DE558067C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Reissverschlussband - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von ReissverschlussbandInfo
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A44—HABERDASHERY; JEWELLERY
- A44B—BUTTONS, PINS, BUCKLES, SLIDE FASTENERS, OR THE LIKE
- A44B19/00—Slide fasteners
- A44B19/24—Details
- A44B19/34—Stringer tapes; Flaps secured to stringers for covering the interlocking members
Landscapes
- Decoration Of Textiles (AREA)
Description
DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
J. SEPTEMBER 1932
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8 b GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 2. August 1931 ab
Bei den bekannten Reißverschlußbändern, bei welchen der Randwulst zum Befestigen
der Verschlußglieder dadurch gebildet wird, daß eine Kordel oder einzelne Fäden oder
Fadenbündel schlauchartig in den Rand des Bandes eingewebt werden, besteht der Nachteil,
daß der Wulst höher als breit wird, d. h. eine ovale Querschnittsform annimmt, deren
größte Ebene in der Bandebene liegt, wobei an den Übergangsstellen vom Wulst zum
eigentlichen Band Hohlketten entstehen. Das Bestreben in der Reißverschlußindustrie geht
nun dahin, ein Band mit möglichst breitem Wulstrand zu erhalten, denn es besteht bei
der Fabrikation der Reißverschlüsse eine große Schwierigkeit darin, die Verschlußglieder
unverrückbar fest auf dem Wulstrand aufzuklemmen. Die geringste Verschiebung auch nur eines einzigen Gliedes, die bei Be-
ao tätigung des Reißverschlusses eintritt, stört die ganze Funktion des Verschlusses. Je
breiter nun der Wulstrand des Bandes ist, desto fester lassen sich auch die Füßchen der
Metallglieder darin einpressen. Es ist aber der Wulstbreite insofern eine Grenze gesetzt,
als mit der Breite auch die Höhe des Wulstrandes zunimmt, was wiederum eine größere
Länge der Gliederfüßchen bedingt, damit diese vollständig um den Wulst herumgreifen
und nicht mit ihren scharfen Enden sich in den Wulst eindrücken und dadurch Beschädigungen
des Bandes hervorrufen. Man ist aber bestrebt, möglichst kleine und kurze Metallglieder verwenden zu können, um den
Verschluß möglichst leicht zu halten.
Da es webtechnisch nicht möglich ist, einen Schlauchwulst an der Bandkante so
anzuweben, daß die Breite des Wulstes größer als seine Höhe ist, wird gemäß der
Erfindung vorgeschlagen, durch einfache Nachbehandlung des Schlauchwulstes, und
zwar durch Zusammendrücken des Wulstes senkrecht zur Bandebene, mittels einer geeigneten
Vorrichtung diesem einen Querschnitt zu geben, der die verlangten Vorzüge *5
aufweist, d. h. breiter als hoch ist. Dies hat zur Folge, daß die Füßchen der Verschlußglieder
verhältnismäßig kurz sein können und dadurch den Verschluß wesentlich leichter
machen, andererseits aber sich so fest in 5* den breiten Wulstrand einkneifen, daß ein
nachträgliches Verrücken ausgeschlossen ist. Außerdem hat das neue Band den Vorteil
der Billigkeit, denn es kann in der gewöhnlichen billigen Weise, d. h. einspulig gewebt
werden.
Auf^der Zeichnung ist das Verfahren und eine Einrichtung zur Herstellung des Bandes
schematisch dargestellt.
Abb. ι und 2 zeigen in Ansicht und im ^o
Querschnitt das Band in der bekannten Form mit schlauchartig eingewebtem Wulst.
Abb. 3 und 4 zeigen in Ansicht und im Querschnitt das Band nach der Verformung
des Randwulstes.
Abb. 5 zeigt schematisch ein Ausführungsbeispiel der Einrichtung zur Verformung des
Randwulstes.
