DE56458C - Vereinigte Luft- und Wassersteuerung bei Druckluft - Aufzügen - Google Patents

Vereinigte Luft- und Wassersteuerung bei Druckluft - Aufzügen

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DE56458C
DE56458C DENDAT56458D DE56458DA DE56458C DE 56458 C DE56458 C DE 56458C DE NDAT56458 D DENDAT56458 D DE NDAT56458D DE 56458D A DE56458D A DE 56458DA DE 56458 C DE56458 C DE 56458C
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OTIS BROTHERS & CO. in New-York
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    • B66B1/00Control systems of elevators in general
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    • B66B1/04Control systems without regulation, i.e. without retroactive action hydraulic

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 35: ■ Hebezeuge.
Die nachstehend beschriebene Erfindung betrifft hauptsächlich diejenige Gruppe von Aufzügen, bei welchen eine Flüssigkeitsmenge zwischen der als Triebkraft wirkenden Druckluft und einem Kraftkolben eingeschaltet wird, und bezweckt, mittelst einer neuen Steuerung die zur Verfügung stehende Treibkraft so sehr wie möglich auszunutzen, den Verlust an Flüssigkeit zu vermeiden und den Betrieb zu erleichtern und zu sichern.
Auf beiliegenden Zeichnungen zeigen:
Fig. ι bis 7 die Ausführung eines Aufzuges, in welcher ein einziger Luft- und Wasserbehälter verwendet ist.
Fig. 8 bis 10 stellen eine andere Ausführungsart dar, in welcher zwei Wasserbehälter benutzt werden.
In den Fig. 1 bis 7 . ist zunächst ein gewöhnliches Aufzughebewerk dargestellt mit dem senkrecht stehenden Cylinder A und dem Kolben B, der durch die biegsame Aufhängung C mit der Fahrkammer X in Verbindung steht. Am Cylinder befindet sich aufser den Umlaufsrohren 1, 2 eine Schiebersteuerung D, an deren Gehäuse 3 die Einlafs-, Auslafs- und Umlaufsrohre anschliefsen, welche mit dem Einlafsrohr 5, dem Ablafsrohr 4 und den Umlaufsrohren 1, 2 in Verbindung stehen.
Die Schiebersteuerung D, welche »Wassersteuerung« genannt werden soll, besteht, wie aus Fig. 2 bis 4 ersichtlich, aus einem Kolbenschieber 6 für den Auslafs, einem Scheibenkolben 30 zur Eröffnung bezw. Absperrung des Weges ,zwischen dem Einlafs- und den Umlaufsrohren und aus einem scheibenförmigen Entlastungskolben 31. Alle diese Steuerungsmittel sitzen an einer Stange 32, die, wie üblich, durch Drehung einer Treibscheibe 19 gehoben oder gesenkt werden kann, um welche ein über Leitrollen nach dem Fahrstuhl X führendes Stellseil 18 gelegt ist.
Der Fahrstuhl geht empor, wenn der Kolbenschieber 6 in die der Fig. 2 entsprechende Stellung gehoben wird und der Flüssigkeitsdruck auf die obere Seite des Kolbens B zur Wirkung kommt, wobei die Flüssigkeit unterhalb desselben aus dem Ablafsrohr 4 ausfliefsen kann.
