DE558792C - Verfahren zum Schleifen von Zahnraedern - Google Patents
Verfahren zum Schleifen von ZahnraedernInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Schleifen von Zahnrädern u. dgl. Im
Gegensatz zu dem zum Schleifen von Zahnrädern bekannten Abwälzverfahren werden bei
der Erfindung in an sich bekannter Weise das Werkstück und ein mit negativ flächengleichen
oder flächenähnlichen Arbeitsflächen versehenes Werkzeug in der Achsenrichtung relativ zueinander bewegt.
Ein derartiges Schleifverfahren in verschiedener Richtung zu verbessern, ist Zweck der
vorliegenden Erfindung. Bei den bekannten Vorschlägen treten Werkzeug und Werkstück
nur jeweils am oberen Hubende miteinander außer Eingriff. Bei dieser Arbeitsweise kann
eine gleichmäßige Schleifwirkung auf allen Teilen des Werkstückes nicht erzielt werden.
Auch ist man in der Wahl der Abmessungen der zu schleifenden Werkstücke beschränkt. Der
bekannte Vorschlag läßt außerdem außer acht, daß die Aufrechterhaltung des entsprechenden
Flankendruckes während des Schleifvorganges für die Güte des Schleifprozesses eine wesentliche
Voraussetzung ist.
Die Erfindung beseitigt die Nachteile der bekannten Verfahren dadurch, daß Werkstück
und Werkzeug am oberen und unteren Hubende außer Eingriff gebracht, in den Trennlagen zur
Änderung der in Eingriff miteinander zu bringenden Schleifflächen absatzweise weitergeschaltet
und in Eingriffslage einem an sich bekannten Flankendruck ausgesetzt werden.
Die völlige Trennung von Werkzeug und Werkstück am Ende eines jeden Hubes und die
Aufrechterhaltung des Flankendruckes so lange, bis die Trennung an jedem Hubende eingetreten
ist, sichern eine symmetrische und ganz genaue Zahnform. Beide Stirnenden des Zahnes werden
gleichmäßig bearbeitet. Dieser Vorteil macht sich insbesondere bemerkbar, weil es nach der
Erfindung möglich ist, daß das Werkzeug selbst eine größere Länge erhält. Der Nachteil des
stärkeren Wegschleifens der Flanken an den Stirnenden tritt um so mehr zurück, je länger
das Werkzeug im Verhältnis zur Länge des Werkstückes ist.
Um den Grundsatz, daß die von einer zu schleifenden Fläche abgenommene Werkstoffmenge
proportional ist der über eine Flächeneinheit des Werkstückes hinweggehenden Fläche
des Werkzeuges, weiterhin dem Druck der Schleiffläche auf eine Flächeneinheit des zu
schleifenden Werkstückes, bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahren genau
zu berücksichtigen, wird zweckmäßig der Flankendruck zwischen Zahnrad und Werkzeug im
Zusammenhang mit der Größe der jeweils in Eingriff tretenden Arbeitsflächen selbsttätig
geändert, und zwar derart, daß, ausgehend von der Lage des Werkzeuges außer Bereich mit dem
Werkstück, der Arbeitsbeginn mit geringem Flankendruck erfolgt, welch letzterer sich dann
fortschreitend steigert bis zur letzten Eingriffstellung und dann zurückgeht, bis Werkzeug
und Werkstück am anderen Hubende wieder außer Eingriff treten. Dadurch ist eine gleichmäßige
Schleifwirkung auf allen Flächen, die gleichzeitig miteinander in Berührung treten,
gewährleistet. Der mittlere Teil des zu schleifenden Zahnes wird besonders belastet, dagegen
werden die dem Stirnende gegenüberliegenden Flächen, welche den schwächsten Teil des Zahnes
darstellen, geschont. Das Zahnprofil wird dadurch auf der ganzen Länge des Werk-Stückes
genau gleichförmig.
