DE567129C - Einrichtung zur Kuehlung des Staenders elektrischer Maschinen - Google Patents
Einrichtung zur Kuehlung des Staenders elektrischer MaschinenInfo
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- H—ELECTRICITY
- H02—GENERATION; CONVERSION OR DISTRIBUTION OF ELECTRIC POWER
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- H02K9/00—Arrangements for cooling or ventilating
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Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. DEZEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
JVi 567 KLASSE 2Id1 GRUPPE
Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft in Berlin*) Einrichtung zur Kühlung des Ständers elektrischer Maschinen
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Oktober 1930 ab
Bei der Kühlung elektrischer Maschinen kann der Fall eintreten, daß man aus konstruktiven
Rücksichten gezwungen ist, die Kühlluft dem zu kühlenden Teil nur von einer Stirnseite des wirksamen Eisens her zuzuleiten.
Man kann somit nur an dieser einen Stirnseite der Maschine einen Ventilator anordnen.
Dieser Fall tritt beispielsweise ein bei Dampfturbinensätzen, bei denen die eine
Stirnseite der Dampfturbine unmittelbar oder durch Vermittlung eines Zwischenringes angeschlossen
ist. Er kann aber auch infolge anderer konstruktiver Maßnahmen eintreten. Es sind nun Kühleinrichtungen bekannt
geworden, bei denen eine solche Anordnung des Ventilators an nur einer Stirnseite der
elektrischen Maschine zur Verwendung kommt. Diese Einrichtungen haben aber den Nachteil, daß entweder die Kühlluft von der
einen Stirnseite her zuerst die gesamte axiale Länge des Läufers und danach nach Umlenkung
in umgekehrter Richtung die gesamte axiale Länge des Ständereisens durchlaufen
muß. Die Folge davon ist, daß die in der Strömungsrichtung von der Kühlluft zuletzt
getroffenen Teile sowohl des Ständers als auch des Läufers nicht ausreichend gekühlt
werden, weil sie nur von bereits an anderen Teilen der Maschine erheblich vorgewärmter
Kühlluft bestrichen werden.
Eine gewisse Verbesserung brachte eine andere bekannte Anordnung, nach der die
Kühlluft zwar auch von einer Stirnseite der Maschine her zugeführt wird, bei der aber
zur Verminderung der Temperatur an der anderen Stirnseite ein kühlerer Hilfsluftstrom
mittels im wirksamen Eisen oder in dem Raum zwischen diesem und dem Gehäuserücken
eingelegter axialer Umleitungskanäle zugeführt wird, der sich mit der be- reits erwärmten Luft mischt. Trotzdem haftet
auch dieser Kühleinrichtung der Nachteil an, daß infolge der verhältnismäßig großen
Länge der axialen Kühlkanäle die von der Luftzuführungsseite abgewandte Seite der
Maschine nicht ausreichend gekühlt wird.
Es sind des weiteren Kühleinrichtungen bekannt geworden, bei denen insbesondere bei
axial langen Maschinen ein Teil der Kühlluft durch besondere Axialkanäle den in der
Mitte der Maschine liegenden Teilen zugeführt wird. Diese Kühleinrichtungen besitzen
aber einerseits an jeder Stirnseite der Maschine einen Ventilator, andererseits wird
die Kühlluft bei diesen Einrichtungen nicht über die gesamte Länge des wirksamen Eisens
*) Von den Patenisucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr.-Ing. Robert Pohl in Berlin-Charlottenburg.
durch axiale Kanäle geleitet, sondern sie geht zum mindesten in demjenigen Teil, dem die
Kühlluft durch die axialen Umleitungskanäle zugeführt wird, durch die bekannten radialen
Lüftungsschlitze.
Die Erfindung beseitigt die obenerwähnten Nachteile der bekannten Einrichtungen,
insbesondere für im Kreislauf gekühlte elektrische Maschine, bei denen aus irgendeinem
ίο Grunde das Kühlmittel nur an einer Stirnseite der Maschine zugeleitet werden kann,
indem die Unterbringung eines zweiten Ventilators an der anderen Stirnseite der Maschine
aus konstruktiven Gründen nicht mög-Hch oder nicht erwünscht ist. Dieser Fall
tritt beispielsweise ein bei Dampfturbinensätzen, bei denen die eine Stirnseite des
Generators an die Stirnseite der Dampfturbine unmittelbar oder durch Vermittlung
eines Zwischenringes angeschlossen ist.
