-
Vorrichtung zum selbsttätigen Schließen und Öffnen des Zündstromes
für Brennkraftmaschinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum selbsttätigen
Schließen und Offnen des Zündstromkreises für Brennkraftmaschinen mit zwei im Zündstromkreis
isoliert voneinander angeordneten feststehenden Kontaktgliedern und einem damit
zusammenwirkenden beweglichen Kontaktglied, welches mittels einer beweglichen Trennwand
zwischen zwei mit der Ansaugleitung der Brennkraftmaschine bzw. mit der Atmosphäre
kommunizierenden Kammern gesteuert wird.
-
Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art wirken die Kontaktglieder
entweder nach Art eines reinen Schleifkontaktes oder nach Art eines reinen Druckkontaktes
zusammen. Im ersteren Falle besteht das bewegliche Kontaktglied aus einem axial
verschiebbaren Zapfen, welcher auf einem Teil seiner Länge mit einer isolierenden
Ummantelung versehen ist und gegen den von der Seite her die ortsfesten Kontaktglieder
dauernd federnd anliegen. Die Federkraft und mithin die Pressung zwischen den Kontaktgliedern
müssen hierbei gering gewählt werden, um einen unzulässig großen Reibungswiderstand
zwischen den Schleifkontaktgliedern zu vermeiden. Dadurch wird die Zuverlässigkeit
des Stromschlusses beeinträchtigt, zumal nach längerer Betriebsdauer die Schleifkontaktglieder
abgenutzt werden. Bei einem reinen Druckkontakt besteht der Nachteil, daß durch
Verunreinigung oder Oxydation der Kontaktflächen Störungen eintreten können. Ferner
kann durch die unvermeidlichen Schwankungen des Unterdruckes in der Saugleitung
während des Betriebes eine ungewollte Stromunterbrechung verursacht werden.
-
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile. Sie besteht darin, daß bei
der Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art entweder das bewegliche oder die feststehenden
Kontaktglieder durch zwei winklig zueinander angeordnete und mit je einer Schrägfläche
des oder der Gegenkontaktglieder keilartig zusammen-. wirkende federnde Schenkel
gebildet sind. Auf diese Weise werden die Vorteile des Schleifkontaktes und des
Druckkontaktes vereinigt, die Nachteile jedoch vermieden. Eine Abnutzung der Kontaktglieder
kann sich bei weitem nicht in dem Maße schädlich auswirken wie bei den bekannten
Schleifkontakten. Gegenüber den Druckkontakten hat die Erfindung den Vorteil, daß
der Stromschluß auf einem größeren Wege der beweglichen Trennwand, beispielsweise
eines Kolbens einer Membran, aufrechterhalten wird, ohne daß der Widerstand, welcher
der Bewegung der Trennwand entgegenwirkt, eine nennenswerte Zunahme erfährt. Der
Hauptvorteil gegenüber den bekannten Anordnungen besteht darin,
daß
durch das keilartige Zusammenwirken der Kontaktglieder` eine bedeutend größere Pressung
zwischen den Berührungsflächen erzielt wird als bisher.
-
Ein besonders einfacher und gedrängter Aufbau der Vorrichtung wird
bei der Ausführungsform der Erfindung dadurch erzielt, daß bei Verwendung der winklig
zueinander angeordneten federnden Schenkel als feststehende Kontaktglieder das bewegliche
Kontaktglied kegelstumpfförmig ausgebildet ist.
-
Da bei der neuartigen Ausbildung und Anordnung der Kontaktglieder
an den letzteren erhebliche seitliche Kräfte auftreten können, müssen Vorkehrungen
getroffen werden, um bei der üblichen Anordnung des beweglichen Kontaktgliedes an
der beweglichen Trennwand eine Schrägstellung bzw. eine seitliche Verzerrung dieser
Trennwand zu verhindern. Man hat bereits vorgeschlagen, die bewegliche Trennwand
mit einem in der Bewegungsrichtung verschiebbar geführten Zapfen zu versehen. Bei
den bekannten Ausführungen ist für diesen Zapfen eine besondere Gleitführung vorgesehen.
Nach der Erfindung ist zur Führung des verschiebbaren Zapfens der für den Anschluß
der einen Kammer an die Ansaugleitung des Motors bestimmte Rohrstutzen nutzbar gemacht,
wobei der Zapfen mit einer in den Rohrstutzen mündenden axialen Bohrung und einer
oder mehreren die axiale Bohrung mit der betreffenden Kammer verbindenden seitlichen
Öffnungen versehen ist. Dadurch wird der Aufbau der Vorrichtung im Vergleich zu
den bekannten Ausführungen wesentlich vereinfacht.
-
Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt. ' Fig. i zeigt
schematisch das Schaltschema des Stromkreises der Batteriezündung mit der Vorrichtung
nach der Erfindung.
-
Fig. 2 und 3 zeigen je in einem senkrechten Schnitt zwei verschiedene
Ausführungsformen der Vorrichtung nach der Erfindung.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig.2 ist der Hauptbestandteil der
Vorrichtung ein im wesentlichen zylindrischer Körper, welcher zwei mittels Ringscheiben
4, 5 und 6, 7 isolierte Klemmen 2 und 3 trägt. Gemäß Fig. 2 sind die beiden Klemmen
z und 3 diametral einander gegenüber an der Umfangswand des Hohlkörpers i angeordnet.
