DE558702C - Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten Milchpraeparaten - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten MilchpraeparatenInfo
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- DE558702C DE558702C DEP61450D DEP0061450D DE558702C DE 558702 C DE558702 C DE 558702C DE P61450 D DEP61450 D DE P61450D DE P0061450 D DEP0061450 D DE P0061450D DE 558702 C DE558702 C DE 558702C
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- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C1/00—Concentration, evaporation or drying
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Description
- Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten Milchpräparaten Bei der Herstellung von Trockenmilch ist es bekannt, die einzelnen Bestandteile der Milch für sich zu trocknen und dann wieder zu vereinigen.
- Diese Verfahren haben jedoch sämtlich den Nachteil, daB die bald wieder nach dem TrocknungsprozeB zugeführte Luft eine Oxydation und nach einiger Zeit einen ranzigen Geschmack hervorruft.
- Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, das auf einer Trennung der Milch in zwei Phasen nach Patent 555 a73. beruht und diesen Nachteil nicht besitzt. Es besteht darin, die Milch durch Zusatz von Pektin, wie in der obenerwähnten Patentschrift beschrieben, in zwei Anteile zu zerlegen, von denen der eine dem Gewichte nach nur etwa ein Fünftel oder ein Sechstel der ursprünglichen Menge ausmacht, trotzdem aber alle wichtigen Bestandteile des Ausgangsmaterials enthält. Es ist also ein Milchkonzentrat ohne Verdampfung gewonnen worden. Der zweite Anteil enthält in der Hauptsache Wasser und einen geringen Teil an Salzen und Milchzucker sowie Spuren anderer unwesentlicher Milchbestandteile.
- Hieraus ist zu ersehen, daß man aus der einen dem Volumen nach stark reduzierten Phase, ohne noch viel Wasser entziehen und viel Wärme zuführen zu müssen, ein Trokkenprodukt erhalten kann. Da man nun gerade diesen Teil, der alle wichtigen Bestandteile der Milch enthält, mit nur etwa einem Fünftel der Menge von Luft und Wärme zu trocknen braucht, die sonst notwendig wäre, um gewöhnliche Vollmilch einzudampfen oder erst vorzukonzentrieren und dann zu trocknen, so erhält man ein sehr haltbares Produkt.
- Um nun die gewonnene Trockenmilch um keinen ihrer ursprünglichen Bestandteile zu vermindern, wird auch der zweite wasserreiche Anteil ebenfalls entweder vorkonzentriert und dann getrocknet oder direkt in ein Trockenprodukt verwandelt.
- Bei diesem Teil kommt es nicht darauf an, ob man mehr oder weniger Luft und Wärme zuführt, da er keine empfindlichen Bestandteile, wie Fett, Kasein, Albumin usw., enthält.
- Es werden also eine wertvolle und eine minderwertige Phase für sich getrocknet, die wertvolle sehr leicht, ohne viel Wasser verdampfen zu müssen, die andere mit großer Wasserverdampfung, aber ohne Nachteil für das Trockenprodukt. Ausführungsbeispiele Gewöhnliche Vollmilch wird nach dem im Patent angegebenen Verfahren durch Zusatz von 5 bis 7°J, Pektinextrakt von etwa io°1a Trockensubstanzgehalt in einen wässerigen und einen sahnenreichen Anteil getrennt, von denen jeder für sich z. B. auf Walzentrocknern getrocknet wird. Man kann vorher beide Phasen auch im Vakuum vorkonzentrieren.
- Man erhält z. B. auf diese Weise aus ioo 1 Vollmilch 5 bis 6 kg Trockenprodukt, welches die wichtigen Bestandteile der Milch, wie Fett, Kasein usw., enthält, und etwa 6 bis 7 kg Trockengut, das aus dem wässerigen Anteil stammt und hauptsächlich noch Milchzucker und Spuren anderer Milchbestandteile enthält.
- Da die sahnenreiche Phase nur etwa ein Sechstel der ursprünglichen Menge ausmacht, also etwa 18 1, so bedeuten 5 bis 6 kg Trockenausbeute eine Konzentrierung dieser Phase auf annähernd s5 bis 3o°16. Der wässerige Anteil dagegen macht etwa fünf Sechstel der ursprünglichen Menge aus, das sind etwa 85 1. Da nur 6 bis 7 kg Trockensubstanz daraus erhalten werden, beträgt das Konzentrat nur etwa 6 bis ; °/o. Man sieht aus dem Unterschiede der beiden Konzentrationen, daß in der sahnenreichen Phase durch Zusatz von Pektin eine etwa fünffache Anreicherung der Trockensubstanz möglich ist.
- Um das wertvolle Produkt zu erhalten, war es nur notwendig, etwa 8 bis io 1 Wasser zu verdampfen, wogegen bei dem minderwertigen Anteil etwa 8o bis 85 1 Wasser der Verdampfung unterworfen werden muBten. Man sieht klar, wie sehr das hochwertige Produkt geschont werden konnte.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten Milchpräparaten durch Trennung der Milch in verschiedene Anteile, Behandlung jedes Teiles für sich. und Wiedervereinigung der erhaltenen Produkte, dadurch gekennzeichnet, daß die nach dem Patent 555 273 gewonnenen Anteile hierzu verwendet werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP61450D DE558702C (de) | 1929-05-21 | 1929-10-15 | Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten Milchpraeparaten |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEP60358D DE555273C (de) | 1929-05-21 | 1929-05-21 | Verfahren zur Herstellung einer konzentrierten Milch |
| DEP61450D DE558702C (de) | 1929-05-21 | 1929-10-15 | Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten Milchpraeparaten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558702C true DE558702C (de) | 1932-09-10 |
Family
ID=7389711
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEP61450D Expired DE558702C (de) | 1929-05-21 | 1929-10-15 | Verfahren zur Herstellung von festen oder halbfesten Milchpraeparaten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558702C (de) |
-
1929
- 1929-10-15 DE DEP61450D patent/DE558702C/de not_active Expired
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