DE566499C - Klaerbehaelter - Google Patents

Klaerbehaelter

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DE566499C
DE566499C DE1930566499D DE566499DD DE566499C DE 566499 C DE566499 C DE 566499C DE 1930566499 D DE1930566499 D DE 1930566499D DE 566499D D DE566499D D DE 566499DD DE 566499 C DE566499 C DE 566499C
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DE
Germany
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water
overflow
drainage
edge
clarifier
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DE1930566499D
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PAUL HIRSCHFELDER
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PAUL HIRSCHFELDER
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/02Settling tanks with single outlets for the separated liquid
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D21/00Separation of suspended solid particles from liquids by sedimentation
    • B01D21/30Control equipment
    • B01D21/34Controlling the feed distribution; Controlling the liquid level ; Control of process parameters

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Sewage (AREA)

Description

  • Klärbehälter Bei der Anlage von Klärbecken und I Klärteichen verwendet man vielfach zum Abziehen der geklärten Flüssigkeit Überläufe, die möglichst horizontal verlegt werden. Das Wasser soll in gleicher Schichtstärke in der ganzen Breite des Überlaufes abfließen, damit auch in dem Klärbecken eine gleichmäßige Strömung der zu klärenden Flüssigkeit erreicht wird. Man verwendet zu diesem Zweck z. B. bei runden Behältern mit zentralem Einlauf als Ablauf horizontal gelegene Überlaufkanten, die ganz oder teilweise die Peripherie des Behälters bedecken, oder man verwendet bei rechteckigen Behältern bzw quadratischen, mit seitlichem Einlauf der Trübe eine horizontale Ablaufkante gegenüber dem Einlauf, gleich breit oder breiter als die EinlaßöffnuIlg bzw. Kante.
  • In der Praxis hat sich nun herausgestellt, daß bei größeren Kläranlagen die ttberlaufkante, wenn 20 m oder mehr in Frage kommen, nicht horizontal gehalten werden kann.
  • Es werden daher schon verstellbare Überläufe verwandt, die aber auch nicht befriedigen.
  • Die Schwankungen in der Höhenlage der Oberkante verhältnismäßig breiter Überläufe in Klärbecken mit zentralem oder seitlichem Zulauf werden oft hervorgerufen durch Materialspannungen, veranlaßt von Temperaturveränderungen. Die Temperaturen verändern sich besonders im Sommer sehr schnell, wenn starke Sonnenstrahlung mit bedecktem Himmel abwechselt. Manchmal sind auch schlechter Baugrund und Schwankungen in der Höhe des Grundwasserspiegels als Ursache anzusehen, wenn die Oberkanten der Überläufe die Höhenlage ändern.
  • Besonders störend macht sich die geringste Veränderung in der Höhenlage des Überlaufes bemerkbar, wenn man runde Klärbecken mit zentralem Einlauf und Überlauf auf der ganzen Peripherie verwendet.
  • Hat man z. B. ein Becken von 25 m Durchmesser und es wird eine Wassermenge von 200 1 in der Sekunde durch die Kläranlage geführt, so stellt sich bei vollkommen horizontaler Überlaufkante die Schichthöhe des abfließenden Wassers gleichmäßig mit ungefähr II mm ein. Senkt sich das vorgenannte Becken bzw. die Überlaufkante auf einer Seite um ungefähr 5 mm, so wird die Strömung in dem Klärbecken sofort ganz erheblich gestört. Es fließt dann auf derjenigen Seite des Beckens, wo die Oberkante des Überlaufes gesenkt wurde, je Meter des Umfanges etwa 2800/, mehr Wasser ab als auf der entgegengesetzten Seite, wo die t, Überlaufkante höher liegt. Wenn man annimmt, daß der Kläreffekt der Anlage für gleichmäßigen Überlauf auf dem ganzen Umfang des Beckens berechnet wurde, so wird bei den veränderten Ablaufverhältnissen natürlich eine wesentliche Verschlechterung der Klärwirkung eintreten. Es muß nun entweder die Oberkante des Überlaufes nachgearbeitet werden, oder aber man muß diese verstellbar angeordnet haben und neu justieren. Wenn die Ursache der Senkung in Temperaturschwankungen, hervorgerufen durch Sonnenbestrahlung usw, liegt, so wird das Justieren der Uberlaufkante so oft erfolgen müssen, daß die Bedienung der Kläranlage zu kompliziert wird. Man würde dann gezwungen sein, die schlechteren Kläreffekte, die sich durch Schwankungen in der Höhenlage der Überlaufkante ergeben, durch Bau von größeren Kläranlagen auszugleichen, was mit stark erhöhten Baukosten verknüpft ist.
  • Abb. I zeigt schematisch einen I (lärbehälter von 25 m Durchmesser mit zentralem Einlauf und Ablauf des Wassers auf dem ganzen Umfang. Die Ablaufkante ist durch Senkung des Baugrundes aus der Waage gekommen, und der Fluß des Wassers im Bekken unregelmäßig geworden. Auf einer Seite ist eine Abflußschicht von I6 mm Stärke und auf der gegenüberliegenden von 6 mm. Diese Unregelmäßigkeit ist durch Kippen des Behälters um 5 mm hervorgerufen worden. Der Abfluß in der I6 mm Wasserschicht ist ungefähr 280010 größer als in der 6 mm Schicht.
  • Wenn man nun gemäß vorliegender Erfindung an Stelle eines Überlaufes mit horizontaler Oberkante das geklärte Wasser durch entsprechend dimensionierte Schlitze oder andere in einer horizontalen Ebene liegende ()ffnungen abzieht, die in entsprechender Tiefe unter dem Normalwasserspiegel des Klärbeclsens liegen, so haben Höhenschwankungen am Cmfang des Klärbeckens keinen erheblichen Einfluß auf die Gleichmäßigkeit beim Ablauf des geklärten ÄVassers. Wird das eingangs erwähnte Beispiel des Beckens von 25 m Durchmesser bei 200 1/Sek. Durchflußmenge nochmals herangezogen und ordnet man die Ablaufschlitze bzw. Auslaßöffnungen so an, daß bei Abfluß der gewünschten Wassermenge sich im Klärbecken eine Wasserhöhe von ungefähr 100 mm über den Ablaufschlitzen bzw. Öffnungen einstellt, dann wird bei einseitiger Senkung des Klärbeckens bzw. der Ebene, in welcher die Ausflußöffnungen liegen, um 5 mm nur eine Vergrößerung in der Abflußmenge nach dieser Richtung um etwa 3 01o auftreten gegenüber der Abflußmenge nach der höher liegenden Kante. Ein Klärbecken, in dem das geklärte Wasser durch unter dem Wasserspiegel liegende Öftnungen abgezogen wird, ist also praktisch unempfindlich gegen einseitige Senkungen, die bei einem Becken mit horizontaler Überlaufkante veränderte Strömungsverhältnisse und dadurch eine starke Verschlechterung des Kläreffektes mit sich bringen.
  • Abb. 2 zeigt schematisch einen Klärbehälter von 25 m Durchmesser mit Ablauf durch Schlitze, die in gleicher Höhe am ganzen Umfang angeordnet sind. Das Wasser wird bei Normalbetrieb 100 min über der Oberkante der Ablaufschlitze gestaut. Eine gleiche Senkung des Behälters, wie bei Abb. I angenommen, verursacht nun gleiche Veränderung in der Lage der Ablaufschlitze wie bei Abb. I. Da die Schlitze aber stets die gleiche Schichtstärke am Wasser durchlassen, so hat die Änderung der Lage der Schlitze nur geringe Wirkung auf die Abflußmenge des Wassers. Die Druckhöhe des Wassers über der Oberkante der Schlitze verändert sich von IOO mm auf 95 mm auf einer Seite bzw.
  • IO5 mm auf der gegenüberliegenden. Dies bedingt ungefähr 3 01o Veränderung in der Abflußgeschwindigkeit innerhalb der Ablaufschlitze oder 3 % Veränderung in der Abflußmenge, gegenüber 280 01o bei Behältern mit gewöhnlicher Überlaufkante.
  • Die vorstehend angegebenen Zahlen stützen sich auf praktische Versuche und stimmen auch ungefähr überein mit den Ergebnissen der Formeln, welche bei der Berechnung von Abflußmengen bei Überfallwehren und Ciffnungen in Behältern gültig sind.
  • Die Anordnung entsprechend dimensionierter Ausflußöffnungen unterhalb des Wasserspiegels einer Kläranlage hat natürlich auch Vorteile, wenn man an Stelle runder Klärbecken mit zentralem Einlauf irgendwelche eckigen Becken verwendet, die von einer Seite her mit Trübe beschickt werden, und bei denen das geklärte Wasser auf der anderen Seite abgezogen wird. Auch bei diesen Anlagen würden einseitige Sendungen der Oberkante des Wasserüberlaufs die Ströinung im Klärbecken stark verändern und verschlechterten Kläreffekt herbeiführen.
  • Es sind schon wiederholt Klärbehälter gebaut worden, bei denen Ablaufschlitze oder Ablaufröhren verwendet wurden. Die Anlagen zeigten aber nicht das Merkmal des Rückstaues der Klärflüssigkeit bei Normalbetrieb. Der Rückstau des Wassers über die Ablaufschlitze bei Normalbetrieb ist aber notwendig, um die Behälterschwankungen praktisch unwirksam für den Ablauf des Wassers zu machen.
  • Der Vorteil der vorliegenden Erfindung ist darin zu erblicken, daß man auch bei einseitigen Senkungen infolge praktisch gleichbleibender Strömung mit kleinsten Kläranlagen höchste Effekte erreichen kann und dadurch mit den niedrigsten Anlagekosten auskommt.

