DE563535C - Pfeilzahnradgetriebe mit an beiden Stirnseiten des kraftuebertragenden Rades angeordneten Fluessigkeitskupplungen - Google Patents
Pfeilzahnradgetriebe mit an beiden Stirnseiten des kraftuebertragenden Rades angeordneten FluessigkeitskupplungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf den Zusammenbau eines Pfeilzahnradgetriebes mit Flüssigkeitskupplungen,
insbesondere für Schiffsir aschinenanlagen, bei denen zwei Antriebsmaschinen
gleichzeitig oder wechselweise ihre Leistung an das gleiche Zahnrad (Ritzel) mit
Pfeilverzahnung über je eine an dessen Stirnseiten angeordnete Flüssigkeitskupplung abgeben.
Wenn bei solchen Anlagen die beiden Antriebsmaschinen gleichzeitig das Zahnrad antreiben, treten keine axialen Schübe auf.
ist dagegen nur eine Antriebsmaschine mit zugehöriger Kupplung tätig, so wirkt von der
Antriebsseite her ein einseitiger Schub auf »5 das Zahnrad, der das freie Spiel der ineinandergreifenden
Verzahnungen stört und zu Beschädigungen der Verzahnungen führen kann. Dieser einseitige Schub rührt daher, daß sich
Flüssigkeitskupplungen nicht restlos ausgleiao eben lassen. Es bleibt stets eine Schubkraft
übrig, die durch den Durchmesser der mit der Kupplung verbundenen Welle und den auf
den Querschnitt des Wellenendes in der Kupplung ausgeübten Flüssigkeitsdruck beas
stimmt ist.
Um die schädlichen Folgen dieser Schubwirkung im erwähnten Betriebsfall ohne Zuhilfenahme
von Drucklagern zu vermeiden, soll gemäß der Erfindung der durch die treibende Flüssigkeitskupplung ausgeübte einseitige
Schub auf das angetriebene Zahnrad durch entsprechenden Flüssigkeitsgegendruck auf die gegenüberliegende Zahnradseite ausgeglichen
werden. Dieser Schubausgleich kann zweckmäßig mit dem Vorgang des Füllens
und Entleerens der Kupplungen zusammenfallen.
Die Zeichnungen zeigen schematisch zwei Ausführungsbeispiele teils in Ansicht, teils
im Schnitt durch die Ausgleicheinrichtung.
In beiden Fällen ist angenommen, daß die Kupplung I gefüllt ist und somit das Zahnrad
O antreibt, während die Kupplung II entleert ist, also leer mitläuft.
Bei der Ausführungsform nach Bild 1 ist zwischen Kupplung und Zahnradstirnseite je
eine Flüssigkeitskammer R und P vorgesehen, die von der zur Füllung der Kupplungen und
zur Schmierung dienenden ölpumpe mit öl versorgt wird. Die ölzuführung in die Kammern
wird durch die Schieber^ und D vermittelt oder unterbrochen. Die Entlastungskammern K1 und K sind mit Abflußleitungen
E, E1 und F, F1 versehen, die durch Absperrkolben
B und C freigegeben oder abgesperrt werden. Diese Kolben beeinflussen
gleichzeitig die Leitungen G und H, wodurch die Entlastungskammer K1, K mit ihren Abflußleitungen
E, E1 und F, F1 wechselseitig
mit den Kammern R, P verbunden werden.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Der Schieber A ist geöffnet, die Kammer R steht somit unter dem Druck der Ölpumpe.
Dieser Druck wirkt über G auf den Absperrkolben C und verschiebt ihn. Dadurch wird
die Feder über diesem Kolben gespannt und der ölablauf von der Entlastungskammer K
an der gegenüberliegenden Zahnradstirnseite
über F unterbunden. Der nun in der Entlastungskammer K auftretende Rückstaudruck
wirkt in Richtung· Q und hält dem Schub Q1 der gefüllten Kupplung I das
Gleichgewicht.
Der Schieber D ist geschlossen. In P und H herrscht kein Druck. Der Absperrkolben.
B wird durch seine Feder offen gehalten, und das in die Entlastungskammer K1
>o eintretende öl kann über E, E1 frei abfließen
und erzeugt, solange die Kupplung II leer ist, keinen Gegendruck.
Beim Füllen der Kupplung II ist der ganze Vorgang umgekehrt, wobei der Schieber!)
*5 und die Leitungen F, F1 geöffnet und der
Schieber A und die Leitungen E, E1 geschlossen sind.
Sind beide Kupplungen gefüllt, dann stehen beide Entlastungskolben unter gleichem
ao Druck.