Die Herstellung des Bandes α nach Abb. 1
und 2 mit Randwulst b nach Abb. 1 und 2 er-
folgt in bekannter Weise. Aus Abb. 2 ist die ovale Querschnittsform des Randwulstes mit
den hohlkehlenartigen Übergangsstellen c zum eigentlichen Band ersichtlich. Aus Abb. 2
ist auch zu erkennen, wie das Verschlußglied d unvorschriftsmäßig auf dem Randwulst
aufsitzt und dadurch die Möglichkeit der Beschädigung des Bandes hervorruft. Abb. 3 und 4 zeigen das Band nach der Verformung
des Randwulstes b durch die in Abb. 5 dargestellte Vorrichtung. Diese Vorrichtung
kann beispielsweise aus einem senkrechten Walzenpaar e, e' und einer darüber
waagerecht gelagerten Walze/ bestehen, die zwischen sich ein Profil einschließen, welches
dem Querschnitt nach Abb. 4 entspricht. Die Walzen e, e' und / sind auf ihren Achsen
lose drehbar. Die Walze e' ist außerdem um den Punkt g schwingbar, so daß sie unter
ao Vermittlung einer Zugfeder h an das Band, wenn dies die Walzen passiert, angedrückt
wird. Die Achse der Walze f ist bei i schwingbar gelagert und an ihrem freien
Ende durch ein entsprechend der auszuübenden Druckwirkung beliebig veränderliches
Gewicht k belastet. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel erhalten die Walzen e,
e', f keinen besonderen Antrieb, sondern laufen als Schleppwalzen, wenn das Band z. B.
beim Aufhaspeln zwischen den Walzen durchgezogen wird. Es ist ersichtlich, daß beim
Passieren der Walzen e, e\ f der im Querschnitt
ovale Randwulst entsprechend der Belastung der Walze / senkrecht zur Bandebene zusammengedrückt wird, wobei gleichzeitig
die Führungswalzen e, e' entsprechend der Zugkraft der Feder h auf das Band einen
solchen Druck ausüben, daß die Hohlkehlen an den Übergangsstellen vom Wulst zum Band beseitigt werden und scharfe Ecken
entstehen. Durch diese Verformung des Randwulstes erhält derselbe einen Querschnitt,
der mit Sicherheit eine gleichmäßige Befestigung der Verschlußglieder mit verhältnismäßig
kurzen Füßchen gestattet, wodurch wiederum eine sichere Wirkung und
lange Lebensdauer des Reißverschlusses gewährleistet ist und das Gewicht des Verschlusses
verhältnismäßig gering wird.
Selbstverständlich kann die Verformungseinrichtung für den Randwulst auch anders
ausgeführt werden und nicht nur für sich, sondern auch in Verbindung mit dem Bandwebstuhl
oder der Haspelvorrichtung zur Anwendung kommen. Wesentlich ist nur,
daß eine Führung für das fertige Band vorhanden ist, durch die der Randwulst senkrecht
zur Bandebene zusammengedrückt wird.
Claims (2)
- Patentansprüche:ι . Verfahren zur Behandlung von Reißverschlußband, dadurch gekennzeichnet, daß der Randwulst des in bekannter Weise gewebten Bandes senkrecht zur Bandebene zusammengedrückt wird.
- 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Anordnung zweier Führungswalzen {e, e') sowie einer dritten belasteten Walze (/), deren Achse senkrecht zur Achse der Führungswalzen mit diesen etwa in einer Ebene liegt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH128152D DE558067C (de) | 1931-08-02 | 1931-08-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Reissverschlussband |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH128152D DE558067C (de) | 1931-08-02 | 1931-08-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Reissverschlussband |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE558067C true DE558067C (de) | 1932-09-01 |
Family
ID=7175541
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH128152D Expired DE558067C (de) | 1931-08-02 | 1931-08-02 | Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Reissverschlussband |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE558067C (de) |
-
1931
- 1931-08-02 DE DEH128152D patent/DE558067C/de not_active Expired
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