, Muffeln und Cylindern aus feuerfestem
Material mit zur Längsachse geneigten Endflächen, dadurch gekennzeichnet, dafs man
die betreffenden Köpfe der Enden der Retorten , Muffeln oder Cylinder vor dem Brennen mit einem Ergänzungsstumpf (S)
versieht, der die senkrechte Aufstellung der Retorte etc. beim Brennen ermöglicht, diesen
Stumpf durch eine schräge Fuge (χy) bis auf eine verhältnifsmäfsig schwache Wandung
(i) vor dem Brennen von dem Kopf oder Ende trennt, die Fuge mit einem Material ausfüllt, das feuerfester ist als das
der Retorte etc., und nach dem Brennen den Stumpf (S) von dem Kopf oder Ende
der Retorte etc. vollkommen abtrennt.
2. Retorten, Muffeln oder Cylinder mit zur Längsachse geneigten Endflächen, welche
dadurch hergestellt sind, dafs man vor dem Brennen die Retorten mit einem Ergänzungsstumpf (S) behufs senkrechter Aufstellung
der Retorte beim Brennen versehen und diesen Stumpf nach dem Brennen entfernt hat.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE57040C true DE57040C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT57040D Expired - Lifetime DE57040C (de) | Verfahren zur Herstellung von Retorten, Muffeln oder Cylindern aus feuerfestem Material mit zur Längsachse geneigten Endflächen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE57040C (de) |
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