Besonders zweckmäßig ist es, bei der Maschine zur Durchführung des Verfahrens Werkstück
und Werkzeug am oberen und unteren Hubende selbsttätig fortzuschalten. Durch die Weiterschaltung
werden alle Unregelmäßigkeiten sowohl in der Form der einzelnen Zähne als auch im Abstand der einzelnen Zähne voneinander
vermieden.
Die Erfindung ist natürlich nicht an die Beis
arbeitung von Zahnrädern allein gebunden, vielmehr lassen sich auch andere Maschinenteile
unter Ausnutzung der Vorteile des neuen Verfahrens bearbeiten. Das Schleifen von
Zahnrädern stellt jedoch das Hauptanwendungsgebiet des Verfahrens dar, daher sind auch in
den Zeichnungen beispielsweise Vorrichtungen zur Durchführung des Verfahrens beim Schleifen von Zahnrädern dargestellt. Aus diesen
sind weitere die Gestaltung der Maschine zur Durchführung des Verfahrens betreffende Erfindungsmerkmale
zu entnehmen. In den Zeichnungen ist
Abb. ι ein senkrechter Schnitt durch die Maschine,
Abb. ι ein senkrechter Schnitt durch die Maschine,
Abb. 2 ein teilweise geschnittener Vorderaufriß derselben,
Abb. 3 ein Schnitt in größerem Maßstabe, im wesentlichen nach Linie 3-3 der Abb. 2,
Abb. 4 ein geschnittener Aufriß nach Linie 4-4 der Abb. 2,
Abb. 5 ein waagerechter Schnitt nach Linie 5-5 der Abb. 2,
Abb. 6 ein waagerechter Schnitt nach Linie 6-6 der Abb. 3,
Abb. 7 ein waagerechter Schnitt nach Linie 7-7 der Abb. 1,
Abb. 8 ein senkrechter Teilschnitt durch das Werkzeug und die benachbarten Teile, entsprechend
einer abgeänderten Ausführungsform der Maschine.
Die dargestellteVorrichtung wird zweckmäßig beschrieben mit Bezug auf drei ihrer Hauptwirkungen,
nämlich erstens die relative hin und her gehende Bewegung zwischen dem zu schleifenden Zahnrade und seinem Werkzeug,
zweitens die absatzweise fortschreitende Änderung der Lage der Zähne des Zahnrades und des
Werkzeuges zueinander und drittens die Änderung des gegenseitigen Zahndruckes zwischen
den Zähnen des Zahnrades und des Werkzeuges.. Auf dem Maschinengestell A sind Zentrierspindeln
B und C zur Festhaltung einer das zu schleifende Zahnrad E tragenden Welle D gelagert.
Konzentrisch zur Achse dieser Spindeln und zur Welle liegt ein Halter F für ein Innenzahnrad
oder das Schleifwerkzeug G. Das Werkzeug G, das aus geeignetem Material, wie
Gußeisen, besteht, besitzt die Gestalt eines Innenzahnrades, dessen Teilkreisdurchmesser
und Zahnteilung ungefähr dieselben sind wie diejenigen des zu schleifenden Stirnrades, so
daß es über letzteres paßt und die Innenzähne des Werkzeuges gleichzeitig in Eingriff mit dem
zu schleifenden Stirnrade stehen. Der Werkzeughalter F ist konzentrisch zur Achse der
Spindeln B und C angeordnet und mittels eines Wälzlagers F2 auf einem Querhaupt H
gelagert, welches in Führungen I des Maschinengestelles gleitet. Das obere Ende des Werkzeuges
wird zusätzlich gestützt durch ein Wälzlager F1 zwischen dem Werkzeug und dem
Querhaupt H. Der Halter F weist einen abwärts gerichteten, rohrförmigen Fortsatz Fs
auf, welcher gleitend in einem festen Lager Gh geführt ist. Letzteres ist einstellbar im Maschinengestell
festgeklemmt. Der Rohrfortsatz F3 trägt Keile F", welche in gerade Längsnuten G"
im festen Lager G1 eingreifen. / ist ein Hebel, der dem Querhaupt H und dem Halter F eine
hin und her gehende Bewegung erteilt und durch einen mit einer Kurbel L verbundenen Lenker K
angetrieben wird. Offensichtlich bewirkt die auf und nieder gehende Bewegung des Querhauptes