Bild 2 zeigt eine Ausführungsform, bei der die an den Zahnradstirnseiten befindlichen
Flüssigkeitskammern geteilt sind. Die Teilkammern Y, N werden als Druckkammern
beim Füllen der Entlastungskammern K1, K, die Teilkammern R, P zum Füllen der Kupplungen
benutzt. Der ölzufluß von der Pumpe wird durch die Kolbenschieber S, T und X, W
vermittelt, deren Stempel U und V gleichzeitig die Abflußleitungen E und F sinngemäß
steuert. Die gegenseitigen Verbindungsleitungen zwischen den Kammern fallen hier
fort.
In der gezeichneten Stellung dieser Ausführungsform tritt das unter Pumpendruck
stehende öl über den geöffneten Schieber.? in den Kammerraum R ein. Der ölaustritt
aus K1 über M und E ist von dem Kolbenstempel U freigegeben. Der Kolben T sperrt
den Kammerraum Y ab. Für die Kupplung II ist der ölzufluß über P durch den Schieber X
abgesperrt. Der Schieber W hat jedoch den Zugang zum Kammerraum N geöffnet, und
der Kolbenstempel V sperrt die Abflußleitungi7 ab. Das Drucköl tritt infolgedessen
über N in die Entlastungskammer K ein und wirkt hier in Richtung Q dem Schub der treibenden
Kupplung I entgegen.
Durch entsprechende Einstellung der KoI-benschieber S, T, U und V, W, X wird diejenige
Entlastungskanlmer wirksam, die der jeweils treibenden Kupplung entgegenarbeitet.
Claims (4)
1. Pfeilzahnradgetriebe mit an beiden Stirnseiten des kraftüberfragenden Rades
angeordneten Flüssigkeitskupplungen, dadurch gekennzeichnet, daß der durch die gefüllte Kupplung auf das Zahnrad ausgeübte
Schub durch entsprechenden Flüssigkeitsgegendruck auf die gegenüberliegende
Zahnradseite ausgeglichen wird.
2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Kupplung
(I, II) und Zahnrad (Ritzel O) eine mit dem Flüssigkeitsdruckerzeuger in Verbindung
stehende Flüssigkeitskammer (R und P) vorgesehen ist und die Kammern
an beiden Zahnradsürnseiten durch gesteuerte Flüssigkeitsleitungen (E, E1, G, C
und F, Λ"1, H, B) derart verbunden sind, daß in Verbindung mit den den Flüssigkeitszulauf
zu den Kammern regelnden Organen (A, D) ein den Schub der treibenden Kupplung ausgleichender Rück- 7S
Staudruck auf die dieser Kupplung abgewendete Zahnradstirnseite durch Schließen einer Abflußleitung (z. B. F, F1) eingestellt
wird, während gleichzeitig an der der treibenden Kupplung zugewendeten Zahnradstirnseite der Flüssigkeitsgegendruck
durch öffnen einer Abflußleitung
(z. B. E, E1) aufgehoben wird.
3. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Zahnradstirn-Seiten
geteilte, an den Druckerzeuger angeschlossene Flüssigkeitskammern (R, Y und N, P) angeordnet sind und die Flüssigkeitszuleitungen
zu den Teilräumen dieser Kammern durch Kolbenschieber (S, T, U und X, JV, V) so gesteuert werden,
daß aus den der treibenden Kupplung zugeordneten Kammerräumen die Druckflüssigkeit
abfließt, während in den an der gegenüberliegenden Zahnradseite befindliehen
Kammerräumen ein den Schub der treibenden Kupplung ausgleichender Flüssigkeitsgegendruck
auf diese Zahnradseite hergestellt wird.
4. Getriebe nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
sinngemäße Einstellung des schubausgleichenden Flüssigkeitsgegendrucks auf
das Zahnrad gleichzeitig mit dem Füllen oder Entleeren der Kupplungen stattfin- *°5
det.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB149770D DE563535C (de) | 1931-04-30 | 1931-04-30 | Pfeilzahnradgetriebe mit an beiden Stirnseiten des kraftuebertragenden Rades angeordneten Fluessigkeitskupplungen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB149770D DE563535C (de) | 1931-04-30 | 1931-04-30 | Pfeilzahnradgetriebe mit an beiden Stirnseiten des kraftuebertragenden Rades angeordneten Fluessigkeitskupplungen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE563535C true DE563535C (de) | 1932-11-07 |
Family
ID=7002045
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB149770D Expired DE563535C (de) | 1931-04-30 | 1931-04-30 | Pfeilzahnradgetriebe mit an beiden Stirnseiten des kraftuebertragenden Rades angeordneten Fluessigkeitskupplungen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE563535C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016524B (de) * | 1953-07-15 | 1957-09-26 | Tacke Maschinenfabrik Komm Ges | Als Zweiweggetriebe ausgebildetes zweistufiges Stirnrad-Untersetzungsgetriebe |
-
1931
- 1931-04-30 DE DEB149770D patent/DE563535C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1016524B (de) * | 1953-07-15 | 1957-09-26 | Tacke Maschinenfabrik Komm Ges | Als Zweiweggetriebe ausgebildetes zweistufiges Stirnrad-Untersetzungsgetriebe |
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