Der Fahrstuhl geht abwärts, wenn der Kolbenschieber in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung gebracht ist. Hierbei kann der Kolben vermöge der ziehend wirkenden Last des Fahr- Stuhls emporgehen und. die Flüssigkeit von der oberen nach der unteren Cylinderseite durch die Rohre 1 und 2 und das Schiebergehäuse 3 kreisen. Die Einrichtung mit Zubehör ist, soweit sie mit Ausnahme des Scheibenkolbens 30 beschrieben ist, nicht wesentlich von den gewöhnlichen Aufzügen unterschieden , in denen Druckwasser zur Kolbenbewegung dient. Um aber Druckluft oder einen anderen unter Druck stehenden !unförmigen Körper in wirksamer Weise auszunutzen, wird bekanntlich der Cylinder nebst den Umlaufsrohren und der Steuerung mit einer als Vermittelungskörper dienenden, nicht zusammendrückbaren Flüssigkeit, wie mit Wasser, OeI, Glycerin oder dergleichen, gefüllt. Diese Flüssigkeit wird im vorliegenden Falle aus dem Cylinder in einen Behälter E abgeführt, der mit dem Luft- und Wasserbehälter F in Verbindung steht; der letztere trägt unten das
Eintrittsrohr 5, oben schliefst sich an ihn eine Druckluftleitung 20 an. Die darin eingeschaltete Steuerungsvorrichtung G regelt den Zu- und Abflufs der Druckluft nach und aus dem Behälter. Wie ersichtlich, besteht die »Luftsteuerung« G (die jedoch auch zur Regelung von Dampf oder einem anderen luftförmigen Körper dienen kann) aus .einem Gehäuse 10 mit dem Einlafskanal 11, an welchen das Zuleitungsrohr 20 anschliefst, mit einem Austrittsrohr 13 und einem dazwischen einmündenden Kanal 14, welcher durch das Rohr 9 die Zuleitung 20 nach dem Behälter F fortsetzt. Die Stange 17 trägt als Steuerungsmittel die beiden Schieberkolben 15 und 16.
Der Druckluftschieber und der Wasser^ schieber werden zweckma'fsig zu gemeinsamer Bewegung mit einander verbunden, wodurch sich eine leichte Bethätigung derselben von dem Fahrstuhl aus ergiebt. Eine Verbindungsart ist in Fig. 1 dargestellt, wobei an der Treibscheibe 19 eine Spiralnuth angeordnet ist, die einen Stift am Hebel 24 aufnimmt; dieser steht seinerseits mit der Stange 17 des Druckluftschiebers in Verbindung, so dafs bei Drehung der Scheibe, womit die Einstellung des Wasserventils erfolgt, der Hebel ausschwingt und den Druckluftschieber verstellt. Eine zweckmäfsige Einrichtung zeigen ferner Fig. 2, 3 und 4. Hierbei liegt die Schieberstange 17 in einer Linie mit der daran angehängten Schieberstange 32, so dafs die vom Fahrschaffner bewirkte Bewegung der letzteren den Druckluftschieber mit bethätigt.
Der Behälter E ist mit dem Gefäfs F mittelst eines Durchlasses verbunden, in welchem ein Ventil 8 vorgesehen ist. Wie ersichtlich, liegt E über dem Behälter F und besteht das Ventil aus einer Klappe, welche sich unter dem Gewicht des in E befindlichen Wassers nach, unten öffnet, sich aber gegen ihren Sitz schliefsend anlegt, wenn der Druck im Behälter F denjenigen in E übersteigt.
Wenn die Theile in der in Fig. 2 gezeichneten Stellung sind, wird die Fahrkammer oder die Last emporgezdgen, weil das Austrittsrohr 13 an der Luftsteuerung geschlossen ist, ferner Druckluft in den Behälter F eintreten kann und die Flüssigkeit durch das Einlafsrohr 5, sowie durch das Gehäuse der Wassersteuerung und durch das -Rohr 1 von oben in den Cylinder A hineindrückt, in welchem der Kolben niedergeht und die Last hebt. Beim Kolbenniedergang strömt die Flüssigkeit unter dem Kolben durch das Rohr -i, den Auslafs und das Auslafsrohr 4 nach dem Behälter E. Die Fahrstuhlbewegung wird aufgehalten bei Verschiebung der Schieber in die Stellung der Fig. 4, in welchem Falle die Flüssigkeit sich zwischen Kolbenschieber 6 und Hauptkolben B eingeschlossen befindet, während der Kolben 16 den Drucklufteinlafs 11 und das Ventil 15 den Luftaustritt 13 abschliefst.