H eine entsprechende auf und nieder gehende Bewegung des Werkzeuges, und die
Keil- und Nutverbindung F" und G" sichert das Werkzeug gegen eine Drehbewegung. Die Hublänge
der auf und nieder gehenden Bewegung kann geändert werden durch Änderung der Länge der Kurbel L, deren Zapfen radial verstellbar
in einem Schlitz V- der Kurbelscheibe ist. Somit wird während jeder Umdrehung der
Kurbel das Werkzeug in der Längsrichtung um eine Entfernung bewegt, die gleich ist seiner
Länge zuzüglich etwas mehr als die Breite des zu schleifenden Zahnrades, wobei das Werkzeug
mit dem Zahnrade an seinen einander gegenüberliegenden Hubenden in und außer Eingriff tritt. Da die feste Spindel B lang ist
und nur an ihrem unteren Ende gehalten wird, so kann sie sich etwas durchbiegen, derart, daß
ihr oberes Ende für das Zahnrad und die Welle einen Stützpunkt bildet, der seitlich in jeder
Richtung sich etwas mit Bezug auf das Werkzeug und seinen Halter bewegen kann.
Der Hebel / ist, wie dargestellt, gegabelt, so daß er den Halter H umgreift. Um die Längsbewegung
zuzulassen, welche bei den verschiedenen Winkellagen des Hebels auftritt, ist ein
gewölbtes Lager J1 im Gestell vorgesehen, welches ein Rollenlager /2 am Ende des Hebels
erfaßt.
Um die Lage des Zahnrades und des Werkzeuges bei aufeinanderfolgenden Hüben zuverändern,
ist eine absatzweise wirkende Winkelvorschubeinrichtung vorgesehen. Sie besteht aus einer Welle M, die von der Kurbelwelle
mittels Kegelräder M1 und einer biegsamen, mit Universalgelenken versehenen Welle angetrieben
wird. Die Welle P liegt parallel zur Spindel C und trägt ein Zahrad Q, das mit
einem Zahnrade Q1 kämmt. Die hakenförmige Nabe des letzteren ist drehbar auf dem unteren
Ende einer die Spindel C umgebenden Hülse 22 gelagert. Die Hülse R ist gleitbar im Maschinengestell
gelagert, sie kann aber durch die Klemme R1 festgesetzt werden. Auf der Nabe des
Zahnrades Q1 ist drehbar eine Hülse Q2 gelagert,
auf welcher die Nabe eines Schaltrades W verkeilt ist. Die Hülse Q2 ist mit der Nabe des
Zahnrades Q1 mit Hilfe einer einen toten Gang aufweisenden Verbindung verbunden, die aus
einem von der Nabe des Zahnrades Q1 vorragenden Ansatz S* besteht, der in ein geschlitztes
Lager in der Hülse Q2 eingreift (Abb. 6). Eine leichte Spiralfeder S3 in dem geschlitzten
Lager hält den Ansatz normalerweise in treibender Berührung mit der Hülse Q'2. Das Zahnrad
Q1 und die Hülse Q2 werden in wirksamer
Lage auf der Hülse R durch die Mutter Si gehalten. Der Teil S5 steht durch Gewinde mit
der Hülse Q2 in Eingriff und dient zur Festhaltung des Schaltrades W darauf. Eine Hülse S
ist an dem Nabenteil des Schaltrades W mittels Schrauben befestigt und an ihrem unteren Ende
mit einer Mehrzahl von Ansätzen S1 versehen, welche in entsprechende Nuten einer Scheibe Γ
eingreifen, die auf dem oberen Ende der Spindel D befestigt ist. Es dreht sich daher die
Spindel D zweimal während jeder Umdrehung der Kurbel L, und zwar zu einer Zeit, wo das
Zahnrad außer Eingriff mit dem Werkzeug steht, derart, daß die Lage der Zahnradzähne
mit Bezug auf das Werkzeug um einen oder zwei Zähne geändert wird. Offensichtlich wird
das Maß des Winkelvorschubes bestimmt durch das Verhältnis der Zahnräder Q undQ1 zueinander,
und die Maschine ist ohne weiteres geeignet zum Schleifen von Zahnrädern mit verschiedenen
Zahnteilungen, indem für die Zahnräder Q und Q1 andere Paare ähnlicher Zahnräder mit einem
anderen Übersetzungsverhältnis gewählt werden.
