DE570067C - Verfahren zur Herstellung von Wickelkondensatoren mit einer den Wickel allseitig umschliessenden Huelle aus Kunstharz - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Wickelkondensatoren mit einer den Wickel allseitig umschliessenden Huelle aus Kunstharz

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DE570067C
DE570067C DER83721D DER0083721D DE570067C DE 570067 C DE570067 C DE 570067C DE R83721 D DER83721 D DE R83721D DE R0083721 D DER0083721 D DE R0083721D DE 570067 C DE570067 C DE 570067C
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    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01GCAPACITORS; CAPACITORS, RECTIFIERS, DETECTORS, SWITCHING DEVICES, LIGHT-SENSITIVE OR TEMPERATURE-SENSITIVE DEVICES OF THE ELECTROLYTIC TYPE
    • H01G2/00Details of capacitors not covered by a single one of groups H01G4/00-H01G11/00
    • H01G2/12Protection against corrosion

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Microelectronics & Electronic Packaging (AREA)
  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Wickelkondensatoren mit einer den Wickel allseitig umschließenden Hülle aus Kunstharz Kunstharz eignet sich infolge seiner Isolierfähigkeit, Festigkeit, Säurebeständigkeit und Undurchlässigkeit für die Feuchtigkeit hervorragend zum Isolieren elektrischer Teile, insbesondere auch, weil es sich durch Gießen oder Pressen in jede gewünschte Form bringen läßt, wobei die Zuleitungen in die isolierende Hülle eingebettet werden können.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, Wickelkondensatoren mit einer den Wickel allseitig umgebenden, einheitlichen Hülle aus Kunstharz zu umpressen. In der Praxis ließ sich dieses Verfahren aber nicht durchführen, da der aus Stanniol und dünnem Papier gewickelte Kondensator bei dem aufzuwendenden hohen Druck stark deformiert wurde, wobei der metallische Belag oder das Dielektrikuin häufig zerrissen, so daß viel Ausschuß entstand. Unter dem starken Druck verlagerte sich auch der Wickel in der Preßmasse, so claß die Hülle nicht gleichmäßig stark und widerstandsfähig gegen mechanische Beanspruchungen ausfiel.
  • Ein weiterer Übelstand, der das Verfahren. bei Verwendung von paraffingetränktem Papier vollständig unbrauchbar machte, war der, daß das Paraffin beim Umpressen des Kondensators in der Hitze schmolz und zwischen die Teilchen der pulverförmigen Preßmasse lief, die sich infolgedessen auch bei Aufwendung von noch so hohem Druck nicht zu einem festen Körper vereinigen ließen, da sich Fette, 051e u. dgl. nicht mit Kunstharzen verbinden.
  • Man hat diesem Übelstand schon auf verschiedene Weise abzuhelfen versucht, z. B. dadurch, daß man den Kondensator ver dem Umpressen mit einer Hülle aus Asbest, Filz oder einem anderen nachgiebigen und die Wärme schlecht leitenden Stoffe umgab, der einerseits den Kondensator gegen eine übermäßige Beanspruchung und Beschädigung beim Pressen schützte und andererseits die Wärme von der leicht schmelzenden Tränkmasse abhielt. Man hat auch das Eindringen von geschmolzenem Wachs, Paraffin u. dgl. in die Preßmasse dadurch zu verhindern gesucht, daß man als Dielektrikum zunächst ein nicht getränktes Papier verwendete, den so hergestellten Kondensator dann mit Kunstharz umpreßte und die so gebildete Hülle nach dem Härten mit Öffnungen versah, in die Isolieröl u. dgl. eingefüllt wurde. Weiterhin hat man das Ausschmelzen der Tränkmasse dadurch zu verhindern versucht, daß man Wärme und Druck möglichst kurzzeitig auf den mit der Preßmasse umgebenden Kondensator wirken ließ, dann, bevor eine übermäßige Erwärmung der Tränkung eintreten konnte, den Preßvorgang unterbrach, um den Kondensator schnell abzukühlen. Pressen und Kühlen wurden abwechselnd so lange fortgesetzt, bis die Kunstharzhülle den notwendigen Härtegrad erreicht hatte. Wickelkondensatoren mit Kunstharzhüllen wurden auch in der Weise hergestellt, daß man Rohr aus Kunstharz auf eine der Länge der Kondensatoren entsprechende Länge abschnitt. In die Rohrstücke wurden die Wickel eingeschoben und mit einem Isolierstoff, wie Pech, Wachs, Paraffin o. dgl., vergossen. Als Abschluß an den Rohrenden dienten Metallkappen. Dieses Herstellungsverfahren erforderte eine Vielheit verschiedenartiger Stoffe sowie einen erheblichen Aufwand an Zeit und Lohn für den Zusammenbau, ohne daß die Gewähr bestand, daß sich die Endkappen nicht lösten oder Feuchtigkeit zwischen die Kappen und die rohrförmige Hülle eindrang.
