DE565754C - Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen von Muell und aehnlichen Abfaellen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen von Muell und aehnlichen Abfaellen

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DE565754C
DE565754C DET38063D DET0038063D DE565754C DE 565754 C DE565754 C DE 565754C DE T38063 D DET38063 D DE T38063D DE T0038063 D DET0038063 D DE T0038063D DE 565754 C DE565754 C DE 565754C
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23GCREMATION FURNACES; CONSUMING WASTE PRODUCTS BY COMBUSTION
    • F23G5/00Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor
    • F23G5/002Incineration of waste; Incinerator constructions; Details, accessories or control therefor characterised by their grates

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Processing Of Solid Wastes (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen von Müll und ähnlichen Abfällen Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Verbrennen von Müll und ähnlichen Abfällen. Es ist bereits bekannt, das Müll in der Feuerung eines Dampfkessels zu verbrennen und den Dampf für Heiz- oder Kraftzwecke zu verwenden. Zu diesem Zweck wurde das Müll zunächst stufenweise entwässert und dann in einer von einer HeißluftkammerumschlossenenTrockenkammer durch Heißluft getrocknet, welche nach dem Durchgang durch das Müll unter die Feuerungsroste geführt wird. Diese bekannten Einrichtungen weisen jedoch den Nachteil auf, daß die Trockenkammer nicht vollständig von dem Müll ausgefüllt wird, so daß nur ein Teil der Trockenluft durch das 11ü11 hindurchgeführt wird, und daß die Luft axial durch die Trockenkammer geleitet wird, wodurch bei voller Ausfüllung des Trockenkammerquerschnittes mit Müll von der Luft ein erheblicher Widerstand zu überwinden wäre. Außerdem ist bei diesen Anlagen noch die Hinzufügung eines weiteren Brennstoffes erforderlich.
  • Demgegenüber wird nach der Erfindung ein ununterbrochener Betrieb ohne Hinzufügung eines weiteren Brennstoffes durchgeführt, was dadurch erreicht wird, daß die Heißluft durch die ganze Müllmasse an mehreren Stellen und radial, d. h. mit geringem Widerstand, hindurchgeführt wird, so daß das Müll in kurzer Zeit vollständig getrocknet wird. Ferner ist die ganze Anlage durch Schaffung eines Unterdruckes gasdicht abgeschlossen, so daß die beim Entwässern und Trocknen des Mülls entstehenden übelriechenden Dämpfe und Gase am Entweichen nach außen gehindert werden, und schließlich wird die mit Feuchtigkeit beladene, bereits zum Trocknen des Mülls ausgenutzte Heißluft als Zusatzverbrennungsluft verwendet. Hierzu wird nach der Erfindung mittels einer Luftpumpenanlage in dem von der Außenluft durch das dichtzusammengepreßteMüll selbst abgeschlossenen Trockenrohr ein Unterdruck hervorgerufen, und ein Teil der Heißluft aus der Heißluftkammer wird durch am Umfang des Trockenrohres in der Längsrichtung verteilte Öffnungen in das Müll im wesentlichen radial eingeführt, wodurch zum Unterschied von den bekannten Einrichtungen die Heißluft nicht gezwungen wird, durch die ganze Länge des Trockenrohres mit großem Widerstand hindurchzugehen, sondern rasch mit hoher Wärmeabgabe umlaufen kann. Außerdem erfolgt die Regelung der Luftdrücke erfindungsgemäß in der Anlage in der Weise, daß lediglich unterhalb des Feuerungsrostes ein Überdruck, dagegen an allen übrigen Stellen der gasdicht abgeschlossenen Anlage ein Unterdruck erzeugt wird.
  • Die Erfindung ist in den Zeichnungen in einem Ausführungsbeispiel dargestellt. Es zeigen: Abb. i schematisch einen Längsschnitt durch die Anlage, :Abb.. 2 eine Draufsicht dazu, Abb.3 ein Diagramm der Luftdrücke an den unterschiedlichen Stellen der Anlage. Das Müll wird dem Beschickungstrichter i entweder von Hand oder durch mechanisches Förderwerk 2 von einer nicht dargestellten Vorratsstelle zugeführt. Wie in Abb. 2 dargestellt ist, werden die Trichter i paarweise von einem einzigen Förderband 2 mittels Lenkplatten 3 gespeist, um je einen Trichter des Paares ohne Unterbrechung der Zuführung füllen zu können. Das untere Ende eines jeden Trichters steht mit einem aufwärts geneigten Entwässerungskanal q. in Verbindung, welcher mit einem hydraulisch oder mechanisch bewegten Kolben 5 versehen ist. Der Kolben 5 drückt das Müll, welches aus dem Trichter i herausfällt, auf dem Wege durch den Kanal .4 zusammen und preßt -eine wesentliche Menge der Feuchtigkeit aus. Eine beschwerte verschwenkbare Klappe¢a bewirkt einen Abschluß des Kanals 4., falls größere Stücke des Mülls auftreten. Die untere Seite des Kanals ist mit Öffnungen oder in Abständen vorgesehenen Stangen 6 versehen, durch welche die Feuchtigkeit abfließt und durch ein Rohr 7 zu der Abflußrinne 8 gelangt. Der Kanal q. steht in Verbindung mit demTrockenrohr 9, welches abwärts geneigt ist. Durch das von dem Kolben 5 vorgetriebene zusammengepreßte Müll wird das Rohr 9 gegen die Außenluft abgeschlossen. Durch das Rohr 9 rutscht das Müll durch sein Eigengewicht, wobei das Rutschen unterstützt bzw. das zufällige Verstopfen des Rohres durch einen endlosen Föderriemen io vermieden werden kann, welcher mit Zinken versehen ist, die