Die Klemmen werden mittels Ringscheiben 8 und g und Muttern io und ii in Lage gehalten
und tragen auf ihren inneren Enden je eine als Kontaktglied dienende Mutter 12 und
13. Der Hohlkörper i ist durch eine nachgiebige Membran 14 in zwei Kammern unterteilt.
Diese Membran 14 stützt sich mit ihrem Rand gegen einen inneren ringförmigen Vorsprung
ja des Hohlkörpers i ab und wird auf diesen Vorsprung durch einen aus nachgiebigem
Werkstoff bestehenden Ring 15 in Lage gehalten, welcher mittels eines in ein Innengewinde
ib des Hohlkörpers i eingeschraubten Ringes 16 gegen die Membran 14 angepreßt wird.
-
Zentral durch die Membran 14 erstreckt sich ein Bolzen 17, welcher
an seinem den Klemmen 2 und 3 zugekehrten, über die Membran 14 hinausragenden Ende
17a mit Schraubengewinde versehen ist. Auf diesem mit Gewinde versehenen Ende sitzt
ein gegen die Membran 14 anliegender Ring i 8 aus nichtleitendem Werkstoff, welcher
zur Isolierung eines ebenfalls mittels des Bolzens 17 getragenen, zur Herstellung
einer stromleitenden Verbindung zwischen den beiden Klemmen 2 und 3 bestimmten gabelförmigen
Kontaktgliedes ig mit elastischen Schenkeln dient. Zur Befestigung dieses Kontaktgliedes
ig sind ein Ring und darüber eine Mutter 21 und eine Gegenmutter 22 vorgesehen.
-
Der Bolzen 17 ist in einer in der unteren Wand des Hohlkörpers i mit
Gewinde 2q.0 eingeschraubten Hülse 24 mit geringer Reibung verschiebbar und steht
unter der Einwirkung einer Feder 23. Die Schraubhülse 24 ist an ihrem äußeren Ende
ebenfalls mit Schraubengewinde 24b versehen, mittels dessen sie an die Ansaugleitung
des Motors angeschlossen werden kann. Der Bolzen 17 besitzt eine axiale Bohrung
17b, ferner eine diese Bohrung mit dem Innern des Hohlkörpers i verbindende seitliche
Üffnung 17c und an der Außenseite eine zur Regelung des Unterdruckes dienende Nut
1711. Das der Schraubhülse 24 gegenüberliegende Stirnende des Hohlkörpers i ist
durch einen Deckel 25 verschlossen, welcher eine Öffnung 25a. aufweist.
-
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist leicht verständlich. Wenn
die Klemmen 2 und 3 an zwei Leitungsenden des Stromkreises der Batteriezündung angeschlossen
sind und die Buchse 24 mit der Ansaugleitung des Motors verbunden ist, ergibt sich
beim Anlassen des Motors in dem Hohlkörper unterhalb der Membran 14 infolge seiner
Verbindung mit der Ansaugleitung ein Unterdruck. Dieser Unterdruck bewirkt eine
Abwärtsverschiebung des Bolzens 17 gegen die Einwirkung der Feder 23, und zwar unter
Mitnahme des mittleren Teiles der Membran 14. Dadurch kommen die Schenkel des Kontaktgliedes
ig mit den Kontaktgliedern 12, 13 der Klemmen 2 und, 3 in Berührung, so daß der
Stromkreis der Batteriezündung geschlossen wird. Dieser Zustand bleibt so lange
aufrechterhalten, als ein Unterdruck in der Ansaugleitung herrscht. Da beim Stillsetzen
des Motors dieser Unterdruck aufhört, wird der Bolzen 17 unter der Einwirkung der
Feder 23 wieder aufwärts verschoben, so daß
der Stromkreis der Batteriezündung
unterbrochen wird, indem unter die Einwirkung der Feder 23 der Bolzen 17 mit der
Membran 1.4 und dem Kontaktglied i9 in die Ausgangsstellung zurückgebracht wird.
-
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 ist eine ebene Membran 14
vorgesehen, welche mit geringer Reibung in dem zylindrischen Hohlkörper i verschiebbar
ist. Der gegen die innere Umfangsfläche des Hohlkörpers anliegende Rand der Membran
1.4 ist umgebogen. Um eine ausreichende Dichtigkeit der Berührung zwischen dem Rand
der Membran und der inneren Umfangsfläche des Hohlkörpers zu sichern, ist mit der
Membran 14 eine gezahnte starre Scheibe 26 fest verbunden. Das von dem Bolzen 17
getragene Kontaktglied ist hierbei durch das kegelstumpfförmige Ende einer auf dem
Gewindeende des Bolzens sitzenden Mutter 27 gebildet. Die Klemmen 2 und 3 werden
von dem Deckel 25 getragen. Die mit den Klemmen 2 und 3 verbundenen Gegenkontaktglieder
bestehen aus zwei gabelartig angeordneten Blattfedern 28, 29.
-
Die Vorrichtung nach Fig.3 besitzt im wesentlichen die gleiche Wirkungsweise
wie diejenige nach Fig.2. Durch den unterhalb der Membran 1,4 auftretenden Unterdruck
wird der Bolzen 17 mitsamt der Membran 14 der Scheibe 16 und dem Kontaktglied 27
abwärts verschoben, so daß das Kontaktglied 27 mit den Gegenkontaktgliedern 28 und
29 in Berührung gelangt. Diese Abwärtsv erschiebung erfolgt gegen die Einwirkung
der Feder 23. Sobald bei Stillstand des Motors der Unterdruck in der Ansaugleitung
aufhört, wird der Bolzen 17 mit den von ihm getragenen Gliedern wieder in seiner
Ausgangsstellung durch die Kraft der Feder 23 aufwärts verschoben, so daß der Stromkreis
der Batteriezündung unterbrochen wird.
-
Selbstverständlich können die Einzelheiten des Aufbaues von den dargestellten
Ausführungsbeispielen abweichen.