DE561360C - Vorrichtung zum selbsttaetigen Schliessen und OEffnen des Zuendstromes fuer Brennkraftmaschinen - Google Patents

Vorrichtung zum selbsttaetigen Schliessen und OEffnen des Zuendstromes fuer Brennkraftmaschinen

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DE561360C
DE561360C DEC45472D DEC0045472D DE561360C DE 561360 C DE561360 C DE 561360C DE C45472 D DEC45472 D DE C45472D DE C0045472 D DEC0045472 D DE C0045472D DE 561360 C DE561360 C DE 561360C
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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum selbsttätigen Schließen und Öffnen des Zündstromes für Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen Schließen und Offnen des Zündstromkreises für Brennkraftmaschinen mit zwei im Zündstromkreis isoliert voneinander angeordneten feststehenden Kontaktgliedern und einem damit zusammenwirkenden beweglichen Kontaktglied, welches mittels einer beweglichen Trennwand zwischen zwei mit der Ansaugleitung der Brennkraftmaschine bzw. mit der Atmosphäre kommunizierenden Kammern gesteuert wird.
  • Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wirken die Kontaktglieder entweder nach Art eines reinen Schleifkontaktes oder nach Art eines reinen Druckkontaktes zusammen. Im ersteren Falle besteht das bewegliche Kontaktglied aus einem axial verschiebbaren Zapfen, welcher auf einem Teil seiner Länge mit einer isolierenden Ummantelung versehen ist und gegen den von der Seite her die ortsfesten Kontaktglieder dauernd federnd anliegen. Die Federkraft und mithin die Pressung zwischen den Kontaktgliedern müssen hierbei gering gewählt werden, um einen unzulässig großen Reibungswiderstand zwischen den Schleifkontaktgliedern zu vermeiden. Dadurch wird die Zuverlässigkeit des Stromschlusses beeinträchtigt, zumal nach längerer Betriebsdauer die Schleifkontaktglieder abgenutzt werden. Bei einem reinen Druckkontakt besteht der Nachteil, daß durch Verunreinigung oder Oxydation der Kontaktflächen Störungen eintreten können. Ferner kann durch die unvermeidlichen Schwankungen des Unterdruckes in der Saugleitung während des Betriebes eine ungewollte Stromunterbrechung verursacht werden.
  • Die Erfindung beseitigt diese Nachteile. Sie besteht darin, daß bei der Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art entweder das bewegliche oder die feststehenden Kontaktglieder durch zwei winklig zueinander angeordnete und mit je einer Schrägfläche des oder der Gegenkontaktglieder keilartig zusammen-. wirkende federnde Schenkel gebildet sind. Auf diese Weise werden die Vorteile des Schleifkontaktes und des Druckkontaktes vereinigt, die Nachteile jedoch vermieden. Eine Abnutzung der Kontaktglieder kann sich bei weitem nicht in dem Maße schädlich auswirken wie bei den bekannten Schleifkontakten. Gegenüber den Druckkontakten hat die Erfindung den Vorteil, daß der Stromschluß auf einem größeren Wege der beweglichen Trennwand, beispielsweise eines Kolbens einer Membran, aufrechterhalten wird, ohne daß der Widerstand, welcher der Bewegung der Trennwand entgegenwirkt, eine nennenswerte Zunahme erfährt. Der Hauptvorteil gegenüber den bekannten Anordnungen besteht darin, daß durch das keilartige Zusammenwirken der Kontaktglieder` eine bedeutend größere Pressung zwischen den Berührungsflächen erzielt wird als bisher.
  • Ein besonders einfacher und gedrängter Aufbau der Vorrichtung wird bei der Ausführungsform der Erfindung dadurch erzielt, daß bei Verwendung der winklig zueinander angeordneten federnden Schenkel als feststehende Kontaktglieder das bewegliche Kontaktglied kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
  • Da bei der neuartigen Ausbildung und Anordnung der Kontaktglieder an den letzteren erhebliche seitliche Kräfte auftreten können, müssen Vorkehrungen getroffen werden, um bei der üblichen Anordnung des beweglichen Kontaktgliedes an der beweglichen Trennwand eine Schrägstellung bzw. eine seitliche Verzerrung dieser Trennwand zu verhindern. Man hat bereits vorgeschlagen, die bewegliche Trennwand mit einem in der Bewegungsrichtung verschiebbar geführten Zapfen zu versehen. Bei den bekannten Ausführungen ist für diesen Zapfen eine besondere Gleitführung vorgesehen. Nach der Erfindung ist zur Führung des verschiebbaren Zapfens der für den Anschluß der einen Kammer an die Ansaugleitung des Motors bestimmte Rohrstutzen nutzbar gemacht, wobei der Zapfen mit einer in den Rohrstutzen mündenden axialen Bohrung und einer oder mehreren die axiale Bohrung mit der betreffenden Kammer verbindenden seitlichen Öffnungen versehen ist. Dadurch wird der Aufbau der Vorrichtung im Vergleich zu den bekannten Ausführungen wesentlich vereinfacht.
  • Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt. ' Fig. i zeigt schematisch das Schaltschema des Stromkreises der Batteriezündung mit der Vorrichtung nach der Erfindung.
  • Fig. 2 und 3 zeigen je in einem senkrechten Schnitt zwei verschiedene Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 ist der Hauptbestandteil der Vorrichtung ein im wesentlichen zylindrischer Körper, welcher zwei mittels Ringscheiben 4, 5 und 6, 7 isolierte Klemmen 2 und 3 trägt. Gemäß Fig. 2 sind die beiden Klemmen z und 3 diametral einander gegenüber an der Umfangswand des Hohlkörpers i angeordnet. Die Klemmen werden mittels Ringscheiben 8 und g und Muttern io und ii in Lage gehalten und tragen auf ihren inneren Enden je eine als Kontaktglied dienende Mutter 12 und 13. Der Hohlkörper i ist durch eine nachgiebige Membran 14 in zwei Kammern unterteilt. Diese Membran 14 stützt sich mit ihrem Rand gegen einen inneren ringförmigen Vorsprung ja des Hohlkörpers i ab und wird auf diesen Vorsprung durch einen aus nachgiebigem Werkstoff bestehenden Ring 15 in Lage gehalten, welcher mittels eines in ein Innengewinde ib des Hohlkörpers i eingeschraubten Ringes 16 gegen die Membran 14 angepreßt wird.
  • Zentral durch die Membran 14 erstreckt sich ein Bolzen 17, welcher an seinem den Klemmen 2 und 3 zugekehrten, über die Membran 14 hinausragenden Ende 17a mit Schraubengewinde versehen ist. Auf diesem mit Gewinde versehenen Ende sitzt ein gegen die Membran 14 anliegender Ring i 8 aus nichtleitendem Werkstoff, welcher zur Isolierung eines ebenfalls mittels des Bolzens 17 getragenen, zur Herstellung einer stromleitenden Verbindung zwischen den beiden Klemmen 2 und 3 bestimmten gabelförmigen Kontaktgliedes ig mit elastischen Schenkeln dient. Zur Befestigung dieses Kontaktgliedes ig sind ein Ring und darüber eine Mutter 21 und eine Gegenmutter 22 vorgesehen.
  • Der Bolzen 17 ist in einer in der unteren Wand des Hohlkörpers i mit Gewinde 2q.0 eingeschraubten Hülse 24 mit geringer Reibung verschiebbar und steht unter der Einwirkung einer Feder 23. Die Schraubhülse 24 ist an ihrem äußeren Ende ebenfalls mit Schraubengewinde 24b versehen, mittels dessen sie an die Ansaugleitung des Motors angeschlossen werden kann. Der Bolzen 17 besitzt eine axiale Bohrung 17b, ferner eine diese Bohrung mit dem Innern des Hohlkörpers i verbindende seitliche Üffnung 17c und an der Außenseite eine zur Regelung des Unterdruckes dienende Nut 1711. Das der Schraubhülse 24 gegenüberliegende Stirnende des Hohlkörpers i ist durch einen Deckel 25 verschlossen, welcher eine Öffnung 25a. aufweist.
  • Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist leicht verständlich. Wenn die Klemmen 2 und 3 an zwei Leitungsenden des Stromkreises der Batteriezündung angeschlossen sind und die Buchse 24 mit der Ansaugleitung des Motors verbunden ist, ergibt sich beim Anlassen des Motors in dem Hohlkörper unterhalb der Membran 14 infolge seiner Verbindung mit der Ansaugleitung ein Unterdruck. Dieser Unterdruck bewirkt eine Abwärtsverschiebung des Bolzens 17 gegen die Einwirkung der Feder 23, und zwar unter Mitnahme des mittleren Teiles der Membran 14. Dadurch kommen die Schenkel des Kontaktgliedes ig mit den Kontaktgliedern 12, 13 der Klemmen 2 und, 3 in Berührung, so daß der Stromkreis der Batteriezündung geschlossen wird. Dieser Zustand bleibt so lange aufrechterhalten, als ein Unterdruck in der Ansaugleitung herrscht. Da beim Stillsetzen des Motors dieser Unterdruck aufhört, wird der Bolzen 17 unter der Einwirkung der Feder 23 wieder aufwärts verschoben, so daß der Stromkreis der Batteriezündung unterbrochen wird, indem unter die Einwirkung der Feder 23 der Bolzen 17 mit der Membran 1.4 und dem Kontaktglied i9 in die Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
  • Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist eine ebene Membran 14 vorgesehen, welche mit geringer Reibung in dem zylindrischen Hohlkörper i verschiebbar ist. Der gegen die innere Umfangsfläche des Hohlkörpers anliegende Rand der Membran 1.4 ist umgebogen. Um eine ausreichende Dichtigkeit der Berührung zwischen dem Rand der Membran und der inneren Umfangsfläche des Hohlkörpers zu sichern, ist mit der Membran 14 eine gezahnte starre Scheibe 26 fest verbunden. Das von dem Bolzen 17 getragene Kontaktglied ist hierbei durch das kegelstumpfförmige Ende einer auf dem Gewindeende des Bolzens sitzenden Mutter 27 gebildet. Die Klemmen 2 und 3 werden von dem Deckel 25 getragen. Die mit den Klemmen 2 und 3 verbundenen Gegenkontaktglieder bestehen aus zwei gabelartig angeordneten Blattfedern 28, 29.
  • Die Vorrichtung nach Fig.3 besitzt im wesentlichen die gleiche Wirkungsweise wie diejenige nach Fig.2. Durch den unterhalb der Membran 1,4 auftretenden Unterdruck wird der Bolzen 17 mitsamt der Membran 14 der Scheibe 16 und dem Kontaktglied 27 abwärts verschoben, so daß das Kontaktglied 27 mit den Gegenkontaktgliedern 28 und 29 in Berührung gelangt. Diese Abwärtsv erschiebung erfolgt gegen die Einwirkung der Feder 23. Sobald bei Stillstand des Motors der Unterdruck in der Ansaugleitung aufhört, wird der Bolzen 17 mit den von ihm getragenen Gliedern wieder in seiner Ausgangsstellung durch die Kraft der Feder 23 aufwärts verschoben, so daß der Stromkreis der Batteriezündung unterbrochen wird.
  • Selbstverständlich können die Einzelheiten des Aufbaues von den dargestellten Ausführungsbeispielen abweichen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Vorrichtung zum selbsttätigen Schließen und Öffnen des Zündstromkreises für Brennkraftmaschinen mit zwei -im Zündstromkreis isoliert voneinander angeordneten feststehenden Kontaktgliedern und einem damit zusammenwirkenden beweglichen Kontaktglied, welches mittels einer beweglichen Trennwand zwischen' zwei mit der Ansaugleitung der Brennkraftmaschine bzw. mit der Atmosphäre kommunizierenden Kammern gesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß entweder das bewegliche (i9 bzw. 27) oder die feststehenden Kontaktglieder (12, 13 bzw. 28 29) aus zwei winklig zueinander angeordneten und je mit einer Schrägfläche des oder der Gegenkontaktglieder keilartig zusammenwirkenden federnden Schenkeln bestehen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung der winklig zueinander angeordneten federnden Schenkel (28, 29) als feststehende Kontaktglieder das bewegliche Kontaktglied (27) kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen i und 2, bei welcher das bewegliche Kontaktglied fest mit der beweglichen Trennwand der beiden mit der Ansaugleitung bzw. mit der Atmosphäre kommunizierenden Kammern verbunden ist und die bewegliche Trennwand mit einem in der Bewegungsrichtung verschiebbar geführten Zapfen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung des verschiebbaren Zapfens (17) der für den Anschluß der einen Kammer an die Ansaugleitung bestimmte Rohrstutzen (24) dient und der Zapfen mit einer in den Rohrstutzen mündenden axialen Bohrung (17v) und einer oder mehreren die axiale Bohrung mit der Kammer verbindenden seitlichen Öffnungen (17") versehen ist.
DEC45472D 1930-10-11 1931-10-10 Vorrichtung zum selbsttaetigen Schliessen und OEffnen des Zuendstromes fuer Brennkraftmaschinen Expired DE561360C (de)

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