in das Müll durch entsprechende Schlitze an der Oberseite des Rohres 9 eingreifen. Die Förderkette für den Riemen sowie die Antriebsteile sind sämtlich innerhalb eines gasdicht abgeschlossenen Behälters i i angeordnet. Die Ouerschnittsfläche des Trockenrohres 9 kann in dem Maße, wie es sich der Feuerung nähert, vergrößert werden. Die Unterseite des Rohres 9 kann mit Öffnungen versehen sein, oder der Boden besteht, wie dargestellt, aus einzelnen stufenweise geneigten Platten, wobei diese Bodenplatten einander überlappen und Öffnungen 12 frei lassen, durch welche Heißluft zum Trocknen des Mülls im wesentlichen radial-und daher finit geringem Widerstand eingeführt «=erden kann. Um die Regelung des Heißluftzutritts zu erleichtern, können Klappen vorgesehen sein, die durch ein Gestänge betätigt werden. Sämtliche Trockenrohre 9 befinden sich in den Heißluftkammern 15, welche mit Heißluft von etwa aoo bis 25o' C gespeist werden. Diese Heißluft kommt von einer Lufterhitzungskammer 16, die zwischen dem Kessel 17 und dem nicht dargestellten Schornstein angeordnet ist und durch die Abgase der Kesselkanäle beheizt wird. Die Heißluftkammern 15 sind einerseits mit der Lufterhitzungskarnmer durch den Hauptkanal 18 und die entsprechenden aufwärts gerichteten Kanäle 19 verbunden und stehen andererseits durch einen senkrechten Kanal 2o mit der Saugseite eines Gebläses 2i in Verbindung, dessen Druckseite mit dem Raum unterhalb des Rostes 26 der Feuerungen 22 mittels der Zweigrohre 23 verbunden ist. Ein bestimmter Teil der trockenen Heißluft wird mittels eines Gebläses 25 aus den Heißluftkammern 15 durch die Öffnungen 12 in das Rohr 9 und durch das Müll hindurchgesaugt und dann, mit Feuchtigkeit beladen, einem Kanal 24 zugeleitet, aus dem die feuchte Luft zu der Saugseite des Gebläses 25 gelangt, dessen Druckseite ebenfalls mit der Saugseite des Gebläses 2i verbunden ist. Auf diese Weise empfängt das Gebläse 2i sowohl die trockene Luft aus den Kammern 15 als auch die feuchte Luft aus den Rohren 9, so daß durch das Gebläse 2i sowohl die trockene Heißluft als auch die durch das Müll hindurchgeführte, mit Feuchtigkeit beladene Luft den Feuerungen 22 zugeleitet wird. Die sonst verwendeten Dampfdüsen, welche benutzt werden, um die Gebläseluft zu befeuchten, können daher in Fortfall kommen. Um das Verstopfen der Luftkanäle durch schwebende Teilchen von Müll- zu verhindern, wird ein Zyklonstaubabscheider 24a in dem Kanal 24 angeordnet.
  • Mittels der Luftpumpenanlage 2i, 25 wird also in dem von der Außenluft abgeschlossenen Trockenrohr 9 ein Unterdruck hervorgerufen, wodurch ein Teil der Heißluft, durch die ganze Masse des Mülls hindurchgeführt, mit Feuchtigkeit beladen und den Rosten zugeleitet wird.
  • Nach dem Durchgang durch die Trockenrohre 9 gelangt das getrocknete Müll zu den Rosten 26, auf denen es vollkommen verbrannt wird. Die Asche und die unverbrennlichen Stoffe werden durch das nachfolgende ?Müll sowie durch ihr Eigengewicht zu dein unteren Ende der Feuerung gefördert, an welchem sie zeitweise durch ein Gitter zurückgehalten werden. Dieses Gitter wird von Zeit zu Zeit verschwenkt, so daß die zurückgehaltenen Stoffe in den Kanal 30 fallen, aus welchem sie entweder durch einen Wasserstrom oder durch ein Fördersystem zu einer Drahtgewebetrommel34 gefördert werden können.
  • Die Abgaskanäleji der Feuerungen führen zu dem Kessel 17, in welchem die Wärme der Feuergase zunächst ausgenutzt wird, wonach die Gase dann durch den Kanal 32 zu der Lufterhitzungskammer 16 geführt werden, die initStaubsammelkainmern 33 versehen ist. -Nach dem Durchgang durch die Kammer 16 werden die Abgase durch einen Abwärtskanal mittels eines Gebläses zu dem Schornsteinkanal geführt.
  • Wenn es erforderlich ist, eine besondere Feuerung für die Verbrennung von sehr umfangreichen Abfällen vorzusehen. wird eine besondere größere Feuerung 35 angeordnet, die finit denFeuergasen aus einer derFeuerungen 2 2 beheizt wird und aus welcher die gesatnten Verbrennungsgase zu dein Kanal 36 des Kessels 17 gelangen (Abb. 2).
  • In Abb. 3 ist ein Diagramm dargestellt, welches die Luftdruckänderungen in inm Wassersäule über und unter Atmosphärendruck darstellt, die an verschiedenen Stellen der Anlage herrschen sollen. In der Abb. i sind solche Stellen mit A, B, C, D, E. F, G, H bezeichnet, und diesen Stellen entsprechen dann die Werte A bis H in der Abb.3. Außerdem sind in der Abb. 3 noch zwei zusätzliche Werte I. T dargestellt, von welchen der Wert I die '\"erliältnisse in dem Abwärtskanal zwischen der Lufterhitzungskammer 32 und dem Schornstein und der Wert J die Verhältnisse an der Mündung der Abgaskanäle in den Schornstein selbst angibt. Die Regelung der Luftdrücke erfolgt, wie ersichtlich, derart, dalß lediglich unterhalb des Feuerungsrostes 26 ein überdruck, dagegen an allen übrigen Stellen der gasdicht abgeschlossenen Anlage ein Unterdruck erzeugt wird, so daß das Entweichen von Gasen und Rauch aus der Anlage nach außen verhindert wird. Das Aufrechterhalten der genannten Drücke läßt sich dadurch erreichen, daß die Drücke an einerKontrollstelle angezeigt und von dort geregelt werden können.