Sobald die Fahrstuhllast niederzulassen ist, wird nicht wie bei den bisherigen Druckluftaufzügen mit eingeschalteter Flüssigkeitsmenge die Flüssigkeit in den Behälter zurückgedrückt, sondern wie in Wasserdruckaufzügen zum Umlauf gebracht, indem man die Schieber in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung bringt. Das Wasser über dem Kolben wird dann von dem aufsteigenden Kolben B infolge Niedersinkens der Last durch das Rohr 1, das Schiebergehäuse 3 und Rohr 2 in den unteren Cylinderraum überführt, während die Austrittsöffnung 13 der Luftsteuerung offen ist und die Luft aus dem Behälter F so lange entweicht, bis die darin herrschende Spannung "nicht mehr diejenige im Behälter E übersteigt. Das Gewicht der Flüssigkeit in diesem Behälter E wird nun das Ventil 8 öffnen und die Flüssigkeitsmenge, welche beim vorhergehenden Kolbenniedergang aus dem Cylinder abgeführt wurde, fliefst in den Behälter F, um bei Zunahme des Luftdruckes im Behälter, nachdem die Schieber gemä'fs Fig. 2 gestellt sind, wieder aus demselben herausgedrückt zu werden.
Mit Rücksicht darauf, dafs der freie Querschnitt des Cylinders über dem Kolben B durch die Kolbenstangen verringert und das Fassungsvermögen dieses Cylindertheiles vermindert wird, ist es zur Vermeidung eines leeren Raumes nöthig, einen Theil Flüssigkeit einzuführen. Dies geschieht dadurch, dafs die Verbindung zwischen dem Behälter F und dem Cylinder mittelst des Scheibenkolbens 30 geschlossen und eine Zufuhr von Flüssigkeit bewirkt wird. Demgemäfs stellt ein Rohr 33 eine Verbindung zwischen dem Rohr 2 und dem Krümmer des Rohres 4 (welches stets mit Flüssigkeit gefüllt ist) her. Das Rohr enthält ein selbsttätiges Klappenventil 34, welches, wenn Neigung zur Bildung eines leeren Raumes im unteren Cylinderraum eintritt, sich hebt und das Nachfliefsen von. Wasser aus dem Rohr 4 gestattet. Das Ventil schliefst sich, sobald irgend ein Ueberdruck auftritt.
An der Stange des Wasserschiebers sitzt ein Schieberkolben 30 unterhalb des Durchlasses 50, der den Behälter F mit den Umlaufsrohren verbindet. Der genannte Durchlafs wird durch den Kolben 30 dann geschlossen, wenn die Umlaufsröhren mit einander verbunden sind, so dafs die im Cylinder und in den Umlaufsrohren enthaltene Flüssigkeit aufser Verbindung mit dem Luft- und Wasserbehälter kommt, sobald das Ablafsrohr geschlossen ist.
Um indessen die Verbindung mit demLuft- und Wasserbehälter während des Wasserkreislaufes aufrecht zu erhalten, mufs der Schieberkolben 30 und dessen zugehörige. Oeffnung so
eingerichtet sein, wie Fig. 5, 6 und 7 darstellen. Dabei ist die Kolbenstä'rke so sehr als möglich verringert und der Durchlafs in einer Verengung des Gehäuses angeordnet, derart, dafs der Kolben und der Durchlafs sich nur gerade dann decken, wenn vollkommener Schlufs des Ablafskanals hergestellt ist. Hierdurch wird es ermöglicht, bis zur Hubgrenze des Kolbens 6 die gewünschte Verbindung mit dem Behälter F herzustellen und die Eröffnung des Durchlasses 50 in jedem Augenblick herbeizuführen, wenn der Kolben 6 in der einen oder anderen Richtung verschoben wird.
Wenn der Kolben 6 zum Ablassen des Wassers unterhalb des Kraftkolbens aufwärts geschoben wird, ehe der Druck auf die Kolben-.Oberseite zur Wirkung kommt, kann der ■ Kraftkolben unter Einwirkung des Gewichtes der Last bei offenstehendem Ablafskanal aufsteigen, bis der Luftdruck auf das Wasser oberhalb des Kolbens wirkt. Um dieses zu verhindern, sind die Schieber so einzurichten, dafs beim Lufteinlafsschieber die Kanaleröffnung nach dem Behälter F kurz vor der Eröffnung des Ablafskanals stattfindet. Deshalb sind die Theile wie in Fig. 4 angeordnet, wobei der Schieberkolben 6 gröfsere Ueberdeckung hat als der Luftschieber 16., welcher daher den Lufteinlafskanal 11 früher freigiebt als der Kolben 6 den Ablafskanal.