Wie oben erwähnt, ist der Zahndruck des Werkzeuges gegen das zu schleifende Zahnrad
pro Flächeneinheit einer der die Schleifwirkung bedingenden Faktoren. Es ist offensichtlich,
daß, da das Werkzeug mit dem Zahnrade in und außer Eingriff gebracht wird, während des
anfänglichen Eingriffs die Berührungsfläche klein ist und allmählich wächst, bis das ganze
Zahnrad mit dem Werkstück in Berührung steht. Deshalb würde, wenn der Umfangsdruck
der Welle D gleichmäßig bliebe, eine stärkere Schleifwirkung an den Enden des Hubes eintreten,
wo die Berührungsfläche begrenzt ist, und eine kleinere in der Mitte des Hubes, wo
die volle Fläche in Eingriff ist. Dies wird vermieden durch Änderung des Zahndruckes während
des In- und Außereingrifftretens, und zwar mit der nunmehr zu beschreibenden Konstruktion.
6g
Der Druck der Zähne des Zahnrades gegen die Zähne des Werkzeuges wird geregelt durch
eine Feder, welche bestrebt ist, das Schaltrad W und die Hülse 5 zu drehen. Diese Drehbewegung
kann eintreten infolge des toten Ganges zwischen dem Zahnrad Q1 und der
Hülse Q2, wie oben beschrieben wurde. Die Feder U zur Ausübung eines Umfangsdruckes
ist vorzugsweise eingeschaltet zwischen die beiden Teile U1 und U2 eines Schiebers, welcher
durch eine von dem Schlitten H getragene Hubscheibe V angetrieben wird. Der Teil U2
trägt eine Klinke U3, welche in die Zähne des auf der Hülse Q2 gelagerten Schaltrades W eingreift.
Die Anordnung ist so getroffen, daß während der Bewegung des Schlittens H die
Hubscheibe V den Teil U1 antreibt, welcher seinerseits den Teil U2 durch Vermittlung der
Feder U antreibt, während der Teil U2 unter Vermittlung der Klinke U3 und des Schaltrades
W der Hülse S einen Verdrehungsdruck gleich der Federspannung erteilt. Die Gestalt
der Hubscheibe F bestimmt die Spannung der Feder, und diese Hubscheibe ist so ausgebildet,
daß der Druck im wesentlichen zwischen ο (wenn das Zahnrad und das Werkzeug zuerst
in Eingriff treten) bis zu einem bestimmten Druck geändert wird, wenn die genannten Teile
in vollem Eingriff miteinander sind. Die Spannung bleibt dann während der weiteren relativen
hin und her gehenden Bewegung des Werkzeuges mit Bezug auf das Zahnrad konstant,
bis am anderen Ende des Hubes das Werkzeug von neuem außer Eingriff tritt, zu welcher Zeit
die Hubscheibe F allmählich die Spannung der Feder verringert, um sie der abnehmenden
Berührungsfläche zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück anzupassen. Diese Änderung
in der Spannung wird ermöglicht durch die einen toten Gang enthaltende Verbindung
zwischen der Hülse Q2 und dem Zahnrade Q1, bestehend aus dem in das geschlitzte Lager eingreifenden
Ansatz S2. Somit wird der Druck des Werkzeuges gegen das Zahnrad im wesentlichen
konstant pro Flächeneinheit der Beruhrungsfläche erhalten.
Um das Einsetzen und Herausnehmen des Werkstückes zu erleichtern, kann das Zentrierlager
C zusammen mit der Hülse 22 nach vorheriger Lösung der Klemme R1 durch den
Hebel C1 gehoben und gesenkt werden. Dadurch wird ein Zurückziehen der Körnerspitze
ermöglicht, sobald die Werkstückwelle D zwecks Lösung des fertiggestellten Werkstückes herausgenommen
oder zum Schleifen eines neuen Werkstückes erneut eingesetzt werden soll.