Claims (1)

  1. P A T E N T A N S P R U C H : Klärbehälter, bei denen die Flüssigkeit von einem zentralen Einlauf zum ganzen Umfang oder von einem seitlichen Einlauf zu einem seitlichen, nicht den ganzen Umfang umspannenden ablauf geführt wird, dadurch gekennzeichnet. daß in der ganzen oder in einem Teil der Behälterwandung entsprechend dimensionierte Ablaufschlitze oder Löcher angeordnet sind. die bei normaler Beschickung des Klärbehälters unterhalb des Normalflüssigkeitsspiegels liegen.
DE1930566499D 1930-02-13 1930-02-13 Klaerbehaelter Expired DE566499C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE566499T 1930-02-13

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DE566499C true DE566499C (de) 1932-12-17

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ID=6567580

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DE1930566499D Expired DE566499C (de) 1930-02-13 1930-02-13 Klaerbehaelter

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DE (1) DE566499C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124016B (de) * 1959-01-19 1962-02-22 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Klaerapparat fuer Fluessigkeiten, die feinverteilte Feststoffe enthalten
US4519907A (en) * 1983-12-19 1985-05-28 Rexnord Inc. Grit settling basin including vane pump

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1124016B (de) * 1959-01-19 1962-02-22 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Klaerapparat fuer Fluessigkeiten, die feinverteilte Feststoffe enthalten
US4519907A (en) * 1983-12-19 1985-05-28 Rexnord Inc. Grit settling basin including vane pump

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