Der Luftdruck auf die Flüssigkeit im Behälter F kann selbstthätig in der Weise geregelt werden , . dafs Sicherheitsvorrichtungen vorgesehen werden, vermöge deren die Fahrkammer sich nicht mit übermäfsiger Geschwindigkeit bewegen kann, und indem die in den Behälter F zugelassene Luftmenge dem Gewicht der Fahrstuhlladung entsprechend geregelt wird. Zu diesem Zweck ist ein Ventil 40 in der mit dem Behälter F verbundenen Luftzuleitung eingeschaltet, in Verbindung mit einem Fliehkraftregler /, der von dem Fahrstuhl mittelst endlosen Seiles 41 bethätigt wird. Die durch die Wirkung des Fliehkraftreglers eintretende Verminderung des Luftdruckes hat eine grofse Sparsamkeit in der Menge der zu verwendenden Luft zur Folge. Würde z. B. eine Last bei der Hälfte des zur Verfügung stehenden Luftdruckes gehoben werden können, so wird die volle Spannung, indem sie eine Geschwindigkeitsvergröfserung der Fahrkammer herbeiführt, das Ventil zu schliefsen suchen, wodurch die Hälfte von der im Behälter einströmenden Luft zurückgehalten wird, in wel-, ehern die Luft mit um die Hälfte vermindertem, auf die Flüssigkeit wirkendem Luftdruck sich ausdehnt.
Bei Aufzügen, in denen Wasser in Berührung mit dem Kraftkolben zur Verwendung kommt, ist es wesentlich, Packungen zu verwenden, da ein dichtes Einpassen des Kolbens in den Cylinder Veranlassung zu ungehöriger Reibung giebt. Die Verwendung von Wasser ist indessen nicht günstig, weil das Entweichen von Luft infolge übermäfsiger Verdichtung in die Atmosphäre oder das Durchströmen derselben durch ein Druckminderungsventil eine schnelle Ausdehnung und einen Verbrauch von Wärme mit sich bringt, welcher das Wasser in den Röhren oder Kanälen zum Gefrieren bringt. Selbst dann, wenn Wasser nicht mit sich ausdehnender oder verdichteter Luft in Berührung kommt, hat das Niederschlagen und Abkühlen von Feuchtigkeit an der atmosphärischen Luft eine unangenehme Eisanhäufung an den Apparattheilen zur Folge. Um diesen Schwierigkeiten zu begegnen, wird eine Flüssigkeit benutzt, welche nicht schnell ihre Wärme . abgiebt, und zwar zweckmäfsig ein Schmieröl statt des Wassers, da jenes bei einer äufserst niedrigen Temperatur flüssig bleibt und derart nachhaltig und wirksam den Kolben und andere Theile schmiert, dafs dichtes Einpassen ohne Benutzung von Packungen erzielt werden kann.
Um die Ansammlung von Eis in oder auf der Luftsteuerung zu verhindern, wird um dieselbe eine Heizvorrichtung von geeigneter Construction angeordnet, welche der Steuerung eine verhältnifsmäfsig hohe Temperatur bewahrt. Die Heizvorrichtung kann in einem umschliefsenden Behälter bestehen, in welchem warmes Wasser, heifse Luft oder Dampf mittelst der Rohre 60, 60, Fig. 4, umläuft. Obgleich der Behälter E zweckmäfsig unmittelbar über F angeordnet wird, so ist dies doch nicht durchaus nothwendig, und das Ventil 8 kann, anstatt ein Klappenventil zu sein, unabhängig geöffnet werden.
In manchen Fällen werden zwei Behälter E benutzt, in welche der Wasserabflufs aus dem Aufzugcylinder abwechselnd stattfindet und abwechselnd die Druckluft eingelassen wird, so dafs ein Behälter gefüllt werden kann, während der andere unter Druck steht.