Bei Ausübung des neuen Verfahrens gemäß
der Erfindung durch die beschriebene Vorrichtung verfährt man wie folgt: Das Zahnrad oder
das sonstige zu schleifende Werkstück wird entweder allein oder serienweise auf der Welle D
aufgebracht und letztere in Eingriff gebracht mit den Zentrierspindeln B und C. Ein entsprechendes
Werkzeug G wird dann in den Ringhalter F eingelegt, so daß seine Zähne mit
denjenigen des Werkstückes in Übereinstimmung liegen. Die Oberfläche des Werkzeuges
wird dann mit Schleifmitteln überzogen und die Maschine in Gang gesetzt, um die auf und
nieder gehende Bewegung des Werkzeuges mit Bezug auf das Werkstück zu beginnen. Gleichzeitig
wird der Zahndruck am Zahnrade, wie oben beschrieben, geändert, so daß während des Eingriffs zwischen Werkstück und Werkzeug
ein gleichmäßiger Zahndruck pro Flächeneinheit der Berührungsfläche erzeugt wird.
Nach jedem Aufundniedergang schaltet der Winkelvorschub das Zahnrad in eine andere
Eingriffslage um, so daß die sich berührenden Flächen bei jedem Arbeitsgange geändert werden.
Das so bewirkte Schleifen wird fortgesetzt, bis das Zahnrad in der richtigen Weise hergerichtet
ist.
Angenommen, es seien in dem zu schleifenden Zahnrade einer oder mehrere Zähne verzerrt,
so daß sie mit dem Werkzeug vor den anderen in Berührung kommen. Dann werden diese
vorragenden Flächen, ebenso wie die damit in Berührung stehenden Teile des Werkzeuges,
zunächst abgeschliffen. Infolge der fortschreitenden Änderung der Lage wird jedoch
die Abnutzung des Werkzeuges gleichmäßig über eine Zahl der Zahne desselben oder alle
Zähne verteilt, während das Schleifen am Werkstück sich an den hochliegenden Stellen
fortsetzt, bis diese auf die Flasche der anderen Teile verringert sind. Wird wiederum angenommen,
daß das Werkzeug ungenau ist, indem gewisse Teile seiner Oberfläche über die richtige
Form vorragen, so kommen auch diese Teile zunächst in Berührung mit den Werkstückzähnen
und werden allmählich weggeschliffen. Es tritt auch eine Schleifwirkung an den Zahnradzähnen
ein; aber infolge der fortschreitenden Änderung in den Zahneingriffen tritt dieses Abschleifen
nicht allein an einem einzelnen Zahn ein, sondern gleichmäßig an einer Mehrzahl von
Zähnen. Demgemäß nähert sich nicht nur das Werkstück, sondern auch das Werkzeug im Verlaufe
des Verfahrens mehr und mehr der richtigen Form. Mit anderen Worten: Die Wirkung
besteht darin, daß durch das Schleifen ein Mittelwert des Umrisses und der Zahnteilung
an allen Zähnen sowohl des Werkstückes als auch des Werkzeuges hergestellt wird, und wenn
dieser Mittelwert dem richtigen Wert entspricht, ist das Zahnrad fertiggestellt. Da die Spindel B
sich an ihrem oberen Ende etwas seitlich bewegen kann, ist das Werkstück bis zu einem
gewissen Grade frei beweglich gestützt. Wenn demgemäß ein gegenseitiger Zahndruck zwischen
drei oder mehr Zähnen des Werkzeuges und einer entsprechenden Zähnezahl des Werkstückes
erzeugt wird, bewegt sich das Werkstück seitlich in solcher Weise, daß es sich selbsttätig mit Bezug auf dasWerkzeug zentriert,
oder, mit anderen Worten, in solcher Weise, daß die Teilkreise des Werkstückes und des
Werkzeuges zum Zusammenfallen gebracht werden. Diese zentrierende Wirkung setzt sich
so lange fort, als der gegenseitige Zahndruck vorhanden ist, und das Ergebnis ist, daß alle
Zähne des Werkstückes ungefähr auf ihren richtigen Umriß mit Bezug auf eine gemeinsame
Zahnradachse und einen entsprechenden Teilkreis gebracht werden unter Entfernung
eines Geringstmaßes an Material von den Zahnflächen.
