DE558594C - Verfahren und Vorrichtung zum Verengen metallischer Hohlkoerper - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Verengen metallischer Hohlkoerper

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DE558594C
DE558594C DE1930558594D DE558594DD DE558594C DE 558594 C DE558594 C DE 558594C DE 1930558594 D DE1930558594 D DE 1930558594D DE 558594D D DE558594D D DE 558594DD DE 558594 C DE558594 C DE 558594C
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hollow body
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hollow bodies
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bell
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/10Accessories for centrifugal casting apparatus, e.g. moulds, linings therefor, means for feeding molten metal, cleansing moulds, removing castings
    • B22D13/101Moulds

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Heat Treatment Of Articles (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Verengen metallischer Hohlkörper Es ist bereits vorgeschlagen worden, Hohlkörper durch äußeren Flüssigkeitsdruck radial zusammenzudrücken und in der Längsrichtung zu recken, um die Struktur zu ändern und die Festigkeit und den Gebrauchswiderstand dadurch zu steigern. Dieses Verfahren erfordert aber sehr teuere Vorrichtungen und würde z. B. bei Anwendung auf Schleudergußkokillen die Gefahr mit sich bringen, daß die Kokillen unrund werden und daher im Gebrauche schleudern, sich schwer bearbeiten lassen oder gar der unrunden Stellen wegen ganz unbrauchbar werden. Dieser Nachteil rührt davon her, daß es sich bei diesem Verfahren um eine Kombination von axialen und radialen Kräften handelt, deren Zusammenwirken im voraus nicht bestimmt und auch bei Durchführung des Verfahrens nicht überwacht und beeinflußt werden kann. Das Ergebnis muß also vom Zufall in hohem Maße abhängen.
  • Nach der Erfindung wird dagegen ausschließlich axialer Zug, und zwar nur in solchem Maße auf die Hohlkörper ausgeübt, daß bleibende Dehnung unter Vermeidung von Einschnürungen erreicht wird. Es genügt also, auf das eine Ende des Hohlkörpers in kaltem oder warmem Zustand einen Zug auszuüben und sein anderes Ende festzuhalten. Die Vorrichtung kann also sehr einfach sein. Abweichungen von der Geraden und Unrundwerden der Hohlkörper sind ausgeschlossen. Der Vorgang kann wegen der Einfachheit seines Verlaufs und der nötigen Vorrichtung nicht nur sehr leicht überwacht, sondern auch auf sein Ergebnis im voraus ziemlich genau berechnet werden.
  • Ist z. B. für einen Stahl an einem Vergleichsversuchsstück die Fließgrenze bei 66 kg pro Quadratmillimeter ermittelt, so genügt es für das Streckverfahren, mit einer Fließbeanspruchung von 65 kg pro Quadratmillimeter zu rechnen. Man wird also bei Erreichung einer Belastung in der Nähe von 65 kg pro Quadratmillimeter besonders vorsichtig arbeiten und die Beanspruchung nicht weiter steigern, wenn sich die erwünschte Reckung unterhalb 65 kg pro Quadratmillimeter mit einer geringeren Beanspruchung erreichen läßt. Man kann schon an dem Verlauf der Dehnungskurve am Dehnungsindikator bei einiger Erfahrung sehen, ob .man überhaupt in die Nähe der Fließgrenze zu gehen hat und wird dieses vermeiden, wenn der Verlauf des Dehnungsvorganges dies nicht erfordert. Da man das Fließen auch auf der Außenfläche der Hohlkörper beobachten kann und dieses nach dem erfindungsgemäßen Verfahren, besonders leicht möglich ist, weil die Hohlkörper auf der Außenseite frei zugänglich bleiben können, ist praktisch mit schädlichen Einschnürungen nicht zu rechnen. Auch minimale Unterschiede in der Wandstärke lassen sich unschädlich machen, da man ja nur mit einem genügenden Sicherheitsfaktor zu arbeiten hat, d. h. um einen geringen Betrag unter der versuchsweise festgestellten Fließbelastung zu bleiben hat. In den Zeichnungen ist die Erfindung erläutert. Es zeigen Abb. i eine hydraulische Zugvorrichtung, Abb.2 eine durch Wärme wirksame Vorrichtung, Abb. 3 eine Abart nach Abb. i, Abb. q. ein Schema der Formänderung.
  • Die Kokille i legt sich nach Abb. i an ihrem rechten Ende gegen ein Widerlager 2 und wird in Richtung des Pfeiles 3 durch hydraulischen Druck auf den an ihrem linken Ende festen Ring q. gereckt.
  • Nach Abb. 2 ist die Kokille i an beiden Enden starr mit einem Mantel 5 umgeben, bei dessen Erwärmung die Kokille sich längen muß.
  • Um zu vermeiden, daß sich das glockenförmige Ende der Kokille bei der Behandlung verformt, kann in dieses Ende ein Schutzkörper eingesetzt werden, welcher das Kokillenende beim Reckvorgang entlastet und in Abb. i und 2 durch Strich-Punkt-Linien angedeutet ist.
  • Gemäß Abb. 3 kann auch ein Schaft 6 in die Kokille x eingesteckt werden, welcher sich mit Hilfe des Spannringes 7 und Spannschrauben gegen das Glockenende der Kokille legt und als Widerlager für eine hydraulische Preßvorrichtung 8, 9 dient, welche am anderen Ende in Richtung des Pfeiles 3 auf die Kokille i wirkt und auch durch eine Schraubenspindel ersetzt werden kann. Der Schaft 6 ist zugleich in der aus Abb. i und 2 ersichtlichen Weise als Schutzkörper ausgebildet und läßt sich auch als Kaliberzapfen für Einhaltung eines bestimmten Lichtdurchmessers nutzbar machen. In Abb. q. bedeutet d den lichten Durchmesser eines Hohlkörperstückes vor der Behandlung, d, r nach der Behandlung. 1, 1, y bedeuten die entsprechenden Längen.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Verengen metallischer Hohlkörper, insbesondere von Schleudergußkokillendurch Beanspruchung auf Fließen im kalten oder warmen Zustande, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper ausschließlich axialem Zug, und zwar nur in solchem Maße ausgesetzt wird, daß unter Vermeidung von Einschnürungen bleibende Dehnung erreicht wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper über einen in ihm liegenden und mit dem einen Ende des Hohlkörpers (i) verbundenen Schaft (6) durch eine gegen das freie Schaftende wirkende Preßvorrichtung (8, 9) gedehnt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (i) an beiden Enden an einem Mantel (5) mit Wärmedehnungsvermögen befestigt und zusammen mit dem Mantel oder während der Erwärmung des Mantels gekühlt wird. q.. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens an Metallkokillen mit glockenförmigem einen Ende, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens das Glockenende durch einen Schutzkörper (6) entlastet ist.
DE1930558594D 1930-06-29 1930-06-29 Verfahren und Vorrichtung zum Verengen metallischer Hohlkoerper Expired DE558594C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225131B (de) * 1955-05-31 1966-09-22 Vernon R Powell Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1225131B (de) * 1955-05-31 1966-09-22 Vernon R Powell Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Rohren

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