DE56067C - Verfahren zur Herstellung von Steppdecken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Steppdecken

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DE56067C
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Germany
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sleeve
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ceiling
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT56067D
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English (en)
Original Assignee
L. BENDIX in Hannover, 4 Scholvinstrafse II
Publication of DE56067C publication Critical patent/DE56067C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G9/00Bed-covers; Counterpanes; Travelling rugs; Sleeping rugs; Sleeping bags; Pillows
    • A47G9/02Bed linen; Blankets; Counterpanes
    • A47G9/0207Blankets; Duvets

Landscapes

  • Bedding Items (AREA)
  • Mattresses And Other Support Structures For Chairs And Beds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Das jetzige Verfahren zur Herstellung von Steppdecken besteht darin, dafs zwei Stofflagen von passender Gröfse genau auf einander gelegt und mit Steppnähten nach beliebigem Muster, z. B. Fig. 1, versehen werden, wodurch sich Kanäle zwischen den Nähten α b c d e bilden, welche durch in denselben gelassene Oeffnungen mit Daunen, Federn u. s. w. gefüllt werden.
Nach dem Füllen werden die Oeffnungen geschlossen.
Bei diesen Decken befindet sich das Füllmaterial lose in den Kanälen und liegt direct an ihren Wandungen und den Nähten; daher kann eine Entleerung der Kanäle von ihrer Füllung nur durch eine Trennung der Nähte erfolgen. Hierbei treten in erster Linie Verluste an Füllmaterial ein. Auch ist es bei Wiederherstellung der getrennten Nähte unmöglich, diese so zu machen, dafs die in den Decken befindlichen alten Nadelstichlöcher wieder benutzt werden. Hierdurch werden in gebrauchten Decken die neugemachten Kanäle undicht.
Aber auch die neuen Decken mit loser Füllung werden bald undicht im Gebrauch, weil sich die Daunen durch die Stichlöcher der Nähte drängen.
Die nach dem jetzigen Verfahren hergestellten Steppdecken besitzen hiernach folgende Mängel:
Füllmaterial und Deckenstoff können ohne Zerstörung der Stepparbeit nicht getrennt werden, und ist daher eine Reinigung oder Desinficirung beider in erfolgreicher Weise unmöglich. Durch die directe Berührung der Füllmasse mit den Kanalwandungen und den Nähten dringen die Daunen im Gebrauch durch letztere und meist auch durch den Stoff der Decke. Die Trennung des Füllmaterials von der Decke und das Wiederherstellen derselben bedingt, abgesehen von dem Verlust an Stoff und Füllmaterial, erhebliche Arbeitslöhne für Trennen, Neusteppen und Neufüllen.
Alle diese Uebelstände werden durch das nachfolgende Verfahren der Herstellung von Steppdecken vermieden.
Es werden bei Steppdecken aller Gröfsen und mit beliebigen Steppmustern die Kanäle mit den Formen der letzteren genau angepafsten Fac. on - Polsterkissen versehen, welche das Füllmaterial enthalten und in die dazu passenden Kanäle leicht eingebracht und ebenso leicht aus denselben gezogen werden können.
Die Decken werden so gesteppt und die Kissen so hergestellt, dafs der Arbeitsaufwand für Decken und Kissen gering wird und die Anfertigung der Hülsen für letztere, selbst bei den complicirtesten Fagons, ohne Stoffverlust verbunden ist.
Die Fafon-Polsterkissen werden genau nach dem Muster der in bisher gebräuchlicher, durch einfache Steppnähte gebildeten Deckenkanäle dadurch hergestellt, dafs z. B. für die Hülsen der Polsterkissen zu der in Fig. 1 gezeichneten Steppdecke fünf verschiedene Schablonen gemacht werden, welche, um die Hülsen nähen zu können, ringsherum ungefähr s/4 cm gröfser als die ihnen entsprechenden Deckenkanäle sein müssen. Ein Ineinanderschieben dieser Schablonen beim Aufzeichnen auf den Hülsenstoff ist damit ausgeschlossen.
Beim Zuschneiden der einzelnen Hülsentheile aus ihrem kostspieligen, weil daunendichten Stoff, geht daher von diesem viel verloren. Auch erfordert das nothwendig accurate Zusammennähen der einzeln nach der Schablone geschnittenen Hülsen sehr viel. Zeit und besondere Vorsicht.
Um den vorstehend bezeichneten Uebelständen, welche dies Verfahren der Herstellung der einzelnen Hülsen für die Facon- Polsterkissen im Gefolge hat, zu begegnen, werden zwei Stücke Hülsenstoff H (Fig. 2) genommen, welche genau dieselbe Gröfse wie die beiden Deckenstoffstücke D (Fig. 3) haben, wovon nur das eine einen Schlitz A B erhält, der, wie in Fig. 3, mit einer Passe zum Zuknöpfen versehen ist, oder auch geschnürt, zugebunden oder sonstwie geschlossen werden kann.
