DE566972C - Napffoermiger Einsatzrost fuer Tabakpfeifen - Google Patents
Napffoermiger Einsatzrost fuer TabakpfeifenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen napfförmigen
Einsatzrost für Tabakpfeifen, der mit seinem oberen, nur etwa bis zur mittleren Höhe des Pfeifenkopfhohlraumes reichenden
Rand sich gegen die innere Kopfwand stützt, derart, daß zwischen der Seitenwand des Napfes
und der inneren Kopfwand ein Zwischenraum gebildet ist. Das Neue der Erfindung besteht im wesentlichen darin, daß der Rand
und die Seitenwand des Einsatznapfes Ausschnitte aufweisen, durch welche die angesaugte
Frischluft erst nach dem Abbrennen der oberen Tabakschicht unmittelbar unter den Einsatzboden tritt. Durch diese An-Ordnung
soll erreicht werden, daß beim Abbrennen der oberen Tabakschicht der Rauch nicht durch die unmittelbar über dem Boden
des Einsatzrostes befindliche Tabakschicht hindurchgeleitet wird, sondern, unter Um-
ao gehung dieser unteren Tabakschicht, seitlich in den Zwischenraum zwischen der Seitenwand
des Napfes und der inneren Kopfwand und von hier in das Pfeifenrohr geführt wird,
so daß die untere Tabakschicht nicht vom Beginn des Rauchens an durch die im Rauch
enthaltenen teerigen Öle verunreinigt wird. Ferner soll erreicht werden, daß beim Rauchen
der unteren Tabakschicht, also erst nach dem Abbrennen der oberen Tabakschicht, rauchfreie kalte Luft durch die Ausschnitte
im Rand und in der Seitenwand des Einsatznapfes eintritt und unter dem Einsatzboden
mit dem Rauch gemischt wird. Diese Luft kühlt den Rauch und den Einsatzrost ab, wodurch der bisherige Übelstand vermieden
wird, daß beim Rauchen der unteren Tabakschicht der angesaugte Rauch eine
höhere Temperatur als beim Rauchen der oberen Tabakschicht hatte. Die Verbrennung
erfolgt demgemäß unter den gleichen Bedingungen im ganzen Pfeifenkopf, wobei der
Geschmack des Rauches besonders beim Rauchen der unteren Tabakschicht nicht verschlechtert
wird, weil vorher die Verunreinigung des Tabaks während des Rauchens der oberen Tabakschicht wirksam verhindert worden,
ist. Bei geeigneter Wahl der Zugöffnungen erhält man am Boden des Einsatzrostes
nach dem Rauchen eine feine, weiße, trockne Asche statt des öligen Rückstandes, welcher sich sonst ansammelt.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes dargestellt.
Abb. ι zeigt einen gemäß der Erfindung
ausgeführten Einsatzrost in der Abwicklung, d.h. vor dem Zurechtbiegen in die fertige
Form.
Abb. 2 ist eine Seitenansicht des gleichen Einsatzes nach dem Zurechtbiegen in die
fertige Form.
Abb. 3 ist ein teilweiser Längsschnitt durch einen Pfeifenkopf mit einem gemäß
Fig. ι und 2 ausgebildeten Pfeifeneinsatz und
läßt insbesondere die Strömungsrichtung der Luft während der Verbrennung der oberen
Tabakschichten erkennen.
Abb. 4 ist eine Draufsicht auf den Boden des in Fig. 2 dargestellten Einsatzes.
Abb. 5 bis 9 zeigen einen anderen Pfeifeneinsatz, welcher dazu bestimmt ist, längere
Zeit hindurch, in dem Pfeifenkopf zu bleiben. Abb. 5 ist eine Draufsicht auf diesen Einsatz
vor dem Zurechtbiegen.
Abb. 6 und 7 zeigen eine Draufsicht bzw. Seitenansicht dieses in die endgültige Form
gebogenen Einsatzes.
Abb. 8 ist ein teilweiser Längsschnitt durch einen Pfeifenkopf mit dem darin befindlichen
Einsatz und veranschaulicht die Strömungsr,ichtung der Luft während der Verbrennung
der oberen Tabakschichten.