Claims (3)

  1. PATEXTA_XsPrtcitL: i. Verfahren zum Verbrennen von Müll und ähnlichen Abfällen, bei welchem das Müll zunächst stufenweise entwässert und dann in einer von einer Heißluftkammer uttischlossenen Trockenkammer durch Heißluft getrocknet wird. welche nach dein Durchgang durch das Müll unter die Feuerungsroste geführt wird. dadurch gekennzeichnet, daß mittels einer Luftpumpenanlage in dem von der Außenlutt abgeschlossenen Trockenrohr (g) ein Unterdruck hervorgerufen und ein Teil der Heißluft aus der Heißluftkammer (15) durch am Umfang des Trockenrohres (g) angeordnete Öffnungen (i2) im wesentlichen radial in das feuchte Müll eingeführt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelung der Luftdrücke in der Anlage in der Weise erfolgt, daß lediglich unterhalb des Feu.erungsrostes ein Überdruck, dagegen an allen übrigen Stellen der gasdicht abgeschlossenen Anlage ein Unterdruck erzeugt wird, zu dem Zweck, das Entweichen von Gasen und Rauch aus der Anlage zu verhindern.
  3. 3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2 mit einem an das Trockenrohr angeschlossenen Entwässerungskanal, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Entwässerungskanal (.I) ein mechanisch bewegter Kolben (5) angeordnet ist, der das durch den Beschickung (i zugeführte Müll unter Zusammendrücken und Entwässern vortreibt und so das Trockenrohr (g) gegen die Außenluft abschließt, und daß am oberen Ende des Trockenrohres (9) ein Kanal (2:I) angeordnet ist, durch den die Heißluft aus dem Trockenrohr (g) mittels eines Gebläses (25) abgesaugt wird, dessen Druckseite mit der Saugseite eines Gebläses (2z) verbunden ist, das auch gleichzeitig Heißluft aus der Heißluftkammer (r5) absaugt, so daß durch das Gebläse (2i) sowohl die trockene Heißluft aus der Heißluftkammer (i5) als auch die durch das Müll hindurchgeführte, mit Feuchtigkeit beladene Luft den Feuerungen (22) zugeführt wird. d.. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Unterstützung der Förderung der Abfälle in dein Trockenrohr (g) ein mit Zinken oderähnlichen versehener Förderriemen (io) in einem gasdicht abgeschlossenen Behälter (ii) angeordnet ist.
DET38063D 1928-12-17 1929-12-18 Verfahren und Vorrichtung zum Verbrennen von Muell und aehnlichen Abfaellen Expired DE565754C (de)

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