Die beiden Hülsen- sowie die Deckenstücke zeichnet man darauf nach derselben Schablone auf und versieht sie (Fig. 4) mit den parallelen Musternähten α b c d e und b1 C1 d1 ex, welche ungefähr 1 cm von einander entfernt sind. Damit ist die Decke bis zum Einführen der Polsterkissen fertig, während diese aus dem Hülsenstoff mit Doppelnähten dadurch hergestellt werden, dafs sie durch Schnitte, z. B. D2 (Fig. 4), welche zwischen den beiden parallelen Nähten, z.B. d und dly gemacht werden, in ebenso viele in sich geschlossene und von zwei benachbarten, nicht parallelen Nähten eingefafste Hülsen getrennt werden. So ist Fig. 6 die Hülse, welche durch die Schnitte zwischen den Nähten d dx und c C1 entsteht.
Die Hülsen schneidet man nun an einer Stelle, z. B. A1 B1, durch, näht die eine Seite wieder zu, wie dies in Fig. 6 durch Punktirung neben dem Schnitt A1-B1 angedeutet ist, und füllt nun durch die andere Seite, nachdem die Hülsennähte durch Umwenden der Hülsen nach innen gebracht sind, letztere mit Daunen, Federn oder sonst gebräuchlichem Material.
Dann schliefst man auch die noch offenen Enden und erhält so Facon-Polsterkissen, welche leicht durch den Schlitz A B bezw. die durch die Parallelnähte getrennten Theile derselben in die entsprechenden Kanäle eingeführt bezw. später denselben leicht wieder entnommen werden können. Diese Kissen sind den Kanälen genau congruent und füllen sie daher genau aus. Die Theile des Schlitzes A B werden nach dem Einbringen der Kissen durch die oben angegebenen Mittel geschlossen.
Im Vorstehenden ist vorausgesetzt, dafs die Hülsen der Polsterkissen durch Steppnähte gebildet werden. Man kann aber auch die zwischen den punktirten parallelen Linien befindlichen Stoffstreifen der Hülsenstoffe H als Klebstellen für diese ansehen, d. h. man kann annehmen, ohne in der Sache sonst etwas zu ändern, dafs die beiden Stoffe H durch eines der bekannten Verfahren in den oben genannten Streifen auf einander geklebt und so ohne Nähen fest verbunden wären. Dann würde man, um die einzelnen Hülsen zu gewinnen, wieder, wie bei dem vorigen Verfahren, durch Schnitte innerhalb dieser Streifen den ganzen Hülsenstoff in die einzelnen, in sich geschlossenen Hülsen zerlegen und letztere in der angegebenen Weise für die Polsterkissen verwenden können.
Fig. 5 stellt in auffällig skizzirter Weise den Durchschnitt der Decke mit angefüllten Polsterkissen in den Kanälen dar, worin H1 die genähten oder geklebten Hülsen mit den Füllungen in den bezüglichen Kanälen sind.
Da, wo es für das Einbringen der Polsterkissen in die Deckenkanäle erforderlich sein sollte, kann man die Hülsen ^T1 auch in mehrere Theile zerlegen und die Auspolsterung der Kanäle durch das so in mehrere Theile zerlegte Kissen bewirken.
Für die Herstellung der Decke ist nur eine Schablone nöthig, Decken und Hülsen werden in einer und derselben Weise genäht, wenn die Hülsen nicht etwa geklebt werden sollen. Es geht daher kein Stoff verloren, die Kissen passen genau in ihre Kanäle und können leicht in diese gebracht und aus ihnen wieder entnommen werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung von Steppdecken mit Facon-Polsterkissen, darin bestehend, dafs man die beiden Stoffstücke D für die Decke und H für die sämmtlicben Hülsen der Polsterkissen nach derselben Schablone aufzeichnet, darauf in gleicher Weise mit parallelen Doppelnähten versieht oder die Hülsenstoffe, statt sie so zu nähen, in den gleichen Stellen zusammenklebt und den so genähten bezw. geklebten Hülsenstoff durch Schnitte (z. B. D2) zwischen und parallel den Doppelnähten oder den Klebstellen (z. B. d und ^1) in die einzelnen Hülsen trennt, dann an einer oder mehreren Stellen durchschneidet (wie z. B. Hülse H, Fig. 6, mit einem Schnitt in A1 B1), das eine Schnittende wieder zunäht, sie umwendet und durch ihr anderes Schnittende sie mit Daunen, Federn u. s. w. füllt, dann auch dieses schliefst, und die so fertigen Facon-Polsterkissen durch Oeffnungen (wie z. B. AB in Fig. 3 und 4) in die zugehörigen Deckenkanäle bringt, welche man darauf zuknöpft, zuschnürt, überhaupt so verschliefst, dafs man sie ohne Schwierigkeit leicht wieder öffnen kann, wenn die Kissen in wärmeren Jahreszeiten oder für die Reinigung der Decke .oder andere Zwecke aus den Kanälen herausgenommen werden sollen.
    Hierzu ι Blatt .Zeichnungen.
DENDAT56067D Verfahren zur Herstellung von Steppdecken Expired - Lifetime DE56067C (de)

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