Abb. 9 zeigt in einem gleichen Schnitt wie Abb. 8 die Strömungsrichtung der Luft
während der Verbrennung der auf dem Boden des Einsatzes befindlichen Tabakschicht.
Der in den Abb. 1 bis 4 dargestellte Einsatzrost ist aus einem flachen Stück Blech,
vorzugsweise gut geglühtem dünnem Stahlblech, hergestellt und weist in der Abwicklung
(Abb. 1) etwa die Form eines Ringsektors auf, von dem drei radiale Arme 2, 3
und 4 ausgehen. An dem inneren Umfang des Sektors 1 sind eine Anzahl Zähne oder
Zungen S ausgestanzt, von denen die eine.
mit 6 bezeichnete Zunge etwas länger ist als die übrigen. Ferner ist der Sektorring 1 mit
ausgestanzten Öffnungen 7, 8 versehen, die in verschiedener Höhe liegen. Der Einsatz
wird, wie die Abb. 2, 3 zeigen, in die Form eines abgestumpften Kegels mit längs der
Erzeugenden einander überlappenden Rändern gebogen. Der an der Überlappungsstelle
innenliegende Rand 21 ist annähernd U-förmig umgebogen und mit einem Ausschnitt
22 versehen, der einen Durchtritt von Rauch, und Luft auch, dann ermöglicht, wenn die
obere Öffnung des Kanals 21 bei dem Füllen
der Pfeife mit Tabak verstopft ist.
An dem äußeren Umfang· des Sektorringes
ι sind neben den Anschlußenden der Arme 2,3 und 4 Ausschnitte 9, 10 und 11
vorgesehen. Durch Umbiegen des oberen Randes des Sektorringes 1 wird ein Flansch
12 gebildet, dessen Außenkante nach dem Einsetzen des Pfeifeneinsatzes sich, dicht gegen
die innere Wandung des Pfeifenkopfes legt (Abb. 3), wobei die Ausschnitte 9, 10, 11
Löcher bilden. Der Einsatzrost wird so weit in den Pfeifenkopf 13 hineingedrückt, daß
unter dem Boden 5 des Einsatzrostes noch ein freier, mit dem Pfeifenrohr 15 in Verbindung
stehender Raum 14 verbleibt. Hierauf werden die Arme 2, 3 und 4 des Einsatzes um
den oberen Rand des Pfeifenkopfes herumgebogen, um den Einsatz in der richtigen
Höhe zu halten. Der Flansch 12 hält die Seitenwand des Kegelstumpfes 1 außer Berührung
mit der inneren Pfeifenkopfwand, so daß die Löcher 7, 8, 9, 10 und 11 in unmittelbarer
Verbindung mit dem Raum 14 stehen. Der Einsatzrost kann beliebigen Pfeifenköpfen
verschiedener Höhe und verschiedenen Durchmessers angepaßt werden.
Wenn der Einsatzrost in den Pfeifenkopf eingesetzt werden soll, werden die Arme 2
und 4 gegeneinandergedrückt, um hierdurch den Durchmesser des Kegelstumpfes zu verringern.
Nach dem Einfügen des Einsatzes in den Pfeifenkopf federt der Kegelstumpf 1
nach außen, wobei der Durchmesser des Einsatzes sich so weit vergrößert, bis der
Flansch 12 gegen die Innenwandung des Pfeifenkopfes
stößt.