In den diese Anordnung zeigenden Fig. 8 bis 10 ist A der Cylinder des Hebewerkes mit dem · Kraftkolben B, welcher durch die biegsame Aufhängung C mit der Fahrkammer X verbunden ist. Der Cylinder trägt die Umlaufsrohre 41, 42 und die Wassersteuerung D, an deren Gehäuse 3 sich aufser den genannten Rohren ein Ablafskanal. 4 und ein Einlafskanal 6 anschliefsen, die ,mit dem Wassereinlafsrohr 5 in Verbindung stehen. Das Gehäuse enthält den entlasteten Schieberkolben 7, dessen Hebung und Senkung die Druckluft zu dem einen oder anderen Cylinderende zutreten oder aus demselben austreten läfst. Es geschieht dies durch Drehung der Welle 8 mit der Scheibe 9, um welche das gewöhnliche Stellseil 10 derart durch die Fahrkammer hindurchlaufend herumgeht, dafs genannte Scheibe, und
der damit in Verbindung gebrachte Schieber von der Fahrkammer aus, wie üblich, zu bethätigen ist.
Zwei Behälter E F stehen mit der Wassersteuerung D und mit einer anderen Schiebersteuerung G in Verbindung, welch letztere den Zutritt und Austritt von Luft nach und von den Behältern regelt.
Das Wassereinlafsrohr 5 steht mittelst zweier Zweigrohre 12, 13 mit jedem unteren Theil der beiden Behälter E F und das Abflufsrohr 4 mittelst der beiden Zweigrohre 15, 16 ebenfalls mit E F an Stellen über dem Boden in Verbindung, während zwei Rohre 18, 19 für die Prefsluft von der Luftsteuerung G aus mit den Behältern verbunden sind. Die Luftsteuerung schliefst ihrerseits an das Zuleitungsrohr 20 an. An jedem Rohr 12, 13 befindet sich ein Ventil 14 und an jedem Zweigrohr 15, 16 ein Ventil 17; diese Ventile können selbsttätige Ventile, wie in Fig. 9, oder unabhängig bethätigte Ventile sein, wie in Fig. 10 ersichtlich.
Die dargestellte Luftsteuerung G besteht aus einem Muschelschieber 21, der auf einem Schieberspiegel mit zwei Auslafskanälen 22, 23 im Anschlufs an die Rohre 18, 19, sowie über einem dazwischen befindlichen Austrittsrohr 24 arbeitet, wobei die Anordnung eine derartige ist, dafs bei einer Schieberstellung (s. Fig. 9) der Kanal 22 über das Zuleitungsrohr 20 zu stehen kommt und Luft nach dem Behälter E hinübertreten läfst, während der Kanal 23 mittelst der Schiebers 21 nach dem Austritt 24 geöffnet ist, so dafs die Luft aus dem Behälter F abströmen kann. Bei der umgekehrten Schieberstellung kommt der Kanal 23 in Verbindung mit dem Zuleitungsrohr, wodurch Luft in den Behälter F eingelassen wird, während der Kanal 22 sich durch den Schieber hindurch nach dem Austrittsrohr 24 geöffnet hat, so dafs die Luft aus dem Behälter E abströmen kann.
Die Stange des Schiebers 21 greift mittelst einer Lenkstange an einen Kurbelstift auf dem Zahnrad 25, welches mit einem Zahnrad 26 in Eingriff ist, an dessen einer Seite ein Sperrrad 27 mit vier Zähnen sitzt. An einer verticalen Führung 28 gleitet ein Mitnehmerstück 29 mit daran drehbar befestigter Klinke 30, welche jedesmal einen Zahn des Sperrades 27 fafst und dasselbe dreht, sobald das Mitnehmerstück herabgeht, während Drehung nicht stattfindet, wenn das Mitnehmerstück emporgeht.
Vermöge der angegebenen Verbindung zwischen Mitnehmerstück 29 und Luftsteuerung G ergiebt eine Bewegung des Mitnehmerstückes eine Viertelumdrehung des Sperrrades und des Zahnrades 26, und da das Zahnrad 25 halb so viel Zähne hat, so macht dabei jedes Zahnrad eine halbe Umdrehung, wodurch der Schieber 21 infolge jedesmaliger Fortdrehung des Sperrrades 27 in die Gegenstellung gelangt, während das Mitnehmerstück beim Rückgange leer läuft.