Um ungleichmäßige Kühlung der beiden Seiten der Maschine zu vermeiden, wird erfindungsgemäß
das mit axialen Kühlkanälen versehene Ständereisen in an sich bekannter Weise in axialer Richtung in zwei Teile
unterteilt. Den Kühlkanälen des einen dieser Teile wird das Kühlmittel unmittelbar von
der in der Nähe des Ventilators gelegenen Stirnseite der Maschine zugeführt, während
ein anderer Teil des vom Ventilator geförderten Kühlmittels durch in an sich bekannter
Weise im Ständereisen oder hinter dem Rücken des letzteren im Gehäuse angeordnete,
zweckmäßig wärmeisolierte Umleitungskanäle oder -rohre nach der anderen Stirnseite der
Maschine und von dort durch die Kühlwege des vom Ventilator entfernten Teiles des
Läufer- und Ständereisens strömt.
An Hand der Zeichnung soll der Gegenstand der Erfindung in einigen Ausführungsbeispielen beschrieben werden. Bei dem in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel ist das wirksame Eisen des Läufers und
des Ständers je in drei Teile 1, 1' und 1"
bzw. 2, 2' und 2" unterteilt. Zwischen diesen Teilen befinden sich radiale Ausströmschlitze
3, 3' bzw. 4, 4' für das Kühlmittel. Mit 5 ist die Ständerwicklung der Maschine,
mit 6 das Gehäuse und mit 7 der zur Bewegung des Kühlmittels dienende Ventilator
auf der einen Stirnseite der Maschine bezeichnet. Der Ventilator saugt das Kühlmittel
durch die Einströmöffnung 8 an und fördert es zunächst in die auf der Zeichnung rechts
gelegene Stirnkammer 9. Von dort geht ein Teil des Kühlmittels durch die axialen Kühlkanäle
10' bzw. 11' des rechtsseitigen Teils des Läufer- bzw. des Ständereisens und entweicht
durch die radialen Ausströmschlitze 3' bzw. 4' in den Sammelraum.
Ein anderer Teil des Kühlmittels geht durch im Rücken des Gehäuses angeordnete
Umleitungsrohre 12, die zweckmäßig in an
sich bekannter Weise gegen das warme Kühlmittel im Sammelraum des Gehäuses wärmeisoliert
sind, nach der linksseitigen Stirnkammer der Maschine und verteilt sich von dort in ähnlicher Weise wie auf der rechten
Seite durch die axialen Kühlkanäle 10 bzw. 11 des Läufers und des Ständers, um schließlieh
durch die radialen Ausströmschlitze 3 bzw. 4 ebenfalls in den Sammelraum auszutreten.
Von dort wird das Kühlmittel durch die Austrittsöffnung 13 nach einem in der
Zeichnung nicht dargestellten Rückkühler geleitet, um nach Durchfließen desselben den
Kreislauf von neuem zu beginnen. Wie aus der durch Pfeile angedeuteten Führung des
Kühlmittels ohne weiteres ersichtlich, ist die Kühlung der linken Seite der Maschine derjenigen
der rechten Seite gleichwertig.
Wenn sich in gewissen Fällen aus der Umleitung des Kühlmittels nach der anderen
Stirnseite der Maschine eine gewisse Vorwärmung des Kühlmittels ergibt, so daß die
Kühlung der beiden Seiten der Maschine ungleich würde, so läßt sich dieser Nachteil dadurch
ausgleichen, daß man die radialen Ausströmschlitze 3, 3' und 4, 4' von der Mitte
weg etwas mehr nach der vom Ventilator ab- go gewandten Seite der Maschine verschiebt, so
daß der diesem Teil des Kühlmittels zugewiesene Bereich kleiner wird als der dem
Ventilator benachbarte.
Bei radial längeren Maschinen oder bei etwaigen konstruktiv nicht vermeidbaren
Drosselungen des Kühlmittelstromes für die vom Ventilator abgewandte Maschinenseite
könnte sich ein nicht mehr zu vernachlässigender Druckabfall ergeben. Dieser ließe
sich in einfacher Weise durch die Anordnung eines auf der linken Seite der Maschine punktiert
dargestellten kleinen Zusatzventilators 14, der in an sich bekannter Weise mit dem
Hauptventilator 7 in Reihe geschaltet ist, beheben.
Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die zeichnerisch dargestellten und beschriebenen
Ausführungsbeispiele, sondern erstreckt sich auf alle diejenigen Konstruktionen, bei
denen das Ständereisen in axialer Richtung in gleiche oder ungleiche Teile unterteilt und
zwischen diesen Teilen mit radialen Ausströmschlitzen für das Kühlmittel versehen
ist. Es ist auch nicht erforderlich, zwischen den Hauptteilen des wirksamen Eisens einen
axial kurzen Teil gewissermaßen als Trennwand anzuordnen, sondern es können etwaige
Wirbelungen der aufeinanderstoßenden Kühlmittelströme auch durch andere Mittel, z. B.
durch den Einbau an sich bekannter Führungsschaufeln, vermieden werden. Statt der
in der Zeichnung dargestellten Ausführung der Umleitung für das Kühlmittel als im Gehäuse
angeordnete Rohre kann es auch zweckmäßig sein, Axialkanäle des Ständereisens hierzu zu benutzen, oder man kann im Gehäuse
Kanäle anordnen, die mit letzteren aus einem Stück bestehen oder vorzugsweise aus
wärmeisolierendem Stoff bestehend gesondert eingesetzt sein können.
Claims (3)
- Patentansprüche:i. Einrichtung zur Kühlung des Ständers elektrischer Maschinen, bei denen die Kühlluft infolge konstruktiver Maßnahmen nur an einer Stirnseite zugeführt werden kann, mittels eines an letzterer angebrachten Ventilators, der einen Teil des Kühlmittels der anderen Stirnseite durch am Ständerumfang angeordnete Kanäle zuführt, dadurch gekennzeichnet, daß das so der anderen Stirnseite zugeführte Kühlmittel nach Bestreichen der Wickelköpfe dieser Seite durch im Ständereisen angeordnete axiale Kühlkanäle in rückläufiger Richtung gegen die Ventilatorseite zu strömt, um durch angenähert in der Mitte des Ständereisens liegende radiale Ausströmschlitze in den Abluftraum zu gelangen.
- 2. Kühleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die radialen Ausströmschlitze aus der Mitte des Ständereisens nach dem dem Ventilator abgewandten Stirnende der elektrischen Maschine zu verschoben angeordnet sind.
- 3. Kühleinrichtung nach den Ansprüchen ι oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem dem Ventilator abgewandten Stirnende der elektrischen Maschine ein kleiner Zusatzventilator angeordnet ist zur Erzeugung eines Zusatzdruckes und zur Umwirbelung der Luft an diesem Stirnende.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1930A0019930 DE567129C (de) | 1930-10-09 | 1930-10-09 | Einrichtung zur Kuehlung des Staenders elektrischer Maschinen |
| FR724413D FR724413A (fr) | 1930-10-09 | 1931-10-06 | Perfectionnements apportés aux dispositions de refroidissement des machines électriques |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1930A0019930 DE567129C (de) | 1930-10-09 | 1930-10-09 | Einrichtung zur Kuehlung des Staenders elektrischer Maschinen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE567129C true DE567129C (de) | 1932-12-29 |
Family
ID=6567743
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1930A0019930 Expired DE567129C (de) | 1930-10-09 | 1930-10-09 | Einrichtung zur Kuehlung des Staenders elektrischer Maschinen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE567129C (de) |
| FR (1) | FR724413A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE764438C (de) * | 1936-07-10 | 1954-05-31 | Siemens Schuckertwerke A G | Anordnung zur Kuehlung des elektrischen Generators von Dampfturbinensaetzen |
| DE1103455B (de) * | 1959-10-31 | 1961-03-30 | Bbc Brown Boveri & Cie | Gasfuehrung zur Kuehlung von Staendereisen und Staenderpressplatten von Turbogeneratoren |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| US2920219A (en) * | 1952-12-13 | 1960-01-05 | Allis Chalmers Mfg Co | Dynamoelectric machine with gas cooled rotor and stator conductors |
| DE2836903C3 (de) * | 1978-08-23 | 1981-02-19 | Siemens Ag, 1000 Berlin Und 8000 Muenchen | Geschlossene elektrische Maschine sowie Verfahren zu ihrer Herstellung |
-
1930
- 1930-10-09 DE DE1930A0019930 patent/DE567129C/de not_active Expired
-
1931
- 1931-10-06 FR FR724413D patent/FR724413A/fr not_active Expired
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE764438C (de) * | 1936-07-10 | 1954-05-31 | Siemens Schuckertwerke A G | Anordnung zur Kuehlung des elektrischen Generators von Dampfturbinensaetzen |
| DE1103455B (de) * | 1959-10-31 | 1961-03-30 | Bbc Brown Boveri & Cie | Gasfuehrung zur Kuehlung von Staendereisen und Staenderpressplatten von Turbogeneratoren |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR724413A (fr) | 1932-04-27 |
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