DE565487C - Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Schichten, die im wesentlichen aus trocknenden ÖElen und solche enthaltenden Lacken bestehen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Schichten, die im wesentlichen aus trocknenden ÖElen und solche enthaltenden Lacken bestehen

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DE565487C
DE565487C DEW79199A DEW0079199A DE565487C DE 565487 C DE565487 C DE 565487C DE W79199 A DEW79199 A DE W79199A DE W0079199 A DEW0079199 A DE W0079199A DE 565487 C DE565487 C DE 565487C
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electrically insulating
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B05—SPRAYING OR ATOMISING IN GENERAL; APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D—PROCESSES FOR APPLYING FLUENT MATERIALS TO SURFACES, IN GENERAL
    • B05D3/00—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials
    • B05D3/14—Pretreatment of surfaces to which liquids or other fluent materials are to be applied; After-treatment of applied coatings, e.g. intermediate treating of an applied coating preparatory to subsequent applications of liquids or other fluent materials by electrical means
    • B05D3/141—Plasma treatment
    • B05D3/145—After-treatment

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Description

  • Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Schichten, die im wesentlichen aus trocknenden Ölen und solche enthaltenden Lacken bestehen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Schichten aus trocknenden ölen oder aus Lacken, die solche enthalten, insbesondere von durch derartige Öle und Lacke isolierten Leitern.
  • Bei der Herstellung derartiger Schichten und Leiter besteht die Schwierigkeit, daß der Trockenprozeß der Öle, wie Leinöl, Holzöl und ähnliche trocknende (öle, der unter Aufnahme von erheblichen Mengen von Sauerstoff vor sich geht, bei gewöhnlicher Temperatur außerordentlich langsam verläuft, so daß man gezwungen ist, das Trockenverfahren bei verhältnismäßig hohen Temperaturen, in der Regel bis zu etwa 32o°, vor sich gehen zu lassen, um wirtschaftlich zu arbeiten.
  • Die Anwendung so hoher Temperaturen birgt jedoch eine erhebliche Herstellungsgefahr in sich, da schon verhältnismäßig geringe Überschreitungen der zulässigen Grenztemperatur die Lackschicht brüchig und damit die Isolation unbrauchbar machen, während bei zu niedrigen Temperaturen die Oxydation nicht vollständig genug erfolgt und daher die Lackschichten keine hinreichende mechanische Festigkeit erhalten und nicht an den Leitern haften. Aus diesem Grunde muß bei der Herstellung namentlich dünner lackisolierter Leiter oder Isolierröhren u. dgl. mit einem wirtschaftlich recht fühlbaren Ausschuß bei der Herstellung gerechnet werden. Außerdem ist die zur Trocknung erforderliche Wärmezufuhr mit einem erheblichen Aufwand an Energie und damit an Herstellungskosten verbunden.
  • Es ist nun bekannt, daß der Trockenprozeß leichter und sicherer erfolgt, wenn er in ozonhaltiger Atmosphäre erfolgt. Es ist daher vorgeschlagen worden, die den Trockenapparat durchströmende Luft vorher durch elektrische Glimmentladungen zu ozonisieren, sie also vor dem Eintritt in die Trockenkammer durch einen Ozonisator zu leiten. Die praktische Wirkung dieses Verfahrens ist jedoch recht gering, da in der Trockenkammer die ozonisierte Luft nur zu einem kleinen Teil mit den zu trocknenden Lackschichten in unmittelbare Berührung kommen und oxydierend wirken kann.
  • Gemäß der Erfindung werden elektrisch isolierende Schichten, die im wesentlichen aus trocknenden Ölen oder solche enthaltenden Lacken bestehen, in der Weise hergestellt, daß die zu trocknenden Schichten vorübergehend oder auch, wie z. B. bei isolierten Drähten, dauernd auf einen Leiter aufgebracht werden, welcher an den einen Pol eines Hochspannungserzeugers angeschlossen ist. Der zweite Pol liegt dabei an metallisch leitenden, zu dem Leiter mit den zu trocknenden Schichten parallelen Flächen. Die Höhe der Spannung wird so reguliert, daß zwischen dem Leiter und der Gegenfläche Glimmentladungen auftreten, jedoch noch keine überschläge ein"t.tzen. Dabei wird die Anordnung vorteilhaft