Die Erfindung ist auch anwendbar auf das Schleifen von Schraubenrädern. Eine hierfür
geeignete abgeänderte Ausführungsform . der Vorrichtung ist in der Abb. 8 dargestellt. Hier
hat das feste Lager G1 schraubenförmige Nuten G2 an Stelle der geraden Nuten G2 der oben beschriebenen
Konstruktion. Die Bauweise ist derart, daß während der hin und her gehenden Bewegung des Halters F das Werkzeug zwangsläufig
durch den Eingriff der Keile F" in die Spiralnuten G2 um denselben Winkel gedreht
wird, wie er den Schraubenzähnen des Werkstückes entspricht. Im übrigen ist die Wirkungsweise
der Vorrichtung dieselbe, wie oben beschrieben.
Während bei der dargestellten Konstruktion dem Werkzeug eine hin und her gehende Bewegung
oder eine kombinierte hin und her gehende und drehende Bewegung gegeben und der Zahndruck durch das Werkstück hergestellt
wird, kann selbstverständlich dasselbe Ergebnis auch dann erreicht werden, wenn diese
relativen Bewegungen und Zahndrücke zwischen Werkzeug und Werkstück einzig ' und allein 105
durch den einen oder den anderen Teil oder teilweise durch den einen und teilweise durch
den anderen Teil bewirkt werden.
Während die Erfindung beschrieben wurde in Anwendung auf das Schleifen von Zahnrädern,
ist sie, wie oben erwähnt, ebenso anwendbar auf das Schleifen anderer Körper mit
ausstrahlenden, in gleichförmigen Kreisreihen angeordneten Flächen. Unter gleichförmigen
Kreisreihen sind solche zu verstehen, bei denen die ausstrahlenden Flächen in solchem Abstand
liegen, daß der Umfangs- oder Teilkreisabstand zwischen zweien dieser Flächen gleich dem Einfachen
oder Mehrfachen des Teilkreisabstandes zwischen zwei benachbarten ausstrahlenden
Flächen ist. Ebenso ist offensichtlich, daß die Erfindung in gleicher Weise anwendbar ist auf
das Schleifen von Innen- und Außenzahnrädern oder anderen Körpern. Wenn somit das Zahnrad
oder der zu schleifende Körper seine Zähne oder ausstrahlenden Flächen auf einem Außendurchmesser
liegen hat, muß das Werkzeug komplementär ausgebildet sein, d. h. mit Innenzähnen
ausgestattet sein, und umgekehrt, wenn das Werkstück Innenzähne besitzt, muß das
Werkzeug Außenzähne aufweisen. In allen Fällen müssen die Teilkreise des Werkstückes
und des Werkzeuges ungefähr gleichen Durchmesser besitzen, und es müssen die Zähne des
Werkzeuges oder di& an Stelle dieser Zähne tretenden Teile Umrisse besitzen, welche den
lg Zahnumrissen des Werkstückes parallel liegen.
Die Ausdrücke entgegengesetzt gezahnt, entgegengesetzt angeordnete Zähne und gegenfiächig
sollen also die komplementäre Innen- und Außenanordnung der Zähne oder Flächen
des Werkstückes und Werkzeuges bzw. Werkzeuges und Werkstückes je nach dem vorliegenden
Fall bezeichnen. Auch der Ausdruck Teilkreis soll, wenn er auf Zahnräder angewendet
wird, den üblichen technischen Sinn haben,
a5 während er in Anwendung auf andere Körper
mit in kreisförmigen Reihen angeordneten ausstrahlenden Flächen die Bedeutung desjenigen
Kreises haben soll, der bestimmt wird durch den mittleren Radius der ausstrahlenden
Flächen.