An das Mitnehmerstück greift eine geeignete Bethätigungsvorrichtung an, welche zweckmäfsig mit der Fahrkammer in Verbindung steht. Hierdurch kann das Mitnehmerstück abwärts bewegt und das Sperrrad um einen Hub herumgedreht werden, was den Stellungswechsel des Schiebers 21 zur Folge hat, entsprechend einem jedesmaligen vollständigen Auf- und Abgang der Fahrkammer, wobei das Mitnehmerstück durch sein eigenes Gewicht niedergeht.
Die Wirkungsweise dieser Anordnung (Fig. 8 bis 10) ist folgende:
Vorausgesetzt, dafs die Theile in der durch ausgezogene Linien (Fig. 9) gekennzeichneten Stellung sind, und dais sich eine gewisse Menge Druckluft im Behälter E befindet, wird die in Richtung der ausgezogenen Pfeile aus dem Rohr 20 strömende Luft durch den Kanal 22 und das Rohr 18 eintreten und auf das Wasser in genanntem Behälter drücken. Das aus dem Cylinder austretende Wasser strömt in den Behälter F über, und aufserdem wird die Luft von letzterem durch das Rohr 19 und den Kanal 23 zum Austritt 24 ausgetrieben. So lange der Wasserschieber den Kanal 6 nach dem Rohr 41 offen hält, gelangt das Wasser unter Druck auf die obere Seite des Kolbens B, drückt ihn abwärts und hebt die Fahrkammer empor. Dabei ist der Weg zwischen dem unteren Cylinderende und dem Ablafsrohr 4 offen, so dafs das ausgetriebene Wasser in den Behälter F kommt. ,
Dieser Vorgang findet jedesmal statt, wenn der Schieber zur Oeffnung des Ablafsrohres verstellt wird, nachdem man dasselbe geschlossen hatte. Wie ersichtlich, gelangt das aus dem Cylinder A abfliefsende Wasser stets in den Behälter, welcher zu der· betreffenden Zeit mit dem Ablafs aus dem Cylinder in Verbindung steht. Bei Verwendung selbsttätiger Ventile wird der Luftdruck in dem Behälter, von welchem aus das Wasser nach der Druckseite des Cylinders fliefst, naturgemäfs das Ventil 17 in dem von diesem Behälter nach dem Cylinder führenden Zweigrohr dicht auf seiner Sitzfläche niederhalten, während das Ventil 17 in dem Zweigrohr des anderen Behälters sich frei abheben kann und leicht von dem abfiiefsenden Wasser durchströmt wird.
Die beschriebenen Theile behalten während der ganzen Dauer der Bewegungen der gehobenen Fahrkammer die in Fig. 8 und 9 gekennzeichnete Stellung, gleichgültig, welche Bewegungen stattfinden, nachdem sie, wie gewöhnlich, an der Wassersteuerung D mittelst des üblichen Stellseiles 10 eingeleitet sind, so lange nicht die Fahrkammer in ihre unterste
Stellung kommt. Bei einem derartigen Niedergange der Fahrkammer wird der Wasserschieber in die Stellung der Fig. 9 a verschoben, derart, dafs das Wasser oberhalb des Kolbens von dem oberen Cylinderende nach dem anderen unterhalb des Kolbens hinüberwechseln kann, indem die Umlaufsrohre mit dem Rohr 5 und mit demjenigen Behälter in Verbindung stehen, aus welchem das Wasser nach der oberen Cylinderseite herausgetrieben war.
Sobald aber die Fahrkammer ihfe tiefste Stellung erreicht, kommt sie mit der Umkehrvorrichtung für den Luftschieber in Berührung und bewegt das Mitnehmerstück 29 sowie dessen Klinke abwärts, wodurch das Zahnrad 26 eine Viertelumdrehung und das Zahnrad 25 eine halbe Umdrehung macht, so dafs die Stellung des Luftschiebers 21, wie in Fig. 9 punktirt angegeben, umgekehrt wird.
