DE559447C - Elektrischer Freiluftschalter mit Hauptkontakt und Hilfskontakt - Google Patents
Elektrischer Freiluftschalter mit Hauptkontakt und HilfskontaktInfo
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- DE559447C DE559447C DEA61627D DEA0061627D DE559447C DE 559447 C DE559447 C DE 559447C DE A61627 D DEA61627 D DE A61627D DE A0061627 D DEA0061627 D DE A0061627D DE 559447 C DE559447 C DE 559447C
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- contacts
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H31/00—Air-break switches for high tension without arc-extinguishing or arc-preventing means
Landscapes
- Thermally Actuated Switches (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
21. SEPTEMBER 1932
21. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. April 1931 ab
Im Freien aufgestellte elektrische Schalter sind bekanntlich der Gefahr ausgesetzt, daß
sich ihre Trennmesser und festen Kontakte während der Winfermonate mit einer Eis-S
schicht überziehen. Die Eisschicht ist besonders dann unangenehm, wenn die Eisbildung
bei geöffnetem Schalter stattfindet, da das Eis isolierend wirkt, so daß beim Schließen
des Schalters kein Stromschluß vorhanden ist. Der Stromschluß kann allerdings trotz
Eisschicht dann eintreten, wenn die Spannung der Anlage derart hoch ist, daß die Eisschicht
durchschlagen wird. Solche Durchschläge können jedoch den Schalter, namentlich wenn
X5 er mit Bürstenkontakten ausgerüstet ist, stark
beschädigen. Noch ungünstiger liegt der Fall bei Freiluftschaltern mit Vorkontakten, und
zwar deshalb, weil es vorkommen kann, daß bei vereisten Hauptkontakten die nur für
Momentanstrom bemessenen Vorkontakte Dauerstrom führen müssen und dadurch zerstört
werden.
Diese Nachteile werden vermieden, wenn gemäß der Erfindung die Vorkontakte hinsichtlich
ihrer Größe und ihres Materials derart angeordnet und gewählt werden, daß die von ihnen erzeugte Stromwärme das die
Gegenkontakte etwa umgebende Eis zum Schmelzen bringt.
In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt.
Fig. ι zeigt die Schaltkontakte eines geschlossenen Freiluftschalters im Aufriß und
Fig. 2 im Seitenriß, während Fig. 3 eine der Fig. ι entsprechende, etwas abweichende Bauart
der Schaltkontakte darstellt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2 bezeichnet 1 einen als Bürste ausgebildeten
Hauptkontakt; der eine plattenförmige Traverse 2 trägt, an der drei Doppelblattfedern 3
mittels Kopfschrauben 4 befestigt sind. Die freien Enden dieser Blattfedern 3 drücken auf
messerförmige Vorkontakte 5, die einerseits um den Bolzen 6 drehbar sind und andererseits
mit ihrer Schneide 7 auf den Gegenkontakt 8 drücken. Der Bürstenkontakt 1 und
der Gegenkontakt 8 sind, wie bisher üblich, aus einem Material hoher elektrischer Leitfähigkeit,
z. B. Kupfer, hergestellt, während für die messerförmigen Vorkontakte 5 Wider-Standsmaterial
verwendet ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei Stromdurchfluß die Vorkontakte 5 sich verhältnismäßig
stark erhitzen, wodurch eine den Gegenkontakt 8 etwa umgebende Eisschicht sicher zum
Schmelzen gebracht wird. Für gewöhnlich werden beim Schließen des Schalters, d. h.