In jedem Falle wird der Einsatz zweckmäßig so eingesetzt, daß der Kegelstumpf 1
in dem unteren Teil des Pfeifenkopfes liegt. Der in den Abb. 5 bis 9 dargestellte Einsatzrost
ist dazu bestimmt, längere Zeit hindurch in dem Pfeifenkopf zu bleiben. Der Einsatzrost ist ebenfalls aus einem flachen
Stück Blech gestanzt und hat in der Abwicklung die Form einer etwa kreisförmigen
Scheibe 16, von der drei Arme oder federnde go Lamellen 17 ausgehen. Jeder Arm 17 ist an
dem seitlichen Rand mit einem Ausschnitt 18 versehen, und die Kreisscheibe 16 weist eine
Anzahl Löcher 19 auf. Die Arme 17 sind annähernd rechtwinklig· zu dem Bodenteil 16
nach oben gebogen, so daß ein napfförmiger Einsatzrost mit Ausschnitten in der Seitenwand
entsteht, dessen zungenförmige Wandteile oder Arme 17 gleichzeitig an ihren Seitenrändern derart nach außen gebogen sind,
daß bei dem Einfügen des Einsatzes in den Pfeifenkopf 13 zwischen dessen Innenwand
und den Armen 17 Kanäle 20 entstehen (Abb. 8, 9). Der Bodenteil 16 des Einsatzes
ist so bemessen, daß dessen Rand sich dicht gegen die Innenwand des Pfeifenkopfes legt
und darunter in ähnlicher Weise wie in Abb. 3 ein Raum 14 frei bleibt. Durch die federnden
Arme 17 wird der Einsatz in dieser Lage festgehalten, so daß beim Rauchen der oberen υ ο
Tabakschicht die Luft und der Rauch im wesentlichen nur durch die Kanäle 20 am
Umfang der Scheibe 16 in den Raum 14 gelangen
können.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einsatzroste ist folgende: Bei dem Rauchen der
oberen Lagen des in dem Pfeifenkopf befindlichen Tabaks strömt der Rauch im wesentlichen durch die seitlichen Öffnungen
9, 10 und 11 sowie gegebenenfalls durch die
Öffnungen 7 und 8 der Abb. 3 bzw.'die Öffnungen
20 der Abb, 8 hindurch, so daß er
Claims (4)
- die auf dem Boden des Einsatzes liegende Tabakschicht nicht zu durchdringen braucht. Die Bodenschicht wird infolgedessen nicht verrußt und auch nicht durch Nikotin oder Öl verunreinigt. Nach dem Durchtritt durch die Öffnungen 9, 10 und 11 bzw. die Kanäle 20 gelangt der Rauch in die Kammer 14 und von hier aus in das Pfeifenrohr 15. In den Abb. 3 und 8 ist die Strömungsrichtungίο durch Pfeile angedeutet. Wenn die Kanäle 20 an ihren oberen Enden durch Tabak verstopft sind, kann der Rauch durch die seitlichen Ausschnitte 18 der Arme 17 in die Kanäle 20 gelangen, so daß die Verstopfung der Kanäle zu keinen Störungen führt.Wenn nach dem Abbrennen der oberen Tabakschicht die Verbrennung des innerhalb des eigentlichen Einsatzes befindlichen Tabaks beginnt, werden die Öffnungen 9, 10 und 11 und die obere Öffnung des Kanals 21 bzw. die oberen Öffnungen der Kanäle 20 (Abb. 9) freigelegt, so daß kalte Luft durch diese Öffnungen eingesaugt wird, während gleichzeitig der Rauch durch die an dem Boden des Einsatzes befindlichen Öffnungen hindurchdringt, d.h. also durch die an der Zunge 6 befindliche Öffnung und in gewissem Maße auch durch die Zwischenräume zwischen den Zungen 5 bzw. durch die Bodenlöcher 19. Die kalte Luft und der Rauch mischen sich in dem Raum 14, wobei der Rauch durch die kalte Luft gekühlt wird und gleichzeitig auch eine unmittelbare Kühlung des Einsatzes durch diese kalte Luft stattfindet. In der Zwischenzeit zwischen zwei Zügen entweicht der Rauch durch die Öffnungen 9, 10, 11 und 2i, während durch die öffnungen 7 und 8 weitere kalte Luft einströmt und eine fortgesetzte Kühlung des Einsatzes bewirkt. Infolgedessen wird die bei den gewöhnlichen Tabakpfeifen und auch bei Tabakpfeifen mit den bisher bekannten Einsätzen nachteilig in Erscheinung tretende starke Hitzeentwicklung durch die Verwendung des gemäß der Erfindung ausgeführten Einsatzrostes wirksam vermieden.Im Zusammenhang hiermit wird auch die schädliche Einwirkung des Rauches auf die Schleimhäute des Kehlkopfes und die Augen zum größten Teil beseitigt, und es zeigt sich auch kein beizender Geschmack auf der Zunge.Eine weitergehende Reinigung des Rauches kann noch dadurch erreicht werden, daß der unterhalb des Einsatzes befindliche Raum 14 mit etwas Tabak gefüllt wird, welcher die schädlichen Bestandteile des Rauches zurückhält.Die Zugöffnungen des Pfeifeneinsatzes können durch, den Raucher selbst in einfacher Weise der Form und Größe des Pfeifenkopfes, der Beschaffenheit des Tabaks, dem persönlichen Geschmack usw. angepaßt werden. Bei der in den Abb. