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Schmiereinrichtung an Tür- und Fensterscharnieren Es sind Einrichtungen
zum Zwecke des leichten Schmierens von Scharnieren bekanntgeworden, welche dieser
Aufgabe in einfacherer oder komplizierterer Form gerecht werden. Die Erfindung stellt
nun eine weitere Verbesserung der bisher auf diesem Gebiete bekanntgewordenen Schmiereinrichtungen
dar.
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Beim Erfindungsgegenstand ist, wrie bereits bekannt, an, entsprechenden
Stellen des Abschlußknopfes oder der Gelenkhülse des Scharniers eine Bohrung vorgesehen,
welche bis in das Innere des Hohlraums derselben reicht und bei vertikal stehenden
Scharnieren mit einer Staubschutzkappe überdeckt ist, die den Verschlußknopf um
mehr als die Hälfte umfaßt. Die mit Dornen versehenen Seitenschenkel der Kappe gleiten
erfindungsgemäß in zwei nach oben auseinanderlaufenden Nuten. Letztere endigen zu
beiden Seiten in der Mitte des Verschlußknopfes in zwei kleine Vertiefungen als
Grenzanschläge für das Hochheben der Kappe, in welcher Lage diese dann reibungslos
umgelegt werden kann, wodurch dann die Schmieröffnung freigelegt wird. Dieses nach
oben erfolgende Auseinanderlaufen der Führungsnuten gilt auch sinngemäß für andere
Verschlußknopfformen, welche das Anbringen einer Kappe für diesen Zweck gestatten.
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Um nun eine Schmierung bei diesen Scharnieren vorzunehmen, muß die
Kappe vorerst in den Nuten bis zu den kleinen Grenzanschlägen hochgezogen werden,
worauf sie umgelegt werden kann und der Schmierkanal. zwecks Schmierung freigelegt
wird.
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Diese Anordnung hat gegenüber den bisherigen Einrichtungen den Vorteil,
daß beim Hochziehen der Kappe durch das Auseinanderlaufen der Führungsnuten die
beiden Seitenschenkel der Kappe auseinandergezwängt werden, wodurch bei entsprechender
Größe der Dorne beim Umlegen der Kappe ein Bereiben oder Zerkratzen des polierten
oder gestrichenen Metallknopfes ausgeschlossen ist. Der Farbanstrich kann zweckmäßig
bei geschlossener Kappe vorgenommen werden, wonach letztere während des Trocknens
geöffnet gehalten wird. Die trockenen Farbränder bilden dann durch ihren Anschluß
an die Kappe einen weiteren Staubschutz. Ferner kann bei dieser Ausführungsform
der in die konische Erweiterung des Schmierkanals eingreifende Abschlußkegel an
der Innenfläche der Kappe sehr groß ausgeführt werden, wodurch der Staubschutz noch
erhöht wird. Dieser ,große und dicht schließende Kegel verhindert auch ein zu rasches
Einsinken des öls und zugleich ein lästiges und unschönes Verschmieren des Scharniers
an den Stoßfugen der Gelenkhülsen. Das weite Herumgreifen der mit verhältnismäßig
großen Gleitdornen versehenen Seitenschenkel der Kappe sowie das tiefe Eingreifen
des Staubschutzkegels in den konisch erweiterten Schmierkanal
machen
es unmöglich, daß die Schutzkappe beim Reinigen mit dem Staubtuch abgerissen ;oder
heruntergeschlagen werden kann.
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Bei waagerecht liegenden Scharnieren ist zweckmäßig an der zylindrischen
Außenwand der Gelenkhülse eine radiale Bohrung vorgesehen, welche bis in das Innere
des Hohlzylinders führt und an ihrem äußeren -Ende eine konische Erweiterung besitzt.
Auch bei dieser Ausführungsform ist eine Staubschutzkappe, die mit einem Abschlußkegel
versehen ist, vorgesehen, welche die zylindrische Gelenkhülse um mehr als die Hälfte
umgreift und erfindungsgemäß in an der letzteren in L-Form angebrachten Nuten mittels
Dorne eingreift.
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Um bei dieser Ausführungsform eine Schmierung durchzuführen, zieht
man die Staubschutzkappe in der Richtung der kürzeren senkrechten Quernut bis zum
Anschlag an die waagerechte Längsnut heraus, wodurch auch der in die konische Erweiterung
des Schmierkanals eingreifende Staubschutzkegel freigelegt wird, worauf dann ein
seitliches Verschieben der Staubschutzkappe in der waagerechten Längsnut bis zur
Freilegung des Schmierkanals möglich ist. Nach Freilegung des Schmierkanals kann
mittels eines Ölkännchens die Schmierung ohne jede Schwierigkeit durchgeführt werden.