beim Abwärtsbewegen des Hauptkontaktes 1 und der Vorkontakte 5, die Schneiden 7 dieser
Vorkontakte 5 die zwischen ihnen und dem Gegenkontakt 8 vorhandene Eisschicht durchschneiden
und auf diese Weise den elektrischen Stromschluß herstellen. Sollte jedoch die Eisschicht zu stark sein, und zwar derart,
daß beim Schließen des Schalters der Stromschluß auf mechanischem Wege nicht hergestellt wird, so wird an der Schneide 7
des Vorkontaktes S zunächst eine elektrische
Entladung infolge Spitzenwirkung zum Gegenkontakt eintreten, die später den Stromschluß
herstellt.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 unterscheidet sich von der nach Fig. 1 und 2 daäurch,
daß am Gegenkontakt 8 ein messerförmiges Kontaktstück 9 befestigt ist, das
beim Schließen des Schalters mit den als Vorkontakt dienenden Bürstenfedern 10 in
Berührung kommt, die ihrerseits auf dem als Bürstenkontakt ausgebildeten 'Hauptkontakt 1
ruhen. Die elektrische und mechanische Wirkungsweise dieser "Bauart ist sinngemäß die
gleiche wie die der Atisführungsform nach Fig. ι und 2.
Zum Schutz des offenen Schalters gegen von oben oder seitlich fallenden Schnee kann
er mit einer schwenkbaren Schutzkappe versehen werden, die sich beim Öffnen des Trennmessers selbsttätig über den festen
Kontakt schiebt, während sie ihn beim Schließen des Messers freigibt.
Der neue Schalter kann sowohl als Trennschalter als auch als Leistungsschalter gebaut
sein. Handelt es sich um einen Freilufttrennschalter, dessen vereiste Kontakte offen
sind, so würde das Auftauen wie folgt geschehen. Zunächst wird, wie üblich, der Trennschalter geschlossen. Dabei sei angenommen,
daß beim Schließen kein Durchschneiden der Eisschicht eingetreten sei, d. Jfi.
daß keine stromleitende Verbindung zwischen Vorkontakt und Hauptkontakt hergestellt
worden sei. Sobald dann der Leistungsschalter geschlossen wird, tritt zwischen Vorkontakt
und Hauptkontakt infolge Spitzenwirkung ein allmählicher Stromübergang ein, der den Vorkontakt erhitzt und die Eisschicht
zum Schmelzen bringt, wodurch der vollkommene Stromschluß hergestellt ist. Es wird also die gleiche Wirkung erreicht, wie
wenn beim Einlegen des Trennschalters irgendein Heizstromkreis oder Verbraucherstromkreis
geschlossen wird, obwohl*, der Leistungsschalter noch offen ist.
Claims (5)
1. Elektrischer Freiluftschalter mit
* Hauptkontakt und Hilfskontakt, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfskontakt
(Vorkontakt) hinsichtlich · seiner Größe sowie seines ^Materials derart angeordnet
und gewählt ist, daß die von ihm erzeugte Stromwärme nach dem Einschalten die den benachbarten Hauptkontakt etwa umgebende
Eisschicht zum Schmelzen bringt.
2. Freiluftschalter nach Anspruch i, '
dadurch gekennzeichnet, daß der Vorkontakt aus Widerstandsmaterial hergestellt ist.
3. Freiluftschalter nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine derartige Form
des Vorkontaktes, daß er im geschlossenen und vereisten Zustand eine elektrische
Spitzenentladung zum festen Kontakt erzeugt.
4. Freiluftschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorkontakt
messerförmig zugespitzt ist.
5. Freiluftschalter nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gegenkontakt für den Vorkontakt als Messer ausgebildet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA61627D DE559447C (de) | 1931-04-18 | 1931-04-18 | Elektrischer Freiluftschalter mit Hauptkontakt und Hilfskontakt |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA61627D DE559447C (de) | 1931-04-18 | 1931-04-18 | Elektrischer Freiluftschalter mit Hauptkontakt und Hilfskontakt |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE559447C true DE559447C (de) | 1932-09-21 |
Family
ID=6942643
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA61627D Expired DE559447C (de) | 1931-04-18 | 1931-04-18 | Elektrischer Freiluftschalter mit Hauptkontakt und Hilfskontakt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE559447C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095351B (de) * | 1958-12-17 | 1960-12-22 | Siemens Ag | Erdungsschalter |
-
1931
- 1931-04-18 DE DEA61627D patent/DE559447C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1095351B (de) * | 1958-12-17 | 1960-12-22 | Siemens Ag | Erdungsschalter |
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