Wenngleich auch oben eine bevorzugte Ausführungsform des Verfahrens und der Vorrichtung
beschrieben wurde, so können diese dennoch gewissen Änderungen unterliegen, ohne
3g daß vom Wesen der Erfindung abgewichen wird.
Claims (6)
1. Verfahren zum Schleifen von Zahn rädern u. dgl., bei dem das Werkstück und
ein mit negativ flächengleichen oder flächenähnlichen Arbeitsflächen versehenes Werkzeug
in der Achsenrichtung relativ zueinander bewegt werden, dadurch gekennzeichnet, daß Werkstück und Werkzeug am
oberen und unteren Hubende außer Eingriff gebracht, in den Trennlagen zur Änderung
der in Eingriff miteinander zu bringenden Schleifflächen absatzweise weitergeschaltet
und in Eingriffslage einem an sich bekannten Flankendruck ausgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Flankendruck zwischen
Zahnrad und Werkzeug im Zusammenhang mit der Größe der jeweils in Ein-
g5 griff stehenden Arbeitsflächen selbsttätig
geändert wird, derart, daß, ausgehend von der Lage des Werkzeuges außer Bereich mit dem
Werkstück, der Eingriffsbeginn mit geringem Flankendruck erfolgt, sich letzterer dann
fortschreitend steigert bis zur vollen Eingriffslage und im umgekehrten Maß zurückgeht,
bis Werkzeug und Werkstück am anderen Hubende wieder außer Eingriff treten.
3. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß am oberen und unteren Hubende eine selbsttätige Fortschaltung des
Werkstückes und Werkzeuges erfolgt.
4. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Werkzeughalter (F) an einen endseitig verschiebbar und drehbar
gelagerten Doppelhebel (/) angelenkt ist, an dem etwa in der Mitte die Antriebskurbel
angreift, und daß das Getriebe (Q, Q1) nebst Schaltrad (W) zur zwangsläufigen selbsttätigen
Fortschaltung von Werkzeug und Werkstück in den Trennlagen von der die Antriebskurbel (K) für den Doppelhebel tragenden
Welle Antrieb erhält.
5. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet
durch eine im Umfangssinn auf das Schaltrad (W) und die Hülse (S) wirkende Feder
(U), die zwischen die Teile (U1, U2) eines Schiebers eingeschaltet ist, der durch eine
an dem Schlitten (H) angeordnete Hubscheibe derart gesteuert wird, daß der Flankendruck
im Maße des Ineingrifftretens der go Schleifflächen von Null bis zu einem Maximum
und wieder auf Null zurückgehend geändert wird.
6. Maschine zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2 zum Schlei- 9,5
fen von Schraubenrädern, dadurch gekennzeichnet, daß das· zu schleifende Rad einem
Werkzeug konaxial zugeordnet ist, das entgegengesetzt gerichtete Zähne von ungefähr
derselben Zahnteilung wie das zu schleifende Rad aufweist, und daß der eine Teil mit
Bezug auf den anderen durch eine feste Führung mit Schraubennuten zwangsläufig eine aus der axialen und der Drehbewegung
sich zusammensetzende Relativbewegung er- log
hält, und daß der andere Teil während dieser Relativbewegung einen Zahndruck zwischen
den beiden Teilen hervorruft, während in den Trennlagen die absatzweise Weiterschaltung
von Werkstück und Werkzeug erfolgt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED52644D DE558792C (de) | 1927-04-01 | 1927-04-01 | Verfahren zum Schleifen von Zahnraedern |
Applications Claiming Priority (1)
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| DED52644D DE558792C (de) | 1927-04-01 | 1927-04-01 | Verfahren zum Schleifen von Zahnraedern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558792C true DE558792C (de) | 1932-09-21 |
Family
ID=7054343
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DED52644D Expired DE558792C (de) | 1927-04-01 | 1927-04-01 | Verfahren zum Schleifen von Zahnraedern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558792C (de) |
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1927
- 1927-04-01 DE DED52644D patent/DE558792C/de not_active Expired
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