Die Druckluft bewegt sich nun in der Richtung der punktirten Pfeile von dem Rohr 20 durch den Kanal 23 und das Rohr 19 in den Behälter F, welcher. die ganze Menge oder einen Haupttheil des aus dem Cylinder A beim Kolbenniedergange abgegebenen Wassers aufgenommen hat, und das im Behälter F befindliche Wasser wird deshalb unter Einwirkung des Druckes, durch die Wassersteuerung und Rohr 41 heraustretend, den Kolben B belasten, sofern der Schieberkolben 7 zur Ermöglichung dieses Vorganges eingestellt ist; dabei fliefst das aus dem Cylinder A abgehende Wasser durch das Rohr 4 und Zweigrohr 15 an dem darin angeordneten Ventil vorbei in den Behälter E, aus dem die vorher eingeführte Luft durch den Kanal 22 und das Austrittsrohr 24 entweicht.' Wenn nun die Fahrkammer zu senken ist, wird der Schieberkolben 7 wie gewöhnlich verstellt, um Verbindung zwischen den Rohren 41 und 42 zu ermöglichen (Fig. 9 a), in welchem Falle das Wasser von dem Oberende nach dem Boden des Cylinders A wie vorher hinüberwechselt.
Geeignete Verbindungen irgend welcher Art können zwischen der Fahrkammer und der Luftsteuerung eingerichtet werden, wie ein Hebel 31, der an> einem Ende mit dem Mitnehmerstück 29 verbunden ist und mit dem anderen an ein Seil 37. anschliefst, welches von dem Hebel aus über Leitrollen 35 durch die Fahrkammer abwärts und an den Leitrollen 36 wieder aufwärts zu demselben Hebel führt.
Wie ersichtlich, ist der Hebel 31 an seinem Ende geschlitzt, um das Seil 37 hindurchgehen zu lassen, welches mit zwei Anstofsstücken 32, 33 oberhalb und unterhalb des Hebels 31 versehen ist, so dafs letzterer durch Bewegung des Seiles unabhängig gehoben oder gesenkt werden kann. An das Seil ist ein Gewicht W angehängt, welches das mit dem Hebel 31 in Verbindung stehende S'eilstück herabzuziehen und die Stellung herbeizuführen strebt, wonach Hebel . nebst Mitnehmerstück 29 die in Fig. 8 dargestellte und in Fig. 9 ausgezogene Stellung hat.
Das Seil 37 trägt ferner ein Anstofsstück 34 in solcher Höhe, dafs es von der Fahrkammer oder einem damit verbundenen Theil gerade dann getroffen wird, wenn die Fahrkammer 'ihren Abstieg vollendet hat, so dafs nun das Seil den Hebel 31 in die punktirte Lage nach Fig. 9 verschiebt und den Schieber 2ι verstellt. Sobald die Fahrkammer emporgeht, giebt sie' das Anstofsstück 34 frei, das Gewicht W zieht das Seil in seine erste Stellung abwärts und bringt den Hebel 31 sowie das Mitnehmerstück in die. Stellung der Fig. 8 und 9 zurück, wobei die Klinke 30 an dem Sperrrad 27, ohne es zu drehen und ohne daher die Stellung des Luftschiebers 21 zu ändern, vorbeigeht.
Vermöge der oben erwähnten Verbindungen mit der Fahrkammer ist sowohl die Wassersteuerung. D als auch die Luftsteuerung G von dem Willen des Fahrschaffhers abhängig, wobei die erstere die unmittelbare Bewegung der Fahrkammer überwacht, die letztere dann zu bethätigen ist, wenn die Nothwendigkeit entsteht, die Luftpressung von einem Behälter auf den anderen herüberzubringen. Auf diese Weise würde die Fahrkammer eher angehalten werden, als sie die vorher bestimmte Stelle erreicht, an welcher die selbstthätige Verstellung des Luftschiebers 21 bewirkt wird. Der genannte Schieber kann .mittelst des Seiles 27 von Hand gestellt werden, wenn die Wassermenge im Behälter verbraucht oder so weit beschränkt sein sollte, dafs sich dies als nothwendig erweist.