Auch diese Ausführungsform verhindert ein Bereiben oder Zerkratzen der Gelenkhülse
und bietet daher dieselben Vorteile wie die erste Ausführung.
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In der Zeichnung sind beispielsweise Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dargestellt, und zwar zeigen: Fig. i ein Vertikalscharnier mit kugelförmiger Knopfkappe
teils in Ansicht, teils im Schnitt, Fig. ia den übersichtlich vergrößerten Verschlußknopf
der Fig. i im Schnitt, Fig.2 ein Vertikalscharnier mit flachem Oberknopf teils in
Ansicht, teils im Schnitt, Fig.3 ein waagerecht liegendes Scharnier teilweise im
Schnitt und in Draufsicht sowie im Querschnitt.
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Das Scharnier besteht bekannterweise aus um die Achse i drehbar angeordneten
Lappen 2, z', wobei, wie bisher, die Enden der Lappen als Hohlzylinder bzw. Gelenkhülsen
ausgebildet sind und die Achse i mit dem unteren Lappen 2' fest verbunden sein kann.
Nach den Fig. i und 2 ist der obere Teil des Hohlzylinders des oberen Lappens 2
mit einem Knopfverschlußstück 3 (s. Vergrößerung desselben von Fig. i in Fig. ia)
abgeschlossen, in welchem sich die zentral gelegene Bohrung 4 befindet, die an ihrem
oberen Ende eine ziemlich große konische Erweiterung besitzt. Die Bohrung 4 wird
durch eine Kappe 5 abgeschlossen, deren Seitenschenkel nach Fig. i und ia die Mitte
des Knopfoberteils 3 weit umfassen und nach Fig.2 bis nahe an den oberen Lappen
2 herabreichen. Den unteren Enden der Kappenschenkel nahe sind Dorne angebracht,
welche ein Verschieben der Kappe in zwei nach oben auseinanderlaufenden Nuten 6
gestatten und nach Fig. i und ia in der Mitte des kugelförmigen Abschlußknopfes
3 in zwei kleinen Anschlagvertiefung en endigen.
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Nach Fig.2 befinden sich diese Anschlagvertiefungen in der Nähe des
oberen Endes des hier abgeflachten Verschlußknopfes 3. Die Kappe ist nach dem Hochziehen
bis zu diesen Anschlagvertiefungen durch das Eingreifen der Dorne in diese umlegbar
und gibt dann die Schmieröffnung frei. Unter dem in beliebiger Form ausgeführten
Griffknopf der Kappe 5 befindet sich an deren Innenfläche der Abschlußkegel, welcher
genau in (die konische Erweiterung der Bohrung 4 paßt.
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Bei der Ausführungsform nach Fig.3 als waagerecht liegendes Scharnier
ist in einer der beiden Gelenkhülsen eine radiale Bohrung 4 vorgesehen, die ebenfalls
mit einer konischen Erweiterung-versehen ist. Auf der äußeren Fläche dieser Gelenkhülse
sind Quer-und Längsnuten 6 bzw. 7 in L-Form angebracht, wobei die Staubschutzkappe
5 in der senkrechten Quernut 6 bis, zum Anschlag an die waagerechte Längsnut 7 hochgezogen
und dann in letzterer so lange seitlich verschoben wird, bis die Schmieröffnung
freigelegt ist.
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Die Vorteile bei Verwendung der Schmiereinrichtung gemäß der Erfindung
sind folgende.
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Durch das Hochziehen der Kappe werden die beiden Seitenschenkel derselben
infolge des nach oben erfolgendenAuseinanderlaufens der Führungsnuten seitlich aufgezwängt,
wodurch beim Umlegen der Kappe ein Bereiben oder Zerkratzen des Knopfes oder der
Hülse vermieden wird. Durch das weite Herumgreifen der Kappenschenkel wird beim
Hochziehen der Kappe und Erreichen der Grenzanschläge die Federkraft der Schenkel
noch so groß sein, daß ein Abziehen oder Abreißen,und somit -ein Verlorengehen der
Kappe vermieden wird. Ferner kann der Staubschutzkegel sehr groß ausgeführt werden,
so daß er einen guten Staubschutz bildet und bei geschlossener Kappe durch sein
tiefes Eingreifen in die Schmieröffnung es ebenfalls verhindert, daß die Kappe beim
Reinigen weder geöffnet noch herabgeschlagen oder herabgerissen werden kann.