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform kann die Größe der Bodenöffnung des Einsatzes sowohl für sich als auch in bezug auf die Öffnungen 9, 10, 11 in einfacher Weise dadurch geändert werden, daß die Zähne 5, 6 mehr oder weniger nach oben oder unten gebogen werden.Bei der in Abb. 1 bis 4 dargestellten Ausführung sind die Löcher 7, 8, 9, 10 und 11 durch ausgestanzte Zähne oder Zungen gebildet. Der Durchtrittsquerschnitt dieser Löcher kann dann ebenfalls dadurch geändert werden, daß die Zungen mehr oder weniger umgebogen werden. Auch die Löcher 19 in Abb. 5 bis 9 können in ähnlicher Weise durch Ausstanzen derartiger Zähne oder Zungen erzeugt sein.Die Erfindung ist im einzelnen nicht auf die dargestellten Ausführungsbeispiele beschränkt, vielmehr können an diesen verschiedenartige Abänderungen vorgenommen werden, ohne den Umfang der Erfindung zu überschreiten. So können beispielsweise an dem Umfang der in den Abb. 5 und 6 dargestellten Bodenscheibe 16 Ansätze vorgesehen sein, die nach unten, d.h. also in entgegengesetzter Richtung wie die Arme 17 umgebogen werden. Diese Ansätze stützen sich dann bei dem Einfügen des Einsatzes gegen den Boden des Pfeifenkopfes ab und halten die Scheibe 16 in dem richtigen Abstand von dem Pfeifenkopfboden. Die Anzahl der Arme 17 ist beliebig. Bei der in den Abb. 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform kann an der Innenseite des Kegelstumpfes zwischen den einander überlappenden Rändern gegebenenfalls ein den Kanälen 20 der Abb. 8 und 9 entsprechend ausgebildeter Kanal 21 vorgesehen sein. Die Anzahl und Größe der verschiedenen Löcher kann den jeweils vorliegenden Verhältnissen angepaßt werden. Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den Abb. 1 bis 3 können einige der Zähne oder Zungen 5 zwecks Vergrößerung der Bodenöffhungen an ihrer Spitze abgeschnitten sein.Patentansi'Hücij κ :i. Napfförmiger Einsatzrost für Tabakpfeifen, der mit seinem oberen, nur etwa bis zur mittleren Höhe des Pfeifenkopfhohlraumes reichenden Rand sich gegen die innere Kopfwand stützt, derart, daß zwischen der Seitenwand des Napfes und der inneren Kopfwand ein Zwischenraum gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Rand (12) und die Seitenwand (1) des Einsatznapfes Ausschnitte (7 bis 11) aufweisen, durch welche die angesaugteFrischluft erst nach dem Abbrennen der oberen Tabakschicht unmittelbar unter den Einsatzboden tritt.
- 2. Einsatzrost nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenwand des Einsatznapfes Ausschnitte aufweist und die stehenbleibenden, zungenförmigen Wandteile (17) mit je einer nach außen offenen und in Längsrichtung der Zunge verlaufenden Rille versehen sind, wobei die RiUenwand einen seitlichen Ausschnitt (18) hat.
- 3. Einsatzrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Boden des Einsatznapfes durch nach innen umgebogene Zungen gebildet ist, zwischen denen entsprechend der mehr oder weniger starken Zusammenbiegung der Zungenenden verschieden breite Luftspalte entstehen.
- 4. Einsatzrost nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausschnitte (7 bis 11) im Rand (12) und in der Seitenwand (1) des Einsatznapfes durch Ausstanzen von kleinen Lippen oder Zungen gebildet sind, welche zwecks Quer-Schnittsänderung der hierdurch entstandenen Luftzuführungslöcher mehr oder weniger umgebogen werden können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
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| CH566972X | 1930-02-12 |
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|---|---|---|---|
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| Country | Link |
|---|---|
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-
1931
- 1931-02-11 DE DEK118880D patent/DE566972C/de not_active Expired
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