  • Alle angeführten Bauarten von Kondensatoren mit Kunstharzumhüllung sind umständlich und teuer in der Herstellung.
  • Demgegenüber stellt das Verfahren nach der Erfindung eine wesentliche Vereinfachung und Verbilligung dar. Erfindungsgemäß werden zunächst Schalen in Form von Hohlzylinderhälften bei hohem Druck (etwa 250 bis 300 kg/qcm) und verhältnismäßig niedriger Temperatur (etwa 6o bis 12o°) vorgepreßt, zwischen die sodann der Wickel gelegt wird, worauf die Schalenhälften bei einem verhältnismäßig geringen Druck (etwa ioo kg/qcm), aber hoher Temperatur (etwa 17o°) zu einer einheitlichen Hülle zusammengepreßt werden.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist im nachstehenden an Hand der Zeichnung in einer Ausführungsform näher veranschaulicht.
  • An, Abb. i ist a eine Hälfte der Hülle, die in an sich bekannter Weise aus Kunstharz unter einem Druck von etwa 25o bis 3oo kg/qcm gepreßt wird. Die dabei aufgewandte Temperatur (etwa 6o bis 12o°) wird so niedrig gehalten, daß die Preßmasse noch eine gewisse Plastizität behält. Zwischen je zwei Hälften wird nun der Kondensator b (Abb.2) gelegt, der in üblicher Weise aus Streifen von Stanniol und paraffiniertem Papier aufgewickelt ist. Die beiden Schalen werden unter Aufwendung eines verhältnismäßig geringen Druckes (etwa ioo kgjqcm), dagegen einer beim Pressen von Kunstharzen üblichen hohen Temperatur von etwa 1700 zu einer Einheit (Abb. 3) zusammengepreßt. Dabei nimmt die Hülle den größten Teil des Druckes auf, so daß der Wickelkondensator nicht oder nur unwesentlich deformiert werden kann. Die Oberfläche der Schalenhälften hat bei dem Vorpressen schon eine solche Dichte erlangt, daß sie das geschmolzene Paraffin nicht mehr aufsaugt, das nun in dem Papier bleibt, wo es beim Abkühlen wieder erstarrt, ohne daß sich die dielektrischen Eigenschaften der Papierzwischenlage verändern.
  • Um den beim Pressen der Schalenhälften entstehenden Grat c bequem entfernen zu können, sind an den Rändern derselben Verdickungen vorgesehen, die nach der Vereinigung der Hälften zugleich mit dem Grat abgeschliffen werden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Wickelkondensatoren mit einer den Wikkel allseitig umschließenden Hülle aus Kunstharz, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst Schalen in Form von Hohlzylinderhälften bei hohem Druck (etwa 25o bis 300 kg/qcm) und verhältnismäßig niedriger Temperatur (etwa 6o bis 12o°) vorgepreßt werden, zwischen die sodann der Wickel gelegt wird, worauf die Schalenhälften bei einem verhältnismäßig geringen Druck (etwa ioo kg/qcm), aber hoher Temperatur (etwa 17o°) zu einer einheitlichen Hülle zusammengepreßt werden.
  2. 2. Nach dem Verfahren gemäß Anspruch i hergestellter Wickelkondensator, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalenhälften an -ihren Außenrändern mit Verdickungen versehen sind, die nach der Vereinigung der Hälften zugleich mit dem Grat durch Abschleifen o. dgl. entfernt werden.
DER83721D 1932-01-01 1932-01-01 Verfahren zur Herstellung von Wickelkondensatoren mit einer den Wickel allseitig umschliessenden Huelle aus Kunstharz Expired DE570067C (de)

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Cited By (7)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE806872C (de) * 1949-10-28 1951-06-18 Ruwel Werke Spezialfabriken Fu Verfahren zur Herstellung elektrischer Wickelkondensatoren
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