so getroffen, daß die Bildung der Glimmentladungen fast ausschließlich da auftritt, wo sie am meisten erwünscht ist, nämlich unmittelbar an der Oberfläche der zu trocknenden Schicht, und dies wird bei der beschriebenen Anordnung leicht erreicht, da hierbei die elektrische Feldliniendichte in der Nähe des die Schicht tragenden Leiters am größten ist. Bei dieser Ausführungsform des Verfahrens ist die Wirksamkeit besonders groß, weil die oxydierenden Gase in unmittelbarer Nähe der Schicht erzeugt werden und im Entstehungszustande daher besonders aktiv auf die zu trocknenden Lackschichten einwirken. Dadurch wird der Tröckenprozeß erheblich beschleunigt.
  • Eine besonders einfache Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens besteht darin, daß die leitenden Flächen, die den zweiten Pol der Hochspannungsquelle bilden, rohrförmig gestaltet sind, also den ersten Pol mit den darauf befindlichen zu trocknenden Schichten konzentrisch oder exzentrisch umgeben. Für die Bildung der Glimmentladungen sind Spannungen erforderlich, deren Höhe bei Verwendung von Wechselstrom gewöhnlicher Frequenz das Bedienungspersonal gefährden kann. Vorteilhaft werden daher die Glimmentladungen durch Spannungen hoher Frequenz erzeugt, welche erfahrungsgemäß beim Durchtritt durch den menschlichen Körper gefahrlos sind.
  • Die Intensität der Glimmentladungen und damit auch die Ozonerzeugung und ihre Wirkung auf den Trockenvorgang lassen sich sehr genau und in einfacher Weise durch Regulierung der Spannung zwischen den Elektroden einstellen.
  • Der Vorgang der Oxydation kann auch noch durch Temperaturerhöhung beschleunigt werden, jedoch kann dabei die Temperatur stets so niedrig gehalten werden, daß sie die isolierenden Eigenschaften der Lacke nicht zu gefährden vermag.
  • Ergibt sich praktisch die Notwendigkeit, für ein gleichmäßiges Auftragen zu dickflüssige Lacke zu verdünnen, so werden als Verdünnungsmittel zweckmäßig ebenfalls oxydierende Öle, wie Terpentinöl usw., verwendet.
  • Soll das Verfahren zur Herstellung lackisolierter Drähte Verwendung finden, so wird der blanke Draht zunächst mit einer Lackschicht versehen und dann im Durchzugsverfahren durch ein Rohr geleitet, das an den einen Pol der Spannungsquelle angeschlossen ist, während der Draht selbst an dem zweiten Pol liegt.
  • Das Verfahren nach der Erfindung hat den wertvollen Vorteil, daß ein übertrocknen der Lackschichten und damit ein Unbrauchbarwerden der Isolation nicht stattfinden kann. Nach beendeter Sauerstoffaufnahme findet eine weitere Oxydation nicht mehr statt, und der zersetzende Einfluß bisher notwendiger hoher Temperaturen ist ausgeschaltet. Die Lacke werden restlos durchgetrocknet, ohne dabei irgendwelchen ihre Isolationseigenschaften schädigenden Einflüssen ausgesetzt zu sein.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCYE: i. Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Schichten, die im wesentlichen aus trocknenden Ölen und solche enthaltenden Lacken bestehen und die in einer mit elektrischen Glimmentladungen behandelten Atmosphäre getrocknet werden, dadurch gekennzeichnet, daß die zu trocknende Schicht dauernd oder vorübergehend auf einen Leiter aufgebracht wird, welcher so an eine Spannungsquelle gelegt ist, daß die Glimmentladungen, von ihm ausgehend, unmittelbar an der Oberfläche der Schicht Ozon erzeugen.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Glimmentladung durch Hochfrequenzströme erzeugt wird.
  3. 3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i und 2 zur Herstellung von lackisolierten Drähten, dadurch gekennzeichnet, daß der zu lackierende Draht, nachdem er mit einer Lackschicht bedeckt ist, dann im Durchzugsverfahren dem Einfluß von Glimmentladungen ausgesetzt wird, indem er eine rohrförmige Kammer durchläuft, in welcher er selbst die eine Elektrode und das ihn exzentrisch oder konzentrisch umschließende leitende Rohr die andere Elektrode bildet.
DEW79199A 1928-04-28 1928-04-28 Verfahren zur Herstellung elektrisch isolierender Schichten, die im wesentlichen aus trocknenden ÖElen und solche enthaltenden Lacken bestehen Expired DE565487C (de)

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