Aufserdem können elektrische oder andere die Bethätigung vermittelnde Vorrichtungen zwischen dem Schieber 21 und der Fahrkammer angeordnet werden, um in Thätigkeit zu kommen, wenn die Fahrkammer sich der Hubgrenze in der einen oder anderen Richtung nähert.
In der durch Fig. ι ο dargestellten Anordnung sind die Schieber 14, 17 in den an jeden Behälter anschliefsenden Rohren als Kolbenschieber zu zweien an einer Stange in je einem Gehäuse 40 angeordnet. Die beiden Schieberstangen sind an die entgegengesetzten Enden eines Waagebalkens 43 angehängt, an welchen die mit der Luftschieberstange 25 verbundene Lenkstange angreift.
Diese Construction bedingt eine unmittelbare Eröffnung des in das Zweigrohr 12 eingeschalteten Schiebers 14 und eine unmittelbare Schliefsung des Schiebers 17 in dem Zweigrohr 15 zu der Zeit, wo der Luftschieber in die Stellung der Fig. 10 gebracht ist, während der gegenüberliegende Schieber 14 geschlossen
und andererseits der Schieber 17 durch dieselbe Bewegung geöffnet wird und die bezüglichen Schieberstellungen unmittelbar umgekehrt werden, wenn der Luftschieber verstellt wird. Das Verstellen der Schieber kann von der Fahrkammer aus durch den Fahrschaffner mittelst eines Handseiles bewerkstelligt werden, welches um eine Scheibe 9 auf der Welle 44 des Waagebalkens herumgeführt ist, oder es' kann in der mit Bezug auf Fig. 8 und 9 beschriebenen Weise geschehen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Für den Fahrstuhlbetrieb mittelst einer beschränkten Flüssigkeitsmenge, welche im Kreislauf durch Druckluft, Dampf oder dergleichen aus dem Druckkessel (F) herausgedrückt wird und in denselben während des drucklosen Zustandes aus einem Sammelbehälter (E) zurücktritt, eine vereinigte Luft- und Wassersteuerung, bei welcher die von der Fahrkammer aus auf die Wassersteuerung übertragene Steuerungsbewegung, sofern sie den Auf- und Abstieg unter Hinüberwechseln der vermittelnden Flüssigkeit von der oberen zur unteren (drucklosen) Kolbenseite eines Ärbeitscylinders einrichtet, eine derartige Verstellung der Luftsteuerung mitveranlafst, dafs das nach dem Druckkessel (F) führende Rohr derselben bei Atifstiegstellung mit der Druckluft- oder Dampfleitung, bei Abstiegstellung unter Abschlufs der Druckluftleitung mit dem Auspuff in Verbindung tritt.
  2. 2. An der vereinigten Steuerung nach Anspruch i. die Einrichtung der Wassersteuerung mit einem Ventilkolben, der den Abschlufs der nach dem Sammelbehälter führenden Leitung bewirkt, und mit einem tellerförmigen Schieberkolben, der, ventilartig durch eine ringförmige Schieberfläche tretend, den Durchlafs von dem Druckkessel behufs unbeeinflufsten Wasserumlaufes am Kraftcylinder nur gerade dann abschliefst, wenn jener Ablafsweg bei mittlerer Stellung des Ventilkolbens geschlossen wird, während der Ventilkolben vermöge einer gröfseren Ueberdecküng den Ablafsweg später freigiebt als der Luftschieber (16) den Lufteinlafsweg.
  3. 3. Eine abgeänderte Steuerung der unter 1. gekennzeichneten Art in Verbindung mit zwei Behältern, welche abwechselnd als
    - Druck- und Sammelkessel benutzt und mit der Druckluftleitung. oder dem Auspuff mittelst eines Lufschiebers in Verbindung gesetzt werden, der vermöge einer einseitig wirkenden unabhängigen Schaltbewegung einen Stellungswechsel entsprechend einem Auf- und Abstieg der Fahrkammer oder behufs Umkehrung der Bewegung der vermittelnden FlUssigkeitsmenge erfährt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DENDAT56458D Vereinigte Luft- und Wassersteuerung bei Druckluft - Aufzügen Expired - Lifetime DE56458C (de)

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